Rückblick in die Historie – 2009/2010 – Landesligasaison

Abschlusstabelle der Saison 2009/2010 in der Landesliga Nord.

Abschlusstabelle der Saison 2009/2010 in der Landesliga Nord.

  1. Spieltag – 01.08.2009: TSG Calbe – Schönebecker SV 2:2
  2. Spieltag – 08.08.2009: VfB Ottersleben – TSG Calbe 1:3
  3. Spieltag – 15.08.2009: TSG Calbe – Eintracht Salzwedel 0:0
  4. Spieltag – 22.08.2009: VfB Germania Halberstadt – TSG Calbe 4:0
  5. Spieltag – 29.08.2009: TSG Calbe – SG Blau-Weiß Gerwisch 2:1
  6. Spieltag – 12.09.2009: 1. FSV Nienburg – TSG Calbe 2:1
  7. Spieltag – 19.09.2009: TSG Calbe – SG Handwerk Magdeburg 1:3
  8. Spieltag – 25.09.2009: Schönebecker SC – TSG Calbe 4:1
  9. Spieltag – 03.10.2009: TSG Calbe – SV Stahl Thale 0:3
  10. Spieltag – 17.10.2009: SV 09 Staßfurt – TSG Calbe 3:1
  11. Spieltag – 24.10.2009: TSG Calbe – TuS Schwarz-Weiß Bismark 2:1
  12. Spieltag – 31.10.2009: Eintracht Mechau – TSG Calbe 4:1
  13. Spieltag – 07.11.2009: TSG Calbe – SSV 08 Gardelegen 2:0
  14. Spieltag – 21.11.2009: FSV Barleben – TSG Calbe 1:3
  15. Spieltag – 28.11.2009: MSV Börde Magdeburg – TSG Calbe 2:0
  16. Spieltag – 05.12.2009: TSG Calbe – Blankenburger FV 0:0
  17. Spieltag – 20.03.2010: SG Handwerk Magdeburg – TSG Calbe 1:1
  18. Spieltag – 28.03.2010: TSG Calbe – Schönebecker SC 1:1
  19. Spieltag – 03.04.2010: SV Stahl Thale – TSG Calbe 2:0
  20. Spieltag – 05.04.2010: Quedlinburger SV – TSG Calbe 1:2
  21. Spieltag – 10.04.2010: TSG Calbe – SV 09 Staßfurt 1:3
  22. Spieltag – 17.04.2010: TuS Schwarz-Weiß Bismark – TSG Calbe 4:0
  23. Spieltag – 24.04.2010: TSG Calbe – Eintracht Mechau 1:4
  24. Spieltag – 01.05.2010: TSG Calbe – VfB Ottersleben 1:1
  25. Spieltag – 05.05.2010: TSG Calbe – 1. FSV Nieburg 2:0
  26. Spieltag – 08.05.2010: SSV 80 Gardeleben – TSG Calbe 0:3
  27. Spieltag – 13.05.2010: SV Eintracht Salzwedel – TSG Calbe 1:1
  28. Spieltag – 15.05.2010: TSG Calbe – VfB Germania Halberstadt 1:0
  29. Spieltag – 22.05.2010: TSG Calbe – FSV Barleben 1:4
  30. Spieltag – 24.05.2010: SG Blau-Weiß Gerwisch – TSG Calbe 2:1
  31. Spieltag – 29.05.2010: TSG Calbe – MSV Börde Magdeburg 3:2
  32. Spieltag – 02.06.2010: Schönebecker SV – TSG Calbe 0:0
  33. Spieltag – 05.06.2010: Blankenburger FV – TSG Calbe 1:2
  34. Spieltag – 12.06.2010: TSG Calbe – Quedlinburger SV 1:1
Volksstimme-Schlagzeile zum Saisonstart.

Volksstimme-Schlagzeile zum Saisonstart.

Volksstimme-Artikel zum Saisonstart (Teil 1).

Volksstimme-Artikel zum Saisonstart (Teil 1).

Volksstimme-Artikel zum Saisonstart (Teil 2).

Volksstimme-Artikel zum Saisonstart (Teil 2).

Volksstimme-Artikel zum Saisonstart (Teil 3).

Volksstimme-Artikel zum Saisonstart (Teil 3).

Spielbericht vom 1. Spieltag: “TSG trennt sich vom SSV mit 2:2”

“Wir haben zwei Punkte verschenkt”

Die Zeit der Vorbereitung ist vorbei. Die Landesliga-Fußballer der TSG Calbe und des Schönebecker SV starteten am Sonnabendnachmittag in die neue Spielzeit. Das Derby vor 320 Zuschauern bestach über weite Strecken durch Rasse sowie Klasse, fand aber am Ende keinen Sieger. Calbe und Schönebeck trennten sich 2 : 2 ( 2 : 2 ) -unentschieden.

Von einem gerechten Unentschieden wollten Peter Sauerbier, Trainer des Schönebecker SV, und sein Gegenüber Detlef Drachenberg nach der Partie nichts wissen. Beide waren unzufrieden und der Meinung : ” Wir haben zwei Punkte verschenkt ” – vorrangig die Saalestädter in der ersten und die Elbestädter in der zweiten Hälfte.

Bei hochsommerlichen Temperaturen begann die Partie mehr als vielversprechend. ” Wir haben sehr gut angefangen und dann zwei dumme Gegentore kassiert “, so Sauerbier. Die Anfangsminuten gehörten den Platzherren. Keven Harms bediente Benny Blöhm, dessen Schuss wehrte SSV-Keeper Thomas Schulze ab. Dann waren die Gäste am Drücker. Shimon Wolff passte mustergültig auf Thomas Hellige, der zur 1 : 0-F ührung traf ( 5. ). Keine Minute später zappelte der Ball erneut im Netz von TSG-Keeper Christian Harant. Fast alle sahen Shimon Wolff als Schützen, doch Blöhm versenkte das runde Leder mit dem Kopf im eigenen Kasten und ließ die Gäste jubeln ( 6. ). Da war selbst Harant überrascht, der den Ball nicht mehr zu fassen bekam. ” Die zwei schnellen Gegentore haben uns aus dem Ruder gebracht “, so Drachenberg. Doch seine Mannschaft gab sich nicht auf und kämpfte sich zurück in Spiel. Fast im Gegenzug wurde Sascha Bergholz

S. Bergholz auf dem Weg zum 1 : 2 Anschlusstreffer

S. Bergholz auf dem Weg zum 1 : 2 Anschlusstreffer für die TSG

auf der rechten Seite freigespielt und ließ sich diese gute Chance nicht entgehen ( 9. ). Mit dem Anschluss keimte bei der Elf von Drachenberg wieder Hoffnung auf. Anschließend rollte die Angriffswelle nur noch auf ein Tor, auf das des Gastes. Nicht aus dem Spiel heraus, sondern vom Elfmeter-Punkt traf Mannschaftskapitän Alexander Menz sicher zum 2 : 2 ( 26. ), den zuvor Keeper Schulze im Strafraum von den Beinen geholt hatte. Danach dominierten die Platzherren weiter das Geschehen. Bis zur Halbzeit passierte aber nichts mehr.

Die Zweite begann so, wie die erste Hälfte geendet hatte. Eine Riesenmöglichkeit zur 3 : 2-F ührung für den Gastgeber besaß Thomas Wolff. Allerdings scheiterte er nicht an Schulze, sondern an der Querlatte ( 53. ). ” Dieser Kopfball hätte das Spiel mit entscheiden können “, war sich Drachenberg sicher. Auch der SSV bekam die Möglichkeit zur Führung mittels eines Strafstoßes. Ein TSGFoulspiel nah an der Strafraumgrenze sorgte für erhitzte Gemüter bei den Hausherren, als Referee Peter Deliargyris auf den Elfmeter-Punkt zeigte. Andreas Günther übernahm die Verantwortung und scheiterte an Harant, der den richtigen Riecher bewies und sein Team weiter auf Punktekurs hielt ( 69. ). Die leichte optische Überlegenheit der Hausherren wurde mit einem großen kämpferischen Aufwand durch das Sauerbier-Team kompensiert. Chancen wurden auf beiden Seiten erarbeitet. Schulze zeigte sich hier aber ebenso auf der Höhe wie sein Gegenüber Harant. Letztlich blieb es bei einer Punkteteilung. ” Klare Feldvorteile “, hatte Drachenberg gesehen, aber ” die letzte Kraft fehlte, um sie konsequent auszuspielen ”

TSG Calbe: Harant – Müller, Harms, Blöhm, Houpeline, Neumeister, Bergholz ( 77. Strobach ), Schmidt, Menz, Plantikow, Wolff

SSV: Schulze – Günther, Bernau, Wagner, Dudzaik, Jörß, Rhode, Schubert ( 70. Fiedler ), Bruchmüller ( 86. Herrmann ), Hellige ( 77. Marschke ), Wolff

Quelle: Volksstimme Schönebeck von Sandra Arm

PROGRAMMHEFT zum SPIEL

 

Spielbericht vom 2. Spieltag: “Verdienter Erfolg beim VfB Ottersleben”

Im ersten Auswärtsspiel der Saison konnte die Drachenberg-Elf einen jederzeit verdienten 1 : 3 Erfolg beim VfB Ottersleben einfahren.

Trainer Detlef Drachenberg begann mit einer defensiveren Anfangsformation gegenüber der Vorwoche und dies zahlte sich insbesondere in der 1. Halbzeit aus. Die Gastgeber bissen sich an der sattelfesten Abwehr die Zähne aus und kamen nur sehr selten gefährlich vor das Calbenser Tor.

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Für eine größere Ansicht bitte Klicken!

Die TSG erarbeitete sich dagegen einige gute Tormöglichkeiten, aber im Abschluss fehlte die notwendige Präzision. So wechselte man ohne Tore die Seiten. In der 2. Halbzeit sahen die Zuschauer eine kurzweilige Begegnung, denn beide Teams spielten plötzlich einen herzerfrischenden Angriffsfußball. Einen scharf getretenen Ball in den Otterslebener Strafraum konnte der Torwart nur prallen lassen. Sebastian Strobach schaltete am schnellsten und vollendete zum 0 : 1 ( 50.’ ). Bereits 8 Minuten später konnten die Gastgeber zum 1 : 1 ausgleichen. Davon ließ sich das Team um Kapitän A. Menz nicht beeindrucken und spielte weiterhin offensiv. Nach einer vergebenen Chance der Gastgeber konnte unser Kapitän nach einem super Zuspiel von S. Bergholz, direkt im Gegenzug, die erneute Führung erzielen ( 64′ ). Zwei weitere sehr gute Tormöglichkeiten in der Folgezeit vergaben die Hausherren erneut. Besser machte es dagegen T. Schmidt für unsere Farben. Einen zu kurz abgewehrten Ball der Ottersleber versenkte er direkt und unhaltbar aus 11 Metern im Dreiangel ( 83.’ ) zum 1 : 3 Endstand für die TSG.

VfB Ottersleben: Mewes – Kieler, Rusche, Schönberg, M. Feldheim, Jakuszeit, Walther, Dieterichs, O. Feldheim, Meyer, Kühne

TSG Calbe: Harant – Müller, Blöhm, Ulrich, Harms, Bergholz, Strobach, Neumeister, Wolff, Menz, Schmidt

 

Spielbericht vom 3. Spieltag: “Leistungsgerechtes Remis im Hegerstadion”

Im Heger-Stadion empfingen die Landesliga-Fußballer der TSG Calbe am Sonnabend den SV Eintracht Salzwedel zum Punktspiel. Tore bekamen die 118 Zuschauer nicht zu sehen. Dafür viele hochkarätige Chancen – auf beiden Seiten.

Es könnte so einfach sein, ist es für die TSG aber nicht : Das alte Problem ist auch das neue – die Chancenverwertung. Bei hochsommerlichen Temperaturen waren die Platzherren von der ersten Minute an bemüht, das Geschehen zu bestimmen und die Altmärker unter Druck zu setzen.

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T. Schmidt (links) versuchte alles um ein Tor für seine Farben zu erzielen, was leider nicht gelang (Größer Ansicht: Bitte auf das Foto klicken!)

” Es lief einfach nicht, und wir sind nicht ins Rollen gekommen “, resümierte Drachenberg, Trainer der TSG Calbe. Kompakt in der Abwehr standen die Gäste, die Kapitän Alexander Menz nicht in die Partie kommen ließen. Zwei Gegenspieler waren immer sofort zur Stelle. Dafür kam Tobias Plantikow unbedrängt zum Torschuss. Der Pfosten verhinderte die Führung. Sascha Bergholz tat es ihm gleich, als der Ball über seinen Span rutschte und er somit eine weitere gute Chance ausließ. Auch der SV ließ aufhorchen und kam dem Torerfolg sehr nahe, doch Christian Harant im Gehäuse der TSG wusste dies zu verhindern. Torlos ging es in die Pause. ” Im Abwehrverbund wurde gute Arbeit geleistet und auch das Mittelfeld, trotz des Ausfalls von Denis Neumeister, war immer anspielbar “, so der TSG Coach.

Im zweiten Durchgang setzte sich der gute Eindruck des Trainers fort, und ihn hielt es nicht mehr auf der Bank. Er gestikulierte, animierte und motivierte seine Elf. ” Ich wollte der Mannschaft von außen helfen “, sagte er. Doch das Glück war seiner Mannschaft einfach nicht hold. Mitte der zweiten Hälfte nahm Plantikow nach einer Ecke den Ball direkt und vergab in aussichtsreicher Position. In der letzten Viertelstunde wurde es hektisch auf dem Platz. Drachenberg stellte auf drei Stürmer um. Menz, Alexander Voigt und Tobias Schmidt, der vom Mittelfeld in die Spitze rückte, sollten für mehr Gefahr vor dem gegnerischen Kasten sorgen. Noch mehr dachte er kurzzeitig darüber nach, ” die Viererkette aufzulösen “. Es blieb beim Gedanken. Es half nichts. Die Partie blieb torlos.

” Ich kann mit einem 0 : 0 leben, aber wir hätten uns über einen Heimsieg gefreut. Wir werden nicht aufgeben und daran feilen, auch an der Chancenverwertung “, so Drachenberg nach der Begegnung. Sein Gegenüber Siegmar Pätzold, der erst seit Juli Trainer beim SV ist, war mit dem Punktgewinn ” hochzufrieden, vor allem bei den Witterungsbedingungen “. Er sprach abschließend von einem ” gerechten Unentschieden, obwohl Calbe einige Hochkräter ausließ. Ich kann auswärts mit einem Punkt leben “.

Spieltag-Statistik

TSG Calbe: Ch. Harant, Ph. Müller, K. Harms, St. Ulrich, B. Blöhm, S. Strobach, T. Schmidt ( 90.-Ch. Kober ), S. Bergholz ( 80.-A. Voigt ), A. Menz, T. Plantikow ( 74.-T. Houpeline ), Th. Wolff

SV Eintracht Salzwedel:M. Piotrowski, G. Roth ( 63.-M. Paulini ), M. Trostmann, K. Gebert, N. Weiß ( 72.-M. Falkenhagen ), D. Eichler, N. Schulz, St. Schmidt, M. Wiese, M. Schulz, St. Benecke

Schiedsrichter: Falk Warnecke (Magdeburg)
Assistent I: Marco Schramm
Assistent II:
Johannes Schipke

Zuschauer: 118
Tore:
Fehlanzeige
Verwarnungen: S. Bergholz ( 78.’ ), Ph. Müller ( 83.’ ) – N. Schulz ( 54.’ ), M. Falkenhagen ( 84.’ )
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 4. Spieltag: “Germania einfach aggressiver”

Eigentlich begann es am Sonnabend gar nicht so schlecht für die Fußballer der TSG Calbe. In der ersten Viertelstunde der Landesliga-Partie beim VfB Germania Halberstadt II war das Team von Trainer Detlef Drachenberg agiler und erarbeitete sich einige Chancen ( 2 ., 4. ). Doch der Offensivdrang ebbte immer mehr ab, die Hausherren fanden in die Partie. Am Ende gab es eine 0 : 4 ( 0 : 1 ) -Niederlage für die TSG.

Alexander Menz (links) von der TSG Calbe im Laufduell mit Christopher Kessler vom VfB Germania Halberstadt II. Foto: Thomas Wartmann

A. Menz (links) von der TSG Calbe im Lauf- duell mit Ch. Kessler vom VfB Germ. Halberstadt II. Foto: Thomas Wartmann

“Sie ist ein paar Tore zu hoch ausgefallen”, schätzte Drachenberg ein. ” Verdient ist sie trotzdem. ” Seiner Mannschaft fehlte nach den ersten 15 Minuten vor allem die nötige Aggressivität in den Zweikämpfen. Calbe mühte sich zwar, hatte aber kaum etwas dagegenzusetzen.

Halberstadt stellte sich immer besser auf die Gäste ein. ” Ihre schnellen Spieler im Mittelfeld haben uns sehr beschäftigt “, erklärte der TSG-Coach. So musste seine Offensive viel aushelfen und hatte kaum Zeit, selbst einmal den Weg nach vorn anzutreten. Zudem stand die VfB-Abwehr sicher. Kurz vor der Pause belohnten sich die Gastgeber für ihre spielerische Überlegenheit und erzielten durch Friedrich Reitzig die 1 : 0-Führung ( 42. ).

Nach dem Wechsel drängte Calbe auf den Ausgleich, tat sich aber im Abschluss schwer. Anders die Hausherren. Erneut überstand der VfB die 15-minütige Drangphase der Calbenser. Dann schlug das Team zu. Oliver Grimm, wie Reitzig auch des Öfteren im Kader der Ersten ( Oberliga ) zu finden, erzielte das 2 : 0 ( 63. ). Michael Kranz ( 76. ) und erneut Reitzig ( 80. ) erhöhten für ihre Farben auf 4 : 0.

” Der Rückstand kurz vor der Pause war unglücklich “, schätzte Drachenberg ein. ” Halberstadt war uns aber überlegen und hat verdient gewonnen. Der VfB war einfach aggressiver. ”

Spieltag-Statistik

TSG Calbe: Ch. Harant, Ph. Müller, K. Harms, St. Ulrich, B. Blöhm, S. Strobach, T. Schmidt ( 68.-T. Houpeline) , Bergholz ( 83.-St. Lenhardt ), A. Menz, T. Plantikow, Th. Wolff ( 75.-S. Zapke )

VfB Germania Halberstadt II: D. Löffke, C. Amtage ( 83.-M. Fricke ), R. Möller, St. Hlady, M. Schwarzenberg, P. Schrader, Ch. Kessler, F. Reitzig, M. Krüger ( 70.-A. Rust ), O. Grimm ( 75.-M. Kranz ), G. Lorenz

Schiedsrichter: Frank-Detlef Stietzel ( Magdeburg )
Assistent I: Peter Deliargyris ( Magdeburg )
Assistent II: Christian Naujoks ( Magdeburg )

Ergebnis: 4 : 0 ( 1 : 0 )
Zuschauer:
40
Tore: F. Reitzig ( 42. ), O. Grimm ( 63. ), M, Kranz ( 76. ), F. Reitzig ( 80. )
Verwarnungen: M. Schwarzenberg ( 50. Minute ) – St. Ulrich ( 89. Minute )
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 5. Spieltag: “Erster Dreier auf dem eigenen Platz”

Gedanken um seinen Posten als Trainer muss sich Detlef Drachenberg nun nicht machen. „Wir haben nach seinen taktischen Anweisungen gehandelt.“ Das betonte Peter Körner nach der Partie, obwohl Scherze über eine Ablösung nach dem Spiel in der Kabine die Runde machten. Drachenberg befindet sich im Urlaub, weshalb Betreuer Körner an der Seite übernahm. Mit seiner TSG Calbe holte er in der Fußball-Landesliga durch das 2:1 (1:0) über Blau-Weiß Gerwisch den ersten Dreier auf heimischem Geläuf.

Die TSG präsentierte sich von Beginn an hellwach. „Wir haben gut den Ball laufen lassen“, beschrieb Körner.

Toni Houpline (l.) und die TSG Calbe behielten in den Zweikämpfen meist die Oberhand. Foto: Frank Nahrstedt

Toni Houpline (l.) und die TSG Calbe behielten in den Zweikämpfen meist die Oberhand. Foto: Frank NahrstedtCalbe beherrschte das Mittelfeld, so kam Gerwisch kaum zum Zuge. „Das haben wir in Halberstadt zuletzt vermissen lassen“, erklärte der Interims-Coach. Stark präsentierte sich Alexander Voigt auf der linken Seite. Er spielte in der 18. Minute den Pass auf Alexander Menz, der zum 1:0 ins lange Eck einschob. In der Folge blieb Calbe am Drücker, ruhte sich auf seinem Vorsprung nicht aus. Bis zur Pause verpasste es das Team aber, die Überlegenheit in Treffer umzumünzen.

Nach dem Wechsel blieb die TSG spielbestimmend und ging in der 49. Minute durch ein Eigentor von Jens Schacker mit 2:0 in Führung. Diese brachte Calbe zwar die nötige Sicherheit, doch die Möglichkeiten blieben weiter ungenutzt. Menz musste das 3:0 machen, scheiterte aber am Keeper und hatte kurze Zeit später Pech mit einem Schuss an den Pfosten aus etwa 25 Metern. Auch Sascha Bergholz fand an Gerwischs Keeper Sascha Krüger keinen Weg vorbei. Auf der Gegenseite traf Thomas Tietz mit einem Freistoß, bei dem sich Keeper Christian Harant verschätzt hatte, zum 2:1 (86.). In der Folge musste Calbe noch zweimal zittern, bis der erste Erfolg auf eigenem Platz in trockenen Tüchern war.

„Wie im Spiel gegen Ottersleben hat die Zuordnung gestimmt“, freute sich Körner. Zudem „waren wir in den Zweikämpfen einfach aggressiver“. Am Sonntag steht nun das Pokalspiel gegen den Verbandsliga-Aufsteiger Oscherslebener SC auf dem Programm. An der Linie sitzten dann wieder Detlef Drachenberg und Peter Körner gemeinsam.

Spieltag-Statistik

TSG Calbe: Ch. Harant, Ph. Müller, A. Voigt, St. Ulrich, B. Blöhm, S. Strobach, T. Schmidt ( 80. S. Bergholz ) , D. Neumeister, A. Menz ( 89. M. Kürschner ), T. Houpeline, Th. Wolff

SG Blau-Weiß Gerwisch: S. Krüger, D. Schäfer (46. M. Hoppe), M. Gädke, St. Tangermann, Th. Sauer, F. Zimmer, M. Herms (40. J. Schacker), Th. Tietz, Ph. Baumgartl, T. Raugust, A. Schacker

Schiedsrichter: Bernd Gebser ( Bad Schmiedeberg )
Assistent I: Karsten Fettback
Assistent II: Marvin Oberdörfer

Ergebnis: 2 : 1 ( 1 : 0 )
Zuschauer: 119
Tore: 1 : 0A. Menz ( 18. ), 2 : 0 J. Schacker ( 49.-Eigentor ), 2 : 1 Th. Tietz ( 86. )
Verwarnungen: A. Menz ( 88. ) – Th. Tietz ( 79. )
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 6. Spieltag: “TSG verliert Derby in Nienburg”

Im heutigen Kreisderby beim Ortsnachbarn Nienburg unterlag die Drachenberg-Elf dem heimischen FSV mit 2 : 1 ( 2 : 1 ).

