Rückblick in die Historie – 2010/2011 – Landesligasaison

Abschlusstabelle der Saison 2010/2011 in der Landesliga Nord.

Abschlusstabelle der Saison 2010/2011 in der Landesliga Nord.

  1. Spieltag – 07.08.2010: 1. FC Aschersleben – TSG Calbe 3:4
  2. Spieltag – 21.08.2010: TSG Calbe – SG Blau-Weiß Gerwisch 2:1
  3. Spieltag – 28.08.2010: SV Eintracht Salzwedel – TSG Calbe 1:0
  4. Spieltag – 05.09.2010: TSG Calbe – Schönebecker SV 0:1
  5. Spieltag – 11.09.2010: VfB Ottersleben – TSG Calbe 1:1
  6. Spieltag – 18.09.2010: TSG Calbe – SV Fortuna Magdeburg 0:3
  7. Spieltag – 25.09.s010: SV Stahl Thale – TSG Calbe 0:0
  8. Spieltag – 02.10.2010: TSG Calbe – SG Eintracht Mechau 1:2
  9. Spieltag – 16.10.2010: SV Grün-Weiß Potzehne – TSG Calbe 0:3
  10. Spieltag – 23.10.2010: TSG Calbe – TuS Schwarz-Weiß Bismark 3:0
  11. Spieltag – 29.10.2010: Schönebecker SC – TSG Calbe 2:2
  12. Spieltag – 06.11.2010: TSG Calbe – MSV Börde Magdeburg 1:3
  13. Spieltag – 13.11.2010: SG Handwerk Magdeburg – TSG Calbe 3:1
  14. Spieltag – 27.11.2010: TSG Calbe – FC Einheit Wernigerode 2:1
  15. Spieltag – 29.01.2011: VfB Germania Halberstadt II – TSG Calbe 1:1
  16. Spieltag – 12.02.2011: SG Blau-Weiß Gerwisch – TSG Calbe 2:0
  17. Spieltag – 19.02.2011: SV Eintracht Salzwedel – TSG Calbe 2:3
  18. Spieltag – 27.02.2011: Schönebecker SV – TSG Calbe 0:1
  19. Spieltag – 05.03.2011: TSG Calbe – VfB Ottersleben 1:0
  20. Spieltag – 12.03.2011: SV Fortuna Magdeburg – TSG Calbe 1:0
  21. Spieltag – 19.03.2011: TSG Calbe – SV Stahl Thale 4:0
  22. Spieltag – 02.04.2011: SG Eintracht Mechau – TSG Calbe 0:1
  23. Spieltag – 09.04.2011: TSG Calbe – SV Grün-Weiß Potzehne 1:1
  24. Spieltag – 16.04.2011: TuS Schwarz-Weiß Bismark – TSG Calbe 2:0
  25. Spieltag – 30.04.2011: TSG Calbe – 1. FC Aschersleben 2:0
  26. Spieltag – 06.05.2011: TSG Calbe – Schönebecker SC 2:2
  27. Spieltag – 14.05.2011: MSV Börde Magdeburg – TSG Calbe 0:3
  28. Spieltag – 21.05.2011: TSG Calbe – SG Handwerk Magdeburg 4:2
  29. Spieltag – 28.05.2011: FC Einheit Wernigerode – TSG Calbe 5:0
  30. Spieltag – 04.06.2011: TSG Calbe – VfB Germania Halberstadt II 2:4
1. Herren Hinten von links: Teamleiter Peter Körner, Betreuer Klaus Noack, Co-Trainer Maik Hoffmann,  Kevin Harms, Benny Blöhm, Alexander Menz, Denis Neumeister, Stephan Schulze, Thomas Schmidt,  Tobias Schmidt, Trainer René Kausmann Vorne von links:  Sebastian Strohbach, Sebastian Zapke, Alexander Voigt, Philipp Spengler,  Christian Harant, Stefan Sandau, Sascha Bergholz, Philipp Müller, Sven Noack Es fehlen: Physiotherapeutin Tanja Zapke, Patrick Daniel und Benjamin Richter

1. Herren
Hinten von links: Teamleiter Peter Körner, Betreuer Klaus Noack, Co-Trainer Maik Hoffmann,
Kevin Harms, Benny Blöhm, Alexander Menz, Denis Neumeister, Stephan Schulze, Thomas Schmidt,
Tobias Schmidt, Trainer René Kausmann
Vorne von links: Sebastian Strohbach, Sebastian Zapke, Alexander Voigt, Philipp Spengler,
Christian Harant, Stefan Sandau, Sascha Bergholz, Philipp Müller, Sven Noack
Es fehlen: Physiotherapeutin Tanja Zapke, Patrick Daniel und Benjamin Richter

Spielbericht vom 11. Spieltag: „Führung gibt keine Sicherheit“ / „Starke Moral sichert einen Punkt“

Kampf, Tempo und Spannung bis zur letzten Minute: Das Fußball-Landesliga-Derby zwischen dem Schönebecker SC und der TSG Calbe hielt, was es versprach. Schien die Flutlichtpartie vor 242 Zuschauern beim 2:0 für die Platzherren nach einer Stunde entschieden, so retteten die Gäste dank einer Aufholjagd noch ein 2:2 (0:0) – Remis.

Lange nach Schlusspfiff standen die beiden Trainerkollegen und Kumpels am Stadionrund und ließen die vergangenen 90 Minuten Revue passieren. Der eine, René Kausmann, gab sich betont locker und lobte “die tolle Moral” seiner TSG. Der andere, Christian Kehr, war tief frustriert und “maßlos enttäuscht” von seinem SSC. Sein Team hatte einen Zwei-Tore-Vorsprung in der Schlussphase noch leichtfertig aus den Händen gegeben, so dass Kehr zu dem Schluss kam: “Wir haben offenbar ein mentales Problem.”

Denn physisch lief bei den Schönebeckern an diesem kalten Herbstabend eigentlich alles rund. Die Platzherren starteten mit viel Tempo und Pressing in die Partie. Nach ersten guten Offensivszenen setzte sich der pfeilschnelle Thomas Duscha auf der linken Seite durch, passte mustergültig auf Christoph Irmscher, der den Ball aus Nahdistanz nicht an TSG-Keeper Christian Harant vorbeibrachte (7.). Und auch beim Kopfball von Maik Adrian an den Pfosten (21.) und Markus Bolzes Fallrückzieher an die Latte (30.) hatten die SSC-Fans bereits den Torschrei auf den Lippen. “Das war Offensivfußball wie aus einem Guss. Der Gegner wusste überhaupt nicht, wie ihm geschah”, sagte Kehr.

Ganz so war es nicht, besaß auch Calbe seine Torszenen. Vor allem beim Schuss von Sascha Bergholz musste SSC-Keeper Julian Kerzel sein ganzes Können aufbieten (38.). Dennoch hätten sich die Calbenser – auch beim Latten-Freistoß von Robert Renger (45.) – nicht beschweren können, wenn sie zurückgelegen hätten. Insofern war die Doppel-Führung für die Grün-Weißen nach der Pause durch den überragenden Bolze verdient. Erst verarbeitete er einen Pass von Kevin Lindner, wobei Harant nicht gut aussah (57.), dann nahm er eine präzise Eingabe in den Strafraum direkt (61.) – 2:0.

Damit schien das Derby entschieden. TSG-Trainer Kausmann stellte nochmals taktisch um, beorderte “Sechser” Denis Neumeister nach vorne. Dieser sorgte für viel Unruhe, wobei Abwehrroutinier Sven Noack nach abgefälschtem Schuss verkürzte (1:2, 78.). Warum sich der SSC in den verbleibenden Minuten so weit zurückzog, ja die letzte Entschlossenheit im Zweikampf vermissen ließ, war unklar. Beim weiten Freistoß von Sebastian Zapke ging weder ein Abwehrspieler noch Keeper Kerzel dazwischen, so dass der Ball im Netz zappelte (2:2, 86.).

Schönebecker SC: Kerzel – Renger, Bolze, Rothe, Duscha, Ritzmann, Wejsfelt, Lindner, Adrian (54. Klüter), Irmscher, Schulz

TSG Calbe/Saale: Harant – Noack, Zapke, Harms, Müller, Neumeister (90. Berner), Spengler, Voigt (71. Schmidt, Th.), Hoffmann, Schulze (63. Strobach), Bergholz

PROGRAMMHEFT zum RÜCKSPIEL


Rückblick in die Historie – 2009/2010 – Landesligasaison

Abschlusstabelle der Saison 2009/2010 in der Landesliga Nord.

Abschlusstabelle der Saison 2009/2010 in der Landesliga Nord.

  1. Spieltag – 01.08.2009: TSG Calbe – Schönebecker SV 2:2
  2. Spieltag – 08.08.2009: VfB Ottersleben – TSG Calbe 1:3
  3. Spieltag – 15.08.2009: TSG Calbe – Eintracht Salzwedel 0:0
  4. Spieltag – 22.08.2009: VfB Germania Halberstadt – TSG Calbe 4:0
  5. Spieltag – 29.08.2009: TSG Calbe – SG Blau-Weiß Gerwisch 2:1
  6. Spieltag – 12.09.2009: 1. FSV Nienburg – TSG Calbe 2:1
  7. Spieltag – 19.09.2009: TSG Calbe – SG Handwerk Magdeburg 1:3
  8. Spieltag – 25.09.2009: Schönebecker SC – TSG Calbe 4:1
  9. Spieltag – 03.10.2009: TSG Calbe – SV Stahl Thale 0:3
  10. Spieltag – 17.10.2009: SV 09 Staßfurt – TSG Calbe 3:1
  11. Spieltag – 24.10.2009: TSG Calbe – TuS Schwarz-Weiß Bismark 2:1
  12. Spieltag – 31.10.2009: Eintracht Mechau – TSG Calbe 4:1
  13. Spieltag – 07.11.2009: TSG Calbe – SSV 08 Gardelegen 2:0
  14. Spieltag – 21.11.2009: FSV Barleben – TSG Calbe 1:3
  15. Spieltag – 28.11.2009: MSV Börde Magdeburg – TSG Calbe 2:0
  16. Spieltag – 05.12.2009: TSG Calbe – Blankenburger FV 0:0
  17. Spieltag – 20.03.2010: SG Handwerk Magdeburg – TSG Calbe 1:1
  18. Spieltag – 28.03.2010: TSG Calbe – Schönebecker SC 1:1
  19. Spieltag – 03.04.2010: SV Stahl Thale – TSG Calbe 2:0
  20. Spieltag – 05.04.2010: Quedlinburger SV – TSG Calbe 1:2
  21. Spieltag – 10.04.2010: TSG Calbe – SV 09 Staßfurt 1:3
  22. Spieltag – 17.04.2010: TuS Schwarz-Weiß Bismark – TSG Calbe 4:0
  23. Spieltag – 24.04.2010: TSG Calbe – Eintracht Mechau 1:4
  24. Spieltag – 01.05.2010: TSG Calbe – VfB Ottersleben 1:1
  25. Spieltag – 05.05.2010: TSG Calbe – 1. FSV Nieburg 2:0
  26. Spieltag – 08.05.2010: SSV 80 Gardeleben – TSG Calbe 0:3
  27. Spieltag – 13.05.2010: SV Eintracht Salzwedel – TSG Calbe 1:1
  28. Spieltag – 15.05.2010: TSG Calbe – VfB Germania Halberstadt 1:0
  29. Spieltag – 22.05.2010: TSG Calbe – FSV Barleben 1:4
  30. Spieltag – 24.05.2010: SG Blau-Weiß Gerwisch – TSG Calbe 2:1
  31. Spieltag – 29.05.2010: TSG Calbe – MSV Börde Magdeburg 3:2
  32. Spieltag – 02.06.2010: Schönebecker SV – TSG Calbe 0:0
  33. Spieltag – 05.06.2010: Blankenburger FV – TSG Calbe 1:2
  34. Spieltag – 12.06.2010: TSG Calbe – Quedlinburger SV 1:1
Volksstimme-Schlagzeile zum Saisonstart.

Volksstimme-Schlagzeile zum Saisonstart.

Volksstimme-Artikel zum Saisonstart (Teil 1).

Volksstimme-Artikel zum Saisonstart (Teil 1).

Volksstimme-Artikel zum Saisonstart (Teil 2).

Volksstimme-Artikel zum Saisonstart (Teil 2).

Volksstimme-Artikel zum Saisonstart (Teil 3).

Volksstimme-Artikel zum Saisonstart (Teil 3).

Spielbericht vom 1. Spieltag: “TSG trennt sich vom SSV mit 2:2”

“Wir haben zwei Punkte verschenkt”

Die Zeit der Vorbereitung ist vorbei. Die Landesliga-Fußballer der TSG Calbe und des Schönebecker SV starteten am Sonnabendnachmittag in die neue Spielzeit. Das Derby vor 320 Zuschauern bestach über weite Strecken durch Rasse sowie Klasse, fand aber am Ende keinen Sieger. Calbe und Schönebeck trennten sich 2 : 2 ( 2 : 2 ) -unentschieden.

Von einem gerechten Unentschieden wollten Peter Sauerbier, Trainer des Schönebecker SV, und sein Gegenüber Detlef Drachenberg nach der Partie nichts wissen. Beide waren unzufrieden und der Meinung : ” Wir haben zwei Punkte verschenkt ” – vorrangig die Saalestädter in der ersten und die Elbestädter in der zweiten Hälfte.

Bei hochsommerlichen Temperaturen begann die Partie mehr als vielversprechend. ” Wir haben sehr gut angefangen und dann zwei dumme Gegentore kassiert “, so Sauerbier. Die Anfangsminuten gehörten den Platzherren. Keven Harms bediente Benny Blöhm, dessen Schuss wehrte SSV-Keeper Thomas Schulze ab. Dann waren die Gäste am Drücker. Shimon Wolff passte mustergültig auf Thomas Hellige, der zur 1 : 0-F ührung traf ( 5. ). Keine Minute später zappelte der Ball erneut im Netz von TSG-Keeper Christian Harant. Fast alle sahen Shimon Wolff als Schützen, doch Blöhm versenkte das runde Leder mit dem Kopf im eigenen Kasten und ließ die Gäste jubeln ( 6. ). Da war selbst Harant überrascht, der den Ball nicht mehr zu fassen bekam. ” Die zwei schnellen Gegentore haben uns aus dem Ruder gebracht “, so Drachenberg. Doch seine Mannschaft gab sich nicht auf und kämpfte sich zurück in Spiel. Fast im Gegenzug wurde Sascha Bergholz

S. Bergholz auf dem Weg zum 1 : 2 Anschlusstreffer

S. Bergholz auf dem Weg zum 1 : 2 Anschlusstreffer für die TSG

auf der rechten Seite freigespielt und ließ sich diese gute Chance nicht entgehen ( 9. ). Mit dem Anschluss keimte bei der Elf von Drachenberg wieder Hoffnung auf. Anschließend rollte die Angriffswelle nur noch auf ein Tor, auf das des Gastes. Nicht aus dem Spiel heraus, sondern vom Elfmeter-Punkt traf Mannschaftskapitän Alexander Menz sicher zum 2 : 2 ( 26. ), den zuvor Keeper Schulze im Strafraum von den Beinen geholt hatte. Danach dominierten die Platzherren weiter das Geschehen. Bis zur Halbzeit passierte aber nichts mehr.

Die Zweite begann so, wie die erste Hälfte geendet hatte. Eine Riesenmöglichkeit zur 3 : 2-F ührung für den Gastgeber besaß Thomas Wolff. Allerdings scheiterte er nicht an Schulze, sondern an der Querlatte ( 53. ). ” Dieser Kopfball hätte das Spiel mit entscheiden können “, war sich Drachenberg sicher. Auch der SSV bekam die Möglichkeit zur Führung mittels eines Strafstoßes. Ein TSGFoulspiel nah an der Strafraumgrenze sorgte für erhitzte Gemüter bei den Hausherren, als Referee Peter Deliargyris auf den Elfmeter-Punkt zeigte. Andreas Günther übernahm die Verantwortung und scheiterte an Harant, der den richtigen Riecher bewies und sein Team weiter auf Punktekurs hielt ( 69. ). Die leichte optische Überlegenheit der Hausherren wurde mit einem großen kämpferischen Aufwand durch das Sauerbier-Team kompensiert. Chancen wurden auf beiden Seiten erarbeitet. Schulze zeigte sich hier aber ebenso auf der Höhe wie sein Gegenüber Harant. Letztlich blieb es bei einer Punkteteilung. ” Klare Feldvorteile “, hatte Drachenberg gesehen, aber ” die letzte Kraft fehlte, um sie konsequent auszuspielen ”

TSG Calbe: Harant – Müller, Harms, Blöhm, Houpeline, Neumeister, Bergholz ( 77. Strobach ), Schmidt, Menz, Plantikow, Wolff

SSV: Schulze – Günther, Bernau, Wagner, Dudzaik, Jörß, Rhode, Schubert ( 70. Fiedler ), Bruchmüller ( 86. Herrmann ), Hellige ( 77. Marschke ), Wolff

Quelle: Volksstimme Schönebeck von Sandra Arm

PROGRAMMHEFT zum SPIEL

 

Spielbericht vom 2. Spieltag: “Verdienter Erfolg beim VfB Ottersleben”

Im ersten Auswärtsspiel der Saison konnte die Drachenberg-Elf einen jederzeit verdienten 1 : 3 Erfolg beim VfB Ottersleben einfahren.

