Meine Elf meiner Fußballzeit – Alexander Voigt

Sprichwörtlich wird eine Fußballmannschaft auch als “11 Freunde” bezeichnet, womit insbesondere ausgesagt werden soll, dass Fußball eine Mannschaftssportart ist und man im Alleingang wenig Möglichkeiten für einen Erfolg hat. Außerdem ist Fußball so viel mehr als nur das Spiel über 90 Minuten, viele Freundschaften entstehen und bestehen auch nach der gemeinsamen aktiven Zeit. Eines ist jedoch auch klar, in einer langen Fußballkarriere verändern sich die Mannschaften fortwährend und manchmal tauscht man sogar die Vereinsfarben mit einem Vereinwechsel.

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Alexander Voigt | Foto: Verein

Nun blickt Alexander Voigt auf seine Fußballkarriere bei der TSG Calbe zurück und benennt seine beste Elf seiner Fußballzeit:

Torhüter: Benjamin Richter (TSG Calbe)

Wir haben uns erst im Männerbereich kennengelernt und es hat sich schnell eine sehr enge Freundschaft entwickelt. Fussballerisch ist “Benja” sicherlich nicht der Beste, aber an Ehrgeiz und Zuverlässigkeit ist er nicht zu überbieten und immer zur Stelle, wenn man Ihn braucht. Für jede Kabine eine Bereicherung, nur am Tresen ist seine Leistung ausbaufähig.

Portrait_Benjamin Richter

Benjamin Richter | Foto: Verein

Rechter Verteidiger: Dennis Globisch (TSV Besse)

Ihn habe ich 2004 bei der Bundeswehr kennengelernt. Beim Spiel “Ost gegen West” hat er uns die Grenzen aufgezeigt und wir sind seitdem gute Freunde geblieben. Ob er den Weg vom Strafraum bis zur Mittellinie noch schafft, weiß ich leider nicht.

Innenverteidiger: Sebastian Zapke (TSG Calbe)

Er ist auch ein Freund schon über Jahre hinweg. Stets zuverlässig und ehrgeizig. Glücklicher Weise hat er jetzt noch einmal die Lust am Fußball gewonnen. Er ist ein Zweikämpfer vor dem Herrn. Manch Gegenspieler konnten Sie nach einem Zweikampf mit Ihm nicht mehr an die komplette zweite Halbzeit erinnern.

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Sebastian Zapke (rechts) und die TSG Calbe lieferten dem FSV Barleben ein Kopf-an-Kopf-Rennen. | Foto: Christian Besecke

Innenverteidiger: Keven Harms (Union Schönebeck)

Wir haben uns über zehn Jahre lang eine Bank in der Kabine geteilt und auf dem Spielfeld immer nebeneinander gespielt. Der “Inspektor” ist immer voran gegangen und hat die Mannschaft geführt. Schade, dass wir diese Saison nicht noch einmal gemeinsam auf dem Platz standen.

Keven Harms in Aktion | Foto: Sven Sonnenberg

Keven Harms in Aktion | Foto: Sven Sonnenberg

Linker Verteidiger: Christian Meyer (VFB Ottersleben)

Mit “Magic” durfte ich während meiner Zeit in Ottersleben zusammen spielen. Er ist ein absoluter Ruhepol auf und neben dem Spielfeld. In jeder Situation entspannt und mit kühlen Kopf. Einfach ein klasse Typ.

Rechtes Mittelfeld: August Schulz

“Gustl” ist der Alptraum für jeden Gegenspieler. Pfeilschnell, technisch stark, ehrgeizig und ein absoluter Teamplayer. Es war immer ein Genuss mit ihm zu spielen.

August Schulz. | Foto: Verein

August Schulz. | Foto: Verein

Zentrales Mittelfeld: Lukas Prenzer (VFB Ottersleben)

“Lucky” ist auf jeder Position einsetzbar. Neben dem Platz ist er ein ganz entspannter und lieber Typ, auf dem Platz “komplett verrückt”. Zweikampfstark, laufstark, energisch, zuverlässig. Lukas ist einfach ein positiv-verrückter Typ.