In einem schwachen Landesligaspiel begann die TSG wie die Feuerwehr und erarbeitete zwei gute Tormöglichkeiten in den ersten fünf Minuten, die wieder vergeben wurden. Danach setzten die Hausherren einige Achtungszeichen und kamen ihrerseits zu guten Möglichkeiten.

Ch. Harant (liegend) verletzte sich schwer und musste ausgewechselt werden

Eine konnte von Torwart Ch. Harant weit vor seinem Tor, in letzter Sekunde, geklärt werden. Hierbei zog er sich eine Oberschenkelverletzung zu und musste durch B. Richter ( 6. ) ersetzt werden. In der 12. Spielminute bekam Nienburg einen berechtigten Freistoß, nach einem Foul von St. Ulrich, an der Strafraumgrenze. Dieser wurde von T. Donath unter Mithilfe der Mauer direkt verwandelt. Danach setzten die Gastgeber nach und setzten die TSG-Abwehr unter Druck. In der 27. Minute konnte B. Blöhm einen Angriff der Nienburger unterbinden und erkämpfte sich das Leder. Zur Verwunderung der Beteiligten entschied die Unparteiische N. Remus (Hecklingen) auf Freistoß für Nienburg. Dieses Geschenk nahm die Mannschaft von Trainer T. Brinkmann dankend an. Den scharf auf das Tor getretenen Ball konnte B. Richter im Calbenser Tor nicht festhalten und ließ ihn prallen. S. Trensinger schaltete am schnellsten und verwandelte aus Nahdistanz (27.). Danach steigerte sich die TSG-Elf und erspielte sich weitere Chancen. Nach einem schönen langen Pass von S. Bergholz auf Kapitän A. Menz, konnte dieser den 1 : 2 Anschlußtreffer erzielen (40.).

Nach der Halbzeit spielte die TSG weiter nach vorne und wollte unbedingt den Ausgleich erzwingen. Viel sprang dabei aber nicht heraus, da oftmals durch die Mitte gespielt wurde und die Nienburger Abwehr so ein leichtes Spiel hatte. Die Nienburger verlegten sich nun aufs Kontern und kamen mehrmals gefährlich vor den TSG-Kasten, konnten aber die Möglichkeiten auch nicht nutzen. In der 78. Minute rückte wieder die überforderte Schiedsrichterin N. Remus in den Mittelpunkt des Geschehens. Nach einem dynamischen Zweikampf um den Ball entschied Sie auf Freistoß für den FSV und stellte zudem noch TSG-Verteidiger St. Ulrich mit Gelb/Rot vom Platz. Dies war nicht die einzige Entscheidung die bei den Calbenser Spielern und Fans Unverständnis hervor rief. Danach verwaltete der FSV das Ergebnis und so lief der Mannschaft um Kapitän A. Menz die Zeit davon. In den Schlußminuten hatte die TSG noch einmal zwei Möglichkeiten den Ausgleich zu erzielen, aber es gelang nicht.

Nach dem Spiel haderten die TSG-Spieler wieder einmal mit der Chancenverwertung und diesmal auch mit der überforderten Schiedsrichterin N. Remus, die mit vielen fragwürdigen Entscheidungen glänzte. TSG Manager M. Scheibel wollte sich auf Nachfrage der Online Redaktion nicht zur Leistung des Schiedsrichter-Teams äußern. Nun gilt es das Spiel zu analysieren und auszuwerten, um am kommenden Wochenende gegen die SG Handwerk Magdeburg wieder erfolgreich zu spielen.

Spieltag-Statistik

TSG Calbe: Harant ( 6. Richter ) – Müller, Harms, Ulrich, Blöhm, Neumeister, Strobach ( 77. Houpeline ), Bergholz, Menz, Plantikow ( 54. Schmidt ), Wolff

FSV Nienburg: Zellmer – Brösel, Burchardt, Wittchen, Müller ( 68. Beck ), Martens, Pohl, Donath ( 86. Weilbeer ), Trensinger ( 90. Thiele ), Schulze, Pülicher

Schiedsrichterin: Nicole Remus ( Hecklingen )
Assistent I: Christoph Lampe
Assistent II: Frank Schinke

Ergebnis: 2 : 1 ( 2 : 1 )
Zuschauer: 149
Tore: 1 : 0Donath ( 12. ), 2 : 0 Trensinger ( 27. ), 2 : 1 Menz ( 40. )
Verwarnungen: Martens ( 55. ), Pohl ( 66. ) – Wolff ( 18. ), Ulrich ( 59. ), Neumeister ( 62. )
Gelb/Rot:
Ulrich ( 78. )
Rot: keine

 

Spielbericht vom 7. Spieltag: “Benjamin Richter hält durch”

TSG Calbe – SG Handwerk Magdeburg 1:3 (0:1)

In der 37. Minute stockte den Zuschauern der Begegnung zwischen der TSG Calbe und der SG Handwerk Magdeburg in der Fußball-Landesliga der Atem. Nicht nur, dass es 1:0 für die Gäste aus Magdeburg stand, sondern weil TSG-Keeper Benjamin Richter rückwärts zum Tor gelaufen war, um den Ball noch über den Kasten zu lenken. Dabei knallte er mit dem Hinterkopf an den Pfosten und brach in sich zusammen. Zwei Minuten später richtete er sich langsam wieder auf und spielte bis zum Abpfiff weiter. Am Ende stand für die TSG eine 1:3 (0:1)-Niederlage zu Buche.

Die richtigen Worte nach diesem Spiel zu finden, fiel TSG-Trainer Detlef Drachenberg schwer. Die Enttäuschung stand nicht nur den Spielern, sondern auch ihm ins Gesicht geschrieben. „Die komplette Mannschaft enttäuschte. Ich muss erst einmal eine Nacht darüber schlafen“, gab er zu verstehen. Ratlose Blicke wohin man schaute. Keiner konnte so recht glauben, was sich einige Minuten vorher auf dem Platz abgespielt hatte.

Auf der anderen Seite grenzenloser Jubel und ausgelassene Freude über den Sieg. Über den hätten sich auch die Schützlinge von Drachenberg gefreut, denn vor der Partie herrschte noch „viel Zuversicht“, den zweiten Heimerfolg einzufahren. Doch das Glück war den Saalestädtern am Sonnabend nicht hold. Der Aufsteiger aus der Landeshauptstadt agierte mit einer Dreier-Abwehrkette, davor mit fünf Leuten im Mittelfeld und zwei Stürmern. „Das ist unser Steckenpferd und mit dieser Ausrichtung sind wir nicht klar gekommen“, brachte es Drachenberg auf den Punkt. In der zweiten Hälfte formierte er seine Mannschaft um.
Die Anfangsviertelstunde gehörte noch dem Gastgeber. Die TSG-Elf erarbeitete sich gute Möglichkeiten zum Torerfolg zu kommen. Doch es fehlte an der nötigen Präzision. Die Magdeburger kamen in der ersten Hälfte dreimal gefährlich vor das Gehäuse von Richter. Beim ersten Mal rettete Toni Houpeline im Strafraum (15.), das zweite Mal der Pfosten (23.) und acht Minuten vor dem Halbzeitpfiff war es Norman Rindorf, der doch die 1:0-Führung für die Gäste markierte. Im gleichen Moment sackte Richter im Tor zusammen. Auf der Trainerbank wurden Erinnerungen vom vorletzten Spieltag wach, als Keeper Christian Harant verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Die Diagnose lautete Muskelfaserriss und mindestens vier Wochen Pause. „Innerlich gezittert“ hat Drachenberg, der zu seinem Schützling eilte und sich über den Gesundheitszustand informierte, ob nicht irgendwas gebrochen war. Zudem klagte Richter über Rückenschmerzen. Der 20-Jährige biss auf die Zähne und spielte mit einer leichten Gehirnerschütterung und einer Rückenprellung weiter. Mit einer knappen Führung für die Gäste ging es in die Kabinen.

Vier Minuten nach dem Wiederanpfiff zappelte der Ball erneut im Kasten der TSG. Einen Fehler in der Vorwärtsbewegung nutzten die Gäste zu einem gefährlichen Konter und zum erfolgreichen Torabschluss durch Denny Piele. „Dieses war für uns der Genickbruch“, so der TSG-Coach. Er reagierte und stellte sein Team um. Neben der einzigen Sturmspitze Alexander Menz rückten Tobias Schmidt, Tobias Plantikow und Thomas Wolff auf. Die Torchancen summierten sich. In der 66.Minute war es Mannschaftskapitän Menz, der auf 1:2 verkürzte. Für die Saalestädter war wieder alles drin, ein Unentschieden oder vielleicht noch mehr herauszuholen. Doch das Gegenteil war der Fall. Kurz vor dem Schlusspfiff fiel das 3:1 für die Gäste durch René Hein. „Durchaus zufrieden mit dem Spiel und dem Ergebnis“ zeigte sich SG-Trainer Tobias Ellrott.

Spieltag-Statistik

TSG Calbe: Richter – Müller, Harms, Blöhm, Neumeister, Strobach ( 52. Wolff ), Houpeline, Bergholz, Menz, Plantikow, Schmidt

FSV Nienburg: Becker, Lindner, Sohmann, Engelmann ( 79. Kryk ), Petersdorf, Rindorf ( 68. Bauer ), Kaschlaw, Bele, Hein, Hauer, Piele ( 90. Gatnatz )

Schiedsrichterin: Michael Damke ( Gardelegen )
Assistent I: Danny Giggel
Assistent II: Felix Bismark

Ergebnis: 1 : 3 ( 0 : 1 )
Zuschauer: 101
Tore: 0 : 1 Rindorf ( 37. ), 0 : 2 Piele ( 49. ), 1 : 2 Menz ( 66. ), 1 : 3 Hein ( 89. )
Verwarnungen: Menz ( 53. ), Bergholz ( 90. ), Plantikow ( 90. ) – Rindorf ( 67. ), Hauer ( 68. ), Engelmann (  80. ), Hein ( 89. ), Lindner ( 90. ), Riemann ( 90. )
Gelb/Rot: keine
Rot:
keine

 

Spielbericht vom 8. Spieltag: “Derby war eine Halbzeit ausgeglichen”

Schönebecker SC – TSG Calbe 4 : 1 ( 1 : 1 )

Große Freude herrschte gestern Abend beim Fußball-Landesligisten Schönebecker SC, der nach dem 4 : 1 ( 1 : 1 ) -Derbysieg über die TSG Calbe die Tabellenführung – zumindest bis heute Abend – übernommen hat. Enttäuschte Blicke gab es hingegen auf Seiten der TSG. Das Team hat den Sprung ins Mittelfeld verpasst und steckt weiter im Kampf um den Klassenerhalt.

” Wir hatten uns vorgenommen, Spitzenreiter und Derbysieger zu werden “, erklärte Kapitän Stephan Schulz die Entschlossenheit seines Teams. Calbe agierte ” aus einer leicht defensiven Stellung heraus “, sagte Trainer Detlef Drachenberg. Seine Elf suchte den Erfolg über die Konter. Das Konzept ging mehrfach auf. Entweder enteilte der schnelle Tobias Plantikow der Viererkette des SSC, die vor allem in der ersten Halbzeit nicht souverän wirkte, oder Alexander Menz behauptete den Ball und konnte in Ruhe nach Anspielstationen suchen. Plantikow und Denis Neumeister verpassten es aber, den besser postierten Mitspieler zu finden, die Chancen verstrichen ungenutzt.

Schönebeck hingegen strahlte vor allem dann Gefahr aus, wenn es über die Flügel kam. ” Wir wussten, dass es die Schwachstelle bei Calbe ist “, sagte Schulz. ” Wir haben das im Training verstärkt geübt. ” Die letzte Konsequenz ließ das Team aber, wie in der Abwehr, zunächst vermissen. Über die rechte Seite sorgten Schulz und Christoph Irmscher, der zwei Einschussmöglichkeiten verpasste, für viel Gefahr. Auch, weil Calbe in den ersten Minuten noch nicht richtig wach war. Entweder stand das Team zu weit weg von seinen Gegenspielern oder ließ sich zu leicht überspielen. Keeper Benjamin Richter bewahrte sein Team mit einer starken Parade gegen Maik Adrian vor dem Rückstand. Machtlos war er kurze Zeit später. Matthias Braunert köpfte nach einer Ecke zur 1 : 0-Führung seines SSC ( 24. ). Praktisch im Gegenzug hat Calbe die Chance zum Ausgleich nach einem Freistoß. Doch Keeper Christoph Breitmeier fischte den Ball noch aus der langen Ecke. Calbe drückte weiter. Nachdem sich der junge Alexander Degraf, der sonst ein stabiles Spiel zeigte, bei einem langen Ball verschätzt hatte, ging Menz bis zur Grundlinie durch und passte flach nach innen. Tobias Buchholz prallte der Ball beim Klärungsversuch an die Hand – Elfmeter. Diesen verwandelte Menz sicher zum Ausgleich ( 33. ). Bis zur Halbzeit ging es temporeich und ausgeglichen weiter, auf beiden Seiten gab es viele Torraumszenen. Zählbares sprang dabei aber nicht heraus. ” Wenn wir in dieser Phase ein Tor machen, ist vielleicht etwas drin “, schätzte Drachenberg ein.

Nach der Pause hatten die Gastgeber die zwingenden Chancen. ” Der Kräfteverschleiß aufgrund des hohen Laufpensums hat sich bei uns nach 60 Minuten bemerkbar gemacht “, sagte Drachenberg. Schönebeck hingegen spielte unbeirrt weiter. Schulz wurde nach einem Konter im Strafraum gefoult. Tobias Buchholz verwandelte den Elfmeter sicher – 2 : 1 ( 61. ). Zwei Minuten später erzielte Adrian das 3 : 1 aus dem Gewühl heraus. Calbe gab sich nicht auf, zeigte eine hohe Moral. Doch oft war der SSC einen Schritt schneller, wie in der 75. Minute, als Buchholz einen Pass abfing und mit einem Schlenzer über Richter zum 4 : 1 traf.

” Der Sieg ist auch in dieser Höhe verdient, weil wir uns in Hälfte zwei mehr Chancen erarbeitet haben “, so Schulz.

Spieltag-Statistik

Schönebeck SC: Breitmeier, Stürzebecher, Buchholz, Braunert, Schulze, Adrian ( 83. Schliemann ), Klüter, Lindner, Degraf ( 76. Rothe ), Irmscher, Schulz

TSG Calbe : Richter, Müller, Harms, Ulrich, Blöhm, Neumeister, Strobach ( 75. Schmidt ), Bergholz, Menz, Plantikow, Wolff

Schiedsrichterin: Peter Plaue ( Stendal )
Assistent I:
Matthias Bock
Assistent II: Dustin Leske

Ergebnis: 4 : 1 ( 1 : 1 )
Zuschauer: 346
Tore: 1 : 0 Braunert ( 24. ), 1 : 1 Menz ( 33.-Handstrafstoß ), 2 : 1 Buchholz ( 61-Foulstrafstoß. ), 3 : 1 Adrian ( 63. ), 4 : 1 ( 75. Buchholz )
Verwarnungen: folgt
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 9. Spieltag: “Mittendrin im Abstiegskampf”

TSG Calbe – SV Stahl Thale 0:3 (0:1)

Wortlos verließ Calbes Trainer Detlef Drachenberg nach der Partie in der Fußball-Landesliga gegen Stahl Thale den Heger-Sportpark. Zuvor hatte er keine geschlossene Leistung seiner Elf gesehen. Sie verlor die Begegnung mit 0:3 (0:1).

Im Krisenduell am9. Spieltag zwischen der TSG und Stahl behielten also die Gäste die Oberhand. Von „drei ganz wichtigen Punkten“ sprach SV-Trainer Herbert Reulecke entsprechend. Bitter nötig gehabt hätte sie auch die TSG, um sich aus den Abstiegszone zu befreien. Sie stecken weiter mittendrin, denn seit nunmehr vier Spieltagen laufen sie einem Sieg hinterher. Von „keinem guten Tag“ sprach TSG-Manager Markus Scheibel.

Eine überzeugende Leistung lieferte Stahl ab, das sich auf Tabellenplatz zwölf verbesserte. Die ersten zehn Minuten gehörten den Platzherren, danach überließen sie dem Gegnner das Feld. Nach anfänglichen Problemen fand Thale immer besser in die Partie und hätte mit zwei, drei Toren führen müssen. Vor allem Michael Preuß spielte die TSG-Abwehr schwindlig. Auf der anderen Seite fehlte es dem Gastgeber an der nötigen Durchschlagskraft. Einen durchschlagenden Erfolg verbuchten die Gäste. Nach Vorarbeit von Preuß, war es René Neuendorf, der die 1:0-Führung für die Harzstädter markierte (37.). Mit dieser ging es in die Halbzeitpause.

Im zweiten Durchgang wurde es noch schlimmer für die Calbenser. Von einer „unterirdischen Leistung“ war die Rede. Nicht nur die mangelnde Chancenvewertung, sondern auch die Abwehr entwickelt sich zum Problemfall. Die Gäste spielten weiter druckvoll auf. Nach Vorarbeit von Steffen Hägemann erhöht Daniel Weber auf 2:0 (68.). „Torhüter Benjamin Richter wurde regelrecht von seinen Vorderleuten im Stich gelassen“, so Scheibel. Die Motivationsversuche von Richter, „noch dran zu glauben“, verpufften, wie Schall und Rauch. Die Ratlosigkeit zeigte sich auch in der Körpersprache. „Ich hatte den Eindruck, dass die Mannschaft nicht gewinnen will“, so Scheibel. Kampflos ergab sie sich, denn Thale war näher am 3:0 als die TSG am Anschluss. Mit dem Schlusspfiff fiel dann noch der dritte Treffer durch Christian Otto, eingeleitet durch Enrico Kaye.

Freudige Gesichter auf der einen Seite und Niedergeschlagenheit auf der anderen. „Ich bin froh über die drei Punkte und den Auswärtssieg“, sagte ein erleichterter Reulecke. Eine Sache stieß ihn jedoch bitter auf, dass sein Torjäger Preuß in der zweiten Halbzeit mit einer Knöchelverletzung ausgewechselt werden musste und er womöglich einige Wochen pausieren wird.

Ratlosigkeit indes bei der TSG: Eine Erklärung findet selbst Scheibel nicht. Er vermutet: „Seit dem bekannt geworden ist, dass in der nächsten Pokalrunde eventuell der 1. FC Magdeburg in Calbe gastiert, steckt einigen wohl schon das Spiel in den Köpfen. Am Trainer lag es nicht, dass sie verloren haben“, so Scheibel. „Die Mannschaft nimmt das auf ihre Kappe, sie hat am Sonnabend versagt.“ Das Potenzial hat da Team, nur sie ruft es gegenwärtig nicht ab. „Jetzt muss die Mannschaft den Abstiegskampf annehmen“, so Scheibel.

Spieltag-Statistik

TSG Calbe: Richter, Müller, Houpeline, Zapke, Harms, Blöhm, Neumeister, Voigt, Menz, Plantikow, Wolff ( 81. Strobach )

SV Stahl Thale: Picek, Geuer, Tietze, da Rocha Nunes, Öhlmann, Kaye, Weber, Wienert, Preuß ( 46. Otto ), Hägemann, Neuendorf

Schiedsrichter: Falk Warnecke ( Magdeburg )
Assistent I: Tobias Janke
Assistent II: Stefan Bauermeister

Ergebnis: 0 : 3 ( 0 : 1 )
Zuschauer: 94
Tore: 0 : 1 Neuendorf ( 37. ), 0 : 2 Weber ( 68. ), 0 : 3 Otto ( 89. )
Verwarnungen: Zapke, Blöhm, Neumeister, Müller, Menz, Plantikow – Geuer, Öhlmann, Weber
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 10. Spieltag: “Unverdiente Niederlage für die TSG”

Im heutigen Punktspiel beim Tabellenführer, SV 09 Staßfurt, unterlag ein stark formverbessertes TSG-Team unverdient mit 1 : 3 (1 : 1).

Nach der schnellen Führung durch Ch. Wegener für die Hausherren kam die TSG besser ins Spiel und setzte den Tabellenführer stark unter Druck. In der 35. Minute konnte Th. Wolff eine schöne Eingabe von Ph. Müller zum Ausgleichstreffer nutzen. Sofort setzte die TSG nach und wollte einen weiteren Treffer erzielen. In der 39. Minute wurde Kapitän A. Menz über links geschickt und kurz vor der Eckfahne vom Staßfurter Friedrichs durch ein rüdes Foul zu Fall gebracht. Dies sah auch der Referee so, nestelte an der Gesäßtasche und wollte folgerichtig den roten Karton zeigen. Letztendlich verzichtete er, da Menz nicht schwer verletzt war und gab nur Gelb. Kurz danach stand Schiedsrichter Kroll erneut im Blickpunkt des Geschehens. Nach einem Zuspiel von Neumeister auf Menz, wurde dieser im Strafraum von den Beinen geholt. Nur Schiedsrichter Kroll sah dies nicht und verweigerte der TSG einen klaren Strafstoß. Nach dem Pausentee nutzte Härtl in der 48. Minute eine Unachtsamkeit in der Calbenser Abwehr und erhöhte auf 2 : 1. Danach versuchte die TSG wieder das Spiel an sich zu ziehen und erspielte sich mehrere klare Möglich- keiten ( Wolff, Neumeister, Menz ) die alle wieder nicht genutzt werden konnten. Als die TSG alles nach vorn warf, um noch den Ausgleich zu erzielen, konnten die Staßfurter kontern und einen nutzte erneut Härtl zum 3 : 1 Endstand (89.).

Spieltag-Statistik

SV 09 Staßfurt: Witte, Friedrichs, Liensdorf, Härtl, Wegener, Aissa-Maadaoui (83. Klemmer),Drachenberg, Lissek, Müller, Mähnert (88. Mensching), Jesse

TSG Calbe: Richter, Blöhm, Harms, Zapke, Ulrich, Müller, Voigt (75. Plantikow), Neumeister, Menz, Schmidt (81. Bergholz), Wolff ( 81. Strobach )

Schiedsrichter: Alexander Kroll (Thale)
Assistent I: Meike Scholze
Assistent II: Viola Tietz

Ergebnis: 3 : 1 ( 1 : 1 )
Zuschauer: 125
Tore: 1 : 0 Wegener (13.), 1 : 1 Wolff (35.), 2 : 1, 3 : 1 Härtl (48., 89.)
Verwarnungen: Friedrichs, Jesse, Klemmer – Wolff
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 11. Spieltag: “Benjamin Richter hält den Sieg fest”

TSG Calbe – TuS Bismark 2:1 (1:1)

Die letzten Minuten zwischen der TSG Calbe und der TuS Bismark müssen TSG-Coach Detlef Drachenberg wie eine Ewigkeit vorgekommen sein. Nicht nur er, sondern auch seine Spieler sehnten den erlösenden Abpfiff herbei. Die Saalestädter setzten sich am Sonnabend in der Fußball-Landesliga mit 2:1 (1:1) durch.