Trainer Detlef Drachenberg begann mit einer defensiveren Anfangsformation gegenüber der Vorwoche und dies zahlte sich insbesondere in der 1. Halbzeit aus. Die Gastgeber bissen sich an der sattelfesten Abwehr die Zähne aus und kamen nur sehr selten gefährlich vor das Calbenser Tor.

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Für eine größere Ansicht bitte Klicken!

Die TSG erarbeitete sich dagegen einige gute Tormöglichkeiten, aber im Abschluss fehlte die notwendige Präzision. So wechselte man ohne Tore die Seiten. In der 2. Halbzeit sahen die Zuschauer eine kurzweilige Begegnung, denn beide Teams spielten plötzlich einen herzerfrischenden Angriffsfußball. Einen scharf getretenen Ball in den Otterslebener Strafraum konnte der Torwart nur prallen lassen. Sebastian Strobach schaltete am schnellsten und vollendete zum 0 : 1 ( 50.’ ). Bereits 8 Minuten später konnten die Gastgeber zum 1 : 1 ausgleichen. Davon ließ sich das Team um Kapitän A. Menz nicht beeindrucken und spielte weiterhin offensiv. Nach einer vergebenen Chance der Gastgeber konnte unser Kapitän nach einem super Zuspiel von S. Bergholz, direkt im Gegenzug, die erneute Führung erzielen ( 64′ ). Zwei weitere sehr gute Tormöglichkeiten in der Folgezeit vergaben die Hausherren erneut. Besser machte es dagegen T. Schmidt für unsere Farben. Einen zu kurz abgewehrten Ball der Ottersleber versenkte er direkt und unhaltbar aus 11 Metern im Dreiangel ( 83.’ ) zum 1 : 3 Endstand für die TSG.

VfB Ottersleben: Mewes – Kieler, Rusche, Schönberg, M. Feldheim, Jakuszeit, Walther, Dieterichs, O. Feldheim, Meyer, Kühne

TSG Calbe: Harant – Müller, Blöhm, Ulrich, Harms, Bergholz, Strobach, Neumeister, Wolff, Menz, Schmidt

 

Spielbericht vom 3. Spieltag: “Leistungsgerechtes Remis im Hegerstadion”

Im Heger-Stadion empfingen die Landesliga-Fußballer der TSG Calbe am Sonnabend den SV Eintracht Salzwedel zum Punktspiel. Tore bekamen die 118 Zuschauer nicht zu sehen. Dafür viele hochkarätige Chancen – auf beiden Seiten.

Es könnte so einfach sein, ist es für die TSG aber nicht : Das alte Problem ist auch das neue – die Chancenverwertung. Bei hochsommerlichen Temperaturen waren die Platzherren von der ersten Minute an bemüht, das Geschehen zu bestimmen und die Altmärker unter Druck zu setzen.

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T. Schmidt (links) versuchte alles um ein Tor für seine Farben zu erzielen, was leider nicht gelang (Größer Ansicht: Bitte auf das Foto klicken!)

” Es lief einfach nicht, und wir sind nicht ins Rollen gekommen “, resümierte Drachenberg, Trainer der TSG Calbe. Kompakt in der Abwehr standen die Gäste, die Kapitän Alexander Menz nicht in die Partie kommen ließen. Zwei Gegenspieler waren immer sofort zur Stelle. Dafür kam Tobias Plantikow unbedrängt zum Torschuss. Der Pfosten verhinderte die Führung. Sascha Bergholz tat es ihm gleich, als der Ball über seinen Span rutschte und er somit eine weitere gute Chance ausließ. Auch der SV ließ aufhorchen und kam dem Torerfolg sehr nahe, doch Christian Harant im Gehäuse der TSG wusste dies zu verhindern. Torlos ging es in die Pause. ” Im Abwehrverbund wurde gute Arbeit geleistet und auch das Mittelfeld, trotz des Ausfalls von Denis Neumeister, war immer anspielbar “, so der TSG Coach.

Im zweiten Durchgang setzte sich der gute Eindruck des Trainers fort, und ihn hielt es nicht mehr auf der Bank. Er gestikulierte, animierte und motivierte seine Elf. ” Ich wollte der Mannschaft von außen helfen “, sagte er. Doch das Glück war seiner Mannschaft einfach nicht hold. Mitte der zweiten Hälfte nahm Plantikow nach einer Ecke den Ball direkt und vergab in aussichtsreicher Position. In der letzten Viertelstunde wurde es hektisch auf dem Platz. Drachenberg stellte auf drei Stürmer um. Menz, Alexander Voigt und Tobias Schmidt, der vom Mittelfeld in die Spitze rückte, sollten für mehr Gefahr vor dem gegnerischen Kasten sorgen. Noch mehr dachte er kurzzeitig darüber nach, ” die Viererkette aufzulösen “. Es blieb beim Gedanken. Es half nichts. Die Partie blieb torlos.

” Ich kann mit einem 0 : 0 leben, aber wir hätten uns über einen Heimsieg gefreut. Wir werden nicht aufgeben und daran feilen, auch an der Chancenverwertung “, so Drachenberg nach der Begegnung. Sein Gegenüber Siegmar Pätzold, der erst seit Juli Trainer beim SV ist, war mit dem Punktgewinn ” hochzufrieden, vor allem bei den Witterungsbedingungen “. Er sprach abschließend von einem ” gerechten Unentschieden, obwohl Calbe einige Hochkräter ausließ. Ich kann auswärts mit einem Punkt leben “.

Spieltag-Statistik

TSG Calbe: Ch. Harant, Ph. Müller, K. Harms, St. Ulrich, B. Blöhm, S. Strobach, T. Schmidt ( 90.-Ch. Kober ), S. Bergholz ( 80.-A. Voigt ), A. Menz, T. Plantikow ( 74.-T. Houpeline ), Th. Wolff

SV Eintracht Salzwedel:M. Piotrowski, G. Roth ( 63.-M. Paulini ), M. Trostmann, K. Gebert, N. Weiß ( 72.-M. Falkenhagen ), D. Eichler, N. Schulz, St. Schmidt, M. Wiese, M. Schulz, St. Benecke

Schiedsrichter: Falk Warnecke (Magdeburg)
Assistent I: Marco Schramm
Assistent II:
Johannes Schipke

Zuschauer: 118
Tore:
Fehlanzeige
Verwarnungen: S. Bergholz ( 78.’ ), Ph. Müller ( 83.’ ) – N. Schulz ( 54.’ ), M. Falkenhagen ( 84.’ )
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 4. Spieltag: “Germania einfach aggressiver”

Eigentlich begann es am Sonnabend gar nicht so schlecht für die Fußballer der TSG Calbe. In der ersten Viertelstunde der Landesliga-Partie beim VfB Germania Halberstadt II war das Team von Trainer Detlef Drachenberg agiler und erarbeitete sich einige Chancen ( 2 ., 4. ). Doch der Offensivdrang ebbte immer mehr ab, die Hausherren fanden in die Partie. Am Ende gab es eine 0 : 4 ( 0 : 1 ) -Niederlage für die TSG.

Alexander Menz (links) von der TSG Calbe im Laufduell mit Christopher Kessler vom VfB Germania Halberstadt II. Foto: Thomas Wartmann

A. Menz (links) von der TSG Calbe im Lauf- duell mit Ch. Kessler vom VfB Germ. Halberstadt II. Foto: Thomas Wartmann

“Sie ist ein paar Tore zu hoch ausgefallen”, schätzte Drachenberg ein. ” Verdient ist sie trotzdem. ” Seiner Mannschaft fehlte nach den ersten 15 Minuten vor allem die nötige Aggressivität in den Zweikämpfen. Calbe mühte sich zwar, hatte aber kaum etwas dagegenzusetzen.

Halberstadt stellte sich immer besser auf die Gäste ein. ” Ihre schnellen Spieler im Mittelfeld haben uns sehr beschäftigt “, erklärte der TSG-Coach. So musste seine Offensive viel aushelfen und hatte kaum Zeit, selbst einmal den Weg nach vorn anzutreten. Zudem stand die VfB-Abwehr sicher. Kurz vor der Pause belohnten sich die Gastgeber für ihre spielerische Überlegenheit und erzielten durch Friedrich Reitzig die 1 : 0-Führung ( 42. ).

Nach dem Wechsel drängte Calbe auf den Ausgleich, tat sich aber im Abschluss schwer. Anders die Hausherren. Erneut überstand der VfB die 15-minütige Drangphase der Calbenser. Dann schlug das Team zu. Oliver Grimm, wie Reitzig auch des Öfteren im Kader der Ersten ( Oberliga ) zu finden, erzielte das 2 : 0 ( 63. ). Michael Kranz ( 76. ) und erneut Reitzig ( 80. ) erhöhten für ihre Farben auf 4 : 0.

” Der Rückstand kurz vor der Pause war unglücklich “, schätzte Drachenberg ein. ” Halberstadt war uns aber überlegen und hat verdient gewonnen. Der VfB war einfach aggressiver. ”

Spieltag-Statistik

TSG Calbe: Ch. Harant, Ph. Müller, K. Harms, St. Ulrich, B. Blöhm, S. Strobach, T. Schmidt ( 68.-T. Houpeline) , Bergholz ( 83.-St. Lenhardt ), A. Menz, T. Plantikow, Th. Wolff ( 75.-S. Zapke )

VfB Germania Halberstadt II: D. Löffke, C. Amtage ( 83.-M. Fricke ), R. Möller, St. Hlady, M. Schwarzenberg, P. Schrader, Ch. Kessler, F. Reitzig, M. Krüger ( 70.-A. Rust ), O. Grimm ( 75.-M. Kranz ), G. Lorenz

Schiedsrichter: Frank-Detlef Stietzel ( Magdeburg )
Assistent I: Peter Deliargyris ( Magdeburg )
Assistent II: Christian Naujoks ( Magdeburg )

Ergebnis: 4 : 0 ( 1 : 0 )
Zuschauer:
40
Tore: F. Reitzig ( 42. ), O. Grimm ( 63. ), M, Kranz ( 76. ), F. Reitzig ( 80. )
Verwarnungen: M. Schwarzenberg ( 50. Minute ) – St. Ulrich ( 89. Minute )
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 5. Spieltag: “Erster Dreier auf dem eigenen Platz”

Gedanken um seinen Posten als Trainer muss sich Detlef Drachenberg nun nicht machen. „Wir haben nach seinen taktischen Anweisungen gehandelt.“ Das betonte Peter Körner nach der Partie, obwohl Scherze über eine Ablösung nach dem Spiel in der Kabine die Runde machten. Drachenberg befindet sich im Urlaub, weshalb Betreuer Körner an der Seite übernahm. Mit seiner TSG Calbe holte er in der Fußball-Landesliga durch das 2:1 (1:0) über Blau-Weiß Gerwisch den ersten Dreier auf heimischem Geläuf.

Die TSG präsentierte sich von Beginn an hellwach. „Wir haben gut den Ball laufen lassen“, beschrieb Körner.

Toni Houpline (l.) und die TSG Calbe behielten in den Zweikämpfen meist die Oberhand. Foto: Frank Nahrstedt

Toni Houpline (l.) und die TSG Calbe behielten in den Zweikämpfen meist die Oberhand. Foto: Frank NahrstedtCalbe beherrschte das Mittelfeld, so kam Gerwisch kaum zum Zuge. „Das haben wir in Halberstadt zuletzt vermissen lassen“, erklärte der Interims-Coach. Stark präsentierte sich Alexander Voigt auf der linken Seite. Er spielte in der 18. Minute den Pass auf Alexander Menz, der zum 1:0 ins lange Eck einschob. In der Folge blieb Calbe am Drücker, ruhte sich auf seinem Vorsprung nicht aus. Bis zur Pause verpasste es das Team aber, die Überlegenheit in Treffer umzumünzen.

Nach dem Wechsel blieb die TSG spielbestimmend und ging in der 49. Minute durch ein Eigentor von Jens Schacker mit 2:0 in Führung. Diese brachte Calbe zwar die nötige Sicherheit, doch die Möglichkeiten blieben weiter ungenutzt. Menz musste das 3:0 machen, scheiterte aber am Keeper und hatte kurze Zeit später Pech mit einem Schuss an den Pfosten aus etwa 25 Metern. Auch Sascha Bergholz fand an Gerwischs Keeper Sascha Krüger keinen Weg vorbei. Auf der Gegenseite traf Thomas Tietz mit einem Freistoß, bei dem sich Keeper Christian Harant verschätzt hatte, zum 2:1 (86.). In der Folge musste Calbe noch zweimal zittern, bis der erste Erfolg auf eigenem Platz in trockenen Tüchern war.

„Wie im Spiel gegen Ottersleben hat die Zuordnung gestimmt“, freute sich Körner. Zudem „waren wir in den Zweikämpfen einfach aggressiver“. Am Sonntag steht nun das Pokalspiel gegen den Verbandsliga-Aufsteiger Oscherslebener SC auf dem Programm. An der Linie sitzten dann wieder Detlef Drachenberg und Peter Körner gemeinsam.

Spieltag-Statistik

TSG Calbe: Ch. Harant, Ph. Müller, A. Voigt, St. Ulrich, B. Blöhm, S. Strobach, T. Schmidt ( 80. S. Bergholz ) , D. Neumeister, A. Menz ( 89. M. Kürschner ), T. Houpeline, Th. Wolff

SG Blau-Weiß Gerwisch: S. Krüger, D. Schäfer (46. M. Hoppe), M. Gädke, St. Tangermann, Th. Sauer, F. Zimmer, M. Herms (40. J. Schacker), Th. Tietz, Ph. Baumgartl, T. Raugust, A. Schacker

Schiedsrichter: Bernd Gebser ( Bad Schmiedeberg )
Assistent I: Karsten Fettback
Assistent II: Marvin Oberdörfer

Ergebnis: 2 : 1 ( 1 : 0 )
Zuschauer: 119
Tore: 1 : 0A. Menz ( 18. ), 2 : 0 J. Schacker ( 49.-Eigentor ), 2 : 1 Th. Tietz ( 86. )
Verwarnungen: A. Menz ( 88. ) – Th. Tietz ( 79. )
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 6. Spieltag: “TSG verliert Derby in Nienburg”

Im heutigen Kreisderby beim Ortsnachbarn Nienburg unterlag die Drachenberg-Elf dem heimischen FSV mit 2 : 1 ( 2 : 1 ).

In einem schwachen Landesligaspiel begann die TSG wie die Feuerwehr und erarbeitete zwei gute Tormöglichkeiten in den ersten fünf Minuten, die wieder vergeben wurden. Danach setzten die Hausherren einige Achtungszeichen und kamen ihrerseits zu guten Möglichkeiten.

Ch. Harant (liegend) verletzte sich schwer und musste ausgewechselt werden

Eine konnte von Torwart Ch. Harant weit vor seinem Tor, in letzter Sekunde, geklärt werden. Hierbei zog er sich eine Oberschenkelverletzung zu und musste durch B. Richter ( 6. ) ersetzt werden. In der 12. Spielminute bekam Nienburg einen berechtigten Freistoß, nach einem Foul von St. Ulrich, an der Strafraumgrenze. Dieser wurde von T. Donath unter Mithilfe der Mauer direkt verwandelt. Danach setzten die Gastgeber nach und setzten die TSG-Abwehr unter Druck. In der 27. Minute konnte B. Blöhm einen Angriff der Nienburger unterbinden und erkämpfte sich das Leder. Zur Verwunderung der Beteiligten entschied die Unparteiische N. Remus (Hecklingen) auf Freistoß für Nienburg. Dieses Geschenk nahm die Mannschaft von Trainer T. Brinkmann dankend an. Den scharf auf das Tor getretenen Ball konnte B. Richter im Calbenser Tor nicht festhalten und ließ ihn prallen. S. Trensinger schaltete am schnellsten und verwandelte aus Nahdistanz (27.). Danach steigerte sich die TSG-Elf und erspielte sich weitere Chancen. Nach einem schönen langen Pass von S. Bergholz auf Kapitän A. Menz, konnte dieser den 1 : 2 Anschlußtreffer erzielen (40.).

Nach der Halbzeit spielte die TSG weiter nach vorne und wollte unbedingt den Ausgleich erzwingen. Viel sprang dabei aber nicht heraus, da oftmals durch die Mitte gespielt wurde und die Nienburger Abwehr so ein leichtes Spiel hatte. Die Nienburger verlegten sich nun aufs Kontern und kamen mehrmals gefährlich vor den TSG-Kasten, konnten aber die Möglichkeiten auch nicht nutzen. In der 78. Minute rückte wieder die überforderte Schiedsrichterin N. Remus in den Mittelpunkt des Geschehens. Nach einem dynamischen Zweikampf um den Ball entschied Sie auf Freistoß für den FSV und stellte zudem noch TSG-Verteidiger St. Ulrich mit Gelb/Rot vom Platz. Dies war nicht die einzige Entscheidung die bei den Calbenser Spielern und Fans Unverständnis hervor rief. Danach verwaltete der FSV das Ergebnis und so lief der Mannschaft um Kapitän A. Menz die Zeit davon. In den Schlußminuten hatte die TSG noch einmal zwei Möglichkeiten den Ausgleich zu erzielen, aber es gelang nicht.