Zentrales Mittelfeld: Stefan Buszkowiak (Betreuer TSG Calbe)

“Buscher” musste ich als einen meiner besten Freunde mit einbauen. Ich hab keine Ahnung, ob er überhaupt mehr als fünf Meter am Stück sprinten kann, aber er würde mit seiner guten Laune und Art und Weise jeden Gegenspieler im Mittelkreis beim “Kaffeekränzchen” binden.

Linkes Mittelfeld: Florian Schmidt (TSV Klein Mühlingen)

“Mischer” ist eine absolute Frohnatur. Die Musicbox und er sind Eins. Fußballerisch enorm stark, tolles Potenzial. Leider konnte er dieses nicht immer ganz abrufen, wenn das Snickers fehlte und er zur Diva wurde. War sind überglücklich gewesen, als er damals doch noch seinen “Hallenpass” gefunden hat.

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Florian Schmidt. | Foto: Verein

Angriff: Tobias Plantikow (Einheit Wernigerode)

“Planti” ist auch ein Freund über Jahre und zum Glück ist der Kontakt nie abgerissen. Er liebt den Fußball über alles und ist vorm Tor ein typischer Stürmer, egoistisch eben ;-) In Wernigerode hat er seine neue Heimat gefunden und mischt nun den Harz auf.

Tobias Plantikow hier noch im TSG-Traikot. | Foto: Verein

Tobias Plantikow hier noch im TSG-Traikot. | Foto: Verein

Angriff: Stefan Schliemann (Alte Herren TSG Calbe)

“Schlie” ist für jede Mannschaft eine menschliche Bereicherung. Auf und Neben dem Platz. Unvergessen sind seine Saunabesuche vor den Spielen und die Versprechen während des Torschusses und des Tores.

Ab durch die Mitte. Die Calbenser um Stefan Schliemann (M.) fuhren gegen den 1. FSV Nienburg die ersten drei Zähler der Rückrunde ein. | Foto: Kevin Sager

Ab durch die Mitte. Die Calbenser um Stefan Schliemann (M.) fuhren gegen den 1. FSV Nienburg die ersten drei Zähler der Rückrunde ein. | Foto: Kevin Sager

Trainer: Thomas Sauer (Union Schönebeck)

“Saui” war für mich persönlich der “beste” Trainer. Klare Ansagen, klare Erwartungen. Er bekommt den Spagat zwischen Autorität und Freundschaft ideal hin. Thomas hatte immer ein offenes Ohr oder einen lockeren Spruch parat. Als Trainer kann er sein Können und seine Erfahrungen ideal vermitteln.

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TSG-Coach Thomas Sauer bemängelte die Inkonstanz seines Teams und lobte gleichzeitig den Saisonendspurt. | Foto: Frank Nahrstedt


Florian Schmidt auf der Lieblingsposition

Florian Schmidt blüht richtig auf. In den vergangenen Spielzeiten war er maßgeblich mit Defensivaufgaben beschäftigt, vornehmlich als Rechts- oder Innenverteidiger. Doch mit Torsten Brinkmann an der Seitenlinie darf Schmidt nun seine Lieblingsposition bekleiden – das Mittelfeld.

“Da fühle ich mich sehr wohl”, berichtete der Fußballer. Wenngleich es gestern Nachmittag beim Spiel um Platz drei im Sparkassencup eine 1:2-Niederlage gegen Schwarz-Gelb Bernburg gab, so war Schmidt als “Motor” an vielen Offensivaktionen beteiligt, leitete zudem mehrere Angriffe gut ein und belohnte sich mit dem Treffer zum 1:2 (65.) für seine gute Leistung selbst. “Ein bisschen Nachholbedarf bei der Spielöffnung und in der räumlichen Wahrnehmung gibt es sicherlich noch”, relativierte Brinkmann. “Aber trotzdem hat er seine Aufgabe gut gelöst.”