Bis zum Schlusspfiff stand der Sieg auf mehr als wackligen Beinen. Diese hatte auch TSG-Keeper Benjamin Richter, aber mehr humpelnd. Angeschlagen ging er in die Partie. Er brachte die TSG mit seinen tollen Paraden auf die Siegerstraße. Ein Kompliment gab es vom Trainer: „Super Dinger, die er rausgeholt hat.“ Es war die 90. Minute. Nach einer Aktion im Strafraum, als Richter rauslief um den Ball zu fangen, prallte er mit einem Gegenspieler zusammen. Nach der Behandlung nahm er mehr humpelnd als laufend seine Position zwischen den Pfosten ein. Die Nachspielzeit lief. Die Altmärker mit einer weiteren Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen, doch Richter parierte einen Schuss nach dem nächsten. Sekunden wurden zu Minuten – dann war Schluss. Die Erleichterung war der Mannschaft regelrecht anzusehen.

Kampf und Leidenschaft prägten die Partie. Calbe versteckte sich nicht. Zudem ließ Drachenberg rotieren. Neben Alexander Menz stürmte Denis Neumeister und dahinter Tobias Schmidt. „Das sah gar nicht so schlecht aus“, meinte er. Das erste Achtungszeichen setzte Menz, dessen Schuss nur um Zentimeter am Gehäuse vorbei segelte. Nicht zu stoppen war Keven Harms, der fast das komplette Mittelfeld ausspielte und ungehindert zum Abschluss kam (15.). Zwei Minuten später war es Neumeister, der die TSG in Führung brachte. Doch der Jubel war noch nicht verklungen, da schlug es im Gehäuse von Richter ein (20.). Ein abgefälschter Freistoß von Carlo Rämke brachte den Ausgleich. Von dem zeigten sich die Calbenser unbeeindruckt. Sie spielten weiter druckvoll. Kurz vor der Pause noch eine gefährlich Aktion durch die TuS: den Schuss von Thomas Feibig wehrte Richter aber ab. Der mitgelaufene Thomas Roggenthien tauchte plötzlich frei vor ihm auf, traf den Ball nicht voll und setzte ihn an den Pfosten. „Wenn wir die Chancen kurz vor und nach der Halbzeit nutzen, dann gehen wir mit 2:1, 3:1 in Führung“, resümierte TuS-Coach Dirk Grempler.

Ganz nah am Spielfeldrand war die TSG-Trainerbank platziert, sozusagen erste Reihe. Was Trainer, Co-Trainer und Betreuer dort in Durchgang zwei zu sehen bekamen, glich einem Krimi. Beide Teams waren um die Führung bemüht. Doch es fehlte an Präzision und Glück. Dieses hatten die Calbenser. Neumeister markierte den Siegtreffer (80.). Maßlos enttäuscht von der Leistung seiner Elf war Grempler: „Ich hätte mir mehr Selbstvertrauen gewünscht und nicht soviel Gelaber auf dem Platz.“

Spieltag-Statistik

TSG Calbe: Richter, Blöhm, Harms, Zapke, Ulrich, Müller, Bergholz (34. Houpeline), Neumeister, Menz, Schmidt, Wolff

TUS Schwarz-Weiß Bismark: Strauer, Kaufmann ( 19. Köhn-80. Hein), Roggenthin, Kujat, Neumann, Rämke, Metzger, Feibig, Borchert, Nowak, Bartsch

Schiedsrichter: Johannes Schipke (Wolmirstedt)
Assistent I: Benjamin Petri
Assistent II: Antje Heuer

Ergebnis: 2 : 1 ( 1 : 1 )
Zuschauer: 101
Tore: 1 : 0 Neumeister (17.), 1 : 1 Wolff (20.-Eigentor), 2 : 1 Neumeister (80.)
Verwarnungen: Zapke, Menz, Neumeister – Köhn, Metzger
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 12. Spieltag: “Die TSG bricht in Halbzeit zwei ein”

SG Eintracht Mechau – TSG Calbe 4:1 (0:1)

Detlef Drachenberg wusste wohl schon, was auf seine TSG Calbe in der zweiten Halbzeit zukommt. „Sie spielen jetzt auf ihr Lieblingstor“, hatte er seinen Schützlingen mitgegeben. Eintracht Mechau stürmte also auf das Tor mit den eigenen Fans im Hintergrund. Die Gastgeber erzeugten nach Wiederanpfiff „unglaublich viel Druck“, sagte Drachenberg, weshalb das Team einen 0:1-Rückstand noch in einen 4:1-Erfolg drehte.

Dabei „sind wir eigentlich ganz gut in die Partie gestartet“, so der TSG-Coach. Nach einem Freistoß von Philipp Müller köpfte Keven Harms zur Führung (7.). „Ein guter Beginn.“ In der Folge sorgte Sascha Bergholz, der neben Tobias Plantikow der zweite Angreifer im 4-4-2 war, für viel Belebung über Außen, hatte nach einem Konter eine gute Möglichkeit. Plantikow verpasste „eine Riesenchance“, schob mit rechts am Pfosten vorbei, anstatt sich den Ball „noch einmal auf seinen starken linken Fuß zu legen“. Auch Mechau hatte zwei aussichtsreiche Möglichkeiten. Diese verhinderte TSG-Keeper Benjamin Richter allerdings mit guten Paraden. Mit der knappen Führung für Calbe ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel legte Mechau „30 bis 50 Prozent zu“, hatte Drachenberg beobachtet. Vor allem Mittelfeld-Akteur Sebastian Cierpinsky, der als Vorbereiter mit guten Pässen glänzte, und Stürmer Christian Wernecke „machten den Unterschied“. Benny Blöhm hatte auf der linken Abwehrseite mit Wernecke immer wieder so seine Probleme. Richter hielt aber sein Team im Spiel. Doch „individuelle Fehler“ führten zu drei Gegentreffern. Das 1:1 markierte Christian Schwan (60.), Rafael Pisula traf zum 2:1 (64.), Wernecke zwei Minuten später zum 3:1. Danach „sind wir eingebrochen“ und die Luft war bei den Gästen raus. Mechau erhöhte durch Wernecke noch auf 4:1 (76.).

SG Eintracht Mechau: Mette, Rosenberg, Behrens, Braun (46. Pollehn), Pätzold, Cierpinski (71. Pisula), Schwan (75. Lamprecht), Saluck, Wernecke, Philipp

TSG Calbe: Richter, Blöhm, Zapke, Ulrich, Harms, Wolf, Müller, Schmidt (81. Kürschner), Strobach, Bergholz (72. Voigt), Plantikow (72. Seeliger)

Schiedsrichter: Dirk Wiesener (Milower Land-Vieritz)
Assistent I: Ralf Lorenzat
Assistent II: Jürgen Schulze

Ergebnis: 4 : 1 (0 : 1)
Zuschauer: 131
Tore: 0:1 Harms (7.), 1:1 Schwan (60.), 2:1 Pisula (64.), 3:1, 4:1 Wernecke (67., 77.)
Verwarnungen: Pisula, Pollehn, Wernecke – Wolff, Bergholz, Ulrich, Zapke, Harms
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 13. Spieltag: “Im Freudentaumel zur Eckfahne”

TSG Calbe – SSV 80 Gardelegen 2 : 0 ( 0 : 0 )

Tobias Schmidt bekam es ziemlich deutlich zu spüren, wie die ganze Anspannung von seinen Mitspielern abfiel. Nach seinem Treffer zum 1:0 kurz nach der Halbzeit lief er im Freudentaumel zur Eckfahne und warf sich auf den Boden, seine Teamkollegen von der TSG Calbe auf ihn. Mit dabei auch Stürmer und Kapitän Alexander Menz, der den Treffer vorbereitet hatte, indem er sich bis zur Grundlinie durchsetzte und dann in den Rücken der Abwehr passte. Lediglich für Keeper Benjamin Richter war der Weg zu weit, um sich mit Schmidt zu freuen. ” Tobias ‘ Trikot sah hinterher nicht mehr weiß aus “, hatte Coach Detlef Drachenberg beobachtet. Seine Schützlinge gewannen am Sonnabend in der Fußball-Landesliga vor 119 Zuschauern mit 2 : 0 ( 0 : 0 ) gegen den SSV 80 Gardelegen.

Verzichten mussten die Calbenser auf Torhüter Christian Harant, der sich am Donnerstag im Abschlusstraining erneut verletzte und so sein Comeback verschieben muss. Beide Teams starteten nicht sehr gut in die Partie, hatten mit dem weichen Boden zu kämpfen. Fehlabspiele und versprungene Bälle halfen der verunsichert wirkenden TSG nicht gerade. ” Wir haben unsere offensive Aktionen immer wieder abbrechen müssen “, sagte Drachenberg. Für die meiste Gefahr in den ersten 30 Minuten sorgte ein Freistoß von Keven Harms, der knapp über die Querlette flog. Auf der Gegenseite hatte der schnelle Christopher Schmidt die beste Gelegenheit nach einem Konter, schoss aber am langen Pfosten vorbei. Kurz vor der Halbzeit kamen die Gäste noch einmal gefährlich vor das Calbenser Tor, doch Richter vereitelte diese Chance in großer Manier.

Nach dem Wechsel und der schnellen Führung durch Schmidt intensivierte Gardelegen seine Bemühungen, aber die TSG stand sicher. Während ihrer größten Druckphase schwächten sich die Gardelegener selbst, als Schmidt nach einer Tätlichkeit ( Schlag mit dem Ellbogen ) an Harms mit Rot vom Feld musste. Danach legte die TSG nochmal zu. Denis Neumeister erzielte in der 80. Minute, nach einem Zuspiel von Sascha Bergholz, den 2 : 0-Endstand.

TSG Calbe: Richter, Blöhm, Harms, Zapke, Ulrich (84. Houpeline), Müller, Strobach (60. Bergholz), Schmidt (73. Plantikow), Menz, Neumeister, Voigt

SSV 80 Gardelegen: Urbschat, Frädrich,Reinecke, Markstein, Hille, Stolle, Leberecht, Krziwanie (65. Stottmeister), Lenz ( 65. Thielitz), Schönfeld, Schmidt

Schiedsrichter: Frank-Detlef Stietzel (Magdeburg)
Assistent I: Marco Schramm
Assistent II:
Tobias Menzel

Ergebnis: 2 : 0 (0 : 0)
Zuschauer: 119
Tore: 1 : 0 Schmidt (46.), 2 : 0 Neumeister (80.)
Verwarnungen: Zapke, Ulrich, Bergholz – Frädrich, Hille, Schönfeld
Gelb/Rot: keine
Rot: Schmidt (SSV Gargelegen – 65.)

 

Spielbericht vom 14. Spieltag: “In allen Belangen überlegen”

Für die Landesliga-Fußballer der TSG Calbe geht es gegenwärtig in kleinen Schritten voran. Beim FSV Barleben setzten sie sich mit 3:1 (2:1) durch. „Mit dem Sieg haben wir uns ein bisschen Luft nach unten verschafft“, so TSG-Mannschaftsbetreuer Peter Körner. Fünf Punkte beträgt gegenwärtig der Vorsprung auf den VfB Ottersleben, der auf Rang 14 steht.

Sechs Punkte aus den letzten beiden Partien sprechen für sich. Die Calbenser starteten furios. Gleich nach dem Anpfiff ging Thomas Wolff auf der linken Seite durch, aber seine Flanke konnte FSV-Keeper Witt wegfangen. In der achten Minute hatte er allerdings keine Chancen gegen den Schuss von Wolff, der die Führung markiert. Noch sehenswerter der zweite Treffer. Ein Abstoß von Sebastian Zapke ging weit über die Mittellinie. Alexander Menz stieg hoch und verlängerte auf Denis Neumeister, der sich gegen den letzten Mann durchsetzte und nur noch einzuschieben brauchte (13.). Im Gegenzug stellte Spengler den alten Abstand wieder her (14.). Bis zur Pause folgten für die TSG noch zwei Pfostentreffer durch Neumeister. In Durchgang zwei blieb die TSG weiter spielbestimmend. In der 61. Minute ließ Wolff den dritten Treffer folgen. Menz hatte in der Schlussphase noch zwei gute Möglichkeiten, das Ergebnis weiter auszubauen, doch er scheiterte an Witt (80./88.). „Das Ergebnis spiegelt den Verlauf wider und war mehr als verdient. Es hätte noch höher ausfallen können“, so Körner.

FSV Barleben 1911: Witt, Kraye (36. Zander), Ibe, Schlaugart, Schindler, Härtl, Marx, Wöhlert (68. Peter), Spengler, Griesche, Ölze (82. Sieweck)

TSG Calbe/Saale: Richter, Blöhm, Harms, Zapke, Ulrich , Müller, Wolff (75. Voigt), Strobach, Schmidt (85. Houpeline), Menz, Neumeister (87. Berner)

Schiedsrichter: Torsten Felkel (Salzwedel)
Assistent I: Sven Müller
Assistent II: Marco Hoppe

Ergebnis: 1 : 3 (1 : 2)
Zuschauer: 116
Tore: 0 : 1 Wolff (9.), 0 : 2 Neumeister (13.), 1 : 2 Spengler (14.), 1 : 3 Wolff (61.)
Verwarnungen: Wöhlert – Menz, Harms
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 15. Spieltag: “Gut gespielt – trotzdem verloren”

Im heutigen Auswärtsspiel konnte die 1. Mannschaft an die guten Leistungen der letzten Wochen anknüpfen, hat am Ende aber 2 : 0 verloren.

Das Spiel hatte noch nicht richtig begonnen, da stand es schon 1 : 0 für den Gastgeber. Einen Freistoß den B. Richter in großer Manier abwehren konnte, staubte der freistehende Mähnert unbedrängt per Kopf zur Führung ab. Danach waren die TSG-Spieler endlich wach und drückten dem Spiel ihren Stempel auf. Eine Angriffswelle folgte der nächsten. Die Magdeburger beschränkten sich aufs verteidigten und kamen nur noch ganz selten aus ihrer Hälfte. Doch die erspielten Möglichkeiten aus dem Spiel heraus oder nach Standarts konnten wieder einmal nicht in Tore umgemünzt werden. Plantikow, Menz, Neumeister, Wolff und Müller vergaben aus aussichtsreichen Positionen. Nach der Pause fast das gleiche Bild, die TSG spielte und Börde verteidigte geschickt. Dies änderte sich nach der Einwechslung von Neuzugang Th. Schmidt, da die TSG umstellte um noch offensiver zu spielen und die Hausherren nun im eigenen Stadion konterten und einige Mal gefährlich vor den Kasten von B. Richter kamen. Als die TSG kurz vor dem Ende alles nach vorn warf und am gegnerische Strafraum den Ball verlor, startete Börde erneut einen Konter und konnte diesen zum 2 : 0 Endstand abschließen. Somit bleibt als Fazit: Gut gespielt und trotzdem verloren!

MSV Börde: Leonhardt, Fischer, Lange, Heise, Weisser (67. Held), Mähnert, Windelband (80. Stauch), Zoll, Liske, Lohse, Malchau

TSG Calbe/Saale: Richter, Blöhm, Harms, Zapke, Ulrich (61. Th. Schmidt) , Müller, Wolff, Strobach (85. Kürschner), Menz, Neumeister, Plantikow (78. Houpeline)

Schiedsrichter: Michael Damke (Gardelegen)
Assistent I: Joerg Schwarzenstein
Assistent II: Stephan Mattheis

Ergebnis:
2 : 0 (1 : 0)
Zuschauer: 85
Tore: 1 : 0 Mähnert (4.), 2 : 0 Lohse (86.)
Verwarnungen: Mähnert, Heise, Weisser – Plantikow, Müller
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 16. Spieltag: “Abwehrreihen dominieren das Spiel”

TSG Calbe – Blankenburger FV 0 : 0

Im letzten Heimspiel der Hinrunde erreichte Fußball-Landesligist TSG Calbe am Sonnabend gegen den Liganeuling aus Blankenburg vor 101 Zuschauern nur ein 0 : 0-Unentschieden.

Viel hatte sich das Team von Trainer Detlef Drachenberg vorgenommen in diesem ” Sechs-Punkte-Spiel “, aber am Ende musste es mit einem Punkt zufrieden sein. Die Mannschaft um Kapitän Sebastian Zapke, der den kurzfristig erkrankten Alexander Menz vertrat, war zwar bemüht, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken, agierte aber oftmals ziemlich unglücklich und überhastet gegen sehr defensiv eingestellte Gäste. ” Die Abwehr stand sicher und gut gestaffelt “, musste Drachenberg eingestehen.

Blankenburg trug wenig zur Partie bei und beschränkte sich ausschließlich aufs Kontern. Gegen dieses Abwehrbollwerk fiel der TSG aber auch nichts Konstruktives ein. Zwar setzten sich Philipp Müller im Mittelfeld oder Thomas Wolff auf Außen immer wieder gut durch, doch entweder war der finale Pass zu ungenau oder der Ball ging in der vielbeinigen Defensive beim Dribbling verloren. ” Wir haben uns keine zwingenden Möglichkeiten erarbeitet “, sagte der Coach, ” aber auch kaum welche zugelassen “. Das Geschehen spielte sich also meistens zwischen den Strafräumen ab. Gefahr entstand bei Calbe vor allem nach Standards, bei denen die Gäste einige Stellungsfehler offenbarten und ihre Poitionen zu früh verließen. Kurz vor der Pause jubelten die TSG-Fans über einen vermeintlichen Treffer von Tobias Schmidt. Dieser fand jedoch berechtigt keine Anerkennung, da er die Hände zu Hilfe nahm. Auch nach dem Wechsel änderte sich am Spielverlauf wenig. Die einzige Chance für die TSG resultierte aus einer missglückten Rückgabe der Blankenburger, so dass es am Ende bei der torlosen Punkteteilung blieb. Nach dem Schlusspfiff erhielt Denis Neumeister die rote Karte, da er sich nach verbalen Provokationen eines Blankenburgers zu einer Beleidigung hinreißen ließ.

” Es sind diese Kleinigkeiten, die uns momentan das Genick brechen “, sagte Drachenberg, der das Team aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen umstellen musste. Etwas mehr Zufriedenheit herrschte hingegen auf Seiten der Gäste. ” Wir haben unser Ziel erreicht “, sagte BFV Coach Birger Wiederbach. ” Wir wollten auf keinen Fall verlieren. ”

TSG Calbe/Saale: Richter, Harms, Zapke, Houpeline, Thomas Schmidt, Müller, Wolff, Tobias Schmidt, Strobach, Neumeister, Plantikow

Blankenburger FV: Lüttich, Schütz, Neudek, Schmidt, Beck, Effler (74. Weidner), Zobel (84. Yasar Leventysz) , Yunus Leventysz, Fabich, Schreiber (46. John), Wipperling

Schiedsrichter: Joerg Schwarzenstein (Gardelegen)
Assistent I: Michael Damke
Assistent II: Ronald Krziwanie

Ergebnis: 0 : 0 (0 : 0)
Zuschauer: 101
Tore: Fehlanzeige
Verwarnungen: Müller, Zapke, T. Schmidt, Th. Schmidt – Schmidt, Beck, Fabich
Gelb/Rot: keine
Rot: Neumeister ( TSG Calbe )

 

Spielbericht vom 17. Spieltag: “Positive Anzeichen sind unübersehbar”

TSG Calbe trennt sich 1:1-Remis

Nach der langen Winterpause ging es für die Landesliga-Fußballer der TSG Calbe am Sonnabend bei der SG Handwerk Magdeburg wieder auf Punkte- jagd. Einer sollte es am Ende werden, denn beide Teams trennten sich 1:1 (0:0)-Unentschieden.

Beide Trainer sahen ein „gutklassiges Spiel“, bei dem es klare Chancen auf beiden Seiten gab. Nur in der Umsetzung offenbarten sich Schwächen. Das lag unter anderem auch an den guten Torhüterleistungen. Nach langer Verletzungspause kehrte Christian Harant zurück ins TSG-Gehäuse und auch Sven Noack absolvierte nach seinem Kreuzbandriss seine erste Partie. Ein weiterer positiver Aspekt war der Einsatz von Neuzugang Thomas Schmidt von Beginn an. „Alle drei haben ihre Aufgaben ordentlich gelöst“, sagte TSG-Coach Detlef Drachenberg.

Besser in die Partie fanden die Gäste, die von Beginn an Druck machten und aggressiver agierten. Nach knapp 20 Minuten fing sich der Gastgeber. Es entwickelte sich ein relativ verteiltes Spiel. Bis zur Halbzeitpause war noch nichts Zählbares dabei.

Das änderte sich in den zweiten 45 Minuten. Die erste Chancen durch Magdeburgs Angreifer Denny Piele, der den Ball nach einer Drehung nicht richtig traf. Auf der anderen Seite waren es Thomas Wolff, Sebastian Strobach, Schmidt und Sascha Bergholz die nur knapp scheiterten. Dann passierte es doch. Aus 20 Metern knallte Alexander Menz einen Freistoß flach in die Ecke. Dabei rutschte der Ball dem Torhüter unter dem Bauch durch. Der Jubel bei den Calbensern war noch nicht verebbt, da schlug es erneut ein, aber auf der anderen Seite. Piele markierte den Ausgleich. Nach der Begegnung saßen die Calbenser noch zusammen. „Den Gesichtern meiner Akteure habe ich angesehen, dass sie mehr als einen Punkt wollten“, sagte Drachenberg. Doch die Partie gab auch Zuversicht für die kommenden Aufgaben. „Die Mannschaft lebt, und es gibt positive Anzeichen.“ Der erste Schritt in die richtige Richtung ist getan.

SG Handwerk Magdeburg: Becker, Lindner (81. Avdyli), Sohmann, Francke, Engelmann, Brockel, Bele, Kaschlaw, Chlasta (31. Bauer – 84. Hein ), Welsch, Piele

TSG Calbe/Saale: Harant, Harms, Blöhm, Noack, Bergholz (83. Ulrich), Thomas Schmidt, Müller, Wolff (77. Plantikow), Tobias Schmidt (89. Houpline), Strobach,  Menz

Schiedsrichter: Uwe Biermann (Ballenstedt)
Assistent I: Christian Kliefoth
Assistent II: Dirk Grimke

Ergebnis: 1 : 1 (0 : 0)
Zuschauer: 75
Tore: 0 : 1 Menz (80.), 1 : 1 Piele (81.)
Verwarnungen: Welsch – TSG keine
Gelb/Rot:
keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 18. Spieltag: „Bestrafung und Belohnung“

Christian Brehmer ließ nach der Partie seinem Ärger freien Lauf. Am Ende musste sich sein Team im Derby der Landesliga bei der TSG Calbe mit einem 1:1 begnügen. Großer Jubel herrschte hingegen – dank des späten Treffers von Benny Blöhm – auf der anderen Seite.

Für den SSC kam dieses Unentschieden einer Bestrafung gleich. Einen enormen Laufaufwand hatte das Team von Trainer Christian Kehr über 90 Minuten betrieben, ging immer wieder mit zwei, sogar drei Spielern auf den Ballführenden. Nach Kontern, die meist über die linke Seite vorgetragen wurden, verpassten es jedoch Stephan Schulz nach Flanke von Enrico Klüter (52.) oder Maik Adrian nach Vorarbeit von Schulz (76.), einen Treffer zu erzielen. Verunsicherung machte sich im Abschluss breit. Denny Rothe, der nach einem Pass von Klüter in den Rücken der TSG-Abwehr eigentlich nur noch abschließen musste, stoppte ab und zögerte, suchte stattdessen einen Mitspieler (88.). „Wir haben uns einfach nicht für den Aufwand, den wir betrieben haben, belohnt“, schätzte Kehr ein. Diese Belohnung folgte nun auf der anderen Seite. Schließlich hat auch Calbe „viel in das Spiel investiert“, schätzte Coach Detlef Drachenberg ein.