Nach dem Spiel haderten die TSG-Spieler wieder einmal mit der Chancenverwertung und diesmal auch mit der überforderten Schiedsrichterin N. Remus, die mit vielen fragwürdigen Entscheidungen glänzte. TSG Manager M. Scheibel wollte sich auf Nachfrage der Online Redaktion nicht zur Leistung des Schiedsrichter-Teams äußern. Nun gilt es das Spiel zu analysieren und auszuwerten, um am kommenden Wochenende gegen die SG Handwerk Magdeburg wieder erfolgreich zu spielen.

Spieltag-Statistik

TSG Calbe: Harant ( 6. Richter ) – Müller, Harms, Ulrich, Blöhm, Neumeister, Strobach ( 77. Houpeline ), Bergholz, Menz, Plantikow ( 54. Schmidt ), Wolff

FSV Nienburg: Zellmer – Brösel, Burchardt, Wittchen, Müller ( 68. Beck ), Martens, Pohl, Donath ( 86. Weilbeer ), Trensinger ( 90. Thiele ), Schulze, Pülicher

Schiedsrichterin: Nicole Remus ( Hecklingen )
Assistent I: Christoph Lampe
Assistent II: Frank Schinke

Ergebnis: 2 : 1 ( 2 : 1 )
Zuschauer: 149
Tore: 1 : 0Donath ( 12. ), 2 : 0 Trensinger ( 27. ), 2 : 1 Menz ( 40. )
Verwarnungen: Martens ( 55. ), Pohl ( 66. ) – Wolff ( 18. ), Ulrich ( 59. ), Neumeister ( 62. )
Gelb/Rot:
Ulrich ( 78. )
Rot: keine

 

Spielbericht vom 7. Spieltag: “Benjamin Richter hält durch”

TSG Calbe – SG Handwerk Magdeburg 1:3 (0:1)

In der 37. Minute stockte den Zuschauern der Begegnung zwischen der TSG Calbe und der SG Handwerk Magdeburg in der Fußball-Landesliga der Atem. Nicht nur, dass es 1:0 für die Gäste aus Magdeburg stand, sondern weil TSG-Keeper Benjamin Richter rückwärts zum Tor gelaufen war, um den Ball noch über den Kasten zu lenken. Dabei knallte er mit dem Hinterkopf an den Pfosten und brach in sich zusammen. Zwei Minuten später richtete er sich langsam wieder auf und spielte bis zum Abpfiff weiter. Am Ende stand für die TSG eine 1:3 (0:1)-Niederlage zu Buche.

Die richtigen Worte nach diesem Spiel zu finden, fiel TSG-Trainer Detlef Drachenberg schwer. Die Enttäuschung stand nicht nur den Spielern, sondern auch ihm ins Gesicht geschrieben. „Die komplette Mannschaft enttäuschte. Ich muss erst einmal eine Nacht darüber schlafen“, gab er zu verstehen. Ratlose Blicke wohin man schaute. Keiner konnte so recht glauben, was sich einige Minuten vorher auf dem Platz abgespielt hatte.

Auf der anderen Seite grenzenloser Jubel und ausgelassene Freude über den Sieg. Über den hätten sich auch die Schützlinge von Drachenberg gefreut, denn vor der Partie herrschte noch „viel Zuversicht“, den zweiten Heimerfolg einzufahren. Doch das Glück war den Saalestädtern am Sonnabend nicht hold. Der Aufsteiger aus der Landeshauptstadt agierte mit einer Dreier-Abwehrkette, davor mit fünf Leuten im Mittelfeld und zwei Stürmern. „Das ist unser Steckenpferd und mit dieser Ausrichtung sind wir nicht klar gekommen“, brachte es Drachenberg auf den Punkt. In der zweiten Hälfte formierte er seine Mannschaft um.
Die Anfangsviertelstunde gehörte noch dem Gastgeber. Die TSG-Elf erarbeitete sich gute Möglichkeiten zum Torerfolg zu kommen. Doch es fehlte an der nötigen Präzision. Die Magdeburger kamen in der ersten Hälfte dreimal gefährlich vor das Gehäuse von Richter. Beim ersten Mal rettete Toni Houpeline im Strafraum (15.), das zweite Mal der Pfosten (23.) und acht Minuten vor dem Halbzeitpfiff war es Norman Rindorf, der doch die 1:0-Führung für die Gäste markierte. Im gleichen Moment sackte Richter im Tor zusammen. Auf der Trainerbank wurden Erinnerungen vom vorletzten Spieltag wach, als Keeper Christian Harant verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Die Diagnose lautete Muskelfaserriss und mindestens vier Wochen Pause. „Innerlich gezittert“ hat Drachenberg, der zu seinem Schützling eilte und sich über den Gesundheitszustand informierte, ob nicht irgendwas gebrochen war. Zudem klagte Richter über Rückenschmerzen. Der 20-Jährige biss auf die Zähne und spielte mit einer leichten Gehirnerschütterung und einer Rückenprellung weiter. Mit einer knappen Führung für die Gäste ging es in die Kabinen.

Vier Minuten nach dem Wiederanpfiff zappelte der Ball erneut im Kasten der TSG. Einen Fehler in der Vorwärtsbewegung nutzten die Gäste zu einem gefährlichen Konter und zum erfolgreichen Torabschluss durch Denny Piele. „Dieses war für uns der Genickbruch“, so der TSG-Coach. Er reagierte und stellte sein Team um. Neben der einzigen Sturmspitze Alexander Menz rückten Tobias Schmidt, Tobias Plantikow und Thomas Wolff auf. Die Torchancen summierten sich. In der 66.Minute war es Mannschaftskapitän Menz, der auf 1:2 verkürzte. Für die Saalestädter war wieder alles drin, ein Unentschieden oder vielleicht noch mehr herauszuholen. Doch das Gegenteil war der Fall. Kurz vor dem Schlusspfiff fiel das 3:1 für die Gäste durch René Hein. „Durchaus zufrieden mit dem Spiel und dem Ergebnis“ zeigte sich SG-Trainer Tobias Ellrott.

Spieltag-Statistik

TSG Calbe: Richter – Müller, Harms, Blöhm, Neumeister, Strobach ( 52. Wolff ), Houpeline, Bergholz, Menz, Plantikow, Schmidt

FSV Nienburg: Becker, Lindner, Sohmann, Engelmann ( 79. Kryk ), Petersdorf, Rindorf ( 68. Bauer ), Kaschlaw, Bele, Hein, Hauer, Piele ( 90. Gatnatz )

Schiedsrichterin: Michael Damke ( Gardelegen )
Assistent I: Danny Giggel
Assistent II: Felix Bismark

Ergebnis: 1 : 3 ( 0 : 1 )
Zuschauer: 101
Tore: 0 : 1 Rindorf ( 37. ), 0 : 2 Piele ( 49. ), 1 : 2 Menz ( 66. ), 1 : 3 Hein ( 89. )
Verwarnungen: Menz ( 53. ), Bergholz ( 90. ), Plantikow ( 90. ) – Rindorf ( 67. ), Hauer ( 68. ), Engelmann (  80. ), Hein ( 89. ), Lindner ( 90. ), Riemann ( 90. )
Gelb/Rot: keine
Rot:
keine

 

Spielbericht vom 8. Spieltag: “Derby war eine Halbzeit ausgeglichen”

Schönebecker SC – TSG Calbe 4 : 1 ( 1 : 1 )

Große Freude herrschte gestern Abend beim Fußball-Landesligisten Schönebecker SC, der nach dem 4 : 1 ( 1 : 1 ) -Derbysieg über die TSG Calbe die Tabellenführung – zumindest bis heute Abend – übernommen hat. Enttäuschte Blicke gab es hingegen auf Seiten der TSG. Das Team hat den Sprung ins Mittelfeld verpasst und steckt weiter im Kampf um den Klassenerhalt.

” Wir hatten uns vorgenommen, Spitzenreiter und Derbysieger zu werden “, erklärte Kapitän Stephan Schulz die Entschlossenheit seines Teams. Calbe agierte ” aus einer leicht defensiven Stellung heraus “, sagte Trainer Detlef Drachenberg. Seine Elf suchte den Erfolg über die Konter. Das Konzept ging mehrfach auf. Entweder enteilte der schnelle Tobias Plantikow der Viererkette des SSC, die vor allem in der ersten Halbzeit nicht souverän wirkte, oder Alexander Menz behauptete den Ball und konnte in Ruhe nach Anspielstationen suchen. Plantikow und Denis Neumeister verpassten es aber, den besser postierten Mitspieler zu finden, die Chancen verstrichen ungenutzt.

Schönebeck hingegen strahlte vor allem dann Gefahr aus, wenn es über die Flügel kam. ” Wir wussten, dass es die Schwachstelle bei Calbe ist “, sagte Schulz. ” Wir haben das im Training verstärkt geübt. ” Die letzte Konsequenz ließ das Team aber, wie in der Abwehr, zunächst vermissen. Über die rechte Seite sorgten Schulz und Christoph Irmscher, der zwei Einschussmöglichkeiten verpasste, für viel Gefahr. Auch, weil Calbe in den ersten Minuten noch nicht richtig wach war. Entweder stand das Team zu weit weg von seinen Gegenspielern oder ließ sich zu leicht überspielen. Keeper Benjamin Richter bewahrte sein Team mit einer starken Parade gegen Maik Adrian vor dem Rückstand. Machtlos war er kurze Zeit später. Matthias Braunert köpfte nach einer Ecke zur 1 : 0-Führung seines SSC ( 24. ). Praktisch im Gegenzug hat Calbe die Chance zum Ausgleich nach einem Freistoß. Doch Keeper Christoph Breitmeier fischte den Ball noch aus der langen Ecke. Calbe drückte weiter. Nachdem sich der junge Alexander Degraf, der sonst ein stabiles Spiel zeigte, bei einem langen Ball verschätzt hatte, ging Menz bis zur Grundlinie durch und passte flach nach innen. Tobias Buchholz prallte der Ball beim Klärungsversuch an die Hand – Elfmeter. Diesen verwandelte Menz sicher zum Ausgleich ( 33. ). Bis zur Halbzeit ging es temporeich und ausgeglichen weiter, auf beiden Seiten gab es viele Torraumszenen. Zählbares sprang dabei aber nicht heraus. ” Wenn wir in dieser Phase ein Tor machen, ist vielleicht etwas drin “, schätzte Drachenberg ein.

Nach der Pause hatten die Gastgeber die zwingenden Chancen. ” Der Kräfteverschleiß aufgrund des hohen Laufpensums hat sich bei uns nach 60 Minuten bemerkbar gemacht “, sagte Drachenberg. Schönebeck hingegen spielte unbeirrt weiter. Schulz wurde nach einem Konter im Strafraum gefoult. Tobias Buchholz verwandelte den Elfmeter sicher – 2 : 1 ( 61. ). Zwei Minuten später erzielte Adrian das 3 : 1 aus dem Gewühl heraus. Calbe gab sich nicht auf, zeigte eine hohe Moral. Doch oft war der SSC einen Schritt schneller, wie in der 75. Minute, als Buchholz einen Pass abfing und mit einem Schlenzer über Richter zum 4 : 1 traf.

” Der Sieg ist auch in dieser Höhe verdient, weil wir uns in Hälfte zwei mehr Chancen erarbeitet haben “, so Schulz.

Spieltag-Statistik

Schönebeck SC: Breitmeier, Stürzebecher, Buchholz, Braunert, Schulze, Adrian ( 83. Schliemann ), Klüter, Lindner, Degraf ( 76. Rothe ), Irmscher, Schulz

TSG Calbe : Richter, Müller, Harms, Ulrich, Blöhm, Neumeister, Strobach ( 75. Schmidt ), Bergholz, Menz, Plantikow, Wolff

Schiedsrichterin: Peter Plaue ( Stendal )
Assistent I:
Matthias Bock
Assistent II: Dustin Leske

Ergebnis: 4 : 1 ( 1 : 1 )
Zuschauer: 346
Tore: 1 : 0 Braunert ( 24. ), 1 : 1 Menz ( 33.-Handstrafstoß ), 2 : 1 Buchholz ( 61-Foulstrafstoß. ), 3 : 1 Adrian ( 63. ), 4 : 1 ( 75. Buchholz )
Verwarnungen: folgt
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 9. Spieltag: “Mittendrin im Abstiegskampf”

TSG Calbe – SV Stahl Thale 0:3 (0:1)

Wortlos verließ Calbes Trainer Detlef Drachenberg nach der Partie in der Fußball-Landesliga gegen Stahl Thale den Heger-Sportpark. Zuvor hatte er keine geschlossene Leistung seiner Elf gesehen. Sie verlor die Begegnung mit 0:3 (0:1).

Im Krisenduell am9. Spieltag zwischen der TSG und Stahl behielten also die Gäste die Oberhand. Von „drei ganz wichtigen Punkten“ sprach SV-Trainer Herbert Reulecke entsprechend. Bitter nötig gehabt hätte sie auch die TSG, um sich aus den Abstiegszone zu befreien. Sie stecken weiter mittendrin, denn seit nunmehr vier Spieltagen laufen sie einem Sieg hinterher. Von „keinem guten Tag“ sprach TSG-Manager Markus Scheibel.

Eine überzeugende Leistung lieferte Stahl ab, das sich auf Tabellenplatz zwölf verbesserte. Die ersten zehn Minuten gehörten den Platzherren, danach überließen sie dem Gegnner das Feld. Nach anfänglichen Problemen fand Thale immer besser in die Partie und hätte mit zwei, drei Toren führen müssen. Vor allem Michael Preuß spielte die TSG-Abwehr schwindlig. Auf der anderen Seite fehlte es dem Gastgeber an der nötigen Durchschlagskraft. Einen durchschlagenden Erfolg verbuchten die Gäste. Nach Vorarbeit von Preuß, war es René Neuendorf, der die 1:0-Führung für die Harzstädter markierte (37.). Mit dieser ging es in die Halbzeitpause.

Im zweiten Durchgang wurde es noch schlimmer für die Calbenser. Von einer „unterirdischen Leistung“ war die Rede. Nicht nur die mangelnde Chancenvewertung, sondern auch die Abwehr entwickelt sich zum Problemfall. Die Gäste spielten weiter druckvoll auf. Nach Vorarbeit von Steffen Hägemann erhöht Daniel Weber auf 2:0 (68.). „Torhüter Benjamin Richter wurde regelrecht von seinen Vorderleuten im Stich gelassen“, so Scheibel. Die Motivationsversuche von Richter, „noch dran zu glauben“, verpufften, wie Schall und Rauch. Die Ratlosigkeit zeigte sich auch in der Körpersprache. „Ich hatte den Eindruck, dass die Mannschaft nicht gewinnen will“, so Scheibel. Kampflos ergab sie sich, denn Thale war näher am 3:0 als die TSG am Anschluss. Mit dem Schlusspfiff fiel dann noch der dritte Treffer durch Christian Otto, eingeleitet durch Enrico Kaye.

Freudige Gesichter auf der einen Seite und Niedergeschlagenheit auf der anderen. „Ich bin froh über die drei Punkte und den Auswärtssieg“, sagte ein erleichterter Reulecke. Eine Sache stieß ihn jedoch bitter auf, dass sein Torjäger Preuß in der zweiten Halbzeit mit einer Knöchelverletzung ausgewechselt werden musste und er womöglich einige Wochen pausieren wird.

Ratlosigkeit indes bei der TSG: Eine Erklärung findet selbst Scheibel nicht. Er vermutet: „Seit dem bekannt geworden ist, dass in der nächsten Pokalrunde eventuell der 1. FC Magdeburg in Calbe gastiert, steckt einigen wohl schon das Spiel in den Köpfen. Am Trainer lag es nicht, dass sie verloren haben“, so Scheibel. „Die Mannschaft nimmt das auf ihre Kappe, sie hat am Sonnabend versagt.“ Das Potenzial hat da Team, nur sie ruft es gegenwärtig nicht ab. „Jetzt muss die Mannschaft den Abstiegskampf annehmen“, so Scheibel.

Spieltag-Statistik

TSG Calbe: Richter, Müller, Houpeline, Zapke, Harms, Blöhm, Neumeister, Voigt, Menz, Plantikow, Wolff ( 81. Strobach )

SV Stahl Thale: Picek, Geuer, Tietze, da Rocha Nunes, Öhlmann, Kaye, Weber, Wienert, Preuß ( 46. Otto ), Hägemann, Neuendorf

Schiedsrichter: Falk Warnecke ( Magdeburg )
Assistent I: Tobias Janke
Assistent II: Stefan Bauermeister

Ergebnis: 0 : 3 ( 0 : 1 )
Zuschauer: 94
Tore: 0 : 1 Neuendorf ( 37. ), 0 : 2 Weber ( 68. ), 0 : 3 Otto ( 89. )
Verwarnungen: Zapke, Blöhm, Neumeister, Müller, Menz, Plantikow – Geuer, Öhlmann, Weber
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 10. Spieltag: “Unverdiente Niederlage für die TSG”

Im heutigen Punktspiel beim Tabellenführer, SV 09 Staßfurt, unterlag ein stark formverbessertes TSG-Team unverdient mit 1 : 3 (1 : 1).