Allerdings war in der ersten Hälfte nicht nur bei Schmidt noch etwas Sand im Getriebe. “Wir haben keine Überzahlsituation in Ballnähe geschaffen”, haderte der Coach mit der mangelnden Laufbereitschaft. Die Folge: Bernburg hatte viel Zeit und konnte mehrfach den Ball “durchstecken”, also eine ganze Defensivlinie aushebeln. Das wurde bereits nach acht Minuten gefährlich, doch Mathias Fromm schoss neben das Tor. Vor dem 0:1, das zugegeben ziemlich kurios fiel, agierte Calbe allerdings erneut zu sorglos. Ein Querpass von Linksverteidiger Alexander Voigt wurde von Florian Schröder abgefangen. Sein abgefälschter Schuss senkte sich zum Tor, prallte gegen den Pfosten, von dort hinter die Linie und dann wieder aus dem Tor.

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Kein Freistoß für die TSG: Bernburgs Stephan Rühlicke spielt den Ball zwar mit der Hand, der Schiedsrichter hat aber das Schieben von Sascha Bergholz (r.) als Foul abgepfiffen. | Foto: Frank Nahrstedt

Passend zur verkorksten ersten Hälfte in der Abwehr waren auch die Offensivaktionen, als Maik Adrian einen Abpraller aus zwei Metern am Tor vorbeischoss (36.) oder er sich bereits weggedreht anstatt spekuliert hatte, als Markus Krause der Ball durchrutschte. Adrian hätte freie Bahn gehabt (31.).

Nach dem Wechsel erhöhte Calbe allerdings enorm das Tempo. Bernburg hatte – wie schon im Halbfinale gegen den Schönebecker SV – nicht mehr viel entgegen zu setzen. “Da haben mir Laufbereitschaft und Einsatz gefallen”, lobte auch Brinkmann. Doch sowohl Adrian, der einen guten Pass von Philipp Berner genau auf den Torwart köpfte (47.), als auch Christian Kober, dessen abgefälschter Schuss nur das Lattenkreuz traf (50.), verpassten hochkarätige Möglichkeiten. Dies wurde bestraft, als Sebastian Täubert erneut einen durchgesteckten Ball verwandelte.

In der Folge drückte Calbe weiter. Nach einem starken Solo von Vit Fiser über die rechte Seite und seinem Pass in den Rücken der Abwehr verwandelte Schmidt trocken in die kurze Ecke. Die TSG erarbeitete sich weitere Möglichkeiten, doch sowohl Bergholz (80.) als auch Schmidt (90.) brachten den Ball nicht im gegnerischen Kasten unter, sodass es am Ende bei der knappen Niederlage und Platz vier blieb.

TSG Calbe: Richter – Berner, Noack, Zapke, F. Schmidt, Fiser, Adrian, Bergholz, Kober, Voigt, Würlich

Tore: 0:1 Florian Schröder (41.), 0:2 Sebastian Täubert (61.), 1:2 Florian Schmidt (65.)

Schiedsrichter: Olaf Schulz

Zuschauer: 100


Jung, unbeschwert, aber mit reichlich Verantwortung

Auf den ersten Blick erscheint es schon ungewöhnlich, dass im Gespräch mit dem erst 19-Jährigen Florian Schmidt der Wortlaut „Verantwortung übernehmen“ überaus häufig fällt. Trotz seiner bisher noch sehr kurzen Karriere im Männerbereich musste er schon ein tiefes Tal durchschreiten, ist aber mit seiner unbeschwerten und besonnen Art längst zu einer festen Größe im Landesligateam der TSG Calbe gereift.

Portrait_Florian Schmidt

Zu Saisonbeginn angetreten zum Portraitfoto: Florian Schmidt | Foto: Verein

Bereits im Alter von fünf Jahren folgte er seinem Vater auf den Fußballplatz des TSV Kleinmühlingen/Zens. Florian spielte als Jugendkicker sehr erfolgreich auf verschiedenen Positionen, wurde unter anderem mehrmals zum Torschützenkönig der Liga aber auch zum besten Torhüter den Salzlandkreis gekürt, ehe er sich zur Saison 2009/2010 dem B-Jugendteam der TSG Calbe anschloss. Mit vielen schönen und zugleich prägenden Erinnerungen blickt er auf diese sehr erfolgreiche Zeit zurück. Dabei vergisst er auch nicht seinen beiden Trainern Alexander Mikoleit und Benjamin Rust zu danken, die ihm insbesondere zeigten eben jene Verantwortung zu übernehmen.