Nach einem Freistoß in Höhe der Mittellinie gewann TSG-Stürmer Alexander Menz das Kopfballduell und verlängerte so den Schuss. Blöhm schloss aus der Drehung ab und ließ SSC-Keeper Christoph Breitmeier keine Abwehrchance (89.). Zuvor hatte der Schlussmann noch zweimal glänzend gegen Plantikow (88.) pariert. Dieser Treffer und der gewonnene Punkt war wohl Balsam für die Gastgeber, denen man phasenweise die Nervosität anmerkte. Zwar standen Sebastian Zapke, Blöhm, Thomas Schmidt und Keven Harms in dieser Viererkette meist sicher und behaupteten sich in den Kopfballduellen, doch die Souveränität im Passspiel fehlte. Abwehrchef Harms war viel unterwegs, rettete auf mehreren Positionen für seine Nebenleute. Trotzdem fiel das 0:1 durch Marcus Bolze nach einer Ecke, weil die Zuordnung nicht gestimmt hatte. Bolze, der nicht zu den größten Spielern gehört, traf per Kopfball. Vielleicht versuchte Philipp Müller aufgrund dieser Verunsicherung in der Hintermannschaft, viel Ruhe auszustrahlen. Der Mittelfeldakteur bewies eine tolle Übersicht, schirmte den Ball sehr gut ab und leitete viele Konter ein. Er schickte zum Beispiel Tobias Schmidt über die linke Seite, der einen Konter zu ungenau abschloss (33.). Mit dem Treffer durch Blöhm wurde sicherlich auch sein Aufwand belohnt. „Wir brauchen im Abstiegskampf jeden Punkt“, sagte Drachenberg. Kehr hingegen haderte auch lange nach dem Abpfiff noch. „Eigentlich muss ich der Mannschaft für ihr Aufgetreten ein Kompliment machen.” Der Aufwand hat also gestimmt beim SSC. „Der Nutzen aber nicht.”

Schönebecker SC: Kerzel – Renger, Bolze, Rothe, Duscha, Ritzmann, Wejsfelt, Lindner, Adrian (54. Klüter), Irmscher, Schulz

TSG Calbe/Saale: Harant – Noack, Zapke, Harms, Müller, Neumeister (90. Berner), Spengler, Voigt (71. Schmidt, Th.), Hoffmann, Schulze (63. Strobach), Bergholz

 

Spielbericht vom 19. und 20. Spieltag: “Calbe verkürzt den Rückstand”

Die TSG Calbe hat ” den Anker ein bisschen gelichtet “, sagte Trainer Detlef Drachenberg. Der Fußball-Landesligist gewann gestern Nachmittag beim Konkurrenten um den Ligaverbleib, dem Quedlinburger SV, mit 2 : 1 ( 1 : 1 ) und hat nur noch fünf Punkte Rückstand auf die Teams vor ihm ( Schönebecker SV, SSV Gardelegen ).

Zunächst musste Calbe aber einen Rückschlag hinnehmen, ” wie immer “, sagte Drachenberg. Robert Klauss brachte die Gastgeber nach elf Minuten in Front. Das lähmte die Gäste aber keineswegs. Sie erkämpften sich ein Übergewicht. Nach einer Kombination mit Tobias Schmidt setzte sich Thomas Schmidt durch und erzielte den 1 : 1-Ausgleich ( 19. ). In der Folge entwickelte sich ein recht ausgeglichenes Spiel. Zwar wusste Calbe bis zum Strafraum der Gastgeber zu gefallen, doch ” die letzte Konsequenz hat uns gefehlt “, schätzte Drachenberg ein. Wieder mit dabei war Denis Neumeister, der seine Rotsperre abgesessen hat. ” Er strahlte viel Ruhe aus und sorgte für zusätzliche Ordnung. ” Seine Sicherheit griff auf das Team über, denn Thomas Wolff mit einem strammen Schuss und erneut Thomas Schmidt suchten selbstbewusst den Erfolg aus der Distanz.

In der zweiten Halbzeit stellte Thomas Schmidt nach einer Einzelleistung die Weichen auf Sieg. Nach seinem Solo schloss er zum 1 : 2 ab ( 51. ). In der Folge hatte Alexander Menz noch die besten Chancen ( 56 ., 62. ), doch Quedlinburgs Keeper Christian Richter hielt stark. Die Gastgeber strahlten kaum Torgefahr aus. Somit hieß es am Ende 1 : 2.

Quedlinburg: Richter – Weidner, Krull, Brenner, Gottowik ( 81. Bawey ), Hormozi ( 57. Doppel ), Ibold, Brüser, Frye, Klauss, Hiesener

Calbe: Harant – Menz, Blöhm, Neumeister, Harms, Strohbach, Zapke ( 82. Ulrich ), Noack, Thomas Schmidt ( 87. Bergholz ), Wolff, Tobias Schmidt

Bereits am Sonnabend unterlag die TSG beim SV Stahl Thale mit 0 : 2 ( 0 : 1 ). Schon vor der Pause musste sie den ersten Rückschlag hinnehmen. Daniel Weber brachte die Gastgeber mit 1 : 0 in Führung ( 41. ). ” Wir haben zwar gut in der Defensive gestanden “, sagte Drachenberg, ” aber in der vorwärtsbewegung spielten wir schlecht “. Nach dem Wechsel änderte sich daran nicht viel. Die Gastgeber erkämpften sich ein Chancenplus von 5 : 1. Calbe bekam Thales Stürmer Michael Preuß ” nur zu 80 Prozent in den Griff “. Er war ein ständiger Unruheherd. Thale machte durch den Treffer von André Kopp in der 85. Minute zum 2 : 0 alles klar.

Thale: Picek – Kopp ( 86. Drechsel ), Dub, Weber, Rocha Nunes, Wienert, Tietze, Schnabel, Preuß, Kretschmer ( 83. Öhlmann ), Hägemann

Calbe: Harant – Menz, Voigt ( 78. Ulrich ), Blöhm, Müller, Strobach ( 62. Bergholz ), Zapke, Noack, Thomas Schmidt ( 52. Plantikow ), Wolff, Tobias Schmidt

 

Spielbericht vom 21. Spieltag: “Gegentreffer waren wie Nadelstiche”

TSG Calbe – SV 09 Staßfurt 1 : 3 ( 0 : 1 )

Tobias Plantikow und Alexander Menz saßen noch lange nach dem Abpfiff auf dem Rasen zusammen und werteten die Partie aus. Mit der TSG Calbe unterlagen die beiden am Sonnabend gegen den Spitzenreiter der Fußball-Landesliga, den SV 09 Staßfurt, mit 1 : 3 ( 0 : 1 ). Wie so oft arbeitete die TSG viel, nutzte aber seine Chancen nicht. Der SV 09 hingegen trat sehr diszipliniert auf und ließ vor allem mit der starken Viererkette in der Abwehr wenig zu.

Tobias Schmidt hatte die größte Chance auf dem Fuß. Der Calbenser hätte den 1 : 1-Ausgleich erzielen können, traf aber nach einem Konter freistehend nur den Pfosten. ” Das wäre vielleicht die Wende gewesen “, sagte TSG-Coach Detlef Drachenberg.

So blieb es beim 0 : 1, das Sven Limpächer in der 21. Minute erzielt hatte. Und es kam für Calbe noch schlimmer. Nur wenige Minuten nach dem Schuss von Schmidt lief Staßfurt einen Konter über die rechte Seite. Stürmer Matthias Härtl ließ die Flanke durch, Limpächer markierte mit seinem zweiten Treffer das 0 : 2 ( 66. ). ” Diese Gegentreffer waren wie Nadelstiche für unser Gemüt “, sagte Drachenberg. Er verstärkte mit Sebastian Strobach und Tobias Plantikow die Offensivbemühungen, beorderte zudem das Mittelfeld mehr nach vorn. ” Ich musste reagieren und alles versuchen “, erklärte er. Calbe erarbeitete sich zwar noch einige Chancen, die Viererkette des SV 09 um Marcel Wöhlbier und Björn Friedrichs ließ aber außer gelegentlichen Flanken kaum etwas zu. ” Wir haben im Aufbau teilweise viel zu kompliziert gespielt “, schätzte Drachenberg ein.Überhaupt hatten die beiden Innenverteidiger der Gäste ein starkes Stellungsspiel und waren zudem bei Kopfbällen kaum zu bezwingen. ” Sie haben super gespielt “, lobte dann auch Coach René Schulze. Er war sehr angetan vom Auftritt seiner Elf, die erneut die personellen Rückschläge ” sehr gut weggesteckt hat “. Kurzfristig fiel noch Keeper Maik Binnebößel aus, der durch Robert Michalak gut vertreten wurde. Diszipliniert und schnell im Vorwärtsgang und in der Rückwärtsbewegung, Staßfurt schien konditionelle Vorteile zu haben. ” Die Gegentreffer haben uns psychisch Kraft gekostet “, erklärte der TSG-Coach.

Für die Staßfurter brachte die 2 : 0-Führung eine große Sicherheit in ihr Aufbauspiel. Jens Liensdorf erhöhte mit einem Distanzschuss aus etwa 25 Metern in den rechten Winkel auf 3 : 0 ( 71. ). ” Danach waren wir uns wohl etwas zu sicher “, schätzte Schulze ein. Denis Neumeister nutzte eine der wenigen Unaufmerksamkeiten in der Staßfurter Abwehr und stellte mit einem gefühlvollen Schuss aus 18 Metern unter die Querlatte den 1 : 3-Endstand her ( 83. ).” Wir haben die ersten 15 Minuten gebraucht, um in die Partie zu finden “, hatte Schulze beobachtet. Danach hat sich Staßfurt viele Chancen erarbeitet und ließ in der Defensive wenig zu. ” Ich kann dieser Mannschaft nur ein Kompliment machen. ” Nun steht am Mittwoch um 19 Uhr das Spitzenspiel beim Zweiten Schönebecker SC bevor.

Die TSG bleibt durch die Niederlage tief im Abstiegssumpf stecken. Sie hat fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer, den 13. Platz. Auf dem steht derzeit der SSV Garlegen, der aber ein Spiel mehr absolviert hat.

TSG Calbe/Saale: Harant, Harms, Blöhm, Noack, Bergholz (66. Houpeline), Thomas Schmidt, Neumeister, Müller (62. Plantikow), Wolff , Tobias Schmidt (62. Plantikow), Menz

SV 09 Staßfurt: Michalak, Friedrichs, Wöhlbier, Liensdorf, Härtl (71. Klemmer), Wegener, Drachenberg, Lissek (74. Mensching), Gurn, Roland-Arias, Limpächer (79. Stachowski)

Schiedsrichter: Falk Warnecke (Magdeburg)
Assistent I: Bernd Fritzsche
Assistent II: Luis Schneidew

Ergebnis: 1 : 1 (0 : 0)
Zuschauer: 161
Tore: 1 : 0, 2 : 0 Limpächer (21., 66.), 0 : 3 Liensdorf (71.), 1 : 3 Neumeister (83.)
Verwarnungen: Harms – Härtl, Limpächer
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 22. Spieltag: “Calbe gibt sich kämpferisch”

Die Landeliga-Fußballer der TSG Calbe müssen sich vorkommen wie in einer Sackgasse. Es geht einfach nicht voran. Das Team um Trainer Detlef Drachenberg büßte am Sonnabend wichtige Punkte für den Klassenerhalt bei der TuS Scharz-Weiß Bismark ein. Die Saalestädter unterlagen mit 0:4 (0:1).

Selbst Bismark-Coach Dirk Grempler bescheinigte den Calbensern eine „engagierte Leistung“. Das wird Drachenberg nur wenig helfen, denn vorne fehlten die Tore. Die schossen die Altmärker. Das erste in der 19. Minute durch Michael Metzger. „Das kam zur richtige Zeit und brachte Ruhe rein“, so Grempler. Den Ausgleich hatte Thomas Wolff, der die Latte traf, auf den Fuß. In Durchgang zwei warf Calbe alles nach vorn. Es fehlte einfach das nötige Quäntchen Glück. Stattdessen fiel das 2:0 durch Eric Bartsch (62.). Calbe reagierte und brachte mit Sascha Bergholz und Stephan Schulz, der nach langer Verletzungspause seine erste Partie bestritt, zwei Offensivkräfte. Nach einem durch Keven Harms abgefältschten Freitoßtor stand es 3:0 (78.) und Thomas Feibig setzte in der 81. Minute den Schlusspunkt. „Wir lassen uns nicht unterkriegen und schauen weiter von Spiel zu Spiel. Noch sind 36 Punkte zu vergeben“, gibt sich Drachenberg kämpferisch.

TSG Calbe: Harant – Menz, Neumeister, Harms, Müller (85. Kürschner), Strohbach, Ulrich, Noack, Th. Schmidt (71. Bergholz), Wolff, Plantikow

 

Spielbericht vom 23. Spieltag: “Leben vom Anpfiff bis Ende”

TSG Calbe – Eintracht Mechau 1 : 4 ( 0 : 1 )

Sebastian Strobach fasste es so zusammen : ” In dieser Mannschaft ist kein Leben, von der ersten Minute an. ” Die TSG Calbe tat sich also schwer im Zusammenspiel, im Aufbau, im Abschluss, in der Abwehr, kurz : in allen Elementen. Der Fußball-Landesligist musste sich am Sonnabend der SG Eintracht Mechau mit 1 : 4 ( 0 : 1 ) geschlagen geben.

Gründe für die derzeitige Situation gibt es viele. Die Verletzungsprobleme wiegen sicherlich am schwersten. Doch das Trainergespann der TSG ist vor allem mit der Trainingsbeteiligung unzufrieden. Sechs bis acht Spieler hat Coach Detlef Drachenberg in der Woche zur Verfügung, mit bestem Beispiel geht Keeper Christian Harant voran. Der 38-Jährige ” war bei allen drei Einheiten dabei “, als Calbe im konditionellen Bereich ” etwas getan hat, zog er mit, es machte ihm nichts aus “. Wie gut sich Training auf das Spiel auswirkte, stellte Harant eindrucksvoll unter Beweis – trotz der hohen Niederlage. Drei hochprozentige Chancen der Mechauer hat er vereitelt, hielt zudem in der Nachspielzeit einen Strafstoß von Jürgen Brandt.

So eine Einsatzbereitschaft wünscht sich Drachenberg von den jüngeren Akteuren, sowohl im Training als auch in den Spielen. ” Wir müssen der Realität ins Auge sehen “, sagte der Coach. ” Wir müssen 90 Minuten lang kämpfen, wenn wir die Klasse noch halten wollen. ” Das ließ sein Team vermissen. Stattdessen lagen die Nerven blank. Die erste verbale Auseinandersetzung gab es nach 25 Minuten, die zweite nach der Halbzeit zwischen Alexander Menz und Denis Neumeister. ” Positiv, nur positiv “, versuchten Tobias Plantikow und der gelbgesperrte Philipp Müller zu schlichten und ihre Mitspieler aufzubauen.

Die Worte schienen zunächst Wirkung zu zeigen. Thomas Wolff hatte nach einem Solo die erste Chance, verzog aber knapp. Praktisch im Gegenzug fiel das 0 : 2 ( 53. ) durch Christian Schwan. Calbe blieb aber dran, nach einer Balleroberung im Mittelfeld erzielte Neumeister mit einem Fernschuss das 1 : 2 ( 63. ). In der Folge nahm aber Mechau wieder das Heft in die Hand, Markus Krotki ( 84. ) und Christian Wernecke ( 91. ) sorgten für den 1 : 4-Endstand.

Nun sind es acht Punkte Rückstand auf den 13. Platz, der den Klassenerhalt bedeutet. Auf diesem steht zurzeit der SSV Gardelegen. Am Sonnabend, 8. Mai, kommt es zum Duell in der Altmark. Das wird wohl das Schicksalsspiel für die TSG. ” Wir brauchen keine Augenwischerei zu betreiben “, sagte Drachenberg. Doch zunächst stehen die Begegnungen gegen den VfB Ottersleben ( 1. Mai ) und den 1. FSV Nienburg ( 5. Mai ) auf dem Programm. Calbe muss auch in diesen Partien am besten jeweils dreifach punkten. Dazu bedarf es aber ” Leben vom Anpfiff bis Ende “.

TSG Calbe/Saale: Harant, Harms, Noack, Ulrich, Bergholz, Thomas Schmidt (75. Schulze), Neumeister, Wolff, Plantikow, Tobias Schmidt (78. Strobach), Menz

SG Eintracht Mechau: Mette, Rosenberg, Behrens, Braun, Pätzold, Schwan(70. Krotki), Brandt, Wernecke, Pollehn, Philipp (87. Fuhrmann), Lenz

Schiedsrichter: Marco Uhlmann (Welsleben)
Assistent I: Falk Warnecke
Assistent II:
Christian Naujoks

Ergebnis: 1 : 4 (0 : 1)
Zuschauer: 99
Tore: 0 : 1 Wernecke (29.), 0 : 2 Schwan (53.), 1 : 2 Neumeister (63.), 1 : 3 Krotki (84.), 1 : 4 Wernecke (90.)
Verwarnungen: TSG keine – Mechau keine
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 24. Spieltag: “Wichtiger Überlebenspunkt”

TSG Calbe – VfB Ottersleben 1:1 (1:1)

“Mühsam nährt sich das Eichhörnchen”, heißt es. Was soviel bedeutet, dass etwas langwierig und nur in kleinen Schritten möglich ist. Die Landesliga-Fußballer der TSG Calbe gehen gegenwärtig den Weg der kleinen Schritte. Jeder Punkt, den die Saalestädter noch erringen, ist einer für den Ligaverbleib. Zumindestens am Sonnabend rückten die Schützlinge von Trainer Detlef Drachenberg durch das 1:1 (0:1)-Unentscheiden gegen den VfB Ottersleben dem Klassenerhalt um einen Zähler näher.

Den Kampf ums Überleben hat die TSG also angenommen. In den ersten 20 Minuten allerdings noch nicht, denn da übernahmen die Gäste die Regie. In der zehnten Minute bekamen die Elf von VfB-Coach Burkard Knobbe einen Freistoß, den Marcus Rasche sicher zur 1:0-Führung verwandelte. Die Mauer hatte TSG-Keeper Christian Harant gut positioniert. Ein paar Zentimeter fehlten allerdings bei Philipp Müller an Körpergröße, um den Ball wegzuköpfen. So brachte sein Sprung nicht den gewünschten Erfolg. Stattdessen schlug der Ball mitten ins Herz, in die linke untere Ecke ein. Harant hatte keine Chance und ärgerte sich. Die Beine weit von sich gestreckt, saß er am Torpfosten, haderte mit sich und dem frühen Gegentor. Dabei waren noch 80 Minuten, die es mehr als in sich hatten, zu absolvieren. Die Gäste spielten weiter munter nach vorn. Matthias Dieterichs hätte gleich zweimal die Führung ausbauen können, doch Harant verhinderte Schlimmeres (21./23.). Zwischenzeitlich konnte auch das Schuhproblem bei TSG-Verteidiger Sascha Bergholz, der einen neuen rechten von Benjamin Richter an der Seitenlinie gereicht bekam, behoben werden. Danach lief es gleich besser, auch bei der TSG, die so langsam in Fahrt kam und sich gute Torchancen erarbeitete. Noch fehlte das Glück und die nötige Präzision. Jede gute Aktion wurde vom Trainerteam beklatscht. Es war also nur noch eine Frage der Zeit, wann der Ausgleich fallen sollte. Er fiel in der 39. Minute, erzielt durch Thomas Wolff. Die Erleichterung war allen anzusehen. “Wir sind dran”, schrie Harant seinen Mitspielern zu. Der erfrischende Offensivfußball, den die TSG zeigte, wurde nur durch den Halbzeitpfiff des Schiedsrichters unterbrochen.

So wollte Calbe auch Hälfte zwei angehen, aber die Elf ließ sich zu sehr in die eigene Hälfte drängen. Drachenberg forderte “Ballkontrolle”. Schwächen offenbarte die TSG vor allem im Zuspiel. Die Flanken und Pässe, die nach vorn gingen, erreichten meist nicht den Adressaten. In den letzten 15 Minuten brachte Drachenberg mit Stephan Schulze einen zweiten Stürmer. Alexander Menz bekam also Unterstützung. “Wir wollten mehr riskieren.” Beide Teams hatten noch gute Chacen das Resultat zu korrigieren. Doch sowohl Harant als auch VfB-Keeper Mark Mewes ließen bis zum Abpfiff nichts mehr zu.

Ein zweiter Torjubel war der TSG “nicht vergönnt”. Dafür ließ sie in Hälfte eins zu viele Chancen liegen. “Wichtig für uns war, dass wir drangeblieben sind”, sagte Drachenberg. Knobbe war “unzufrieden”. Denn nur phasenweise zeigte sein Team das, “was wir spielen wollen”. Mittwoch geht es für die TSG schon weiter. Jeder Punkt zählt.

TSG Calbe/Saale: Harant, Harms, Noack, Bergholz (88. Houpline), Strobach (76. Schulze), Müller, Thomas Schmidt, Wolff, Plantikow, Tobias Schmidt, Menz

VfB Ottersleben: Mewes, Wilhelm, Schönberg, Feldheim, Herrmann, Uffrecht, Müller (75. Meyer), Jakuszeit, Griep, Dieterichs, Rasche

Schiedsrichter: Torsten Felkel (Salzwedel)
Assistent I: Sven Schottenhamel
Assistent II: Thomas Kölle

Ergebnis: 1 : 1 (1 : 1)
Zuschauer: 101
Tore: 0 : 1 Rasche (10.), 1 : 1 Wolff (39.)
Verwarnungen: Müller – Müller, Rasche, Meyer
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 25. Spieltag: “Und der Mai wird besser”

TSG Calbe – FSV Nienburg 2 : 0 (0 : 0)

Die Lösung, die sich aus einer Not heraus ergeben hat, ist eine erfolgreiche. Tobias Plantikow vom Fußball-Landesligisten TSG Calbe ist eigentlich Stürmer, rückte aber aufgrund der Verletzungen von Sebastian Zapke und Benny Blöhm gestern gegen den 1. FSV Nienburg zum zweiten Mal in die Abwehr. “Wir brauchten einen Linksfuß”, sagte TSG-Coach Detlef Drachenberg. Plantikow ging bei Kontern trotzdem nach vorn und legte einen Treffer auf. Calbe gewann mit 2 : 0 (0 : 0).