Nach der schnellen Führung durch Ch. Wegener für die Hausherren kam die TSG besser ins Spiel und setzte den Tabellenführer stark unter Druck. In der 35. Minute konnte Th. Wolff eine schöne Eingabe von Ph. Müller zum Ausgleichstreffer nutzen. Sofort setzte die TSG nach und wollte einen weiteren Treffer erzielen. In der 39. Minute wurde Kapitän A. Menz über links geschickt und kurz vor der Eckfahne vom Staßfurter Friedrichs durch ein rüdes Foul zu Fall gebracht. Dies sah auch der Referee so, nestelte an der Gesäßtasche und wollte folgerichtig den roten Karton zeigen. Letztendlich verzichtete er, da Menz nicht schwer verletzt war und gab nur Gelb. Kurz danach stand Schiedsrichter Kroll erneut im Blickpunkt des Geschehens. Nach einem Zuspiel von Neumeister auf Menz, wurde dieser im Strafraum von den Beinen geholt. Nur Schiedsrichter Kroll sah dies nicht und verweigerte der TSG einen klaren Strafstoß. Nach dem Pausentee nutzte Härtl in der 48. Minute eine Unachtsamkeit in der Calbenser Abwehr und erhöhte auf 2 : 1. Danach versuchte die TSG wieder das Spiel an sich zu ziehen und erspielte sich mehrere klare Möglich- keiten ( Wolff, Neumeister, Menz ) die alle wieder nicht genutzt werden konnten. Als die TSG alles nach vorn warf, um noch den Ausgleich zu erzielen, konnten die Staßfurter kontern und einen nutzte erneut Härtl zum 3 : 1 Endstand (89.).

Spieltag-Statistik

SV 09 Staßfurt: Witte, Friedrichs, Liensdorf, Härtl, Wegener, Aissa-Maadaoui (83. Klemmer),Drachenberg, Lissek, Müller, Mähnert (88. Mensching), Jesse

TSG Calbe: Richter, Blöhm, Harms, Zapke, Ulrich, Müller, Voigt (75. Plantikow), Neumeister, Menz, Schmidt (81. Bergholz), Wolff ( 81. Strobach )

Schiedsrichter: Alexander Kroll (Thale)
Assistent I: Meike Scholze
Assistent II: Viola Tietz

Ergebnis: 3 : 1 ( 1 : 1 )
Zuschauer: 125
Tore: 1 : 0 Wegener (13.), 1 : 1 Wolff (35.), 2 : 1, 3 : 1 Härtl (48., 89.)
Verwarnungen: Friedrichs, Jesse, Klemmer – Wolff
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 11. Spieltag: “Benjamin Richter hält den Sieg fest”

TSG Calbe – TuS Bismark 2:1 (1:1)

Die letzten Minuten zwischen der TSG Calbe und der TuS Bismark müssen TSG-Coach Detlef Drachenberg wie eine Ewigkeit vorgekommen sein. Nicht nur er, sondern auch seine Spieler sehnten den erlösenden Abpfiff herbei. Die Saalestädter setzten sich am Sonnabend in der Fußball-Landesliga mit 2:1 (1:1) durch.

Bis zum Schlusspfiff stand der Sieg auf mehr als wackligen Beinen. Diese hatte auch TSG-Keeper Benjamin Richter, aber mehr humpelnd. Angeschlagen ging er in die Partie. Er brachte die TSG mit seinen tollen Paraden auf die Siegerstraße. Ein Kompliment gab es vom Trainer: „Super Dinger, die er rausgeholt hat.“ Es war die 90. Minute. Nach einer Aktion im Strafraum, als Richter rauslief um den Ball zu fangen, prallte er mit einem Gegenspieler zusammen. Nach der Behandlung nahm er mehr humpelnd als laufend seine Position zwischen den Pfosten ein. Die Nachspielzeit lief. Die Altmärker mit einer weiteren Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen, doch Richter parierte einen Schuss nach dem nächsten. Sekunden wurden zu Minuten – dann war Schluss. Die Erleichterung war der Mannschaft regelrecht anzusehen.

Kampf und Leidenschaft prägten die Partie. Calbe versteckte sich nicht. Zudem ließ Drachenberg rotieren. Neben Alexander Menz stürmte Denis Neumeister und dahinter Tobias Schmidt. „Das sah gar nicht so schlecht aus“, meinte er. Das erste Achtungszeichen setzte Menz, dessen Schuss nur um Zentimeter am Gehäuse vorbei segelte. Nicht zu stoppen war Keven Harms, der fast das komplette Mittelfeld ausspielte und ungehindert zum Abschluss kam (15.). Zwei Minuten später war es Neumeister, der die TSG in Führung brachte. Doch der Jubel war noch nicht verklungen, da schlug es im Gehäuse von Richter ein (20.). Ein abgefälschter Freistoß von Carlo Rämke brachte den Ausgleich. Von dem zeigten sich die Calbenser unbeeindruckt. Sie spielten weiter druckvoll. Kurz vor der Pause noch eine gefährlich Aktion durch die TuS: den Schuss von Thomas Feibig wehrte Richter aber ab. Der mitgelaufene Thomas Roggenthien tauchte plötzlich frei vor ihm auf, traf den Ball nicht voll und setzte ihn an den Pfosten. „Wenn wir die Chancen kurz vor und nach der Halbzeit nutzen, dann gehen wir mit 2:1, 3:1 in Führung“, resümierte TuS-Coach Dirk Grempler.

Ganz nah am Spielfeldrand war die TSG-Trainerbank platziert, sozusagen erste Reihe. Was Trainer, Co-Trainer und Betreuer dort in Durchgang zwei zu sehen bekamen, glich einem Krimi. Beide Teams waren um die Führung bemüht. Doch es fehlte an Präzision und Glück. Dieses hatten die Calbenser. Neumeister markierte den Siegtreffer (80.). Maßlos enttäuscht von der Leistung seiner Elf war Grempler: „Ich hätte mir mehr Selbstvertrauen gewünscht und nicht soviel Gelaber auf dem Platz.“

Spieltag-Statistik

TSG Calbe: Richter, Blöhm, Harms, Zapke, Ulrich, Müller, Bergholz (34. Houpeline), Neumeister, Menz, Schmidt, Wolff

TUS Schwarz-Weiß Bismark: Strauer, Kaufmann ( 19. Köhn-80. Hein), Roggenthin, Kujat, Neumann, Rämke, Metzger, Feibig, Borchert, Nowak, Bartsch

Schiedsrichter: Johannes Schipke (Wolmirstedt)
Assistent I: Benjamin Petri
Assistent II: Antje Heuer

Ergebnis: 2 : 1 ( 1 : 1 )
Zuschauer: 101
Tore: 1 : 0 Neumeister (17.), 1 : 1 Wolff (20.-Eigentor), 2 : 1 Neumeister (80.)
Verwarnungen: Zapke, Menz, Neumeister – Köhn, Metzger
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 12. Spieltag: “Die TSG bricht in Halbzeit zwei ein”

SG Eintracht Mechau – TSG Calbe 4:1 (0:1)

Detlef Drachenberg wusste wohl schon, was auf seine TSG Calbe in der zweiten Halbzeit zukommt. „Sie spielen jetzt auf ihr Lieblingstor“, hatte er seinen Schützlingen mitgegeben. Eintracht Mechau stürmte also auf das Tor mit den eigenen Fans im Hintergrund. Die Gastgeber erzeugten nach Wiederanpfiff „unglaublich viel Druck“, sagte Drachenberg, weshalb das Team einen 0:1-Rückstand noch in einen 4:1-Erfolg drehte.

Dabei „sind wir eigentlich ganz gut in die Partie gestartet“, so der TSG-Coach. Nach einem Freistoß von Philipp Müller köpfte Keven Harms zur Führung (7.). „Ein guter Beginn.“ In der Folge sorgte Sascha Bergholz, der neben Tobias Plantikow der zweite Angreifer im 4-4-2 war, für viel Belebung über Außen, hatte nach einem Konter eine gute Möglichkeit. Plantikow verpasste „eine Riesenchance“, schob mit rechts am Pfosten vorbei, anstatt sich den Ball „noch einmal auf seinen starken linken Fuß zu legen“. Auch Mechau hatte zwei aussichtsreiche Möglichkeiten. Diese verhinderte TSG-Keeper Benjamin Richter allerdings mit guten Paraden. Mit der knappen Führung für Calbe ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel legte Mechau „30 bis 50 Prozent zu“, hatte Drachenberg beobachtet. Vor allem Mittelfeld-Akteur Sebastian Cierpinsky, der als Vorbereiter mit guten Pässen glänzte, und Stürmer Christian Wernecke „machten den Unterschied“. Benny Blöhm hatte auf der linken Abwehrseite mit Wernecke immer wieder so seine Probleme. Richter hielt aber sein Team im Spiel. Doch „individuelle Fehler“ führten zu drei Gegentreffern. Das 1:1 markierte Christian Schwan (60.), Rafael Pisula traf zum 2:1 (64.), Wernecke zwei Minuten später zum 3:1. Danach „sind wir eingebrochen“ und die Luft war bei den Gästen raus. Mechau erhöhte durch Wernecke noch auf 4:1 (76.).

SG Eintracht Mechau: Mette, Rosenberg, Behrens, Braun (46. Pollehn), Pätzold, Cierpinski (71. Pisula), Schwan (75. Lamprecht), Saluck, Wernecke, Philipp

TSG Calbe: Richter, Blöhm, Zapke, Ulrich, Harms, Wolf, Müller, Schmidt (81. Kürschner), Strobach, Bergholz (72. Voigt), Plantikow (72. Seeliger)

Schiedsrichter: Dirk Wiesener (Milower Land-Vieritz)
Assistent I: Ralf Lorenzat
Assistent II: Jürgen Schulze

Ergebnis: 4 : 1 (0 : 1)
Zuschauer: 131
Tore: 0:1 Harms (7.), 1:1 Schwan (60.), 2:1 Pisula (64.), 3:1, 4:1 Wernecke (67., 77.)
Verwarnungen: Pisula, Pollehn, Wernecke – Wolff, Bergholz, Ulrich, Zapke, Harms
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 13. Spieltag: “Im Freudentaumel zur Eckfahne”

TSG Calbe – SSV 80 Gardelegen 2 : 0 ( 0 : 0 )

Tobias Schmidt bekam es ziemlich deutlich zu spüren, wie die ganze Anspannung von seinen Mitspielern abfiel. Nach seinem Treffer zum 1:0 kurz nach der Halbzeit lief er im Freudentaumel zur Eckfahne und warf sich auf den Boden, seine Teamkollegen von der TSG Calbe auf ihn. Mit dabei auch Stürmer und Kapitän Alexander Menz, der den Treffer vorbereitet hatte, indem er sich bis zur Grundlinie durchsetzte und dann in den Rücken der Abwehr passte. Lediglich für Keeper Benjamin Richter war der Weg zu weit, um sich mit Schmidt zu freuen. ” Tobias ‘ Trikot sah hinterher nicht mehr weiß aus “, hatte Coach Detlef Drachenberg beobachtet. Seine Schützlinge gewannen am Sonnabend in der Fußball-Landesliga vor 119 Zuschauern mit 2 : 0 ( 0 : 0 ) gegen den SSV 80 Gardelegen.

Verzichten mussten die Calbenser auf Torhüter Christian Harant, der sich am Donnerstag im Abschlusstraining erneut verletzte und so sein Comeback verschieben muss. Beide Teams starteten nicht sehr gut in die Partie, hatten mit dem weichen Boden zu kämpfen. Fehlabspiele und versprungene Bälle halfen der verunsichert wirkenden TSG nicht gerade. ” Wir haben unsere offensive Aktionen immer wieder abbrechen müssen “, sagte Drachenberg. Für die meiste Gefahr in den ersten 30 Minuten sorgte ein Freistoß von Keven Harms, der knapp über die Querlette flog. Auf der Gegenseite hatte der schnelle Christopher Schmidt die beste Gelegenheit nach einem Konter, schoss aber am langen Pfosten vorbei. Kurz vor der Halbzeit kamen die Gäste noch einmal gefährlich vor das Calbenser Tor, doch Richter vereitelte diese Chance in großer Manier.

Nach dem Wechsel und der schnellen Führung durch Schmidt intensivierte Gardelegen seine Bemühungen, aber die TSG stand sicher. Während ihrer größten Druckphase schwächten sich die Gardelegener selbst, als Schmidt nach einer Tätlichkeit ( Schlag mit dem Ellbogen ) an Harms mit Rot vom Feld musste. Danach legte die TSG nochmal zu. Denis Neumeister erzielte in der 80. Minute, nach einem Zuspiel von Sascha Bergholz, den 2 : 0-Endstand.

TSG Calbe: Richter, Blöhm, Harms, Zapke, Ulrich (84. Houpeline), Müller, Strobach (60. Bergholz), Schmidt (73. Plantikow), Menz, Neumeister, Voigt

SSV 80 Gardelegen: Urbschat, Frädrich,Reinecke, Markstein, Hille, Stolle, Leberecht, Krziwanie (65. Stottmeister), Lenz ( 65. Thielitz), Schönfeld, Schmidt

Schiedsrichter: Frank-Detlef Stietzel (Magdeburg)
Assistent I: Marco Schramm
Assistent II:
Tobias Menzel

Ergebnis: 2 : 0 (0 : 0)
Zuschauer: 119
Tore: 1 : 0 Schmidt (46.), 2 : 0 Neumeister (80.)
Verwarnungen: Zapke, Ulrich, Bergholz – Frädrich, Hille, Schönfeld
Gelb/Rot: keine
Rot: Schmidt (SSV Gargelegen – 65.)

 

Spielbericht vom 14. Spieltag: “In allen Belangen überlegen”

Für die Landesliga-Fußballer der TSG Calbe geht es gegenwärtig in kleinen Schritten voran. Beim FSV Barleben setzten sie sich mit 3:1 (2:1) durch. „Mit dem Sieg haben wir uns ein bisschen Luft nach unten verschafft“, so TSG-Mannschaftsbetreuer Peter Körner. Fünf Punkte beträgt gegenwärtig der Vorsprung auf den VfB Ottersleben, der auf Rang 14 steht.

Sechs Punkte aus den letzten beiden Partien sprechen für sich. Die Calbenser starteten furios. Gleich nach dem Anpfiff ging Thomas Wolff auf der linken Seite durch, aber seine Flanke konnte FSV-Keeper Witt wegfangen. In der achten Minute hatte er allerdings keine Chancen gegen den Schuss von Wolff, der die Führung markiert. Noch sehenswerter der zweite Treffer. Ein Abstoß von Sebastian Zapke ging weit über die Mittellinie. Alexander Menz stieg hoch und verlängerte auf Denis Neumeister, der sich gegen den letzten Mann durchsetzte und nur noch einzuschieben brauchte (13.). Im Gegenzug stellte Spengler den alten Abstand wieder her (14.). Bis zur Pause folgten für die TSG noch zwei Pfostentreffer durch Neumeister. In Durchgang zwei blieb die TSG weiter spielbestimmend. In der 61. Minute ließ Wolff den dritten Treffer folgen. Menz hatte in der Schlussphase noch zwei gute Möglichkeiten, das Ergebnis weiter auszubauen, doch er scheiterte an Witt (80./88.). „Das Ergebnis spiegelt den Verlauf wider und war mehr als verdient. Es hätte noch höher ausfallen können“, so Körner.

FSV Barleben 1911: Witt, Kraye (36. Zander), Ibe, Schlaugart, Schindler, Härtl, Marx, Wöhlert (68. Peter), Spengler, Griesche, Ölze (82. Sieweck)

TSG Calbe/Saale: Richter, Blöhm, Harms, Zapke, Ulrich , Müller, Wolff (75. Voigt), Strobach, Schmidt (85. Houpeline), Menz, Neumeister (87. Berner)

Schiedsrichter: Torsten Felkel (Salzwedel)
Assistent I: Sven Müller
Assistent II: Marco Hoppe

Ergebnis: 1 : 3 (1 : 2)
Zuschauer: 116
Tore: 0 : 1 Wolff (9.), 0 : 2 Neumeister (13.), 1 : 2 Spengler (14.), 1 : 3 Wolff (61.)
Verwarnungen: Wöhlert – Menz, Harms
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 15. Spieltag: “Gut gespielt – trotzdem verloren”

Im heutigen Auswärtsspiel konnte die 1. Mannschaft an die guten Leistungen der letzten Wochen anknüpfen, hat am Ende aber 2 : 0 verloren.

Das Spiel hatte noch nicht richtig begonnen, da stand es schon 1 : 0 für den Gastgeber. Einen Freistoß den B. Richter in großer Manier abwehren konnte, staubte der freistehende Mähnert unbedrängt per Kopf zur Führung ab. Danach waren die TSG-Spieler endlich wach und drückten dem Spiel ihren Stempel auf. Eine Angriffswelle folgte der nächsten. Die Magdeburger beschränkten sich aufs verteidigten und kamen nur noch ganz selten aus ihrer Hälfte. Doch die erspielten Möglichkeiten aus dem Spiel heraus oder nach Standarts konnten wieder einmal nicht in Tore umgemünzt werden. Plantikow, Menz, Neumeister, Wolff und Müller vergaben aus aussichtsreichen Positionen. Nach der Pause fast das gleiche Bild, die TSG spielte und Börde verteidigte geschickt. Dies änderte sich nach der Einwechslung von Neuzugang Th. Schmidt, da die TSG umstellte um noch offensiver zu spielen und die Hausherren nun im eigenen Stadion konterten und einige Mal gefährlich vor den Kasten von B. Richter kamen. Als die TSG kurz vor dem Ende alles nach vorn warf und am gegnerische Strafraum den Ball verlor, startete Börde erneut einen Konter und konnte diesen zum 2 : 0 Endstand abschließen. Somit bleibt als Fazit: Gut gespielt und trotzdem verloren!