Eigentlich noch als A-Jugendlicher stand der Mittelfeldspieler dann erstmals beim 2:0-Auswärtserfolg beim FSV Barleben für die letzten zehn Minuten auf der wichtigen Sechser-Position für die erste Mannschaft auf dem Feld. Eine Position, die eben jene Verantwortung auch von einem erst 17-Jährigen abverlangt. Aufgrund seiner Zweikampfstärke und seiner technischen Fertigkeiten entwickelte er sich in kürzester Zeit zum Stammspieler im Mittelfeld des Landesliga-Teams.

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Florian Schmidt gewohnt zweikampfstark und kämpferisch. | Foto: Frank Nahrstedt

Eine weitere Erinnerung jedoch zeigt, wie nah bei ihm die Unbeschwertheit und die Verantwortungsbereitschaft beisammen liegen. Beim Vorbereitungsspiel gegen den Regionalligisten 1.FC Magdeburg, „Es war der 6. Juli 2012, um 19.05 Uhr.“, riss er sich das vordere Kreuzband und musste sich in einer achtmonatigen Leidenszeit zurückkämpfen. Wie gut er dies allerdings bewältigt hat, zeigt die aktuelle Saison 2013/2014. Florian Schmidt ist dabei nicht nur der Calbenser Spieler, der bisher die meisten Minuten auf dem Spielfeld stand, sondern auch ein wichtiger Faktor innerhalb des Teams von TSG-Trainer Thomas Sauer, der im Übrigen natürlich die Bereitschaft seines jungen Spielers zur Übernahme von Verantwortung auf und neben dem Platz sehr schätzt.


Vorn mutig, hinten mit Fehlern

Untröstlich waren die Landesliga-Fußballer der TSG Calbe am Freitagabend trotz der 0:13 (0:8)-Niederlage gegen den Regionalligisten 1. FC Magdeburg gewiss nicht. Wenngleich die Höhe der Niederlage vor allem Trainer Thomas Sauer unzufrieden stimmte, dürfte für die meisten Spieler wohl das Erlebnis als solches haften bleiben.

Da schien es dann auch verzeihlich, wenn vor allem in der Anfangsphase leichte Fehler passierten, “weil wir hinten zu offen stehen und einfache Ballverluste durch Fehlpässe produzieren”, wie Sauer feststellte. Der FCM nutzte die Nervosität des Gegners bekanntlich zu seinen Gunsten und nahm bereits in Durchgang eins Kurs auf die Zehn-Tore-Marke. Doch immerhin: “Wenn wir in Ballbesitz waren, spielen wir auch mutig nach vorn. Schade ist, dass wir unsere Zielstellung, selbst ein Tor zu erzielen, nicht erfüllen konnten.”

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Benjamin Richter ist bei diesem Schuss von Dawid Krieger (FCM) aus Nahdistanz chancenlos, am Ende musste der TSG-Schlussmann 13 mal hinter sich greifen | Foto: Lars Rode

Sorge bereitete Sauer im ersten Test vor allem angesprochene Ungenauigkeit im Passspiel. “Das ist seit rund einem halben Jahr ein grundsätzlicher Schwachpunkt, an dem wir arbeiten müssen.”

Nur bedingt verbesserungswürdig war indes die Zuschauerkulisse im Heger-Stadion. Rund 500 Gäste zog das Spiel gegen den einstigen Europapokalsieger an, was auch dem neuen FCM-Trainer Andreas Petersen nicht verborgen blieb: “Ich denke, die Leute haben ein gutes Spiel gesehen. So eine Kulisse zeugt von großer Anerkennung für die Mannschaft.” Ein Teil davon gebührte freilich auch den Gastgebern.