Die Lockerheit und den Spaß, den die Auswechselspieler der TSG mit Stephan Schulze hatten, wünschte man den Akteuren auf dem Feld. Zu verkrampft, teilweise gar zu kompliziert agierte das Team in den ersten 45 Minuten. Zwar eroberte es sich immer wieder geschickt den Ball, weil Stürmer Alexander Menz oder Mittelfeldakteur Tobias Schmidt gut gegen den Ball arbeiteten, doch in der Offensive ließ Calbe Chancen liegen. Bis zum Strafraum der Gäste lief der Ball gefällig, mal über den starken Philipp Müller in der Mitte, mal über Thomas Wolff oder Sascha Bergholz über Außen. Calbe zeigte, dass es diese vorentscheidende Partie im Kampf um den Klassenerhalt unbedingt gewinnen wollte. Doch im Abschluss schien der Druck zu groß, der finale Pass kam gar nicht erst an, obwohl die Gastgeber in den letzten zehn Minuten ein regelrechtes “Powerplay” aufzogen und Nienburg am eigenen Strafraum einschnürten. Torlos ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel bewahrte Keeper Christian Harant die TSG mit einer starken Parade nach einer Ecke vor dem Rückstand. Das schien das Wecksignal für seine Vorderleute gewesen zu sein. Philipp Müller erzielte nur wenig später das 1:0 (62.). Von Nienburg war bis auf ein paar Konter, die aber dank der starken Innenverteidigung Keven Harms und Sven Noack nicht gefährlich wurden, nichts zu sehen. Zu schwach präsentierte sich das Team in den Zweikämpfen und im Ballvortrag, Calbe bestimmte das Spiel und wurde in seinen Aktionen immer sicherer. Nach einem miserablen Freistoß der Gäste, der von der Mauer abgefangen wurde, sprintete Platikow den Konter über die linke Seite und flankte nach innen. Der eingewechselte Denis Neumeister erzielte per Kopfball das 2:0 (75.). Bis zum Schluss hatte Calbe vor 198 Zuschauern das Geschehen im Griff.

Drachenberg war nach der Partie bereits mit den Planungen für das Spiel am Sonnabend beim SSV Gardelegen beschäftigt. Der Coach ist dann im Urlaub. “Wir müssen mit dem gleichen Kampfgeist auftreten und dürfen uns nicht aus der Ruhe bringen lassen.” Der Start in den Mai ist geglückt (vier Punkte), in Gardelegen kann er noch besser werden.

TSG Calbe/Saale: Harant, Harms, Noack, Bergholz , Strobach, Müller, Thomas Schmidt, Wolff, Plantikow (86. Zapke), Tobias Schmidt (59. Neumeister), Menz (76. Schulze)

1. FSV Nienburg: Zellmer, Rühlicke (46. Hausdorf), Martens, Donath, Trensinger, Goldhorn, Schulze, Friedrich, Pülicher, Thiele, Beck

Schiedsrichter: Frank-Detlef Stietzel (Magdeburg)
Assistent I: Christian Naujoks
Assistent II: Tobias Menzel

Ergebnis: 2 : 0 (0 : 0)
Zuschauer: 198
Tore: 1 : 0 Müller (62.), 2 : 0 Neumeister (75.)
Verwarnungen: Plantikow, Bergholz, Neumeister – Hausdorf, Friedrich, Thiele, Beck
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 26. Spieltag: “Acht Endspiele für den Klassenerhalt”

SSV 80 Gardelegen – TSG Calbe 0 : 3 (0 : 1)

Die TSG Calbe kommt im Endspurt der Fußball-Landesliga so richtig in Fahrt. Am Sonnabend fuhr das Team von Trainer Detlef Drachenberg beim SSV Gardelegen, der auf dem letzten Nicht-Abstiegsplatz steht, einen 3 : 0 (1 : 0)-Erfolg ein. Auch das Glück ist zurückgekehrt. Als es nach einem Handspiel bereits Elfmeter für Gardelegen geben sollte (44.), machte sich der Linienrichter bemerkbar. Er hatte zuvor eine Abseitsstellung gesehen. Nun trennt beide Teams nur noch ein Zähler in der Tabelle. Und beide haben noch acht Partien vor sich.

Beide Mannschaften wussten um die Wichtigkeit der Begegnung. Den Gastgeber hat das wohl eher gelähmt, Calbe hingegen war von Beginn an präsent. Die TSG ging aggressiv in die Zweikämpfe und “kaufte uns den Schneid ab”, sagte SSV-Coach Ronald Krziwanie gegenüber der Volksstimme. Zudem spielte den Gästen der frühe Treffer von Sebastian Strobach (4.) in die Karten. “Wir haben die ersten 25 Minuten bestimmt”, sagte Mannschaftsleiter Peter Körner. Auch das nicht gegebene Tor von Thomas Wolff (8.) aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung brachte das Team nicht aus dem Rhythmus. Es erarbeitete sich viele gute Möglichkeiten. Erst in den letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit kam Gardelegen stärker auf. TSG-Keeper Christian Harant rettete mit einer “sensationellen Parade” im Eins-gegen-Eins gegen Stürmer Mirko Schäfer.

Die ersten Minuten nach dem Wiederanpfiff waren zunächst hektisch und von Fehlabspielen geprägt. “Danach hatten wir wieder alles im Griff”, sagte Körner. Zunächst ließ Thomas Schmidt eine gute Chance aus (60.), verwandelte aber acht Minuten später einen tollen Pass von Tobias Schmidt per Heber zum 0:2. Nach einer erneuten Großtat von Harant (70.) blieb Calbe am Drücker. Der eingewechselte Stephan Schulze erhöhte auf 0:3 (81.). Alexander Menz verlängerte einen Abschlag von Harant. Schulze “umkurvte zwei Gegenspieler” und lupfte den Ball über Keeper Rafael Gritzner ins Tor.

Nun stehen der TSG im Fernduell mit Gardelegen acht “Endspiele im den Klassenerhalt” bevor. Rechtzeitig für das Restprogramm ist das Team in Form. Am Donnerstag tritt es um 13 Uhr bei Eintracht Salzwedel an. Fans können die Mannschaft zu diesem Spiel begleiten. Um 9 Uhr startet das Team mit einem großen Bus am Tankcenter Calbe.

SSV 80 Gardelegen: Gritzner, Frädrich, Opava (35. Busse), Schäfer, Reineke, Markstein, Stolle, Leberecht (76. Hille), Ametepe (56. Ebeling), Schönfeld, Schmidt

TSG Calbe/Saale: Harant, Harms, Noack, Bergholz , Zapke, Strobach (76. Schulze), Müller (83. UUlrich), Thomas Schmidt, Wolff (46. Tobias Schmidt), Neumeister, Menz

Schiedsrichter: Falk Warnecke (Magdeburg)
Assistent I: Marco Uhlmann
Assistent II: Johannes Bettecken

Ergebnis: 0 : 3 (0 : 1)
Zuschauer: 197
Tore: 0 : 1 Strobach (4.), 0 : 2 Th. Schmidt (68.), 0 : 3 Schulze (81.)
Verwarnungen: Opava, Markstein, Schönfeld – Strobach, Menz
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 27. Spieltag: “TSG verpasst Sprung auf Nicht-Abstiegsplatz”

SV Eintracht Salzwedel – TSG Calbe 1:1 (1 : 0)

Fußball-Landesligist TSG Calbe hat den Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz verpasst. Das Team sicherte sich mit dem 1:1 Unentschieden beim Vierten Eintracht Salzwedel gestern zwar einen Punkt, konnte so aber keinen Nutzen aus der 0:3-Niederlage des SSV Gardelegen bei Blau-Weiß Gerwisch am Mittwoch ziehen. Das Torverhältnis ist allerdings nur um einen Treffer besser, weshalb der SSV auf dem 13. Rang bleibt.

Die TSG hat bereits am Sonnabend die nächste Chance, um an den Altmärkern vorbeizuziehen. Das wird allerdings eine schwierige Aufgabe. Calbe empfängt zu Hause Germania Halberstadt II während Gardelegen den 1. FSV Nienburg erwartet. Nienburg hat allerdings am Mittwoch aufhorchen lassen als es Gerwisch mit 1:0 bezwang.

In Salzwedel erzeugte Calbe von Beginn an Druck, hatte aber Pech im Abschluss, beispielsweise durch Philipp Müller, der den Ball nach Flanke von Denis Neumeister nicht richtig traf. Kurz vor der Pause erzielte Gregor Roth das 1:0 für die Gastgeber (39.). Den ersten Schuss parierte TSG-Keeper Christian Harant noch, der Nachschuss war jedoch drin. So ging es mit einem Rückstand in die Pause. Nach dem Wechsel war die TSG um den Ausgleich bemüht. Sebastian Strobach testete die Reflexe des Eintracht-Keepers Dennis Röhl (53.). Salzwedel konnte sich mit Kontern immer wieder befreien und kam mehrfach gefährlich vor das Gästetor, bei Harant war aber Schluss. Im Anschluss nahm die TSG das Heft wieder in die Hand, hatte mehrere Chancen durch Alexander Menz oder Tobias Schmidt. Erfolg hatte aber erst der kurz zuvor eingewechselte Thomas Wolff. Mit einem satten Schuss traf er zum 1:1-Ausgleich (85.) und ließ seine Mitspieler sowie die mitgereisten Fans jubeln.

SV Eintracht Salzwedel: Röhl, Roth, Falkenhagen, Trostmann, Wiese (86. Helbig), Schulz, Weiß, Bauer, Schmidt, Benecke, Komnick (83. Paulini)

TSG Calbe/Saale: Harant, Menz, Neumeister, Harms, Müller, Bergholz (77. Wolff), Strobach, Zapke, Schulze (65. Tobias Schmidt), Noack, Thomas Schmidt

Schiedsrichter: Marco Uhlmann (Welsleben)
Assistent I: Bernd Fritzsche
Assistent II: Christian Schütze

Ergebnis: 1 : 1 (1 : 0)
Zuschauer: 140
Tore: 1 :  0 Roth (39.), 1 : 1 Wolff (85.)
Verwarnungen: Bauer – Bergholz, Schulze, Harms, Thomas Schmidt
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 28. Spieltag: “Eine Vielzahl an Chancen”

TSG Calbe – VfB Germania Halberstadt II 1 : 0 (1 : 0)

Der Jubel war ebenso groß wie die Erleichterung. Philipp Müller war der Erste, der am Sonnabend beim Abpfiff die Arme hochriss. Mit der TSG Calbe hatte er soeben Germania Halberstadt II mit 1 : 0 (1 : 0) bezwungen. Das Team bleibt dennoch auf dem 14. Platz, da Gardelegen gegen den 1. FSV Nienburg einen 2  : 0-Erfolg eingefahren hat.

Das Einzige, was Müller nicht gelang, war, sich zu belohnen. Ob mit Kopfbällen in der Abwehr, mit seiner Schnelligkeit beim Ablaufen seiner Kontrahenten oder mit seiner Präsenz in den Zweikämpfen – seine Gegenspieler hatten oft das Nachsehen. Die größte Chance auf einen Treffer hatte Müller nach einem starken Befreiungsschlag von Thomas Wolff, den Stürmer Alexander Menz auf der rechten Seite erlief und in den Rücken der Abwehr passte. Doch Müller verzog knapp am langen Pfosten vorbei. In der Phase erspielte sich Calbe ein Übergewicht, ließ die Chancen aber aus, beispielsweise durch Denis Neumeister. Er kam entweder einen Schritt zu spät oder erreichte den Ball nicht, der auf dem nassen Untergrund einfach zu schnell wurde, um noch erlaufen werden zu können. So vergab er aussichtsreich nach einem Konter, als er nur noch die Fußspitze an den Ball bekam und diesen in die Arme des Keepers schoss. Und Laufarbeit, davon hatte sowohl er als auch Alexander Menz eine Menge zu leisten. “Wir greifen den Gegner früher an als sonst”, erklärte René Kausmann aus dem Trainergespann mit Detlef Drachenberg die ansteigende Formkurve in den vergangenen Spielen. Die Stürmer müssen also bereits in der gegnerischen Hälfte auf den Ballführenden Druck ausüben. Und das kostet Kraft. Neumeister versuchte zum Ende der Begegnung, seinem Gegenspieler frühzeitig zu entwischen, lief aber ein ums andere Mal ins Abseits.

Ebenfalls von diesen Umstellung betroffen war Tobias Plantikow. Seit vier Spielen kommt er auf der linken Seite der Viererkette zum Einsatz. Nach Ballgewinnen nutzte er immer wieder die Gelegenheit, mit seiner Schnelligkeit die Konter einzuleiten. Das funktionierte bereits gegen Nienburg, das funktionierte gegen Halberstadt II. Sein Pendant auf der rechten Seite war Sascha Bergholz, der zudem eine gute Übersicht bewies und die Seitenwechsel klug initiierte.Die tragische Figur dieser Partie war wohl Halberstadts Florian Köhler. Erst verpasste er die Möglichkeit zum Ausgleich (57.), als der sicher und stark auftretende Sebastian Zapke seinen wohl einzigen Fehler machte und über den Ball trat, dann setzte Köhler einen Freistoß an die Querlatte (60.) und verschoss im Anschluss einen Straßstoß nach Handspiel (63.). Obwohl er diesen nicht nur einfach verschoss, sondern vielmehr an TSG-Keeper Christian Harant scheiterte.
Germania vergab also in Hälfte zwei die wenigen Chancen, die es bekam. Zu schwer tat sich das Team nach den Umstellungen. Im Gegensatz zum 5:1-Sieg über Barleben am Mittwoch fehlten Coach Dirk Kanter die erfahrenen Akteure. Diese wurden durch junge Spieler ergänzt. “Sie sind teilweise noch recht unerfahren”, sagte er gegenüber der Volksstimme.

Sie hatten einen schweren Stand gegen die starke Innenverteidigung mit Zapke und Sven Noack. Das Einzige, das der Coach bemängelte, war das Timing bei Kopfbällen. Die weiten Abschläge von Germania-Keeper Chris Borgsdorf rutschten des Öfteren durch, so dass es am Strafraum der Gastgeber durchaus gefährlich wurde. In Halbzeit eins hat das Team daraus nicht eine Tormöglichkeit gemacht. Peter Köhler, der Mannschaftsleiter der TSG, hatte 9:0-Möglichkeiten zugunsten der Gastgeber notiert. Von dieser Vielzahl an Chancen nutzten sie aber nur eine. Thomas Schmidt war nach einer scharfen Hereingabe zur Stelle (40.). Menz traf zuvor nur das Außennetz (41.). Auch bei ihm war der Jubel nach dem Abpfiff groß.

TSG Calbe/Saale: Harant, Menz, Neumeister (86. Voigt), Plantikow, Müller, Bergholz, Strobach, Zapke, Schulze (60. Wolff), Noack, Thomas Schmidt

VfB Germania Halberstadt II: Borgsdorf, Höbbel, Schwarzenberg, Rudloff, Rust (60. Neuhaus), Amtage, Kessler, Köhler, Fricke (52. Backsmann), Kremer, Uhte

Schiedsrichter: Falk Warnecke (Magdeburg)
Assistent I: Bernd Fritzsche
Assistent II: Tobias Menzel

Ergebnis: 1 : 0 (1 : 0)
Zuschauer: 71
Tore: 1 : 0 Th. Schmidt (40.)
Verwarnungen: Müller, Plantikow – Schwarzenberg, Rudloff
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 29. und 30. Spieltag: “Lehrgeld auf der Zielgeraden”

Gerwisch – Calbe 2 : 1 (1 : 0) / TSG – Barleben 1 : 4 (0 : 1)

Wenigstens musste Detlef Drachenberg das Aufbäumen gestern nicht vermissen, am Sonnabend hatte er davon nicht allzu viel gesehen in der zweiten Halbzeit gegen den FSV Barleben – und dann noch auf heimischem Platz.

Die Landesliga-Kicker der TSG Calbe müssen nun ausgerechnet auf der Zielgeraden der Saison wieder zu viel Lehrgeld bezahlen, nachdem der Entwicklungsprozess dieser jungen Elf im Mai einige Früchte getragen hatte. “Jetzt müssen wir uns wieder aufbauen”, wusste zum Beispiel Sebastian Strobach, einer der beständigsten Youngster im Team. Gestern war Calbe am Boden. Der 1:4 (0:1)-Schlappe am Sonnabend folgte die 1:2 (0:1)-Niederlage bei Blau-Weiß Gerwisch. “Wir müssen nach vorn gucken”, sagt Coach Drachenberg. Der Rückstand zum Nichtabstieg beträgt nur einen Punkt.

Es sind zum einen diese leichten Fehler, die der TSG unterlaufen, es sind zum anderen die Chancen, die die TSG nicht nutzt. Auch gegen Barleben hätte das Team zur Pause führen müssen, lag aber zurück. Thomas Wolff markierte den Ehrentreffer zum 1:2 (66.). Gestern wollte Calbe zunächst das eigene Tor sichern und über Konter den Erfolg suchen. Konter wurden aber nicht konsequent ausgespielt, obwohl ihre Ansätze spielerische Klasse der TSG bestätigten. Und dann standen sie einfach zu schlecht zum Mann, gingen in der Rückwärtsbewegung die falschen Wege, weshalb Marco Träbert zum 0:1 (43.) einschießen durfte. Ebenso unglücklich verlief der Beginn der zweiten Hälfte für die Gäste, zehn Minuten waren absolviert, wieder konnten sie zu dritt André Schacker nicht stellen, Philipp Baumgartl bedankte sich mit dem 2:0 (55.). Gerwisch verpasste es, seine Konter besser zu nutzen. Vor allem nach der Ampelkarte gegen Sascha Bergholz (63.) verlor das Team an Körpersprache und Präzision. Dagegen hatte Calbe plötzlich zwei riesige Möglichkeiten, Alexander Menz scheiterte per Kopfball (61.) und Sebastian Zapke scheiterte freistehend nach einer Ecke (62.). In der 90. Minute traf Menz per Foulstrafstoß (Herms an Neumeister) zum 2:1, aber dann war es zu spät, um den Ausgleich nachzulegen. “Wir wurden für unsere Fehler rigoros bestraft”, resümierte Drachenberg das Wochenende. Es warten noch vier Endspiele.

Gerwisch: Krüger – Schönfeld, Sauer, Tangermann, Hoppe – Raugust, Träbert, Zimmer, Herms – Schacker (72. Gädke), Baumgartl

TSG Calbe: Harant – Bergholz, Harms, Zapke, Noack – To. Schmidt (46. Th. Schmidt), Müller, Strobach, Plantikow (74. Wolff) – Neumeister – Menz

 

Spielbericht vom 31. Spieltag: “Der Blick geht gleich nach vorn”

TSG Calbe – MSV Börde 3 : 2 (1 : 0)

In diesen letzten Minuten hielten es Trainer und Auswechselspieler nicht mehr aus vor Spannung. Tobias Plantikow hatte für die TSG Calbe gegen den Dritten der Fußball-Landesliga, den MSV Börde, zum 2:2 ausgeglichen (67.), danach lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, wollten den Dreier.

Der eingewechselte Steffen Ulrich schließlich überlistete die Börde-Abwehr mit einem Heber und erreichte Denis Neumeister, der MSV-Keeper Kevin Stauch ausspielte und zum 3:2 (1:0) traf (86.). Bis zum Ende verteidigte die TSG diesen Vorsprung für “drei ganz wichtige Zähler”, sagte Trainer Detlef Drachenberg. Schließlich hat Gardelegen, der unmittelbare Konkurrent um den letzten Nicht-Abstiegsplatz, mit dem 8:2-Kantersieg gegen Quedlinburg ebenfalls gewonnen.

Zunächst begann die Partie recht verheißungsvoll, Stefan Liske erzielte nach Flanke von Alexander Menz das 1:0 per Eigentor (11.). In der Folge hatten Neumeister und Plantikow gute Möglichkeiten, vergaben aber. Dann führten Unstimmigkeiten und Fehler in der Abwehr zum 1:1-Ausgleich durch Dustin Lenz (49.) und zum 1:2 durch Marcus Mähnert (60.). In dieser Phase vergaben Thomas Schmidt und Plantikow die erneute Führung. Doch Calbe ließ sich nicht beirren, erzeugte weiter viel Druck in der Offensive und erzielte zwei Treffer zum 3:2-Sieg.

Die TSG dachte gar nicht lange über den Sieg nach, sondern richtete gleich nach dem Abpfiff den Blick nach vorn. Am Mittwoch steht das Derby beim Schönebecker SV bevor, der nach der 1:4-Niederlage bei Eintracht Mechau nur noch zwei Punkte Vorsprung hat. Der Kampf um den Klassenerhalt spitzt sich weiter zu.

TSG Calbe/Saale: Harant, Schmidt, To. (60. Wolff), Zapke, Noack, Harms, Müller (79. Ulrich/ 88. Voigt), Strobach, Menz, Neumeister, Plantikow, Thomas Schmidt

MSV Börde 1949: Stauch, Fischer, Kelm, Sommer Mähnert, Weisser, Malchau (62. Zoll), Könning, Lenz, Liske, Jahns

Schiedsrichter: Johannes Schipke (Wolmirstedt)
Assistent I: Aline Schäfer
Assistent II: Henry Schwietzer

Ergebnis: 3 : 2 (1 : 0)
Zuschauer: 61
Tore: 1 : 0 Liske (11. – Eigentor), 1 : 1 Lenz (49.), 1 : 2 Mähnert (60.), 2 : 2 Plantikow (67.), 3 : 2 Neumeister (86.)
Verwarnungen: Harant – Zoll
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 32. Spieltag: “Auswärtspunkt im Derby lässt hoffen”

Im heutigen Derby beim Schönebecker SV konnte die Drachenberg/Kausmann-Elf einen wichtigen Punkt an die Saale entführen.

Schönebecker SV 1861: Ebeling, Bernau, Günther, Schubert, Bruchmüller, Ebeling, Wolff, Rhode, Hellige (84. Dudziak), Jörß, Wagner

TSG Calbe/Saale:Harant, Schmidt, Th. (72. Bergholz), Wolff (87. Ulrich), Zapke, Noack, Harms, Müller, Strobach, Menz, Neumeister,Plantikow (84. Schmidt, To.)

Schiedsrichter: Christian Kliefoth (Quedlinburg)
Assistent I: Alexander Kroll
Assistent II: Sven Schweinefuß

Ergebnis: 0 : 0 (0 : 0)
Zuschauer: 212
Tore: keine
Verwarnungen: Jörß, Bernau, Wagner – Schmidt, Th., Neumeister
Gelb/Rot: keine
Rot: keine

 

Spielbericht vom 33. Spieltag: “TSG verlässt die Abstiegsränge “

Blankenburger FV – TSG Calbe 1 : 2 (1 : 0)

Erstmals seit dem 20. Spieltag rangiert Fußball-Landesligist TSG Calbe auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Das Team vom Trainergespann René Kausmann und Detlef Drachenberg gewann am Sonnabend beim Blankenburger FV trotz doppelter Unterzahl mit 2 : 1 (0 : 1) und übernahm dadurch den 13. Platz vom SSV Gardelegen, der mit 0:4 beim Schönebecker SV unterlag.

Die Partie begann schon “relativ skurril”, sagte Drachenberg. Die Gastgeber liefen nämlich nur mit zehn Spielern auf, weil einige wohl berufsbedingt später kamen. Spielfluss wollte aber weder bei den Calbensern noch bei den Blankenburgern aufkommen. “Es waren wieder viele Fehlpässe dabei”, resümierte Drachenberg und erinnerte sich an die Begegnung beim Schönebecker SV. In dieser lief es nämlich ähnlich. Als die Gastgeber durch Sebastian Fabich das zweite Mal gefährlich vor den Kasten von Christian Harant kamen, blieb Sebastian Zapke nur die Notbremse. “Er musste aushelfen, da zuvor ein Fehlpass gespielt wurde”, nahm ihn der Coach in Schutz. Doch Zapke war letzter Mann und sah daraufhin die rote Karte (42.). Den Strafstoß verwandelte Toni Neumann zum psychologisch vorteilhaften 1 : 0 (43.) kurz vor der Pause für die Blankenburger. Doch nicht die Gastgeber traten in Halbzeit zwei stark auf, sondern die TSG.