MSV Börde: Leonhardt, Fischer, Lange, Heise, Weisser (67. Held), Mähnert, Windelband (80. Stauch), Zoll, Liske, Lohse, Malchau

TSG Calbe/Saale: Richter, Blöhm, Harms, Zapke, Ulrich (61. Th. Schmidt) , Müller, Wolff, Strobach (85. Kürschner), Menz, Neumeister, Plantikow (78. Houpeline)

Schiedsrichter: Michael Damke (Gardelegen)
Assistent I: Joerg Schwarzenstein
Assistent II: Stephan Mattheis

Ergebnis:
2 : 0 (1 : 0)
Zuschauer: 85
Tore: 1 : 0 Mähnert (4.), 2 : 0 Lohse (86.)
Verwarnungen: Mähnert, Heise, Weisser – Plantikow, Müller
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 16. Spieltag: “Abwehrreihen dominieren das Spiel”

TSG Calbe – Blankenburger FV 0 : 0

Im letzten Heimspiel der Hinrunde erreichte Fußball-Landesligist TSG Calbe am Sonnabend gegen den Liganeuling aus Blankenburg vor 101 Zuschauern nur ein 0 : 0-Unentschieden.

Viel hatte sich das Team von Trainer Detlef Drachenberg vorgenommen in diesem ” Sechs-Punkte-Spiel “, aber am Ende musste es mit einem Punkt zufrieden sein. Die Mannschaft um Kapitän Sebastian Zapke, der den kurzfristig erkrankten Alexander Menz vertrat, war zwar bemüht, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken, agierte aber oftmals ziemlich unglücklich und überhastet gegen sehr defensiv eingestellte Gäste. ” Die Abwehr stand sicher und gut gestaffelt “, musste Drachenberg eingestehen.

Blankenburg trug wenig zur Partie bei und beschränkte sich ausschließlich aufs Kontern. Gegen dieses Abwehrbollwerk fiel der TSG aber auch nichts Konstruktives ein. Zwar setzten sich Philipp Müller im Mittelfeld oder Thomas Wolff auf Außen immer wieder gut durch, doch entweder war der finale Pass zu ungenau oder der Ball ging in der vielbeinigen Defensive beim Dribbling verloren. ” Wir haben uns keine zwingenden Möglichkeiten erarbeitet “, sagte der Coach, ” aber auch kaum welche zugelassen “. Das Geschehen spielte sich also meistens zwischen den Strafräumen ab. Gefahr entstand bei Calbe vor allem nach Standards, bei denen die Gäste einige Stellungsfehler offenbarten und ihre Poitionen zu früh verließen. Kurz vor der Pause jubelten die TSG-Fans über einen vermeintlichen Treffer von Tobias Schmidt. Dieser fand jedoch berechtigt keine Anerkennung, da er die Hände zu Hilfe nahm. Auch nach dem Wechsel änderte sich am Spielverlauf wenig. Die einzige Chance für die TSG resultierte aus einer missglückten Rückgabe der Blankenburger, so dass es am Ende bei der torlosen Punkteteilung blieb. Nach dem Schlusspfiff erhielt Denis Neumeister die rote Karte, da er sich nach verbalen Provokationen eines Blankenburgers zu einer Beleidigung hinreißen ließ.

” Es sind diese Kleinigkeiten, die uns momentan das Genick brechen “, sagte Drachenberg, der das Team aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen umstellen musste. Etwas mehr Zufriedenheit herrschte hingegen auf Seiten der Gäste. ” Wir haben unser Ziel erreicht “, sagte BFV Coach Birger Wiederbach. ” Wir wollten auf keinen Fall verlieren. ”

TSG Calbe/Saale: Richter, Harms, Zapke, Houpeline, Thomas Schmidt, Müller, Wolff, Tobias Schmidt, Strobach, Neumeister, Plantikow

Blankenburger FV: Lüttich, Schütz, Neudek, Schmidt, Beck, Effler (74. Weidner), Zobel (84. Yasar Leventysz) , Yunus Leventysz, Fabich, Schreiber (46. John), Wipperling

Schiedsrichter: Joerg Schwarzenstein (Gardelegen)
Assistent I: Michael Damke
Assistent II: Ronald Krziwanie

Ergebnis: 0 : 0 (0 : 0)
Zuschauer: 101
Tore: Fehlanzeige
Verwarnungen: Müller, Zapke, T. Schmidt, Th. Schmidt – Schmidt, Beck, Fabich
Gelb/Rot: keine
Rot: Neumeister ( TSG Calbe )

 

Spielbericht vom 17. Spieltag: “Positive Anzeichen sind unübersehbar”

TSG Calbe trennt sich 1:1-Remis

Nach der langen Winterpause ging es für die Landesliga-Fußballer der TSG Calbe am Sonnabend bei der SG Handwerk Magdeburg wieder auf Punkte- jagd. Einer sollte es am Ende werden, denn beide Teams trennten sich 1:1 (0:0)-Unentschieden.

Beide Trainer sahen ein „gutklassiges Spiel“, bei dem es klare Chancen auf beiden Seiten gab. Nur in der Umsetzung offenbarten sich Schwächen. Das lag unter anderem auch an den guten Torhüterleistungen. Nach langer Verletzungspause kehrte Christian Harant zurück ins TSG-Gehäuse und auch Sven Noack absolvierte nach seinem Kreuzbandriss seine erste Partie. Ein weiterer positiver Aspekt war der Einsatz von Neuzugang Thomas Schmidt von Beginn an. „Alle drei haben ihre Aufgaben ordentlich gelöst“, sagte TSG-Coach Detlef Drachenberg.

Besser in die Partie fanden die Gäste, die von Beginn an Druck machten und aggressiver agierten. Nach knapp 20 Minuten fing sich der Gastgeber. Es entwickelte sich ein relativ verteiltes Spiel. Bis zur Halbzeitpause war noch nichts Zählbares dabei.

Das änderte sich in den zweiten 45 Minuten. Die erste Chancen durch Magdeburgs Angreifer Denny Piele, der den Ball nach einer Drehung nicht richtig traf. Auf der anderen Seite waren es Thomas Wolff, Sebastian Strobach, Schmidt und Sascha Bergholz die nur knapp scheiterten. Dann passierte es doch. Aus 20 Metern knallte Alexander Menz einen Freistoß flach in die Ecke. Dabei rutschte der Ball dem Torhüter unter dem Bauch durch. Der Jubel bei den Calbensern war noch nicht verebbt, da schlug es erneut ein, aber auf der anderen Seite. Piele markierte den Ausgleich. Nach der Begegnung saßen die Calbenser noch zusammen. „Den Gesichtern meiner Akteure habe ich angesehen, dass sie mehr als einen Punkt wollten“, sagte Drachenberg. Doch die Partie gab auch Zuversicht für die kommenden Aufgaben. „Die Mannschaft lebt, und es gibt positive Anzeichen.“ Der erste Schritt in die richtige Richtung ist getan.

SG Handwerk Magdeburg: Becker, Lindner (81. Avdyli), Sohmann, Francke, Engelmann, Brockel, Bele, Kaschlaw, Chlasta (31. Bauer – 84. Hein ), Welsch, Piele

TSG Calbe/Saale: Harant, Harms, Blöhm, Noack, Bergholz (83. Ulrich), Thomas Schmidt, Müller, Wolff (77. Plantikow), Tobias Schmidt (89. Houpline), Strobach,  Menz

Schiedsrichter: Uwe Biermann (Ballenstedt)
Assistent I: Christian Kliefoth
Assistent II: Dirk Grimke

Ergebnis: 1 : 1 (0 : 0)
Zuschauer: 75
Tore: 0 : 1 Menz (80.), 1 : 1 Piele (81.)
Verwarnungen: Welsch – TSG keine
Gelb/Rot:
keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 18. Spieltag: „Bestrafung und Belohnung“

Christian Brehmer ließ nach der Partie seinem Ärger freien Lauf. Am Ende musste sich sein Team im Derby der Landesliga bei der TSG Calbe mit einem 1:1 begnügen. Großer Jubel herrschte hingegen – dank des späten Treffers von Benny Blöhm – auf der anderen Seite.

Für den SSC kam dieses Unentschieden einer Bestrafung gleich. Einen enormen Laufaufwand hatte das Team von Trainer Christian Kehr über 90 Minuten betrieben, ging immer wieder mit zwei, sogar drei Spielern auf den Ballführenden. Nach Kontern, die meist über die linke Seite vorgetragen wurden, verpassten es jedoch Stephan Schulz nach Flanke von Enrico Klüter (52.) oder Maik Adrian nach Vorarbeit von Schulz (76.), einen Treffer zu erzielen. Verunsicherung machte sich im Abschluss breit. Denny Rothe, der nach einem Pass von Klüter in den Rücken der TSG-Abwehr eigentlich nur noch abschließen musste, stoppte ab und zögerte, suchte stattdessen einen Mitspieler (88.). „Wir haben uns einfach nicht für den Aufwand, den wir betrieben haben, belohnt“, schätzte Kehr ein. Diese Belohnung folgte nun auf der anderen Seite. Schließlich hat auch Calbe „viel in das Spiel investiert“, schätzte Coach Detlef Drachenberg ein.

Nach einem Freistoß in Höhe der Mittellinie gewann TSG-Stürmer Alexander Menz das Kopfballduell und verlängerte so den Schuss. Blöhm schloss aus der Drehung ab und ließ SSC-Keeper Christoph Breitmeier keine Abwehrchance (89.). Zuvor hatte der Schlussmann noch zweimal glänzend gegen Plantikow (88.) pariert. Dieser Treffer und der gewonnene Punkt war wohl Balsam für die Gastgeber, denen man phasenweise die Nervosität anmerkte. Zwar standen Sebastian Zapke, Blöhm, Thomas Schmidt und Keven Harms in dieser Viererkette meist sicher und behaupteten sich in den Kopfballduellen, doch die Souveränität im Passspiel fehlte. Abwehrchef Harms war viel unterwegs, rettete auf mehreren Positionen für seine Nebenleute. Trotzdem fiel das 0:1 durch Marcus Bolze nach einer Ecke, weil die Zuordnung nicht gestimmt hatte. Bolze, der nicht zu den größten Spielern gehört, traf per Kopfball. Vielleicht versuchte Philipp Müller aufgrund dieser Verunsicherung in der Hintermannschaft, viel Ruhe auszustrahlen. Der Mittelfeldakteur bewies eine tolle Übersicht, schirmte den Ball sehr gut ab und leitete viele Konter ein. Er schickte zum Beispiel Tobias Schmidt über die linke Seite, der einen Konter zu ungenau abschloss (33.). Mit dem Treffer durch Blöhm wurde sicherlich auch sein Aufwand belohnt. „Wir brauchen im Abstiegskampf jeden Punkt“, sagte Drachenberg. Kehr hingegen haderte auch lange nach dem Abpfiff noch. „Eigentlich muss ich der Mannschaft für ihr Aufgetreten ein Kompliment machen.” Der Aufwand hat also gestimmt beim SSC. „Der Nutzen aber nicht.”

Schönebecker SC: Kerzel – Renger, Bolze, Rothe, Duscha, Ritzmann, Wejsfelt, Lindner, Adrian (54. Klüter), Irmscher, Schulz

TSG Calbe/Saale: Harant – Noack, Zapke, Harms, Müller, Neumeister (90. Berner), Spengler, Voigt (71. Schmidt, Th.), Hoffmann, Schulze (63. Strobach), Bergholz

 

Spielbericht vom 19. und 20. Spieltag: “Calbe verkürzt den Rückstand”

Die TSG Calbe hat ” den Anker ein bisschen gelichtet “, sagte Trainer Detlef Drachenberg. Der Fußball-Landesligist gewann gestern Nachmittag beim Konkurrenten um den Ligaverbleib, dem Quedlinburger SV, mit 2 : 1 ( 1 : 1 ) und hat nur noch fünf Punkte Rückstand auf die Teams vor ihm ( Schönebecker SV, SSV Gardelegen ).

Zunächst musste Calbe aber einen Rückschlag hinnehmen, ” wie immer “, sagte Drachenberg. Robert Klauss brachte die Gastgeber nach elf Minuten in Front. Das lähmte die Gäste aber keineswegs. Sie erkämpften sich ein Übergewicht. Nach einer Kombination mit Tobias Schmidt setzte sich Thomas Schmidt durch und erzielte den 1 : 1-Ausgleich ( 19. ). In der Folge entwickelte sich ein recht ausgeglichenes Spiel. Zwar wusste Calbe bis zum Strafraum der Gastgeber zu gefallen, doch ” die letzte Konsequenz hat uns gefehlt “, schätzte Drachenberg ein. Wieder mit dabei war Denis Neumeister, der seine Rotsperre abgesessen hat. ” Er strahlte viel Ruhe aus und sorgte für zusätzliche Ordnung. ” Seine Sicherheit griff auf das Team über, denn Thomas Wolff mit einem strammen Schuss und erneut Thomas Schmidt suchten selbstbewusst den Erfolg aus der Distanz.

In der zweiten Halbzeit stellte Thomas Schmidt nach einer Einzelleistung die Weichen auf Sieg. Nach seinem Solo schloss er zum 1 : 2 ab ( 51. ). In der Folge hatte Alexander Menz noch die besten Chancen ( 56 ., 62. ), doch Quedlinburgs Keeper Christian Richter hielt stark. Die Gastgeber strahlten kaum Torgefahr aus. Somit hieß es am Ende 1 : 2.

Quedlinburg: Richter – Weidner, Krull, Brenner, Gottowik ( 81. Bawey ), Hormozi ( 57. Doppel ), Ibold, Brüser, Frye, Klauss, Hiesener

Calbe: Harant – Menz, Blöhm, Neumeister, Harms, Strohbach, Zapke ( 82. Ulrich ), Noack, Thomas Schmidt ( 87. Bergholz ), Wolff, Tobias Schmidt

Bereits am Sonnabend unterlag die TSG beim SV Stahl Thale mit 0 : 2 ( 0 : 1 ). Schon vor der Pause musste sie den ersten Rückschlag hinnehmen. Daniel Weber brachte die Gastgeber mit 1 : 0 in Führung ( 41. ). ” Wir haben zwar gut in der Defensive gestanden “, sagte Drachenberg, ” aber in der vorwärtsbewegung spielten wir schlecht “. Nach dem Wechsel änderte sich daran nicht viel. Die Gastgeber erkämpften sich ein Chancenplus von 5 : 1. Calbe bekam Thales Stürmer Michael Preuß ” nur zu 80 Prozent in den Griff “. Er war ein ständiger Unruheherd. Thale machte durch den Treffer von André Kopp in der 85. Minute zum 2 : 0 alles klar.

Thale: Picek – Kopp ( 86. Drechsel ), Dub, Weber, Rocha Nunes, Wienert, Tietze, Schnabel, Preuß, Kretschmer ( 83. Öhlmann ), Hägemann

Calbe: Harant – Menz, Voigt ( 78. Ulrich ), Blöhm, Müller, Strobach ( 62. Bergholz ), Zapke, Noack, Thomas Schmidt ( 52. Plantikow ), Wolff, Tobias Schmidt

 

Spielbericht vom 21. Spieltag: “Gegentreffer waren wie Nadelstiche”

TSG Calbe – SV 09 Staßfurt 1 : 3 ( 0 : 1 )

Tobias Plantikow und Alexander Menz saßen noch lange nach dem Abpfiff auf dem Rasen zusammen und werteten die Partie aus. Mit der TSG Calbe unterlagen die beiden am Sonnabend gegen den Spitzenreiter der Fußball-Landesliga, den SV 09 Staßfurt, mit 1 : 3 ( 0 : 1 ). Wie so oft arbeitete die TSG viel, nutzte aber seine Chancen nicht. Der SV 09 hingegen trat sehr diszipliniert auf und ließ vor allem mit der starken Viererkette in der Abwehr wenig zu.

Tobias Schmidt hatte die größte Chance auf dem Fuß. Der Calbenser hätte den 1 : 1-Ausgleich erzielen können, traf aber nach einem Konter freistehend nur den Pfosten. ” Das wäre vielleicht die Wende gewesen “, sagte TSG-Coach Detlef Drachenberg.