(Quelle: Volksstimme Schönebeck vom 09.07.2012)


Torhungriger FCM zeigt Saalestädtern die Grenzen auf

Florian Schmidt hatte sich das ganz sicher anders vorgestellt. Im gestrigen Testspiel der Calbenser Landesliga-Fußballer gegen den Regionaligisten 1. FC Magdeburg, unbestrittenes Highlight der Vorbereitung, deutete er bereits nach vier Minuten per Handzeichen an, dass es verletzungsbedingt nicht weiterging. Zyniker würden sagen, das war auch besser für ihn. So musste er nur noch vom Spielfeldrand miterleben, wie der FCM die TSG beim 13:0 (8:0)-Sieg förmlich überrollte.

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Kurzer Abend: Florian Schmidt (l.), hier im Zweikampf mit Magdeburgs Christopher Reinhard, verletzte sich in der Anfangsphase, musste nach fünf Minuten ausgewechselt werden. | Foto: Björn Richter

Calbes Trainer Thomas Sauer hatte zwar nach dem Abpfiff sein Lächeln noch nicht verloren, verhehlte aber nicht seine Enttäuschung über die turmhohe Niederlage: “Mit der Leistung kann man nicht zufrieden sein. Das Ergebnis läuft zwangsläufig aus dem Ruder, wenn in den ersten zehn Minuten bereits drei Gegentreffer fallen.” Allen voran FCM-Neuzugang Michel Harrer entpuppte sich als ständiger Unruheherd im TSG-Strafraum. Nicht zuletzt sein Hattrick legte den Grundstein zur deutlichen Pausenführung, die Andreas Petersen, neuer Trainer bei den Landeshauptstädtern, regelrecht verzückte: “Von den Toren war eins schöner als das andere.”

Zur Pause wechselte Petersen munter durch, brachte eine völlig neue Mannschaft ins Spiel, die aber über weite Teile der zweiten Hälfte keineswegs das Tempo herausnahm, weiter Chancen kreierte und TSG-Torhüter Benjamin Richter ständig forderte. An den fünf Gegentreffern in Halbzeit zwei traf den Schlussmann der Saalestädter wie schon im ersten Durchgang keine Schuld. Im Gegenteil: Durch einen gehaltenen Foulelfmeter gegen Patryk Podrygala (81.) und andere gute Paraden bewahrte er seine Farben vor noch Schlimmerem.

TSG Calbe: Richter – Harms, Zapke, Voigt, F. Schmidt, Bergholz, Müller, Würlich, T. Schmidt, Plantikow, Neumeister (Kasper, Noack, Schröder, Spengler, Jedlitschka, Mikoleit, Dethlefsen)

1. FC Magdeburg: Tischer – Nennhuber, Reinhard, Boltze, Harrer, Koschwitz, Butzen, Sowislo, Beil, Friebertshäuser, Kurth (Dersewski, Lenk, Hackenberg, Podrygala, Krieger, Moslehe, Neumann, Burdenski, Blume, Viteritti, Brendel)

Tore: 0:1 Kevin Nennhuber (5.), 0:2 Maik Koschwitz (12.), 0:3 Michel Harrer (15.), 0:4 Maik Koschwitz (21.), 0:5, 0:6, 0:7 Michel Harrer (30., 32., 42.), 0:8 Maik Koschwitz (44.), 0:9, 0:10 Ali Moslehe (50., 61.), 0:11, 0:12, 0:13 Dawid Krieger (70., 75., 76.)

(Quelle:  Volksstimme Schönebeck vom 07.07.2012)


Drei Treffer: Florian Schmidt schießt Calbe zum Titel

Die fünf Regionalklasseteams sollten in Calbe den Kreismeister der A-Jugend-Fußballer ermitteln. Jedoch sagten im Vorfeld die Kicker von Wacker Felgeleben und der Spielgemeinschaft Nachterstedt/Gatersleben ab. So wurde in einem Dreierturnier gespielt, in dem sich die gastgebende TSG den Titel sicherte.