Obwohl BFV-Coach Henry Neumann in der Kabine noch davor gewarnt hatte, selbst die Initiative zu ergreifen anstatt “Calbe kommen zu lassen”, spielten seine Schützlinge nach vorn, und Calbe konterte. Über zwei Stationen und einen langen Pass erzielte Tobias Schmidt den 1 : 1-Ausgleich (50.). “Wir hatten in dieser Phase mehrere gute Aktionen”, lobte Drachenberg. Sein Team legte nur fünf Minuten später nach. Alexander Menz traf per Elfmeter zum 1 : 2. Ärgerlich war anschließend die gelb-rote Karte gegen Denis Neumeister wegen Meckerns. Nun musste die TSG die verbleibenden 33 Minuten zu Neunt spielen. “Aber wir haben das gut gelöst”, schätzte der Coach ein. Blankenburg versuchte es mit der “Brechstange”, anstatt mit zwei Mann mehr die Gäste ins Laufen zu zwingen. Zudem blieb das Team im Abschluss unkonzentriert, verlor oft den Ball und schließlich das Spiel. Katerstimmung herrschte daher bei den Gastgebern: “Wir waren erneut nicht in der Lage, eine taktische Marschroute umzusetzen.

Das ist einer der Gründe, weshalb wir aus der Landesliga absteigen”, sagte Team- Verantwortlicher Birger Wiedenbach. Calbe hingegen hat es nun selbst in der Hand, den Ligaverbleib im letzten Spiel am Sonn-abend zu sichern. Dazu muss gegen den Quedlinburger SV zumindest ein Unentschieden her. “Wir dürfen das Spiel nicht zu leicht nehmen”, warnte Drachenberg. “Quedlinburg darf man nicht unterschätzen.” Das Team gewann am Sonnabend gegen den FSV Barleben mit 2 : 0.

Blankenburger FV: Schreiber, Kühnel, Neudek, Mzyk, Schmidt, Lehmann, Zobel, Fabich (89. Lüttich), Effler, Leventyuez, Neumann

TSG Calbe/Saale:Harant, Schmidt, To., Bergholz, Zapke, Noack, Müller (90. Voigt), Strobach, Schmidt, Th. (75. Wolff), Menz (83. Ulrich), Neumeister, Plantikow

Schiedsrichter: Falk Warnecke (Magdeburg)
Assistent I: Felix-Benjamin Schwermer
Assistent II: Luis Schneider

Ergebnis: 1 : 2 (1 : 0)
Zuschauer: 70
Tore: 1 : 0 (Strafstoß), 1 : 1 Schmidt, To., 1 : 2 Menz (Strafstoß)
Verwarnungen: Mzyk, Kühnel, Leventyuez – Neumeister, Müller
Gelb/Rot: Neumeister
Rot: Zapke

 

Spielbericht vom 34. Spieltag: “Jubel weicht der Erleichterung”

TSG Calbe – Quedlinburger SV 1 : 1 (1 : 0)

Der Jubel war nicht laut, der Jubel war kurz. Mehr war nicht drin nach dem mageren 1 : 1 (1 : 0)-Unentschieden der TSG Calbe am Sonnabend gegen den Quedlinburger SV. Das Remis sicherte den Verbleib in der Fußball-Landesliga, es war zudem die Mindestanforderung, und es war notwendig. Konkurrent SSV Gardelegen, der das bessere Torverhältnis hat, gewann nämlich gegen den VfB Ottersleben mit 3:2.

Am Ende gaben sich Coach Detlef Drachenberg und Tobias Plantikow die Hand und wünschten sich gegenseitig viel Erfolg in der neuen Saison – bei neuen Vereinen. Plantikow wechselt zum Ligakonkurrenten Schönebecker SC, bei dem er “hoffentlich wieder Tore schießen darf”, sagte er scherzhaft. Er war seit Mai in die Viererkette zurückbeordert und mit Defensivaufgaben betraut worden. Das war erfolgreich. Drachenberg wird neben seiner Tätigkeit im Leistungsstützpunkt Staßfurt die E-Jugend des TV Askania Bernburg übernehmen. Dort wird es einen Stab mit drei Trainern geben, so dass “ich wieder mehr Zeit für meine Familie habe”, sagte er. Die Zeit bei der TSG “habe ich genossen”, obwohl es oft Kritik gab. “Es ist nicht einfach, so eine junge Mannschaft immer wieder richtig einzustellen und aufzustellen.”

Auch gegen Quedlinburg wurden die Verletzten und Gesperrten durch Akteure aus der Zweiten ersetzt. In so einem wichtigen Spiel war dem Team die Nervosität anzumerken. So versprangen die Bälle bei der Annahme, Pässe kamen nicht an, der freie Mitspieler wurde nicht gesehen oder der Abschluss war zu ungenau. Dabei hätte die frühe Führung durch Alexander Menz per Elfmeter Sicherheit bringen müssen (3.). Auch im Anschluss und kurz vor der Pause “hatten wir hochkarätige Chancen”, sagte Drachenberg. Die vielen Zwischenrufe von Außen trugen nicht gerade zur Sicherheit oder zur Beruhigung bei. Und so kamen die Gäste noch einmal zurück in die Partie. Zweimal hatte es bereits einen Warnschuss gegeben, als sich Martin Gottowik durch die Mitte gut in Szene setzte, aber verzog (72., 74.). Beim dritten Mal erzielte Benjamin Krull den Ausgleich für den QSV (75.). In der Folge war Calbe geschockt, bangte um den notwendigen Punktgewinn.

Erst als Menz kurz vor dem Ende noch einmal Zeichen setzte und die Gegenspieler sehr früh unter Druck setzte, ging ein Ruck durch die Mannschaft, wurden Ballgewinne forciert. Doch Alexander Voigt verzog oder Menz schloss zu spät ab, so dass noch ein Abwehrspieler der Gäste dazwischen war. Beim Schlusspfiff war der Jubel klein. Er wich jedoch der umso größeren Erleichterung. Schließlich spielt die TSG auch im kommenden Jahr in der Landesliga Nord.

TSG Calbe/Saale: Harant, Menz, Voigt, Harms, Bergholz, Strobach, Sandau (76. Ulrich), Noack, Thomas Schmidt, Plantikow, Tobias Schmidt (88. Kober)

Quedlinburger SV: Schröder, Weidner, Kliemt, Brenner, Gottowik, Reza Hormozi, Brüser (40. Krull), Frye (72. Bawey), Klauss, Doppel, Wanka

Schiedsrichter: Karsten Fettback (Stendal)
Assistent I: Elfi Schwander
Assistent II: David Hoja

Ergebnis: 1 : 1 (1 : 0)
Zuschauer: 86
Tore: 1 : 0 Menz (3′ – Strafstoß), 1 : 1 Krull (75′)
Verwarnungen: Bergholz – Brenner
Gelb/Rot: keine
Rot: keine


Rückblick in die Historie – 2008/2009 – Landesligasaison

Abschlusstabelle der Saison 2008/2009 in der Landesliga Mitte.

Abschlusstabelle der Saison 2008/2009 in der Landesliga Mitte.

  1. Spieltag – 24.08.2008: SV Einheit Wittenberg – TSG Calbe 2:1
  2. Spieltag – 29.08.2008: TSG Calbe – FSV Hettstedt 2:0
  3. Spieltag – 13.09.2008: Germania Wernigerode – TSG Calbe 1:1
  4. Spieltag – 20.09.2008: TSG Calbe – FC Grün-Weiß Piesteritz II 5:3
  5. Spieltag – 27.09.2008: SV Stahl Thale – TSG Calbe 0:1
  6. Spieltag – 18.10.2008: TSG Calbe – SV Eintracht Elster 4:1
  7. Spieltag – 25.10.2008: SV Edelweiß Arnstedt – TSG Calbe 0:9
  8. Spieltag – 01.11.2008: TSG Calbe – VfB Germania Halberstadt II 2:2
  9. Spieltag – 08.11.2008: FC Einheit Wernigerode – TSG Calbe 2:1
  10. Spieltag – 15.11.2008: TSG Calbe – Quedlinburger SV 1:0
  11. Spieltag – 29.11.2008: SV Germania Roßlau – TSG Calbe 1:0
  12. Spieltag – 06.12.2008: Schackstedter SV – TSG Calbe 1:3
  13. Spieltag – 28.02.2009: TSG Calbe – SV Einheit Wittenberg 1:0
  14. Spieltag – 08.03.2009: FSV Hettstedt – TSG Calbe 0:1
  15. Spieltag – 14.03.2009: TSG Calbe – Germania Wernigerode 1:3
  16. Spieltag – 21.03.2009: FC Grün-Weiß Piesteritz II – TSG Calbe 1:1
  17. Spieltag – 28.03.2009: TSG Calbe – SV Stahl Thale 1:2
  18. Spieltag – 18.04.2009: SV Eintracht Elster – TSG Calbe 0:3
  19. Spieltag – 25.04.2009: TSG Calbe – SV Edelweiß Arnstedt 2:2
  20. Spieltag – 09.05.2009: VfB Germania Halberstadt II – TSG Calbe 0:3
  21. Spieltag – 16.05.2009: TSG Calbe – FC Einheit Wernigerode 0:2
  22. Spieltag – 23.05.2009: Quedlinburger SV – TSG Calbe 1:1
  23. Spieltag – 06.06.2009: TSG Calbe – Schackstedter SV 3:3
  24. Spieltag – 13.06.2009: TSG Calbe – SV Germania Roßlau 2:3

Interview mit TSG-Trainer Christian Kehr zur neuen Saison in der Landesliga Mitte

Erstmals seit dem Abstieg aus der Verbandsliga spielen die Fußballer der TSG Calbe wieder in der Landesliga Mitte. Nachdem die Mannschaft von Christian Kehr in der abgelaufenen Spielzeit lange um den Klassenerhalt bangen musste, erst am letzten Spieltag den Sprung auf Rang sechs gelang, soll nun endlich die direkte Qualifikation zum Landespokal gelingen. Volksstimme-Mitarbeiter Marko Jeschor sprach mit dem Trainer über das Team, Persönlichkeiten und die neue Liga.

Volksstimme: Herr Kehr, welche Erfahrungen haben Sie und Ihre Mannschaft aus der abgelaufenen Spielzeit mitgenommen?

Trainer Kehr: Nachdem wir in der letzten Saison viele Berge und Täler durchschritten und uns letztlich zurecht den sechsten Tabellenplatz am letzten Spieltag erreicht haben, bleibt am Ende dieser Saison die Erkenntnis, dass wir lediglich in zwei Spielen verdient den Platz als Verlierer verlassen mussten. In den anderen neun verlorenen Partien haben wir oftmals aufgrund unserer jugendlichen Verspieltheit oder mangelnder Konzentration im Abschluss ein besseres Ergebnis verschenkt. Dies führte dazu, dass wir eben bis zum Saisonende mit dem schweren Gepäck der Abstiegsangst zu kämpfen hatten. Aber wir haben es auch diesmal geschafft, und diese Erfahrungen des „unbedingten gewinnen Müssens“ werden uns in der Zukunft sicher hilfreich sein.

Volksstimme: Die Experten sind sich nicht einig. Welche Staffel der Landesliga ist denn nun die schwierigere? Schauen Sie womöglich mit einem Auge auf die Staffel Nord? Trauern Sie der Staffel vielleicht ein wenig nach?

Trainer Kehr: Das ist schwierig zu beantworten. Mit Einheit Wernigerode, Arnstedt, FSV Hettstedt, der Oberligareserve von Germania Halberstadt und nicht zuletzt mit Stahl Thale ist die Landesliga Staffel Mitte hochkarätig besetzt. Für uns als alter Neuling in der Staffel Mitte, mit der Erfahrung von zwei Verbandsligaaufstiegen aus dieser Staffel, wird es interessant sein, sich mit den besten Mannschaft aus dem Harz zu messen. Und da wir in den letzten Jahren nur einen Sieg aus unzähligen Spielen in der Altmark verbuchen konnten, werden wir nun voller Enthusiasmus unsere Harzreisen angehen.

Volksstimme: Die Fans hatten sich nach dem Abstieg des Schönebecker SV 1861 und dem Aufstieg des Schönebecker SC auf spannende Derby im Salzlandkreis gefreut. Sie auch?

Trainer Kehr: Sicher sind die Vergleiche gegen den SSV und den SSC immer interessant und aufgrund der örtlichen Nähe und der Geschichte der Vereine voller Brisanz. Nicht nur für die Zuschauer und Fans, sondern auch für die Funktionäre, Trainer und vor allem die Spieler sind diese Spiele Höhepunkte. Vielleicht trifft man sich im Pokal…

Volksstimme: Ihr Team ist im Großen und Ganzen zusammengeblieben. Das spricht für eine gewisse Konstanz. Mit Philipp Müller und Thomas Wolff sind zwei weitere junge Leute in die Saalestadt gekommen. Was erwarten Sie sich von beiden?

Trainer Kehr: Wir gehen den Weg der Jugend weiter. Mit Philipp Müller (21) und Thomas Wolff (20) sind zwei hoffnungsvolle Spieler zur TSG gewechselt, die in den Testspielen ihre Klasse schon angedeutet haben. Thomas fällt nicht zuletzt durch seine große Statur und seinen Drang die „eins gegen eins“ Situationen zu suchen auf. Er hat einen tollen Abschluss und ein gutes Auge für seine Mitspieler. Das spricht auch für Philipp. Er zeichnet sich vor allem durch eine hohe Passgenauigkeit aus und fällt durch seine Vorbereiterqualitäten auf. Auch Keven Harms gehört mit seinen 25 Jahren noch lange nicht zum alten Eisen und wird uns qualitativ breiter aufstellen. Durch ihn haben wir vor allem auf unserer linken Seite größere Optionen noch Spielbestimmender zu werden.

Volksstimme: Wer trägt im Team jetzt, wo Gösta Pysall nicht mehr dabei ist, die Verantwortung in der Abwehr? Gehen Sie den Trend zur Viererkette mit?

Trainer Kehr: Die Verantwortung ruht bei uns immer auf mehreren Schultern. Das war auch schon so, als Gösta noch bei uns war. Sicherlich ist er aufgrund seiner Kopfballstärke ein Verlust für das Team, aber ich bin überzeugt, dass wir mit Sebastian Zapke, Sven Noack, Maik Hoffmann, Benny Blöhm oder dem jungen Christian Knabe diese Lücke schließen werden. Und zu deiner zweiten Frage: Ich wusste gar nicht, dass die Viererkette nur ein Trend ist. Die TSG spielt schon seit 2006 mit diesem gruppentaktischen Defensivblock (drittbeste Abwehr der letzten Saison), zumal es in meinen Augen auch viel mehr Optionen für das Spiel mit dem Ball schafft.

Volksstimme: Wer zählt zu den Leistungsträgern im Team, wer zu den Hoffnungsträgern?

Trainer Kehr: Da sind sicherlich Torhüter Christian Harant, Stürmer Alexander Menz, Kapitän Maik Hoffmann und auch Tobias Plantikow zu nennen. Aber unser größter Leistungsträger muss die Konstanz werden. Nur wenn wir es schaffen über viele Spiele hinweg attraktiven und temporeichen Angriffsfußball zu zeigen und uns mit guten Ergebnissen belohnen, haben wir eine gute Zeit vor uns. Zu den Hoffnungsträgern gehören vor allem Sascha Bergholz, Thomas Wolff und Stephan Schulze. Doch die größten Hoffnungen setze ich auf Denis Neumeister, der trotz seiner Jugend (20 Jahre) in Punkto Ballsicherheit und taktischer Raffinesse seinen Mitspielern einiges voraushat und zu einem echten Leistungsträger werden kann.

Volksstimme: In der Saison 2009/2010 wird es nur noch zwei Landesliga-Staffeln geben. Es herrscht also ein verschärfter Abstiegskampf. Die TSG sieht sich aber nicht im unteren Tabellenfeld, oder? Wo sehen Sie ihre Mannschaft am Saisonende?

Trainer Kehr: Wir haben uns nach dem Verbandsligaabstieg 2006 von Platz 8 auf Platz 6 stets verbessert. Diesen Trend wollen wir auch in der kommenden Saison beibehalten. Nachdem die Mannschaft größtenteils zusammengeblieben ist und wir uns gezielt verstärken haben, ist nun unser oberstes Ziel in die zweigleisige Landesliga zu kommen. Darüber hinaus haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, die Tabellenplätze drei bis fünf zu erreichen. Das würde die direkte Qualifikation für den Landespokal bedeuten. Und für uns, als eine der höchstspielenden Fußballmannschaften des Salzlandkreises, muss es das Ziel sein, den Salzlandkreispokal zu gewinnen. Dass diese Ziele nicht einfach zu erreichen sind, ist uns bewusst. Doch wir wissen, bei allen Unwägbarkeiten die uns auch in dieser Saison wieder bevorstehen werden, müssen wir uns große Ziele setzen. Wir wollen uns als Mannschaft weiterentwickeln, sowohl in fußballerischen als auch in persönlichen Dingen. Und eine positive Entwicklung ist mit einem oberen Tabellenplatz oder einem Titel am Besten zu untermauern.

Volksstimme: Wer zählt zu den Favoriten auf den Aufstieg in die Verbandsliga, wer muss gegen den Abstieg kämpfen?

Trainer Kehr: Wie schon erwähnt, zählen für mich Wernigerode, Arnstedt, Hettstedt und auch Thale zum Favoritenkreis. Vielleicht schafft es noch die eine oder andere Mannschaft oben mitzumischen, aber grundsätzlich sind diese Teams zu nennen. Wer steigt ab? Zumeist haben es die Aufsteiger schwer sich in der neuen Spielklasse zu etablieren. Ich hoffe für uns, dass wir mehr Spiel gewinnen als verlieren werden und somit im oberen Tabellendrittel landen.

Quelle: Volksstimme Schönebeck | Autor: Marco Jeschor

Historie_2008-09_Team (1)

Mannschaftsfoto der ersten Männermannschaft der TSG Calbe in der Landesligasaison 2008/2009.

Volksstimme-Bericht zum 1. Spieltag.

Volksstimme-Bericht zum 1. Spieltag.

Noch lange nach dem Abpfiff der Begegnung zwischen Einheit Wittenberg un der TSG Calbe steht der Beobachter unter dem Eindruck dessen , was sich im Stadion am Platz der Jugend abgespielt hat.

Wenn man wie die TSG 75 Minuten auf ein Tor gespielt und am Ende doch verloren hat, muss es Ursachen dafür geben und die gab es in der Tat. Vordergründig war es das Unvermögen der Calbenser, die teilweise hervorragend kombinierten und das Spiel zu jeder Zeit im Griff hatten, den Ball im Tor unterzubringen. Insbesondere in der 1.Spielhälfte war kaum noch auszuhalten, was da fast im Minutentakt versiebt wurde. Hinzu kam dann auch noch, dass das Kollektiv um Schiedsrichter Wiesner, das in der 1. Halbzeit hervorragend geleitet hatte, nach der Pause mit vielen Fehlentscheidungen die Calbenser aus dem Rythmus
brachte und Wittenberg schließlich zum Sieg verhalf. Da fragt man sich natürlich, ob der
Pausentee, die Thesen an der Tür der Schiedsrichterkabine oder etwas anderes das Schiedsrichterkollektiv derartig von ihrer Linie abgebracht hat.
Schon vor der Begegnung merkte man die Anspannung des Gastgebers, die berechtigt war, denn die Calbenser begannen sofort zu kombinieren und hatten bereits in der 3.min die erste Gelegenheit durch St.Schulze, der nach Zuspiel von Th.Wolff aus 20 Meter am gegnerischen Schlussmann scheiterte. Nur wenig später (5.min) legte S.Bergholz mit einem tollen Diagonalpass für A.Menz auf und der schoß unhaltbar zur Führung für die Calbenser ein. Es folgte noch einmal St.Schulze (10.min) der nach Freistoß von K.Harms nur Millimeter über den Querbalken köpfte. Der Gastgeber kam erstmals in der 18.min vor das TSG Tor, war aber zu harmlos um Ch.Harant zu gefährden. Danach hätte die TSG den Sack zumachen müssen, den in der Folge scheiterten mit zum Teil 100-prozentigen Gelegenheiten A.Menz (19.min), S.Bergholz (22. und 32. min)und T.Plantikow in der 33.min. Danach wurde eine alte Fußballweisheit einmal mehr wahr gemacht, denn nach einem Ballverlust der TSG im Mittelfeld klappte bei der bis dahin gut aufgestellten Calbenser Abwehr die Abseitsfalle nicht und schon stand es in der 35.min 1:1. Bis zur Pause brauchte die TSG, um den Treffer zu verarbeiten, kam aber ähnlich engagiert in die 2.Spielhälfte und hatte die erste Einschussmöglichkeit durch T.Plantikow, der aber erneut scheiterte (57.min). Augenscheinlich wurde aber dann das bereits erwähnte Umschwenken des Schiedsrichterkollektivs, das die Kreise der Calbenseer erfolgreich störte. Die Krönung war der Elfmeter für die Wittenberger in der 67.min, den diese eiskalt zur 1:2 Führung nutzten. Die Calbenser rannten weiterhin an, um sich endlich für ihr gutes Spiel zu belohnen, so wie es der Trainer während des Spielverlaufes mehrfach forderte. Aber alle Bemühungen und Gelegenheiten durch T.Plantikow,St.Schulze und insbesondere auch A.Menz, der ein wahnsinns Pensum abspulte, führten nicht einmal mehr zum mehr als verdienten Ausgleich. Am kommenden Freitag, 18.30 Uhr steht die TSG im Hegerstadion gegen den Verbandsligaabsteiger aus Hettstedt nun schon unter Druck und es wird sich zeigen, wie die junge Mannschaft damit umgehen kann.

Aufstellung: Ch. Harant, S. Zapke, S. Noack, B. Blöhm, Ph. Müller(81. Ch. Knabe), S. Bergholz (78. N. Graichen), K. Harms, Th. Wolff, A. Menz, T. Plantikow, St. Schulze

Volksstimme-Schlagzeile zum 2. Spieltag.

Volksstimme-Schlagzeile zum 2. Spieltag.

Es gibt Spiele, da funktioniert einfach alles – jeder Ball kommt an, aus jedem Zweikampf geht man als Sieger hervor. Alexander Menz hatte gestern Abend so einen Spiel. Der Calbenser Kapitän ging immer vorbildlich voran. Er kämpfte, rackerte und wurde letztlich dafür auch belohnt. Er führte mit dem 2 : 0 ( 0 : 0 ) -Sieg gegen den FSV Hettstedt in der Fußball-Landesliga Mitte sein Team zum Glück. Und das wird bei Menz heute sicherlich auch weiter anhalten. Er wird zum ersten Mal Vater.

Stephan Schulze konnte einem dagegen in Halbzeit eins richtig Leid tun. Er spielte im Sturm, zumindest stand er ganz weit vorn. Doch so sehr er sich auch mühte, vielleicht eine Lücke zu fi nden in dieser kompakten Hettstedter Abwehr, das Glück war ihm verwehrt. Der FSV igelte sich zum Teil weit in der eigenen Hälfte ein, ließ Schulze so natürlich kaum zum Luft holen – wenn er denn das Leder bekam. Da die TSG im Mittelfeld nur über die linke Außenbahn mit Keven Harms und Thomas Wolff schnell nachrückte, hielten sich die Anspielstationen für ihn allerdings eher in Grenzen.