So blieb es beim 0 : 1, das Sven Limpächer in der 21. Minute erzielt hatte. Und es kam für Calbe noch schlimmer. Nur wenige Minuten nach dem Schuss von Schmidt lief Staßfurt einen Konter über die rechte Seite. Stürmer Matthias Härtl ließ die Flanke durch, Limpächer markierte mit seinem zweiten Treffer das 0 : 2 ( 66. ). ” Diese Gegentreffer waren wie Nadelstiche für unser Gemüt “, sagte Drachenberg. Er verstärkte mit Sebastian Strobach und Tobias Plantikow die Offensivbemühungen, beorderte zudem das Mittelfeld mehr nach vorn. ” Ich musste reagieren und alles versuchen “, erklärte er. Calbe erarbeitete sich zwar noch einige Chancen, die Viererkette des SV 09 um Marcel Wöhlbier und Björn Friedrichs ließ aber außer gelegentlichen Flanken kaum etwas zu. ” Wir haben im Aufbau teilweise viel zu kompliziert gespielt “, schätzte Drachenberg ein.Überhaupt hatten die beiden Innenverteidiger der Gäste ein starkes Stellungsspiel und waren zudem bei Kopfbällen kaum zu bezwingen. ” Sie haben super gespielt “, lobte dann auch Coach René Schulze. Er war sehr angetan vom Auftritt seiner Elf, die erneut die personellen Rückschläge ” sehr gut weggesteckt hat “. Kurzfristig fiel noch Keeper Maik Binnebößel aus, der durch Robert Michalak gut vertreten wurde. Diszipliniert und schnell im Vorwärtsgang und in der Rückwärtsbewegung, Staßfurt schien konditionelle Vorteile zu haben. ” Die Gegentreffer haben uns psychisch Kraft gekostet “, erklärte der TSG-Coach.

Für die Staßfurter brachte die 2 : 0-Führung eine große Sicherheit in ihr Aufbauspiel. Jens Liensdorf erhöhte mit einem Distanzschuss aus etwa 25 Metern in den rechten Winkel auf 3 : 0 ( 71. ). ” Danach waren wir uns wohl etwas zu sicher “, schätzte Schulze ein. Denis Neumeister nutzte eine der wenigen Unaufmerksamkeiten in der Staßfurter Abwehr und stellte mit einem gefühlvollen Schuss aus 18 Metern unter die Querlatte den 1 : 3-Endstand her ( 83. ).” Wir haben die ersten 15 Minuten gebraucht, um in die Partie zu finden “, hatte Schulze beobachtet. Danach hat sich Staßfurt viele Chancen erarbeitet und ließ in der Defensive wenig zu. ” Ich kann dieser Mannschaft nur ein Kompliment machen. ” Nun steht am Mittwoch um 19 Uhr das Spitzenspiel beim Zweiten Schönebecker SC bevor.

Die TSG bleibt durch die Niederlage tief im Abstiegssumpf stecken. Sie hat fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer, den 13. Platz. Auf dem steht derzeit der SSV Garlegen, der aber ein Spiel mehr absolviert hat.

TSG Calbe/Saale: Harant, Harms, Blöhm, Noack, Bergholz (66. Houpeline), Thomas Schmidt, Neumeister, Müller (62. Plantikow), Wolff , Tobias Schmidt (62. Plantikow), Menz

SV 09 Staßfurt: Michalak, Friedrichs, Wöhlbier, Liensdorf, Härtl (71. Klemmer), Wegener, Drachenberg, Lissek (74. Mensching), Gurn, Roland-Arias, Limpächer (79. Stachowski)

Schiedsrichter: Falk Warnecke (Magdeburg)
Assistent I: Bernd Fritzsche
Assistent II: Luis Schneidew

Ergebnis: 1 : 1 (0 : 0)
Zuschauer: 161
Tore: 1 : 0, 2 : 0 Limpächer (21., 66.), 0 : 3 Liensdorf (71.), 1 : 3 Neumeister (83.)
Verwarnungen: Harms – Härtl, Limpächer
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 22. Spieltag: “Calbe gibt sich kämpferisch”

Die Landeliga-Fußballer der TSG Calbe müssen sich vorkommen wie in einer Sackgasse. Es geht einfach nicht voran. Das Team um Trainer Detlef Drachenberg büßte am Sonnabend wichtige Punkte für den Klassenerhalt bei der TuS Scharz-Weiß Bismark ein. Die Saalestädter unterlagen mit 0:4 (0:1).

Selbst Bismark-Coach Dirk Grempler bescheinigte den Calbensern eine „engagierte Leistung“. Das wird Drachenberg nur wenig helfen, denn vorne fehlten die Tore. Die schossen die Altmärker. Das erste in der 19. Minute durch Michael Metzger. „Das kam zur richtige Zeit und brachte Ruhe rein“, so Grempler. Den Ausgleich hatte Thomas Wolff, der die Latte traf, auf den Fuß. In Durchgang zwei warf Calbe alles nach vorn. Es fehlte einfach das nötige Quäntchen Glück. Stattdessen fiel das 2:0 durch Eric Bartsch (62.). Calbe reagierte und brachte mit Sascha Bergholz und Stephan Schulz, der nach langer Verletzungspause seine erste Partie bestritt, zwei Offensivkräfte. Nach einem durch Keven Harms abgefältschten Freitoßtor stand es 3:0 (78.) und Thomas Feibig setzte in der 81. Minute den Schlusspunkt. „Wir lassen uns nicht unterkriegen und schauen weiter von Spiel zu Spiel. Noch sind 36 Punkte zu vergeben“, gibt sich Drachenberg kämpferisch.

TSG Calbe: Harant – Menz, Neumeister, Harms, Müller (85. Kürschner), Strohbach, Ulrich, Noack, Th. Schmidt (71. Bergholz), Wolff, Plantikow

 

Spielbericht vom 23. Spieltag: “Leben vom Anpfiff bis Ende”

TSG Calbe – Eintracht Mechau 1 : 4 ( 0 : 1 )

Sebastian Strobach fasste es so zusammen : ” In dieser Mannschaft ist kein Leben, von der ersten Minute an. ” Die TSG Calbe tat sich also schwer im Zusammenspiel, im Aufbau, im Abschluss, in der Abwehr, kurz : in allen Elementen. Der Fußball-Landesligist musste sich am Sonnabend der SG Eintracht Mechau mit 1 : 4 ( 0 : 1 ) geschlagen geben.

Gründe für die derzeitige Situation gibt es viele. Die Verletzungsprobleme wiegen sicherlich am schwersten. Doch das Trainergespann der TSG ist vor allem mit der Trainingsbeteiligung unzufrieden. Sechs bis acht Spieler hat Coach Detlef Drachenberg in der Woche zur Verfügung, mit bestem Beispiel geht Keeper Christian Harant voran. Der 38-Jährige ” war bei allen drei Einheiten dabei “, als Calbe im konditionellen Bereich ” etwas getan hat, zog er mit, es machte ihm nichts aus “. Wie gut sich Training auf das Spiel auswirkte, stellte Harant eindrucksvoll unter Beweis – trotz der hohen Niederlage. Drei hochprozentige Chancen der Mechauer hat er vereitelt, hielt zudem in der Nachspielzeit einen Strafstoß von Jürgen Brandt.

So eine Einsatzbereitschaft wünscht sich Drachenberg von den jüngeren Akteuren, sowohl im Training als auch in den Spielen. ” Wir müssen der Realität ins Auge sehen “, sagte der Coach. ” Wir müssen 90 Minuten lang kämpfen, wenn wir die Klasse noch halten wollen. ” Das ließ sein Team vermissen. Stattdessen lagen die Nerven blank. Die erste verbale Auseinandersetzung gab es nach 25 Minuten, die zweite nach der Halbzeit zwischen Alexander Menz und Denis Neumeister. ” Positiv, nur positiv “, versuchten Tobias Plantikow und der gelbgesperrte Philipp Müller zu schlichten und ihre Mitspieler aufzubauen.

Die Worte schienen zunächst Wirkung zu zeigen. Thomas Wolff hatte nach einem Solo die erste Chance, verzog aber knapp. Praktisch im Gegenzug fiel das 0 : 2 ( 53. ) durch Christian Schwan. Calbe blieb aber dran, nach einer Balleroberung im Mittelfeld erzielte Neumeister mit einem Fernschuss das 1 : 2 ( 63. ). In der Folge nahm aber Mechau wieder das Heft in die Hand, Markus Krotki ( 84. ) und Christian Wernecke ( 91. ) sorgten für den 1 : 4-Endstand.

Nun sind es acht Punkte Rückstand auf den 13. Platz, der den Klassenerhalt bedeutet. Auf diesem steht zurzeit der SSV Gardelegen. Am Sonnabend, 8. Mai, kommt es zum Duell in der Altmark. Das wird wohl das Schicksalsspiel für die TSG. ” Wir brauchen keine Augenwischerei zu betreiben “, sagte Drachenberg. Doch zunächst stehen die Begegnungen gegen den VfB Ottersleben ( 1. Mai ) und den 1. FSV Nienburg ( 5. Mai ) auf dem Programm. Calbe muss auch in diesen Partien am besten jeweils dreifach punkten. Dazu bedarf es aber ” Leben vom Anpfiff bis Ende “.

TSG Calbe/Saale: Harant, Harms, Noack, Ulrich, Bergholz, Thomas Schmidt (75. Schulze), Neumeister, Wolff, Plantikow, Tobias Schmidt (78. Strobach), Menz

SG Eintracht Mechau: Mette, Rosenberg, Behrens, Braun, Pätzold, Schwan(70. Krotki), Brandt, Wernecke, Pollehn, Philipp (87. Fuhrmann), Lenz

Schiedsrichter: Marco Uhlmann (Welsleben)
Assistent I: Falk Warnecke
Assistent II:
Christian Naujoks

Ergebnis: 1 : 4 (0 : 1)
Zuschauer: 99
Tore: 0 : 1 Wernecke (29.), 0 : 2 Schwan (53.), 1 : 2 Neumeister (63.), 1 : 3 Krotki (84.), 1 : 4 Wernecke (90.)
Verwarnungen: TSG keine – Mechau keine
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 24. Spieltag: “Wichtiger Überlebenspunkt”

TSG Calbe – VfB Ottersleben 1:1 (1:1)

“Mühsam nährt sich das Eichhörnchen”, heißt es. Was soviel bedeutet, dass etwas langwierig und nur in kleinen Schritten möglich ist. Die Landesliga-Fußballer der TSG Calbe gehen gegenwärtig den Weg der kleinen Schritte. Jeder Punkt, den die Saalestädter noch erringen, ist einer für den Ligaverbleib. Zumindestens am Sonnabend rückten die Schützlinge von Trainer Detlef Drachenberg durch das 1:1 (0:1)-Unentscheiden gegen den VfB Ottersleben dem Klassenerhalt um einen Zähler näher.

Den Kampf ums Überleben hat die TSG also angenommen. In den ersten 20 Minuten allerdings noch nicht, denn da übernahmen die Gäste die Regie. In der zehnten Minute bekamen die Elf von VfB-Coach Burkard Knobbe einen Freistoß, den Marcus Rasche sicher zur 1:0-Führung verwandelte. Die Mauer hatte TSG-Keeper Christian Harant gut positioniert. Ein paar Zentimeter fehlten allerdings bei Philipp Müller an Körpergröße, um den Ball wegzuköpfen. So brachte sein Sprung nicht den gewünschten Erfolg. Stattdessen schlug der Ball mitten ins Herz, in die linke untere Ecke ein. Harant hatte keine Chance und ärgerte sich. Die Beine weit von sich gestreckt, saß er am Torpfosten, haderte mit sich und dem frühen Gegentor. Dabei waren noch 80 Minuten, die es mehr als in sich hatten, zu absolvieren. Die Gäste spielten weiter munter nach vorn. Matthias Dieterichs hätte gleich zweimal die Führung ausbauen können, doch Harant verhinderte Schlimmeres (21./23.). Zwischenzeitlich konnte auch das Schuhproblem bei TSG-Verteidiger Sascha Bergholz, der einen neuen rechten von Benjamin Richter an der Seitenlinie gereicht bekam, behoben werden. Danach lief es gleich besser, auch bei der TSG, die so langsam in Fahrt kam und sich gute Torchancen erarbeitete. Noch fehlte das Glück und die nötige Präzision. Jede gute Aktion wurde vom Trainerteam beklatscht. Es war also nur noch eine Frage der Zeit, wann der Ausgleich fallen sollte. Er fiel in der 39. Minute, erzielt durch Thomas Wolff. Die Erleichterung war allen anzusehen. “Wir sind dran”, schrie Harant seinen Mitspielern zu. Der erfrischende Offensivfußball, den die TSG zeigte, wurde nur durch den Halbzeitpfiff des Schiedsrichters unterbrochen.

So wollte Calbe auch Hälfte zwei angehen, aber die Elf ließ sich zu sehr in die eigene Hälfte drängen. Drachenberg forderte “Ballkontrolle”. Schwächen offenbarte die TSG vor allem im Zuspiel. Die Flanken und Pässe, die nach vorn gingen, erreichten meist nicht den Adressaten. In den letzten 15 Minuten brachte Drachenberg mit Stephan Schulze einen zweiten Stürmer. Alexander Menz bekam also Unterstützung. “Wir wollten mehr riskieren.” Beide Teams hatten noch gute Chacen das Resultat zu korrigieren. Doch sowohl Harant als auch VfB-Keeper Mark Mewes ließen bis zum Abpfiff nichts mehr zu.

Ein zweiter Torjubel war der TSG “nicht vergönnt”. Dafür ließ sie in Hälfte eins zu viele Chancen liegen. “Wichtig für uns war, dass wir drangeblieben sind”, sagte Drachenberg. Knobbe war “unzufrieden”. Denn nur phasenweise zeigte sein Team das, “was wir spielen wollen”. Mittwoch geht es für die TSG schon weiter. Jeder Punkt zählt.

TSG Calbe/Saale: Harant, Harms, Noack, Bergholz (88. Houpline), Strobach (76. Schulze), Müller, Thomas Schmidt, Wolff, Plantikow, Tobias Schmidt, Menz

VfB Ottersleben: Mewes, Wilhelm, Schönberg, Feldheim, Herrmann, Uffrecht, Müller (75. Meyer), Jakuszeit, Griep, Dieterichs, Rasche

Schiedsrichter: Torsten Felkel (Salzwedel)
Assistent I: Sven Schottenhamel
Assistent II: Thomas Kölle

Ergebnis: 1 : 1 (1 : 1)
Zuschauer: 101
Tore: 0 : 1 Rasche (10.), 1 : 1 Wolff (39.)
Verwarnungen: Müller – Müller, Rasche, Meyer
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 25. Spieltag: “Und der Mai wird besser”

TSG Calbe – FSV Nienburg 2 : 0 (0 : 0)

Die Lösung, die sich aus einer Not heraus ergeben hat, ist eine erfolgreiche. Tobias Plantikow vom Fußball-Landesligisten TSG Calbe ist eigentlich Stürmer, rückte aber aufgrund der Verletzungen von Sebastian Zapke und Benny Blöhm gestern gegen den 1. FSV Nienburg zum zweiten Mal in die Abwehr. “Wir brauchten einen Linksfuß”, sagte TSG-Coach Detlef Drachenberg. Plantikow ging bei Kontern trotzdem nach vorn und legte einen Treffer auf. Calbe gewann mit 2 : 0 (0 : 0).

Die Lockerheit und den Spaß, den die Auswechselspieler der TSG mit Stephan Schulze hatten, wünschte man den Akteuren auf dem Feld. Zu verkrampft, teilweise gar zu kompliziert agierte das Team in den ersten 45 Minuten. Zwar eroberte es sich immer wieder geschickt den Ball, weil Stürmer Alexander Menz oder Mittelfeldakteur Tobias Schmidt gut gegen den Ball arbeiteten, doch in der Offensive ließ Calbe Chancen liegen. Bis zum Strafraum der Gäste lief der Ball gefällig, mal über den starken Philipp Müller in der Mitte, mal über Thomas Wolff oder Sascha Bergholz über Außen. Calbe zeigte, dass es diese vorentscheidende Partie im Kampf um den Klassenerhalt unbedingt gewinnen wollte. Doch im Abschluss schien der Druck zu groß, der finale Pass kam gar nicht erst an, obwohl die Gastgeber in den letzten zehn Minuten ein regelrechtes “Powerplay” aufzogen und Nienburg am eigenen Strafraum einschnürten. Torlos ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel bewahrte Keeper Christian Harant die TSG mit einer starken Parade nach einer Ecke vor dem Rückstand. Das schien das Wecksignal für seine Vorderleute gewesen zu sein. Philipp Müller erzielte nur wenig später das 1:0 (62.). Von Nienburg war bis auf ein paar Konter, die aber dank der starken Innenverteidigung Keven Harms und Sven Noack nicht gefährlich wurden, nichts zu sehen. Zu schwach präsentierte sich das Team in den Zweikämpfen und im Ballvortrag, Calbe bestimmte das Spiel und wurde in seinen Aktionen immer sicherer. Nach einem miserablen Freistoß der Gäste, der von der Mauer abgefangen wurde, sprintete Platikow den Konter über die linke Seite und flankte nach innen. Der eingewechselte Denis Neumeister erzielte per Kopfball das 2:0 (75.). Bis zum Schluss hatte Calbe vor 198 Zuschauern das Geschehen im Griff.

Drachenberg war nach der Partie bereits mit den Planungen für das Spiel am Sonnabend beim SSV Gardelegen beschäftigt. Der Coach ist dann im Urlaub. “Wir müssen mit dem gleichen Kampfgeist auftreten und dürfen uns nicht aus der Ruhe bringen lassen.” Der Start in den Mai ist geglückt (vier Punkte), in Gardelegen kann er noch besser werden.

