Rückblick in die Historie – 1992 – Kreispokalsieg

20. May 2020

Das Jahr 1992 wurde für die zweite Mannschaft der TSG Calbe zu einem ganz besonderen. Der bislang letzte Kreispokalsieg im Herrenbereich bei der TSG Calbe fuhr nämlich die Mannschaft um Trainer Werner Hoppe ein.

Doch der Erfolg passierte nicht auf der heimischen Anlage am Heger, sondern auf dem Platz des SV Wacker Felgeleben. Im Finale trafen die Saalestädter auf den SV Eintracht Plötzky und verspielten fast eine 3:0-Führung. Doch soweit kam es dann doch nicht, sodass es am Ende beim knappen 3:2-Erfolg blieb. Mit Sven Neumann hatten die Calbenser den entscheidenden Faktor in ihren Reihen. Zwei Treffer steuerte der Spieler der TSG zum Pokalerfolg bei.

Das Glück war den Calbensern auch während des Spiels hold. Denn nach zehn Minuten bekam die Eintracht einen Elfmeter zugesprochen, der jedoch kläglich verschossen wurde. Somit verlief die erste Hälfte ohne Treffer, obwohl sich die Mannschaften Chancen erarbeiteten.

Durchgang zwei begann die TSG-Reserve besser, zeigte sich in allen Belangen verbessert und durfte dann auch jubeln, obwohl kein Calbenser den Ball über die Linie drückte. Einer der zahlreichen Angriffe konnte die Abwehr des Gegners abwehren. Doch ein folgenschwerer Fehler eines Abwehrmannes sorgte für die Führung. Der Plötzkyer überlupfte seinen eigenen Keeper, der aus seinem Kasten geeilt kam.

Der Bann war somit gebrochen. Es folgte der große Auftritt von Neumann, der innerhalb weniger Minuten das Ergebnis auf 3:0 schraubte. Doch Plötzky war keinesfalls geschlagen und so entwickelte sich ein wahrer Pokalkracher. Denn die letzte Viertelstunde der Partie dominierte die Eintracht deutlich und verkürzte den Spielstand auf 2:3. Doch die Aufholjagd blieb unbelohnt und die TSG Calbe II heimste den Pokalerfolg ein.

Im Anschluss war die Freude bei den Saalestädtern groß und die Pokalübergabe wurde zelebriert. Freudestrahlend wurde der Rückweg in die Saalestadt unternommen, wo die Feierlichkeiten anhielten. Auch 28 Jahre später zählt der Erfolg zu den größten der Mannschaft. Und bleibt vorerst auch weiterhin einzigartig.

Quelle: Volksstimme Schönebeck vom 20. Mai 2020


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