Die Calbenser diktierten dennoch das Geschehen, auch weil die Hettstedter noch weniger für die Offensive taten. Erst probierten sich die Mannen von Trainer Danny König aus der zweiten Reihe, dann aus der dritten, irgendwann suchten sie sogar den Abschluss in der Nähe der Mittellinie. Es wirkte fast verzweifelt. Die zwei Chancen im ersten Durchgang ( 15 ., 38. ) waren deswegen eher nicht der Rede wert, auch wenn TSG-Keeper Christian Harant einmal rettend eingreifen musste. Die TSG hielt sich vor dem Tor allerdings ebenfalls zurück. Menz hatte nach einer Flanke von Wolff noch die beste Möglichkeit ( 35. ), scheiterte aber nach einer schlechten Annahme fünf Meter vor dem Tor.

Torjubel nach der Führung durch D. Neumeister

Der Kapitän hatte nach dem Wechsel aber schnell erkannt, dass sich die TSG auf dem richtigen Weg befand. Die Bälle wurden jetzt weit weniger durchs Mittelfeld getragen als noch im ersten Abschnitt. Vielmehr bediente Denis Neumeister auf der zentralen Position Benny Blöhm und Wolff auf Außen. Beide fanden zunehmend besser in die Partie, sorgten auch für den einen oder anderen gefährlichen Ball. Letztlich leitete Neumeister selbst die 1 : 0-Führung ( 67. ) ein. Wieder wurde das Leder schnell diagonal über die linke Seite gespielt, wieder hatte Wolff Zeit zum Flanken, diesmal vollendete Neumeister aber mit schöner Präzision.

Hettstedt verstärkte zwar bis zum Ende die Bemühungen, hatte durchaus auch die Möglichkeit zum Ausgleich. Jedoch zeigte sich die Calbenser Innenverteidigung mit Sebastian Zapke und Sven Noack fast immer auf der Höhe. Als die Gäste kurz vor dem Ende der Partie dem Ausgleich näher schienen als die TSG dem zweiten Treffer, stach Plantikow, der bis dahin zwar viele Wege gegangen war, dem aber in der fi nalen Aktion vor dem Tor wieder die Nerven flatterten, unnachahmlich zu. Er setzte sich auf Höhe der Mittellinie gleich gegen drei Gegenspieler durch, lief allein auf den FSV-Torhüter zu und vollendete sicher zum 2 : 0 ( 86. ) – der Arbeitssieg war damit perfekt. Plantikow krönte somit nicht nur seine Leistung, sondern auch vom gesamten Team. ” So erwarte ich es immer von ihm “, freute sich Kehr unmittelbar nach dem Abpfi ff.

TSG Calbe: Harant – Müller, Harms, Zapke, Noack, Neumeister ( 70. Bergholz ), Wolff, Blöhm, Menz ( 85. Schubert ), Plantikow, Schulze ( 56. Graichen )

Volksstimme-Schlagzeile zum 3. Spieltag.

Volksstimme-Schlagzeile zum 3. Spieltag.

Am vergangenen Wochenende musste die TSG zum Tabellenführer der Landesliga Mitte, Germania Wernigerode, reisen und wenn man das nach bisher zwei Spieltagen tun muss, kann man sein Gegenüber trotz der beiden Auftaktsiege nur schlecht einschätzen. Die Calbenser sind bis dato mit zwei unterschielichen Ergebnissen gestartet, haben aber offensichtlich ihren Rhythmus noch nicht gefunden.

Trotz einiger Verletzungen über die Woche, konnte Trainer Kehr dann doch mit der gleichen Formation beginnen wie gegen Hettstedt. Diese konzentrierte sich dann in der Anfangsphase des Spieles darauf, die Kreise des Gastgebers zu stören, der mit dem Wind im Rücken anrannte und überwiegend mit hohen Eingaben in den Strafraum zum Erfolg kommen wollte.

Starker Rückhalt - Torwart Ch. Harant

Starker Rückhalt für sein Team – Torwart Ch. Harant

Ch.Harant wirkte jedoch gewohnt sicher und behauptete den Luftraum vor seinem Tor. Nach der ersten Viertelstunde hatten sich dann beide Teams im Griff und so spielte sich die Begegnung überwiegend zwischen den Strafräumen ab. In der 17. min musste die TSG bereits den ersten Spielerwechsel vornehmen. B. Blöhm verletzte sich bei einem Zweikampf und wurde durch M. Hoffmann ersetzt, der sich langsam wieder ins Team trainiert. Die bis dahin beste Möglichkeit des Spieles hatte T. Plantikow in der 19. min. Nach Zuspiel von K. Harms nahm Plantikow das Leder von der Strafraumgrenze volley und der gegnerische Schlussmann hatte große Mühe die Führung der Calbenser zu verhindern. Die TSG hatte danach zumindest optische Vorteile, kamen aber insgesamt kaum zu Torgelegenheiten, weil bis zum Strafraum zwar relativ gut agiert wurde, die Fehlerquote bei den finalen Pässen aber nahe an der 100-Prozentgrenze lag. So kam neben T. Plantikow vor der Pause nur noch der Antreiber A. Menz zu einem Torschuss in der 25. min, der jedoch von der vielbeinigen Germania-Abwehr abgeblockt wurde. T. Plantikow hatte sich in der 43. min auf der linken Seite hervorragend durchgespielt, aber anstatt auf den völlig freistehenden A. Menz abzulegen, versuchte er es aus spitzem Winkel und scheiterte erneut am Torsteher des Gastgebers.

Nach der Pause wirkte die TSG aggressiver und brachte die Wernigeröder Abwehr mehrfach in Schwierigkeiten, ohne jedoch einige mehrere Überzahlangriffe nutzen zu können. Hinzu kam
nun auch bei vielen Situationen die Devise auf “jeder spielt für sich alleine”. Obwohl die Nebenleute oftmals völlig frei standen, wurde lieber gedribbelt und das endete meist mit Ballverlusten und gefährlichen Kontern durch Germania Wernigerode. Einer davon führte in der 65. min zur 1:0 Führung für den Gastgeber. Trainer Kehr wechselte danach zwei frische Leute ein und einer davon, S. Bergholz, scheiterte in der 72. min mit einem Distanzschuss aus 25 Meter Torentfernung nur um Millimeter.

Gratulation an den Torschützen A. Menz

Gratulation an den Torschützen A. Menz

Die TSG machte nun ganz auf und Wernigerode versäumte es in der Folge, einige gute Kontermöglichkeiten zur endgültigen Entscheidung zu nutzen. Der TSG sah man zwar den Willen an, den Ausgleich erzielen zu wollen, aber sie agierte auch weiterhin viel zu eigensinnig und ohne zündende Ideen. Zumindest führte der Wille der Mannschaft in der 89.min nach einem Foul an T.Plantikow zu einem Strafstoß für die Calbenser. A. Menz hatte das erforderliche Selbstvertrauen und hämmert das Leder schließlich zum verdienten Ausgleich ins Wernigeröder Netz.

Die TSG scheint auch weiterhin mit ihren alten Schwächen leben zu müssen, die eine durchaus mögliche bessere Platzierung verhindern. Es fehlen einfach mehr Ideen aus dem Mittelfeld und ein Knipser, der die Mannschaft für ihre Einsatzbereitschaft und das teilweise recht ansehnliche Auftreten belohnt.
Am kommenden Wochenende ist der Tabellenneunte FC Grün Weiß Piesteritz II zu Gast in Calbe und ein Auswärtspunkt beim Tabellenführer ist letztlich ein Ergebnis für das Selbstvertrauen.

Aufstellung: Ch. Harant, S. Noack (70. S. Bergholz), Ph. Müller, S. Zapke, B. Blöhm (17. M. Hoffmann), T. Plantikow, Th. Wolff, K. Harms, St. Schulze (70. J. Schliemann), A. Menz, D. Neumeister

4. Spieltag

Am vergangenen Samstag war die 2.Vertretung von Grün Weiß Piestritz zu Gast in Calbe. Die Gäste hatten bis dato 3 Punkte auf der Habenseite und lagen auf dem 9. Tabellenplatz.

Es schien eine lösbare Aufgabe für die Calbenser zu sein und die waren dann auch am Ende verdient mit 5:3 erfolgreich. Wenn man das Spiel verfolgt hat , und das ist auch die Auffassung des Trainers, kann man nicht ganz zufrieden sein. Wer so viele Möglichkeiten im wahrsten Sinne des Wortes versiebt und in den letzten 5 Minuten noch zwei Gegentore hinnehmen muss, weil man sein Gegenüber nicht mehr ernst nimmt, kann schnell einmal unter die Räder kommen.

Th. Wolff gratuliert A. Menz zum Torerfolg

Th. Wolff gratuliert A. Menz zum Torerfolg

Dabei hatte die TSG angefangen wie die Feuerwehr und führte schon nach zwei Spielminuten mit 1:0. A. Menz hatte aus 18 Meter Torentfernung abgezogen und dem Schlussmann der Gäste, der trotz der 5 Gegentore zu den Besten seines Teams gehörte, keine Abwehrmöglichkeit gelassen. Die Piesteritzer hatten sich danach noch garnicht richtig gesammelt, da brach eine Flut von Schussversuchen über sie ein, die jedoch leider nicht zu einem weiteren Treffer für die TSG führte. Die Absender waren in der Folge Th.Wolff (3.), A. Menz (4.), Th. Wolff (7.) und M.Hoffmann (10.). Erst ein Freistoß, ausgeführt von M. Schubert, den A. Menz mit dem Kopf erwischte, führte zum 2:0 für die Calbenser in der 19. Spielminute. Wie aus heiterem Himmel konnten die Gäste in der 23. Minute auf 2:1 verkürzen und offenbarten damit eine der Schwächen der TSG, die in der Vorwärtsbewegung einmal mehr den Ball verliert, weil nicht gespielt sondern gedribbelt wird und das ist erneut ins Auge gegangen. Die Calbenser hatten an diesem Tag jedoch sofort die richtige Antwort parat, denn D. Neumeister nutzte einen Abpraller nach Freistoßeingabe von Ph. Müller nur eine Minute später zum 3:1. Wieder nur eine Minute später (25.) tauchte St. Schulze völlig frei vor dem gegnerischen Schlussmann auf und vergab. Bleibt zu hoffen, dass bei ihm der Knoten endlich wieder platzt und er an seine Torjägerqualitäten aus der letzten Saison anknüpfen kann. In dieser Phase merkte mann den Gästen jedoch an, dass sie Mut durch ihren Treffer gefaßt hatten und sie kamen nun mit Kontern mehrfach vor das Tor von Ch.Harent. Einer davon führte in der 35. Minute nach einem Foul von Th. Wolff zu einem Elfmeter. Ch. Harant parierte diesen in großer Manier und verhinderte damit den erneuten Anschlusstreffer für die Gäste, die nur kurz danach Harant zu einer weiteren Parade zwangen.

Ch. Harant parierte den Strafstoß

Ch. Harant parierte den Strafstoß

Bis zur Pause hatte dann nur noch T. Plantikow eine Einschussmöglichkeit als er in der 44. Minute von M. Hoffmann mit der Hacke freigespielt wurde, abzog und am Torwart scheiterte.
Der gleiche Spieler, T. Plantikow, leitete mit einer guten Gelegenheit den Reigen der fahrlässig vergebene Tormöglichkeiten ein. Ihm folgten A. Menz (66.), S. Bertgholz (76. und 80.), T. Plantikow (89.) und kurz vor dem Ende der Begenung noch einmal A. Menz (90. und 92.). Zwischenzeitlich hatte T. Plantikow nach toller Vorarbeit (67.) den eingewechselten J. Schliemann bedient und der drückte das Leder mit dem Schienbein zum 4:1 über die Torlinie. Hinzu kam ein Elfmeter in der 81. Minute nach Foul an D. Neumeister, den Mannschaftskapitän M. Hoffmann zum vielbejubelten 5:1 verwandelte. In dieser Phase (83.) kam B.Richter ins Tor, der einmal das Erbe von Ch.Harant antreten soll und auf dem besten Weg dazu ist, und diese 7 Schlussminuten wurden zu einem Trauma für den Nachwuchstorwart.
Von allen guten Geistern verlassen und selbstsicher wegen der 5:1 Führung, offenbarte die Calbenser Defensive nun Lücken, die die Gäste mit ihren beiden einzigen Möglichkeiten in der 2.Spielhälfte in der 85. und 87. Minute zu zwei weiteren Trffern nutzten. B. Richter, der vor dem 3. Treffer noch toll parierte, sollte nun nicht an sich zweifeln, denn wer so alleine gelassen wird, hat keine Chance.
Die TSG hat sich mit dem 2. Heimsieg auf den 4. Tabellenplatz geschoben und muss am kommenden Samstag nach Thale reisen. Thale steht derzeitig mit 3 Zählern auf Platz 9 und mit einem Auswärtssieg wäre für die TSG nach oben alles offen.

Aufstellung:
Ch. Harant (83. B. Richter), S. Noack, S. Zapke, Ph. Müller, M. Hoffmann, D. Neumeister, St. Schulze, T. Plantikow, A. Menz, Th. Wolff (65. J. Schliemann) M. Schubert (46. S. Bergholz)

Volksstimme-Bericht zum 5. Spieltag.

Volksstimme-Bericht zum 5. Spieltag.

Volksstimme-Schlagzeile zum 6. Spieltag.

Volksstimme-Schlagzeile zum 6. Spieltag.

Volksstimme-Berich zum 6. Spieltag.

Volksstimme-Berich zum 6. Spieltag.

Volksstimme-Foto zum 6. Spieltag.

Volksstimme-Foto zum 6. Spieltag.

Volksstimme-Foto zum 7. Spieltag.

Volksstimme-Foto zum 7. Spieltag.

Volksstimme-Schlagzeile zum 7. Spieltag.

Volksstimme-Schlagzeile zum 7. Spieltag.

Calbe beschenkt Co-Trainer Kay Resch mit neun Treffern gegen Edelweiß Arnstedt – es ist fast alles geglückt – TSG feiert Kantersieg

Wenn bei einer Mannschaft fast nichts klappt, beim Gegner dafür fast alles, dann kommen schon einmal Kantersiege zustande. So geschehen in der Fußball-Landesliga zwischen dem SV Edelweiß Arnstedt und der TSG Calbe. Mit 9 : 0 ( 4 : 0 ) besiegten die Gäste den SVA und beschenkten sowohl ihren Co-Trainer Kay Resch, der am Sonnabend seinen 40. Geburtstag feierte, als auch die etwa 40 mitgereisten Fans.

T. Plantikow erzielt sein 3. Tor

T. Plantikow erzielt sein 3. Tor

Schon in der fünften Minute erzielte Tobias Plantikow seinen ersten Treffer, ” was uns natürlich sehr entgegen gekommen war “, sagte sein Trainer Christian Kehr. Aus 23 Metern zog er trocken ab und traf per Aufsetzer ins untere Eck. In dieser Phase präsentierte sich die TSG zweikampfstark, kombinierte schnell und drängte in der Folge auf den zweiten Treffer. Diesen erzielte Denis Neumeister mit einem ” Traumtor “, so Kehr. Einen Eckstoß konnte der Arnstedter Torwart noch abwehren, doch der Ball landete genau bei Neumeister, der volley abzog ( 18. ). Im Mittelfeld gewann die TSG fast alle Kopfballduelle. Diese waren der Wegbereiter für das 3 : 0 durch Alexander Menz ( 32. ). Thomas Wolff erhöhte nur sechs Minuten später auf 4 : 0, nachdem ihm Plantikow den Ball in den Lauf gespielt hatte.

Th. Wolff erzielt den vierten TSG Treffer

Th. Wolff erzielt den vierten TSG Treffer

In der Kabine hatte sich Calbe vorgenommen, den Gastgebern keine weiteren Chancen zu gewähren und weiter das Spiel zu machen. Und das mit Erfolg : Nach nur fünf Minuten erhöhte Plantikow auf 5 : 0 : Einen langen Abschlag von TSGTorwart Christian Harant hatte der Keeper der Gastgeber eigentlich schon sicher gefangen, ließ diesen aber doch fallen und Plantikow staubte ab. Sieben Minuten später krönte er seine gute Leistung mit seinem dritten Treffer. Trotz des 0 : 6-R ückstands spielte Edelweiß weiter nach vorn. Harant zeigte sich aber, wie seine Vorderleute, in Topform und vereitelte die wenigen Chancen. Die Gäste hatten nun viel Raum zum Kontern. Das nutzte Stephan Schulze zum 7 : 0 ( 70. ). Die Hälfte des Treffers gehörte aber Johannes Schliemann, der in guter Schussposition noch einmal querlegte, so dass Schulze nur noch den Fuß hinhalten musste. Schliemann legte auch beim 8 : 0 vor, Sascha Bergholz verwandelte ( 76. ). Schulze erhöhte noch auf 9 : 0 ( 81. ).
” Arnstedt war anfangs nicht so schwach, wie es das Ergebnis ausdrückt “, sagte Kehr. ” Aber bei meinem Team hat zu 90 Prozent alles geklappt, beim Gegner fast nichts. ”

TSG Calbe: Harant – Müller, Hoffmann, Blöhm, Harms, Bergholz, Neumeister ( 19. Schliemann ), Plantikow ( 70. Knabe ), Wolf, Schulze, Menz

Volksstimme-Foto zum 8. Spieltag.

Volksstimme-Foto zum 8. Spieltag.

Volksstimme-Schlagzeile zum 8. Spieltag.

Volksstimme-Schlagzeile zum 8. Spieltag.

Dank des Punktgewinns gegen die Fußballer von Germania Halberstadt II am Sonnabend im eigenen Stadion bleibt die TSG Calbe weiter an der Tabellenspitze der Landesliga Mitte. Obwohl das Team von Trainer Christian Kehr gegen spielstarke Gäste bereits mit zwei Toren im Hintertreffen lag, reichte es noch zu einem 2 : 2 ( 0 : 2 ) -Unentschieden. ” Dieser Punkt fühlt sich wie ein Sieg an “, befand Kehr, der mit der Umstellung auf ein offensives 4-3-3-System nach dem Wechsel erneut ein glückliches Händchen bewies.

Bis dahin schien die Partie nämlich längst gelaufen zu sein. Die Halberstädter Reserve zeigte sich von Beginn an lauffreudig und kombinationssicher. Schnell und zielstrebig wurde das Leder oft in die Lücken der TSG-Abwehr gebracht. Dort stießen die beiden flinken Stürmer und Oliver Grimm und Marco Oberstedt hinein. Oberstedt traf bereits nach acht Minuten zur Führung für seine Farben. Er nutzte damit seine zweite 100-prozentige Möglichkeit aus. Die TSG versteckte sich nach dem Rückstand aber nicht, drängte auf den Ausgleich. Der hohe läuferische Aufwand wurde aber zunächst nicht belohnt, da Stephan Schulze, Tobias Plantikow und auch Alexander Menz ihre durchaus guten Chancen vergaben. Besser machte es dagegen Germanias Reserve, die dank eines platzierten Schusses aus 20 Metern das 2 : 0 ( 42. ) erzielte. Zuvor vergab das Team weitere Einschussmöglichkeiten.

Kapitän M. Hoffmann erzielt den Ausgleich

Kapitän M. Hoffmann erzielt den Ausgleich

Die Calbenser ließen sich auch vom zweiten Gegentreffer nicht entmutigen, setzten nach dem Wechsel gleich alles auf eine Karte. Der Mut zur bedingungslosen Offensive wäre zunächst aber von Germania II bestraft worden, wenn Kapitän Maik Hoffmann einen Konter nicht in letzter Sekunde gerettet hätte ( 62. ). Nur zehn Minuten später erzielte Keven Harms mit einem Freistoß, der vorbei an Freund und Feind ging, den so wichtigen 1 : 2-Anschlusstreffer ( 73. ). Damit war die Partie endgültig wieder offen, beide Mannschaften drängten mit offenem Visier auf den nächsten Treffer. Möglichkeiten dazu waren auf beiden Seiten

genügend vorhanden. Erst nachdem Menz im Strafraum gefoult wurde, fiel das letzte Tor des Spiels. Kapitän Hoffmann übernahm Verantwortung, verwandelte sicher vom Punkt zum 2 : 2-Endstand ( 81. ).

” Ich finde es toll, dass sich meine Mannschaft nie aufgegeben hat. Sie hat bis zum Ende an sich geglaubt “, freute sich Trainer Kehr ., der insbesondere vom Auftritt Schulzes angetan war. Er konnte zwar keinen Treffer zum Remis beisteuern, ackerte jedoch unermüdlich. Auch wusste wieder Denis Neumeister zu gefallen. Er sorgte mit seinen Aktionen stets für Überraschungsmomente, gewann zudem viele Zweikämpfe im Mittelfeld.

TSG Calbe: Harant – Schubert ( 70. Knabe ), Hoffmann, Harms, Bergholz ( 46. J. Schliemann ), Neumeister, Plantikow, Wolfff, Menz, Schulze

Volksstimme-Schlagzeile zum 9. Spieltag.

Volksstimme-Schlagzeile zum 9. Spieltag.

Dämpfer beim emotionalen Höhepunkt

Es war das fünfte ” emotionale Spiel “, das die Calbenser in dieser Saison hatten. So emotional, ” dass zwei Spieler nach dem Abpfiff weinten “, berichtete Trainer Christian Kehr.

Es war das Spitzenspiel schlechthin, nicht aber aufgrund der spielerischen Klasse, die Einheit Wernigerode und die TSG an den Tag legten, ” das war einfach Fußball total “. Total daneben ging die Partie für Calbe nun nicht, schließlich musste sich das Team ” nur ” mit 1 : 2 ( 1 : 1 ) geschlagen geben, damit den Platz an der Sonne in der Landesliga Mitte räumen. Allerdings ” kann ich meinem Team keinen Vorwurf machen. Es hat das Spitzenspiel angenommen “, zollte Kehr Respekt. ” Es kann schließlich auch mal anders laufen “, sagte er mit Anspielung auf die letzten fünf Spiele. Diesmal mussten seine jungen Schützlinge ihrer

K. Harms erzielt die TSG-Führung

K. Harms erzielt die TSG-Führung

Unerfahrenheit Tribut zollen. Ein wenig habe aber auch die Kraft eine Rolle gespielt, denn erst in Unterzahl kassierte die TSG den zweiten Treffer, ” der sich in der Schlussphase einfach abzeichnete “. Dass sich die TSG in Wernigerode nicht verstecken wollte, unterstrich die offensive Ausrichtung mit drei Stürmern, das unterstrich auch die frühe ” verdiente ” 1 : 0-F ührung per Foulelfmeter durch Keven Harms ( 10. ). Alexander Menz war im Strafraum zuvor nur unfair zu stoppen. Johannes Schliemann hätte den Mut zum Pressing nur zehn Minuten später mit dem zweiten Treffer belohnen können. Der Gastgeber kam somit besser ins Spiel, wenngleich die großen Momente bis zum Halbzeitpfiff bis auf einige Ausnahmen ausblieben. ” Dafür ging in den Zweikämpfen gut zur Sache “, erklärte Kehr. Insgesamt acht gelbe Karten hatte Calbe bis zum Abpfiff kassiert. Bei einigen Angriffen wackelte die TSG-Abwehr aber, die kurzfristige Absage von Kapitän Maik Hoffmann machte sich also bemerkbar. So stand kurz vor dem Wechsel Sebastian Zapke am Ende einer Fehlerkette, die mit einem Elfmeter zum 1 : 1 ( 41. ) bestraft wurde.