TSG Calbe/Saale: Harant, Harms, Noack, Bergholz , Strobach, Müller, Thomas Schmidt, Wolff, Plantikow (86. Zapke), Tobias Schmidt (59. Neumeister), Menz (76. Schulze)

1. FSV Nienburg: Zellmer, Rühlicke (46. Hausdorf), Martens, Donath, Trensinger, Goldhorn, Schulze, Friedrich, Pülicher, Thiele, Beck

Schiedsrichter: Frank-Detlef Stietzel (Magdeburg)
Assistent I: Christian Naujoks
Assistent II: Tobias Menzel

Ergebnis: 2 : 0 (0 : 0)
Zuschauer: 198
Tore: 1 : 0 Müller (62.), 2 : 0 Neumeister (75.)
Verwarnungen: Plantikow, Bergholz, Neumeister – Hausdorf, Friedrich, Thiele, Beck
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 26. Spieltag: “Acht Endspiele für den Klassenerhalt”

SSV 80 Gardelegen – TSG Calbe 0 : 3 (0 : 1)

Die TSG Calbe kommt im Endspurt der Fußball-Landesliga so richtig in Fahrt. Am Sonnabend fuhr das Team von Trainer Detlef Drachenberg beim SSV Gardelegen, der auf dem letzten Nicht-Abstiegsplatz steht, einen 3 : 0 (1 : 0)-Erfolg ein. Auch das Glück ist zurückgekehrt. Als es nach einem Handspiel bereits Elfmeter für Gardelegen geben sollte (44.), machte sich der Linienrichter bemerkbar. Er hatte zuvor eine Abseitsstellung gesehen. Nun trennt beide Teams nur noch ein Zähler in der Tabelle. Und beide haben noch acht Partien vor sich.

Beide Mannschaften wussten um die Wichtigkeit der Begegnung. Den Gastgeber hat das wohl eher gelähmt, Calbe hingegen war von Beginn an präsent. Die TSG ging aggressiv in die Zweikämpfe und “kaufte uns den Schneid ab”, sagte SSV-Coach Ronald Krziwanie gegenüber der Volksstimme. Zudem spielte den Gästen der frühe Treffer von Sebastian Strobach (4.) in die Karten. “Wir haben die ersten 25 Minuten bestimmt”, sagte Mannschaftsleiter Peter Körner. Auch das nicht gegebene Tor von Thomas Wolff (8.) aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung brachte das Team nicht aus dem Rhythmus. Es erarbeitete sich viele gute Möglichkeiten. Erst in den letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit kam Gardelegen stärker auf. TSG-Keeper Christian Harant rettete mit einer “sensationellen Parade” im Eins-gegen-Eins gegen Stürmer Mirko Schäfer.

Die ersten Minuten nach dem Wiederanpfiff waren zunächst hektisch und von Fehlabspielen geprägt. “Danach hatten wir wieder alles im Griff”, sagte Körner. Zunächst ließ Thomas Schmidt eine gute Chance aus (60.), verwandelte aber acht Minuten später einen tollen Pass von Tobias Schmidt per Heber zum 0:2. Nach einer erneuten Großtat von Harant (70.) blieb Calbe am Drücker. Der eingewechselte Stephan Schulze erhöhte auf 0:3 (81.). Alexander Menz verlängerte einen Abschlag von Harant. Schulze “umkurvte zwei Gegenspieler” und lupfte den Ball über Keeper Rafael Gritzner ins Tor.

Nun stehen der TSG im Fernduell mit Gardelegen acht “Endspiele im den Klassenerhalt” bevor. Rechtzeitig für das Restprogramm ist das Team in Form. Am Donnerstag tritt es um 13 Uhr bei Eintracht Salzwedel an. Fans können die Mannschaft zu diesem Spiel begleiten. Um 9 Uhr startet das Team mit einem großen Bus am Tankcenter Calbe.

SSV 80 Gardelegen: Gritzner, Frädrich, Opava (35. Busse), Schäfer, Reineke, Markstein, Stolle, Leberecht (76. Hille), Ametepe (56. Ebeling), Schönfeld, Schmidt

TSG Calbe/Saale: Harant, Harms, Noack, Bergholz , Zapke, Strobach (76. Schulze), Müller (83. UUlrich), Thomas Schmidt, Wolff (46. Tobias Schmidt), Neumeister, Menz

Schiedsrichter: Falk Warnecke (Magdeburg)
Assistent I: Marco Uhlmann
Assistent II: Johannes Bettecken

Ergebnis: 0 : 3 (0 : 1)
Zuschauer: 197
Tore: 0 : 1 Strobach (4.), 0 : 2 Th. Schmidt (68.), 0 : 3 Schulze (81.)
Verwarnungen: Opava, Markstein, Schönfeld – Strobach, Menz
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 27. Spieltag: “TSG verpasst Sprung auf Nicht-Abstiegsplatz”

SV Eintracht Salzwedel – TSG Calbe 1:1 (1 : 0)

Fußball-Landesligist TSG Calbe hat den Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz verpasst. Das Team sicherte sich mit dem 1:1 Unentschieden beim Vierten Eintracht Salzwedel gestern zwar einen Punkt, konnte so aber keinen Nutzen aus der 0:3-Niederlage des SSV Gardelegen bei Blau-Weiß Gerwisch am Mittwoch ziehen. Das Torverhältnis ist allerdings nur um einen Treffer besser, weshalb der SSV auf dem 13. Rang bleibt.

Die TSG hat bereits am Sonnabend die nächste Chance, um an den Altmärkern vorbeizuziehen. Das wird allerdings eine schwierige Aufgabe. Calbe empfängt zu Hause Germania Halberstadt II während Gardelegen den 1. FSV Nienburg erwartet. Nienburg hat allerdings am Mittwoch aufhorchen lassen als es Gerwisch mit 1:0 bezwang.

In Salzwedel erzeugte Calbe von Beginn an Druck, hatte aber Pech im Abschluss, beispielsweise durch Philipp Müller, der den Ball nach Flanke von Denis Neumeister nicht richtig traf. Kurz vor der Pause erzielte Gregor Roth das 1:0 für die Gastgeber (39.). Den ersten Schuss parierte TSG-Keeper Christian Harant noch, der Nachschuss war jedoch drin. So ging es mit einem Rückstand in die Pause. Nach dem Wechsel war die TSG um den Ausgleich bemüht. Sebastian Strobach testete die Reflexe des Eintracht-Keepers Dennis Röhl (53.). Salzwedel konnte sich mit Kontern immer wieder befreien und kam mehrfach gefährlich vor das Gästetor, bei Harant war aber Schluss. Im Anschluss nahm die TSG das Heft wieder in die Hand, hatte mehrere Chancen durch Alexander Menz oder Tobias Schmidt. Erfolg hatte aber erst der kurz zuvor eingewechselte Thomas Wolff. Mit einem satten Schuss traf er zum 1:1-Ausgleich (85.) und ließ seine Mitspieler sowie die mitgereisten Fans jubeln.

SV Eintracht Salzwedel: Röhl, Roth, Falkenhagen, Trostmann, Wiese (86. Helbig), Schulz, Weiß, Bauer, Schmidt, Benecke, Komnick (83. Paulini)

TSG Calbe/Saale: Harant, Menz, Neumeister, Harms, Müller, Bergholz (77. Wolff), Strobach, Zapke, Schulze (65. Tobias Schmidt), Noack, Thomas Schmidt

Schiedsrichter: Marco Uhlmann (Welsleben)
Assistent I: Bernd Fritzsche
Assistent II: Christian Schütze

Ergebnis: 1 : 1 (1 : 0)
Zuschauer: 140
Tore: 1 :  0 Roth (39.), 1 : 1 Wolff (85.)
Verwarnungen: Bauer – Bergholz, Schulze, Harms, Thomas Schmidt
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 28. Spieltag: “Eine Vielzahl an Chancen”

TSG Calbe – VfB Germania Halberstadt II 1 : 0 (1 : 0)

Der Jubel war ebenso groß wie die Erleichterung. Philipp Müller war der Erste, der am Sonnabend beim Abpfiff die Arme hochriss. Mit der TSG Calbe hatte er soeben Germania Halberstadt II mit 1 : 0 (1 : 0) bezwungen. Das Team bleibt dennoch auf dem 14. Platz, da Gardelegen gegen den 1. FSV Nienburg einen 2  : 0-Erfolg eingefahren hat.

Das Einzige, was Müller nicht gelang, war, sich zu belohnen. Ob mit Kopfbällen in der Abwehr, mit seiner Schnelligkeit beim Ablaufen seiner Kontrahenten oder mit seiner Präsenz in den Zweikämpfen – seine Gegenspieler hatten oft das Nachsehen. Die größte Chance auf einen Treffer hatte Müller nach einem starken Befreiungsschlag von Thomas Wolff, den Stürmer Alexander Menz auf der rechten Seite erlief und in den Rücken der Abwehr passte. Doch Müller verzog knapp am langen Pfosten vorbei. In der Phase erspielte sich Calbe ein Übergewicht, ließ die Chancen aber aus, beispielsweise durch Denis Neumeister. Er kam entweder einen Schritt zu spät oder erreichte den Ball nicht, der auf dem nassen Untergrund einfach zu schnell wurde, um noch erlaufen werden zu können. So vergab er aussichtsreich nach einem Konter, als er nur noch die Fußspitze an den Ball bekam und diesen in die Arme des Keepers schoss. Und Laufarbeit, davon hatte sowohl er als auch Alexander Menz eine Menge zu leisten. “Wir greifen den Gegner früher an als sonst”, erklärte René Kausmann aus dem Trainergespann mit Detlef Drachenberg die ansteigende Formkurve in den vergangenen Spielen. Die Stürmer müssen also bereits in der gegnerischen Hälfte auf den Ballführenden Druck ausüben. Und das kostet Kraft. Neumeister versuchte zum Ende der Begegnung, seinem Gegenspieler frühzeitig zu entwischen, lief aber ein ums andere Mal ins Abseits.

Ebenfalls von diesen Umstellung betroffen war Tobias Plantikow. Seit vier Spielen kommt er auf der linken Seite der Viererkette zum Einsatz. Nach Ballgewinnen nutzte er immer wieder die Gelegenheit, mit seiner Schnelligkeit die Konter einzuleiten. Das funktionierte bereits gegen Nienburg, das funktionierte gegen Halberstadt II. Sein Pendant auf der rechten Seite war Sascha Bergholz, der zudem eine gute Übersicht bewies und die Seitenwechsel klug initiierte.Die tragische Figur dieser Partie war wohl Halberstadts Florian Köhler. Erst verpasste er die Möglichkeit zum Ausgleich (57.), als der sicher und stark auftretende Sebastian Zapke seinen wohl einzigen Fehler machte und über den Ball trat, dann setzte Köhler einen Freistoß an die Querlatte (60.) und verschoss im Anschluss einen Straßstoß nach Handspiel (63.). Obwohl er diesen nicht nur einfach verschoss, sondern vielmehr an TSG-Keeper Christian Harant scheiterte.
Germania vergab also in Hälfte zwei die wenigen Chancen, die es bekam. Zu schwer tat sich das Team nach den Umstellungen. Im Gegensatz zum 5:1-Sieg über Barleben am Mittwoch fehlten Coach Dirk Kanter die erfahrenen Akteure. Diese wurden durch junge Spieler ergänzt. “Sie sind teilweise noch recht unerfahren”, sagte er gegenüber der Volksstimme.

Sie hatten einen schweren Stand gegen die starke Innenverteidigung mit Zapke und Sven Noack. Das Einzige, das der Coach bemängelte, war das Timing bei Kopfbällen. Die weiten Abschläge von Germania-Keeper Chris Borgsdorf rutschten des Öfteren durch, so dass es am Strafraum der Gastgeber durchaus gefährlich wurde. In Halbzeit eins hat das Team daraus nicht eine Tormöglichkeit gemacht. Peter Köhler, der Mannschaftsleiter der TSG, hatte 9:0-Möglichkeiten zugunsten der Gastgeber notiert. Von dieser Vielzahl an Chancen nutzten sie aber nur eine. Thomas Schmidt war nach einer scharfen Hereingabe zur Stelle (40.). Menz traf zuvor nur das Außennetz (41.). Auch bei ihm war der Jubel nach dem Abpfiff groß.

TSG Calbe/Saale: Harant, Menz, Neumeister (86. Voigt), Plantikow, Müller, Bergholz, Strobach, Zapke, Schulze (60. Wolff), Noack, Thomas Schmidt

VfB Germania Halberstadt II: Borgsdorf, Höbbel, Schwarzenberg, Rudloff, Rust (60. Neuhaus), Amtage, Kessler, Köhler, Fricke (52. Backsmann), Kremer, Uhte

Schiedsrichter: Falk Warnecke (Magdeburg)
Assistent I: Bernd Fritzsche
Assistent II: Tobias Menzel

Ergebnis: 1 : 0 (1 : 0)
Zuschauer: 71
Tore: 1 : 0 Th. Schmidt (40.)
Verwarnungen: Müller, Plantikow – Schwarzenberg, Rudloff
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 29. und 30. Spieltag: “Lehrgeld auf der Zielgeraden”

Gerwisch – Calbe 2 : 1 (1 : 0) / TSG – Barleben 1 : 4 (0 : 1)

Wenigstens musste Detlef Drachenberg das Aufbäumen gestern nicht vermissen, am Sonnabend hatte er davon nicht allzu viel gesehen in der zweiten Halbzeit gegen den FSV Barleben – und dann noch auf heimischem Platz.

Die Landesliga-Kicker der TSG Calbe müssen nun ausgerechnet auf der Zielgeraden der Saison wieder zu viel Lehrgeld bezahlen, nachdem der Entwicklungsprozess dieser jungen Elf im Mai einige Früchte getragen hatte. “Jetzt müssen wir uns wieder aufbauen”, wusste zum Beispiel Sebastian Strobach, einer der beständigsten Youngster im Team. Gestern war Calbe am Boden. Der 1:4 (0:1)-Schlappe am Sonnabend folgte die 1:2 (0:1)-Niederlage bei Blau-Weiß Gerwisch. “Wir müssen nach vorn gucken”, sagt Coach Drachenberg. Der Rückstand zum Nichtabstieg beträgt nur einen Punkt.

Es sind zum einen diese leichten Fehler, die der TSG unterlaufen, es sind zum anderen die Chancen, die die TSG nicht nutzt. Auch gegen Barleben hätte das Team zur Pause führen müssen, lag aber zurück. Thomas Wolff markierte den Ehrentreffer zum 1:2 (66.). Gestern wollte Calbe zunächst das eigene Tor sichern und über Konter den Erfolg suchen. Konter wurden aber nicht konsequent ausgespielt, obwohl ihre Ansätze spielerische Klasse der TSG bestätigten. Und dann standen sie einfach zu schlecht zum Mann, gingen in der Rückwärtsbewegung die falschen Wege, weshalb Marco Träbert zum 0:1 (43.) einschießen durfte. Ebenso unglücklich verlief der Beginn der zweiten Hälfte für die Gäste, zehn Minuten waren absolviert, wieder konnten sie zu dritt André Schacker nicht stellen, Philipp Baumgartl bedankte sich mit dem 2:0 (55.). Gerwisch verpasste es, seine Konter besser zu nutzen. Vor allem nach der Ampelkarte gegen Sascha Bergholz (63.) verlor das Team an Körpersprache und Präzision. Dagegen hatte Calbe plötzlich zwei riesige Möglichkeiten, Alexander Menz scheiterte per Kopfball (61.) und Sebastian Zapke scheiterte freistehend nach einer Ecke (62.). In der 90. Minute traf Menz per Foulstrafstoß (Herms an Neumeister) zum 2:1, aber dann war es zu spät, um den Ausgleich nachzulegen. “Wir wurden für unsere Fehler rigoros bestraft”, resümierte Drachenberg das Wochenende. Es warten noch vier Endspiele.

Gerwisch: Krüger – Schönfeld, Sauer, Tangermann, Hoppe – Raugust, Träbert, Zimmer, Herms – Schacker (72. Gädke), Baumgartl

TSG Calbe: Harant – Bergholz, Harms, Zapke, Noack – To. Schmidt (46. Th. Schmidt), Müller, Strobach, Plantikow (74. Wolff) – Neumeister – Menz

 

Spielbericht vom 31. Spieltag: “Der Blick geht gleich nach vorn”

TSG Calbe – MSV Börde 3 : 2 (1 : 0)

In diesen letzten Minuten hielten es Trainer und Auswechselspieler nicht mehr aus vor Spannung. Tobias Plantikow hatte für die TSG Calbe gegen den Dritten der Fußball-Landesliga, den MSV Börde, zum 2:2 ausgeglichen (67.), danach lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, wollten den Dreier.

Der eingewechselte Steffen Ulrich schließlich überlistete die Börde-Abwehr mit einem Heber und erreichte Denis Neumeister, der MSV-Keeper Kevin Stauch ausspielte und zum 3:2 (1:0) traf (86.). Bis zum Ende verteidigte die TSG diesen Vorsprung für “drei ganz wichtige Zähler”, sagte Trainer Detlef Drachenberg. Schließlich hat Gardelegen, der unmittelbare Konkurrent um den letzten Nicht-Abstiegsplatz, mit dem 8:2-Kantersieg gegen Quedlinburg ebenfalls gewonnen.