Das Auftaktspiel zwischen Bernburg und Calbe kam nur mühsam in Fahrt. Dabei hatten die Kreisstädter bis zur Pause

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Florian Schmidt von der TSG Calbe traf in der Kreismeisterschaft der A-Jugendmannschaften des Salzlandkreises insgesamt dreimal. | Foto: Norbert Wulf

deutlich mehr von der Partie, waren aber kaum torgefährlich. Nach dem Wechsel steigerte sich die TSG vor allem kämpferisch und erzielte die Führung. Nun nahmen Hektik und Verbissenheit in vielen Aktionen zu, wobei das TSG-Team abgeklärter wirkte und mit einem Strafstoßtor in der Schlussminute den Sieg endgültig sicherte.
Calbe knüpfte im zweiten Match gegen das Lok-Team an seine Leistungen aus Hälfte zwei an, nutzte zwar gute Chancen nicht, ging aber durch Torjäger Florian Schmidt trotzdem verdient in Führung. Nach der Pause steigerte sich Aschersleben. Der Gastgeber war oft nur mit Abwehrarbeit beschäftigt. Völlig verdient fiel der Ausgleich, aber Lok setzte nicht energisch nach. Calbe befreite sich wieder und mobilisierte letzte Kräfte. Schmidt gelang per Foulstrafstoß das Siegtor.

A-Jugend_sim_Saison 2011-2012

Letzte Anweisung an die Mannschaft vor dem zweiten Spiel gegen Lok Aschersleben durch TSG-Trainer Benjamin Rust (rechts)

In der dritten Begegnung ging es nun um den Silberrang. Beide Mannschaften zeigten ein müdes Spiel, waren aber auf Augenhöhe. Zweimal gelang Bernburg die Führung. Dann schlug sich die Mannschaft aber in den Schlussminuten selbst. Zahlreiche Abwehrfehler luden die Lok-Akteure förmlich zum Toreschießen ein. Dies ließ sich Aschersleben nicht zweimal sagen, Bernburg wirkte sehr lustlos.

Für die TSG-Elf war es das letzte Spiel in dieser Zusammensetzung, die Mannschaft wechselt in den Männerbereich, jedoch krönte sie die Saison mit dem Double. Denn nach dem Pokalsieg am 1. Mai in Rathmannsdorf (gegen Lok Aschersleben)gab es nun auch noch den Kreismeistertitel.

A-Jugend_sim_Kreismeister_Saison 2011-2012

Letzter Auftritt der erfolgreichen A-Jugendmannschaft der TSG Calbe: Nach dem Pokalsieg konnte man mit dem Kreismeistertitel die Saison 2011/2012 das Double gewinnen.

Ergebnisse und Torschützen

Askania Bernburg – TSG Calbe 0:2 (Philipp Ehme, Florian Schmidt)

TSG Calbe – Lok Aschersleben 2:1 (2x Florian Schmidt – Kevin Dyballa)

Lok Aschersleben – Askania Bernburg 4:2 (Kevin Dyballa, Felix Fritsch, Florian Baerbock, Henning Lange – Patrick Höpfner, Karl Thiele)

Tabelle

1. TSG Calbe 4:16

2. Lok Aschersleben 5:43

3. Askania Bernburg 2:60

Schiedsrichter: Sebastian Schulz (Bernburg), Helmut Lampe (Staßfurt),

Zuschauer: 46

Aufstellungen

TSG Calbe: Tom Thaele – Martin Gläser, Pascal Weber, Niklas Weber, Markus Schulz, Florian Schmidt, Steven Jedlitschka, Tim Thaele, Philipp Ehme, Maximilian Mikoleit, Nico Ulbricht, Nico Pawlitzki, Christian Sandau

Askania Bernburg: Florian Block – Christian Homri, Max Hohm, Max Grombach, Björn Jethon, Patrick Höpfner, Marcel Pusch, Lucas Weichbrot, Paul Schöbe, Karl Thiele, Florian Schmuck, Habib Homri

Lok Aschersleben: Hannes Harnisch – Tom Luwich, Kevin Dyballa, Dennis Jankuhn, Felix Fritsch, Marius Kern, Florian Baerbock, Hagir Isa, Henning Lange, Hakan Tekin, Steve Kaiser, Tim Luwich

(Quelle: Volksstimme Schönebeck vom 26.06.2012)