Zunächst begann die Partie recht verheißungsvoll, Stefan Liske erzielte nach Flanke von Alexander Menz das 1:0 per Eigentor (11.). In der Folge hatten Neumeister und Plantikow gute Möglichkeiten, vergaben aber. Dann führten Unstimmigkeiten und Fehler in der Abwehr zum 1:1-Ausgleich durch Dustin Lenz (49.) und zum 1:2 durch Marcus Mähnert (60.). In dieser Phase vergaben Thomas Schmidt und Plantikow die erneute Führung. Doch Calbe ließ sich nicht beirren, erzeugte weiter viel Druck in der Offensive und erzielte zwei Treffer zum 3:2-Sieg.

Die TSG dachte gar nicht lange über den Sieg nach, sondern richtete gleich nach dem Abpfiff den Blick nach vorn. Am Mittwoch steht das Derby beim Schönebecker SV bevor, der nach der 1:4-Niederlage bei Eintracht Mechau nur noch zwei Punkte Vorsprung hat. Der Kampf um den Klassenerhalt spitzt sich weiter zu.

TSG Calbe/Saale: Harant, Schmidt, To. (60. Wolff), Zapke, Noack, Harms, Müller (79. Ulrich/ 88. Voigt), Strobach, Menz, Neumeister, Plantikow, Thomas Schmidt

MSV Börde 1949: Stauch, Fischer, Kelm, Sommer Mähnert, Weisser, Malchau (62. Zoll), Könning, Lenz, Liske, Jahns

Schiedsrichter: Johannes Schipke (Wolmirstedt)
Assistent I: Aline Schäfer
Assistent II: Henry Schwietzer

Ergebnis: 3 : 2 (1 : 0)
Zuschauer: 61
Tore: 1 : 0 Liske (11. – Eigentor), 1 : 1 Lenz (49.), 1 : 2 Mähnert (60.), 2 : 2 Plantikow (67.), 3 : 2 Neumeister (86.)
Verwarnungen: Harant – Zoll
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 32. Spieltag: “Auswärtspunkt im Derby lässt hoffen”

Im heutigen Derby beim Schönebecker SV konnte die Drachenberg/Kausmann-Elf einen wichtigen Punkt an die Saale entführen.

Schönebecker SV 1861: Ebeling, Bernau, Günther, Schubert, Bruchmüller, Ebeling, Wolff, Rhode, Hellige (84. Dudziak), Jörß, Wagner

TSG Calbe/Saale:Harant, Schmidt, Th. (72. Bergholz), Wolff (87. Ulrich), Zapke, Noack, Harms, Müller, Strobach, Menz, Neumeister,Plantikow (84. Schmidt, To.)

Schiedsrichter: Christian Kliefoth (Quedlinburg)
Assistent I: Alexander Kroll
Assistent II: Sven Schweinefuß

Ergebnis: 0 : 0 (0 : 0)
Zuschauer: 212
Tore: keine
Verwarnungen: Jörß, Bernau, Wagner – Schmidt, Th., Neumeister
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 33. Spieltag: “TSG verlässt die Abstiegsränge “

Blankenburger FV – TSG Calbe 1 : 2 (1 : 0)

Erstmals seit dem 20. Spieltag rangiert Fußball-Landesligist TSG Calbe auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Das Team vom Trainergespann René Kausmann und Detlef Drachenberg gewann am Sonnabend beim Blankenburger FV trotz doppelter Unterzahl mit 2 : 1 (0 : 1) und übernahm dadurch den 13. Platz vom SSV Gardelegen, der mit 0:4 beim Schönebecker SV unterlag.

Die Partie begann schon “relativ skurril”, sagte Drachenberg. Die Gastgeber liefen nämlich nur mit zehn Spielern auf, weil einige wohl berufsbedingt später kamen. Spielfluss wollte aber weder bei den Calbensern noch bei den Blankenburgern aufkommen. “Es waren wieder viele Fehlpässe dabei”, resümierte Drachenberg und erinnerte sich an die Begegnung beim Schönebecker SV. In dieser lief es nämlich ähnlich. Als die Gastgeber durch Sebastian Fabich das zweite Mal gefährlich vor den Kasten von Christian Harant kamen, blieb Sebastian Zapke nur die Notbremse. “Er musste aushelfen, da zuvor ein Fehlpass gespielt wurde”, nahm ihn der Coach in Schutz. Doch Zapke war letzter Mann und sah daraufhin die rote Karte (42.). Den Strafstoß verwandelte Toni Neumann zum psychologisch vorteilhaften 1 : 0 (43.) kurz vor der Pause für die Blankenburger. Doch nicht die Gastgeber traten in Halbzeit zwei stark auf, sondern die TSG.

Obwohl BFV-Coach Henry Neumann in der Kabine noch davor gewarnt hatte, selbst die Initiative zu ergreifen anstatt “Calbe kommen zu lassen”, spielten seine Schützlinge nach vorn, und Calbe konterte. Über zwei Stationen und einen langen Pass erzielte Tobias Schmidt den 1 : 1-Ausgleich (50.). “Wir hatten in dieser Phase mehrere gute Aktionen”, lobte Drachenberg. Sein Team legte nur fünf Minuten später nach. Alexander Menz traf per Elfmeter zum 1 : 2. Ärgerlich war anschließend die gelb-rote Karte gegen Denis Neumeister wegen Meckerns. Nun musste die TSG die verbleibenden 33 Minuten zu Neunt spielen. “Aber wir haben das gut gelöst”, schätzte der Coach ein. Blankenburg versuchte es mit der “Brechstange”, anstatt mit zwei Mann mehr die Gäste ins Laufen zu zwingen. Zudem blieb das Team im Abschluss unkonzentriert, verlor oft den Ball und schließlich das Spiel. Katerstimmung herrschte daher bei den Gastgebern: “Wir waren erneut nicht in der Lage, eine taktische Marschroute umzusetzen.

Das ist einer der Gründe, weshalb wir aus der Landesliga absteigen”, sagte Team- Verantwortlicher Birger Wiedenbach. Calbe hingegen hat es nun selbst in der Hand, den Ligaverbleib im letzten Spiel am Sonn-abend zu sichern. Dazu muss gegen den Quedlinburger SV zumindest ein Unentschieden her. “Wir dürfen das Spiel nicht zu leicht nehmen”, warnte Drachenberg. “Quedlinburg darf man nicht unterschätzen.” Das Team gewann am Sonnabend gegen den FSV Barleben mit 2 : 0.

Blankenburger FV: Schreiber, Kühnel, Neudek, Mzyk, Schmidt, Lehmann, Zobel, Fabich (89. Lüttich), Effler, Leventyuez, Neumann

TSG Calbe/Saale:Harant, Schmidt, To., Bergholz, Zapke, Noack, Müller (90. Voigt), Strobach, Schmidt, Th. (75. Wolff), Menz (83. Ulrich), Neumeister, Plantikow

Schiedsrichter: Falk Warnecke (Magdeburg)
Assistent I: Felix-Benjamin Schwermer
Assistent II: Luis Schneider

Ergebnis: 1 : 2 (1 : 0)
Zuschauer: 70
Tore: 1 : 0 (Strafstoß), 1 : 1 Schmidt, To., 1 : 2 Menz (Strafstoß)
Verwarnungen: Mzyk, Kühnel, Leventyuez – Neumeister, Müller
Gelb/Rot: Neumeister
Rot: Zapke

 

Spielbericht vom 34. Spieltag: “Jubel weicht der Erleichterung”

TSG Calbe – Quedlinburger SV 1 : 1 (1 : 0)

Der Jubel war nicht laut, der Jubel war kurz. Mehr war nicht drin nach dem mageren 1 : 1 (1 : 0)-Unentschieden der TSG Calbe am Sonnabend gegen den Quedlinburger SV. Das Remis sicherte den Verbleib in der Fußball-Landesliga, es war zudem die Mindestanforderung, und es war notwendig. Konkurrent SSV Gardelegen, der das bessere Torverhältnis hat, gewann nämlich gegen den VfB Ottersleben mit 3:2.

Am Ende gaben sich Coach Detlef Drachenberg und Tobias Plantikow die Hand und wünschten sich gegenseitig viel Erfolg in der neuen Saison – bei neuen Vereinen. Plantikow wechselt zum Ligakonkurrenten Schönebecker SC, bei dem er “hoffentlich wieder Tore schießen darf”, sagte er scherzhaft. Er war seit Mai in die Viererkette zurückbeordert und mit Defensivaufgaben betraut worden. Das war erfolgreich. Drachenberg wird neben seiner Tätigkeit im Leistungsstützpunkt Staßfurt die E-Jugend des TV Askania Bernburg übernehmen. Dort wird es einen Stab mit drei Trainern geben, so dass “ich wieder mehr Zeit für meine Familie habe”, sagte er. Die Zeit bei der TSG “habe ich genossen”, obwohl es oft Kritik gab. “Es ist nicht einfach, so eine junge Mannschaft immer wieder richtig einzustellen und aufzustellen.”

Auch gegen Quedlinburg wurden die Verletzten und Gesperrten durch Akteure aus der Zweiten ersetzt. In so einem wichtigen Spiel war dem Team die Nervosität anzumerken. So versprangen die Bälle bei der Annahme, Pässe kamen nicht an, der freie Mitspieler wurde nicht gesehen oder der Abschluss war zu ungenau. Dabei hätte die frühe Führung durch Alexander Menz per Elfmeter Sicherheit bringen müssen (3.). Auch im Anschluss und kurz vor der Pause “hatten wir hochkarätige Chancen”, sagte Drachenberg. Die vielen Zwischenrufe von Außen trugen nicht gerade zur Sicherheit oder zur Beruhigung bei. Und so kamen die Gäste noch einmal zurück in die Partie. Zweimal hatte es bereits einen Warnschuss gegeben, als sich Martin Gottowik durch die Mitte gut in Szene setzte, aber verzog (72., 74.). Beim dritten Mal erzielte Benjamin Krull den Ausgleich für den QSV (75.). In der Folge war Calbe geschockt, bangte um den notwendigen Punktgewinn.

Erst als Menz kurz vor dem Ende noch einmal Zeichen setzte und die Gegenspieler sehr früh unter Druck setzte, ging ein Ruck durch die Mannschaft, wurden Ballgewinne forciert. Doch Alexander Voigt verzog oder Menz schloss zu spät ab, so dass noch ein Abwehrspieler der Gäste dazwischen war. Beim Schlusspfiff war der Jubel klein. Er wich jedoch der umso größeren Erleichterung. Schließlich spielt die TSG auch im kommenden Jahr in der Landesliga Nord.

TSG Calbe/Saale: Harant, Menz, Voigt, Harms, Bergholz, Strobach, Sandau (76. Ulrich), Noack, Thomas Schmidt, Plantikow, Tobias Schmidt (88. Kober)

Quedlinburger SV: Schröder, Weidner, Kliemt, Brenner, Gottowik, Reza Hormozi, Brüser (40. Krull), Frye (72. Bawey), Klauss, Doppel, Wanka

Schiedsrichter: Karsten Fettback (Stendal)
Assistent I: Elfi Schwander
Assistent II: David Hoja

Ergebnis: 1 : 1 (1 : 0)
Zuschauer: 86
Tore: 1 : 0 Menz (3′ – Strafstoß), 1 : 1 Krull (75′)
Verwarnungen: Bergholz – Brenner
Gelb/Rot: keine
Rot: keine


Rückblick in die Historie – 2010 – Rene Kausmann

Er ist stets gut gelaunt, jederzeit optimistisch und letztlich hat er für alle ein offenes Ohr. So oder zumindest so ähnlich lässt sich der Trainer der Landesligakicker der TSG Calbe, René Kausmann, in Kurzform beschreiben.

Dies war für die Abteilungsleitung Grund genug den Mitgliedern die Möglichkeit einzuräumen ihre Fragen rund um den Calbenser Fußball an seine Adresse zu stellen. Die nachfolgenden Fragen wurden dabei zur Beantwortung ausgewählt.

Wie vereinbaren Sie Sport und Alltag? Welche Sportarten verfolgen Sie neben dem Fußball noch?

René Kausmann: Sport gehört für mich mit zum Alltag, insofern stellt sich diese Frage für mich eigentlich gar nicht. Ich verfolge eigentlich ziemlich alles, was ich so mitbekommen kann, sei es Basketball, Formel 1 oder Eishockey. Insbesondere im lokalen Bereich verfolge ich natürlich auch die Entwicklungen der Calbenser Handballabteilung und bin, soweit es die Zeit zulässt, auch bei Spielen in der Hegersporthalle live dabei.

An welches Spiel in ihrer Laufbahn als Trainer oder als Spieler erinnern Sie sich besonders gern zurück?

René Kausmann: Als junger Spieler durfte ich mit der TSG gegen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach spielen, das war verständlicher Weise natürlich ein absolutes Highlight für alle, die dabei sein konnten. Den Pokalfinalsieg des ehemaligen Kreises Schönebeck als Trainer vom FSV Biere werde ich ebenfalls nie wieder vergessen.

Darf sich ein Fußball-Trainer selbst einwechseln?

René Kausmann: Ja, keine Frage.

Wie beurteilen Sie das Vereinsleben bei der TSG Calbe?

René Kausmann: Aus meiner Sicht ist das Vereinsleben hier sehr homogen und harmonisch. Persönlich kann ich mich überhaupt nicht beklagen. Ich bekomme jeder Unterstützung, die man sich denken kann, vom Platzpersonal angefangen, über die jeweiligen Trainerteams, bis hin zur Abteilungsleitung.

Wie schätzen Sie die TSG allgemein und das bestehende Umfeld ein? Was sind aus Ihrer Sicht Vor- aber auch Nachteile im Vergleich zu Ihren ehemaligen Trainerstationen FSV Biere, TV Askania Bernburg und SV Gölzau?

René Kausmann: Das bestehende Vereinsnetzwerk und die höhere Spielklasse sind gegenüber meinen Stationen in Biere und Gölzau sicherlich vorteilhaft, obwohl es in den beiden genannten Vereinen trotzdem sehr erfolgreich gelaufen ist. Bezugnehmend auf den TV Askania Bernburg sprechen natürlich die sportlichen Bedingungen und das umfangreichere Sponsorenumfeld und somit die positiven Auswirkungen auf den Spieleretat für den Verbandsligisten. Ich will hier allerdings betonen, dass jeder Verein innerhalb der bestehenden Möglichkeiten, aus meiner Sicht, immer das Bestmögliche gemacht hat.

Was halten Sie von Frauenfußball?

René Kausmann: Ich finde es schön, dass es diese Möglichkeit in unserem und in anderen Vereinen im Breitensport gibt.

Wie schätzen Sie die Nachwuchsarbeit bei der TSG Calbe ein? Gibt es Ihrerseits Veränderungsvorschläge oder Aspekte, die man überdenken sollte?

René Kausmann: Die Nachwuchsarbeit kann ich derzeit noch nicht einschätzen, dafür bin ich einfach aktuell zu kurz im Verein.

Wie sind Sie auf Maik Hoffmann als Co-Trainer in ihrem Trainerteam gekommen und wie haben Sie ihn zu einem Comeback überreden können?

René Kausmann: (lacht) Ja, das war schon lustig. Maik war ja noch bestehendes Vereinsmitglied und Spieler, er hatte nur pausiert. Im persönlichen Gespräch bei ihm im Garten hatte ich ihm meine Vorstellungen geäußert, er hat spontan zugesagt und ist seitdem auch mit vollem Eifer bei der Sache und mir eine große Unterstützung.

Welche Potentiale sehen Sie in der noch relativ jungen Mannschaft? Sollte mittelfristig zur Weiterentwicklung ein Verbandsliga-Aufstieg angestrebt werden?

René Kausmann: Natürlich sollte man immer versuchen das Beste rauszuholen und gegebenenfalls auch aufzusteigen. Die Frage besteht immer, inwieweit insbesondere die finanzielle Entwicklung des Vereins daran angepasst und eine gewisse Nachhaltigkeit erreicht werden kann. Rein sportlich, liegt bereits sogar schon in dieser Spielzeit ein Aufstieg im Bereich des Möglichen. Daran kann man wohl auch meine Meinung über das bestehende Potential der Mannschaft ablesen.

Welche(n) Spieler aus der Landesliga Nord würden Sie gern bei der TSG Calbe spielen sehen?

René Kausmann: Die Zusammensetzung der Mannschaft passt mir ganz gut und somit habe ich mich mit dieser Problematik nicht beschäftigt. Deshalb kann ich aus dem Stehgreif keinen Spieler nennen.

Welche Mannschaft ist nach den bisherigen Spieltagen Ihr Staffelfavorit? Welchen Platz sollte dann am Saisonende Ihre Mannschaft einnehmen?

René Kausmann: Für mich gibt es keinen klaren Staffelfavoriten, zum jetzigen Stand der Saison ist noch alles offen. Unter den ersten Sechs sollten wir am Ende abschließen.

Welcher Spieler hat Ihrer Meinung nach den größten Sprung gemacht, seitdem Sie Trainer bei der TSG Calbe sind?

René Kausmann:
Mit dem endgültigen Durchbruch in den festen Landesliga-Kader hat sich sicherlich Alexander Voigt sehr gut weiterentwickelt. Auch Nachwuchstalent Patrick Daniel konnte zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison bereits zwei Landesligaspiele über die volle Distanz bestreiten. Natürlich ist bei beiden die Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen.

Noch einen letzten Satz zum anstehenden Pokalfinalviertelfinalspiel gegen den SV Dessau 05.

René Kausmann: Unser klares Ziel ist natürlich das Erreichen des Halbfinales im Krombacher Landespokal.