Noch brisanter ging es im zweiten Abschnitt zur Sache, da auch die letzten drei TSG-Akteure aus ihrer Lethargie erwacht waren. Philipp Müller meinte es dann zu gut. Erst warf er den Ball weg, wofür er die erste Gelbe sah, zehn Minuten später konnte er Jens Horst, den gefährlichsten Einheit-Angreifer nur per Foul stoppen – Gelb-Rot ( 70. ). ” Die erste Aktion hätte nicht sein müssen “, meinte Kehr später. Spielte Calbe bis dahin noch gut mit, war das Team bis zur Schlussphase ” nur noch destruktiv “. Den Dreier hätte die TSG womöglich doch einfahren können, doch nach einer klassischen 3-2-Situation vergab Denis Neumeister die große Möglichkeit ( 84. ). ” Das wärs gewesen. ” Wernigerode drängte nun endgültig auf den zweiten Treffer. Zwar hielt Keeper Harant sein Team mit vielen guten Szenen bis zur 88. Minute in der Partie, bei einem Fallrückzieher konnte er jedoch nur noch hinterherschauen ( 2 : 1 ). Stephan Schulze klärte zuvor nur halbherzig. Calbe fand also beim emotionalen Höhepunkt sogleich einen Dämpfer.

Calbe: Harant – Müller, Blöhm, Zapke, Harms, Schulze, Neumeister, Wolf, Plantikow, Menz, J. Schliemann ( 24. Bergholz, 74. Knabe )

 

10. Spieltag

TSG Calbe – Quedlinburger SV 1 : 0 ( 0 : 0 )

Der Unterschied hat einen Namen: Alexander Menz

Nur eine Woche nach der unglücklichen Niederlage im Spitzenspiel sind die Calbenser Fußballer in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Das Team um Trainer Christian Kehr gewann auf heimischen Platz gegen den Quedlinburger SV mit 1 : 0 ( 0 : 0 ), hält damit weiter Tuchfühlung zu Einheit Wernigerode an der Tabellenspitze der Landesliga Mitte. Der entscheidende Unterschied hatte für Kehr sogar einen Namen: Alexander Menz.
Der TSG-Stürmer schaltete kurz vor Schluss nach einem gegnerischen Freistoß am schnellsten, spurtete zwischen Ball und Gegner, überwand anschließend mit einem gekonnten Heber aus 30 Metern Entfernung den Quedlinburger Schlussmann, der viel zu weit vor seinem Tor stand – 1 : 0 ( 84. ). ” Kompliment “, sagte sein Trainer. Denn obwohl sich Menz bis dato rassige Zweikämpfe mit dem oberligaerfahrenen Manndecker Dennis Mzyk lieferte, ” blieb er stets aufmerksam “. Natürlich gab es danach heftige Proteste der Quedlinburger, berichtete Kehr, der sogleich Zeuge wurde, wie Marco Baum für seine Worte Gelb-Rot ( 85. ) sah.
Dieser einzige Treffer des Tages war eigentlich auch nur der späte Lohn für die aufwendige Spielweise der

TSG-Sponsoren gratulieren A. Menz zum Spiel

TSG-Sponsoren gratulieren A. Menz zum Spiel

Gastgeber, die allerdings selten den finalen Pass spielten. Während Quedlinburg in der gesamten Partie nur zwei gute Aktionen vor dem Tor hatte, hätte die TSG sich bereits in Halbzeit eins belohnen können. Die wenigen Chancen vergaben allerdings die beiden Flügelflitzer Thomas Wolff   ( 32. ) und Tobias Plantikow ( 40. ) jeweils aus spitzem Winkel. ” Wir haben gesehen, dass die beiden besten Abwehrreihen der Liga aufeinandergetroffen sind “, sagte Kehr. Anteil am sicheren Calbenser Defensivverbund hatte vor allem wieder Kapitän Maik Hoffmann, der gemeinsam mit Sebastian Zapke und Benny Blöhm nur selten Schwächen offenbarte. Nach dem Wechsel verlor die TSG zwischenzeitlich völlig die Ordnung, weshalb Christian Harant zweimal ( 49 ., 58. ) rettend eingreifen musste. Danach fand sich Calbe allerdings wieder, bespielte den Gegner unermüdlich und kam nach mehreren Standards auch aussichtsreich vors gegnerische Tor. Doch wiederum ” hatten wir Pech “, erklärte Kehr. Ein Kopfball vom eingewechselten Michael Briese ( 82. ) sowie zwei Freistöße von Menz ( 72 ., 79. ) fanden nicht ihr Ziel. ” Wir haben jedoch immer an uns geglaubt “, sagte Kehr. Der Wille, die Entscheidung noch herbeizuführen, sei immer da gewesen. Gott sei dank war auf Calbes Alexander ” Tony ” Menz wieder Verlass.
Mit diesem Sieg hat die TSG also den Beweis erbracht, dass die guten Leistungen nicht mehr nur Zufall sind.

Calbe: Harant – Blöhm, Hoffmann, Zapke, Harms, Plantikow ( 86. Knabe ), Schulze, Neumeister, Wolff ( 85. Schubert ), Schliemann ( 75. Briese ), Menz

Volksstimme-Schlagzeile zum 11. Spieltag.

Volksstimme-Schlagzeile zum 11. Spieltag.

Ein Spiel der vergeben Chancen war die Partie zwischen dem SV Germania Roßlau und der TSG Calbe. Allein 15 Ecken und 14 Freistöße hatten die TSG-Verantwortlichen gezählt, ganz abgesehen von den Möglichkeiten aus dem Spiel heraus. Dennoch unterlag das Team von Trainer Christian Kehr in der Fußball-Landesliga, Staffel Mitte, mit 0:1 (0:1) auf fremdem Geläuf.

„Ich mache meiner Mannschaft aber keinen Vorwurf“, sagte Kehr. Das Minimalziel, spielerisch zu überzeugen, haben sie erreicht. So erarbeitete sich Calbe mehrere Chancen, konnte aber keine davon verwerten.
Der Schock kam schon in der 13. Minute. Nach der einzigen Ecke in Halbzeit eins wurde der Ball unglücklich abgefälscht und über die Linie gebracht. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte die TSG bereits gute Möglichkeiten vergeben. Ein Freistoß von Phillip Müller strich knapp am Tor vorbei (2.). Vier Minuten später legte Tobias Plantikow im Strafraum zurück auf Menz, der aber verzog. Plantikow scheiterte auch eine Minute später aus acht Metern freistehend, als ein Spieler auf der Linie für den schon geschlagenen Torwart klärte. Schulze hatte sich vorher bis zur Grundlinie durchgespielt und gepasst. Nach dem Gegentreffer brauchte Calbe ein paar Minuten, um sich wieder zu fangen, erspielte sich aber ab der 22. Minute wiederum aussichtsreiche Chancen. René Bergholz scheiterte ebenso am Torwart, wie auch Plantikow (25.) und Thomas Wolff (43.). Plantikows Schuss wurde in der 45. Minute an den Pfosten gelenkt.

Gemeinsam verteidigen die Roßlauer ihr Tor

Gemeinsam verteidigen die Roßlauer ihr Tor

„Roßlau stand in der Abwehr gut und robust. Ihre besten Spieler haben wohl in der Verteidigung gespielt“, sagt Kehr. Denn nach vorn passierte nicht viel. Selbst Konter, die sie in Überzahl liefen, brachten sie nicht zum Abschluss.
In Hälfte zwei zeigte sich das gleiche Bild: Calbe war weiterhin spielerisch überlegen, war im Abschluss aber zu hektisch oder zu unkonzentriert. Ein Freistoß von Wolff strich knapp am Kasten vorbei (52.), ein Freistoß von Menz ging drüber (72.). Plantikow, Wolff und Schulze schafften auch keinen Treffer für die TSG. Calbe musste ohne Kapitän und Innenverteidiger Maik Hoffmann sowie Spielgestalter Denis Neumeister auskommen, „was aber kein Grund für die Niederlage war. Es war immer wieder ein Bein eines Abwehrspielers dazwischen oder der Torwart hielt. Roßlau hat sich gut verkauft und sich die drei Punkte erarbeitete“, sagte Kehr. Germania-Trainer Lutz Wilke war „sehr froh über den glücklichen Sieg. Calbe trat spielerisch überlegen auf.“ Doch die Punkte sind in Roßlau geblieben.

TSG Calbe: Harant – Müller (55. Schliemann), Harms, Zapke, Schubert, Blöhm (67.Knabe), Schulze, Bergholz, Menz, Plantikow, Wolff

Volksstimme-Schlagzeile zum 12. Spieltag.

Volksstimme-Schlagzeile zum 12. Spieltag.

Der erste Schritt zur Herbstmeisterschaft ist getan
Nachholspiel Schackstedter SV – TSG Calbe endet 1 : 3 ( 0 : 1 )

Die TSG Calbe hat durch den 3 : 1 (1 : 0)-Erfolg beim Aufsteiger in die Fußball-Landesliga, dem Schackstedter SV, vorerst die Tabellenführung übernommen und auf Einheit Wernigerode Druck ausgeübt. Der bisherige Erste muss nun am kommenden Wochenende in seinem Nachholspiel gegen Edelweiß Arnstedt (7.) gewinnen, um der TSG die Herbstmeisterschaft wieder zu entreißen. Calbe hatte es in den ersten Minuten auf dem weichen Boden schwer, ins Spiel zu finden. “Eine Stunde vor Spielbeginn hatte es angefangen zu regnen, was den Platz sehr tief gemacht hatte. Eigentlich hätten wir die Partie absagen müssen. Aber beide Mannschaften wollten unbedingt spielen”, sagte Andreas Gerstenberger, Präsident des Schackstedter SV.

Zwar hatte Calbe zu Beginn zwei gute Chancen (2., 4.), sah sich aber im Anschluss dem Druck der Gastgeber ausgesetzt. Doch der glänzend aufgelegte Christian Harant oder der Pfosten verhinderten den Rückstand. “Schackstedt war wacher”, konstatierte TSG-Coach Christian Kehr. “Wir haben im Spielaufbau zu viele Bälle vertendelt.” Deshalb reagierte er auch nach einer halben Stunde, brachte Johannes Schliemann für Matthias Schubert und stellte so auf ein 4-3-3 um. Mit Erfolg.

Schon zwei Minuten später spielte Denis Neumeister einen Pass auf Alexander Menz, der nur durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden konnte – Elfmeter. Sebastian Zapke verwandelte zur 1 : 0-Führung (2.), die Sicherheit brachte und durch die “ein Ruck durch die Mannschaft ging”, sagte Kehr. Schliemann und Thomas Wolff hatten weitere Chancen. Doch es blieb bei der knappen Führung zur Pause.
Nach dem Wechsel hatte die TSG zwar die nächste gute Möglichkeit durch Menz, hatte im weiteren Verlauf aber Probleme in der Defensive. ” Wir haben im Mittelfeld nicht gut verdichtet und wurden ausgespielt “, so Kehr. Die Folge war das 1 : 1 durch Frank Ulbricht. Erst nach 20 Minuten fing sich die TSG und ging prompt erneut in Führung. Schackstedts Keeper rutschte die Flanke von Neumeister durch die Hände, und Menz stand goldrichtig ( 65. ). In der Folge gab es Möglichkeiten auf beiden Seiten. Auch nach dem 3 : 1 ( 80. ) durch Stephan Schulze ” war noch nichts entschieden. Das Spiel hätte durchaus noch kippen können “, betonte Kehr. Doch Christian Harant erwies sich als sicherer Rückhalt für Calbe, ließ keinen Treffer mehr zu. Positiv fiel Kehr auch Daniel Weisheim auf, den er aus der Zweiten mitgenommen hatte und der mehrfach Akzente nach vorn setzen konnte.
“Calbe hat mehr aus seinen Möglichkeiten gemacht. Uns fehlt momentan einfach das Glück und die Kaltschnäuzigkeit, Zählbares zu machen”, schätzte Gerstenberger ein.

TSG Calbe: Harant – Müller, Schubert (30. Schliemann), Zapke, Blöhm, Neumeister, Schulze, Bergholz, Menz, Plantikow, Wolff (60. Weisheim)

Volksstimme-Bericht zum 13. Spieltag.

Volksstimme-Bericht zum 13. Spieltag.

Volksstimme-Foto zum 14. Spieltag.

Volksstimme-Foto zum 14. Spieltag.

Volksstimme-Bericht zum 14. Spieltag.

Volksstimme-Bericht zum 14. Spieltag.

Volksstimme-Bericht zum 15. Spieltag.

Volksstimme-Bericht zum 15. Spieltag.

Volksstimme-Bericht zum 16. Spieltag.

Volksstimme-Bericht zum 16. Spieltag.

17. Spieltag

TSG Calbe unterliegt Stahl Thale mit 1 : 2 ( 1 : 0 )

Die TSG Calbe scheint in der Rückrunde der Fußball-Landesliga ihren Heim-Nimbus zu verlieren. Nach der Niederlage gegen Einheit Wernigerode unterlag das Team von Trainer Detlef Drachenberg am Sonnabend vor allem aufgrund der schlechten zweiten Halbzeit dem SV Stahl Thale mit 1 : 2 ( 1 : 0 ).

” Ich habe meinen Jungs in der Halbzeitpause gesagt, dass wir hier gewinnen können. Sie müssen es nur wollen und mit ihrer Körpersprache zeigen “, sagte Thales Trainer Ronald Wendler. Diese Körpersprache hatten sie dann auch, erspielten sich in Halbzeit zwei ein Übergewicht. Und Wendler war mittendrin, feuerte seine Schützlinge von außen lautstark an. Sie ließen das Eigentor von Andreas Dub aus der 20. Minute vergessen. TSGKeeper Christian Harant musste mehrfach in höchster Not retten. Calbe stand zu weit weg von den Gegenspielern, immer wieder setzten die Gäste zu Kontern an, kamen zu oft ungehindert bis zum Strafraum, ließen aber noch die Präzision im Abschluss vermissen.
Drachenberg und Co-Trainer Kay Resch saßen im strömenden Regen und mussten mit ansehen, wie ihr Team aussichtsreiche Chancen vergab. Sowohl der kurz zuvor eingewechselte Daniel Weisheim scheiterte, als auch Sascha Bergholz im Nachsetzen ( 63. ). Diese Fahrlässigkeit sollte sich in der 82. Minute rächen. Erst verhinderte noch der Pfosten einen Gegentreffer, im Nachsetzen war Thale trotzdem gedankenschneller, traf durch den ständig für Unruhe sorgenden Christian Otto zum 1 : 1-Ausgleich. Direkt nach dem Wiederanpfiff hatte Thomas Wolff noch die beste Chance, scheiterte aber an Keeper Nico Picek.
Selbst nach der gelb-roten Karte gegen Mathias Winkler konnte sich Calbe in Überzahl nicht freispielen. Der wiedergenesene Tobias Plantikow fand noch nicht zu alter Form, setzte fünf Minuten später nach einem Abwehrschnitzer den Ball am rechten Pfosten knapp vorbei. Auf der Gegenseite bejubelte Thale den Siegtreffer durch Enrico Kaye – und Wendler war lautstark dabei.

TSG Calbe: Harant – Müller, Blöhm, Zapke, Noack, Houpline, Schiemann ( 58. Weisheim ), Bergholz, Menz, Plantikow, Wolff

SV Stahl Thale: Picek – Traue, Kaye ( 89. Drechsel ), Ahlers, Tietze, Krause, Weber, Löffelmann, Otto, Dub ( 57. da Rocha Nunes ), Winkler

Volksstimme-Schlagzeile zum 18. Spieltag.

Volksstimme-Schlagzeile zum 18. Spieltag.

Fußball-Landesliga Mitte: Eintracht Elster – TSG Calbe 0:3 (0:1) / Rückkehrer Keven Harms spielt durch

Nach sechs schwächeren Partien in Folge hat sich die TSG Calbe in der Fußball-Landesliga bei Eintracht Elster „spielerisch verbessert“, sagte Trainer Detlef Drachenberg. Sein Team gewann am Sonnabend mit 3:0 (1:0). „Ein wegweisender Erfolg“, schätzte Drachenberg ein. „Unsere Tendenz geht wieder nach oben.“
Trotz einiger Umstellungen „haben wir eine Schippe draufgelegt und uns viele Chancen erarbeitet“.

S. Bergholz überzeugte endlich einmal wieder

S. Bergholz überzeugte endlich einmal wieder

Rückkehrer Keven Harms hat 90 Minuten durchgespielt und war an vielen offensiven Aktionen beteiligt.
Elster versuche mehrfach, durch schnelle Kombinationen im Mittelfeld zum Erfolg zu kommen. Drei aussichtsreiche Chancen hatte Drachenberg gezählt, nicht eine davon konnten die Gastgeber nutzen, scheiterten an Keeper Christian Harant. „Es war nicht viel drin für uns“, resümierte Sven Klebitz vom Trainergespann mit Nico Pelz. Was für Klebitz besonders bitter war: „Wir haben noch kein Heimspiel gewonnen.“ Auch gegen die TSG waren die Spielanteile da, Kapital wurde aus den Möglichkeiten aber nicht geschlagen. Dazu standen die Gäste „viel zu kompakt“, hatte Klebitz beobachtet. Calbe hingegen legte schon früh vor. Nach elf Minuten erzielte Alexander Menz nach einem Zuspiel in den freien Raum das 0:1.
Nach dem Wechsel präsentierte sich die TSG weiterhin ballsicher, hatte dank des guten Umkehrspiels die besseren Chancen. Benny Blöhm nutzte einen Fehler in der Eintracht-Abwehr und erzielte unbedrängt das 0:2 (53.).
Elster versuchte noch einmal, über den Kampf ins Spiel zu finden und hatte nach 75 Minuten die erste gute Möglichkeit der zweiten Hälfte, Oliver Hinkelmann scheiterte aber an Harant.
Tobias Plantikow machte es mit seinem Heber über Eintracht-Keeper Mathias Müller besser und den 3:0-Auswärtssieg perfekt (73.).
„Wir erzielten wieder Treffer aus dem Spiel heraus, was mich sehr freut“, so Drachenberg. Gegen Arnstedt und im Pokal will die TSG „unbedingt nachlegen“.

Elster: Müller – Zwade, Winkler, Puhlmann, Horst (53. Jänicke), Hoy, St. Hinkelmann, Rosenberger, Lehmann, Hiob (68. Mühlig), Schönknecht, O. Hinkelmann

Calbe: Harant – Müller, Noack, Zapke, Harms, Wolff, Blöhm, Neumeister, Menz (85. Houpline), Bergholz (70. Schliemann), Plantikow (75. Schulze)

 

Volksstimme-Foto zum 19. Spieltag.

Volksstimme-Foto zum 19. Spieltag.

Volksstimme-Schlagzeile zum 19. Spieltag.

Volksstimme-Schlagzeile zum 19. Spieltag.

TSG Calbe – SV Edelweiß Arnstedt 2:2 (0:1)

Die TSG Calbe befindet sich weiter im Aufwind. In der Fußball-Landesliga drehte das Team einen 0:2-Rückstand gegen Edelweiß Arnstedt dank der Treffer von Sascha Bergholz und Johannes Schliemann zu einem 2:2 (0:1)-Unentschieden.

Dass nun auch Keven Harms nach seiner Verletzung (Volksstimme berichtete) wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist, bekamen am Sonnabend gleich mehrere Gegenspieler zu spüren. Er schirmte den Ball sehr gut ab, gewann fast jeden Zweikampf, passte meist im richtigen Moment und leitete somit viele gefährliche Spielzüge ein.

Keven Harms (link)

Keven Harms (link)

Zudem kam auch Thomas Wolff so richtig in Fahrt, ab der 64. Minute. In dieser Minute markierte Sascha Bergholz nämlich den 1:2-Anschlusstreffer. Eigentlich sah es so aus, als wollte er eine Flanke schlagen. Der Ball senkte sich aber in den Winkel des Tores. Und Wolff, dem zuvor noch ein paar Bälle versprungen waren, kämpfte sich mit der TSG in die Partie zurück, setzte sich mehrfach auf der linken Seite durch. Seine Flanken fanden aber keinen Abnehmer. Fünf Minuten später schaltete Johannes Schliemann am schnellsten, nutzte einen missglückten Abwehrversuch der Arnstedter zum 2:2–Ausgleich.

„Der war natürlich bitter, wenn man dem Sieg so nahe ist“, sagte Edelweiß-Coach Horst Heißler. „Aber es war eine ausgeglichene Partie, also wohl auch gerecht. Nach der 0:9-Heimpleite ging es uns hauptsächlich darum, nicht zu verlieren.“

Die Gäste führten bereits seit der neunten Minute durch einen verwandelten Foulelfmeter von Sebastian Schmidt. Kurz nach der Pause ging Arnstedt durch „ein Traumtor aus etwa 30 Metern“, ebenfalls durch Schmidt, gar mit 0:2 (46.) in Front.

„Wir haben nicht aufgesteckt“, freute sich TSG-Coach Detlef Drachenberg über das Remis. Es war durchaus noch mehr drin, weil sich Calbe weitere Chancen erarbeitet hatte und die Verunsicherung sich bei Arnstedt durch lautstarke Äußerungen untereinander bemerkbar machte. Letztlich war „das Unentschieden aber in Ordnung“, schätzte Drachenberg ein. „Ich freue mich über die große Moral meines Teams.“ Und mit Keven Harms ist noch mehr von der Stärke zurückgekehrt. Zur Belohnung behält Calbe weiterhin Rang zwei in der Tabelle, vor Arnstedt.

Die TSG tritt am Donnerstag im Finale um den Kreispokal in Kleinmühlingen gegen den Schönebecker SC an. „Die Jungs sind heiß auf das Spiel“, gibt sich der Coach kämpferisch.

Calbe: Harant – Houpline, Harms, Zapke, Noack (63. Schliemann), Schulze (63. Voigt), Blöhm, Bergholz, Menz, Plantikow, Wolff

Arnstedt: Kurth – Speer (83. Seidel), Schmidt, Grossmann (58. Liegmann), Schmidt (75. Mania), Braune, Koge, Bronec, Helling, Hoffmann, Vollmann

 

 

Volksstimme-Bericht zum 20. Spieltag.

Volksstimme-Bericht zum 20. Spieltag.

21. Spieltag

TSG Calbe – FC Einheit Wernigerode 0 : 2 ( 0 : 1 )

Am Sonnabend knallten im Hegerstadion die Sektkorken. Jedoch hatte weniger die heimische TSG Grund zum Feiern, als die Gäste aus Wernigerode, die mit einem 2 : 0 ( 1 : 0 ) -Sieg vorzeitig den Titel in der Fußball-Landesliga Mitte errangen und damit den Aufstieg in die Verbandsliga perfekt machten. ” Wir haben uns im Verlauf der Saison nie aus der Ruhe bringen lassen und uns trotz der langen Verletztenliste an die Spitze gespielt “, sagte Einheit-Trainer Karsten Stein überglücklich.

Das Wort ” Verletztenliste ” konnte Detlef Drachenberg nach Spielende nicht mehr hören. ” Mir gehen langsam die Patronenkugeln aus. Ohne diese kann ein Gewehr nicht mehr schießen “, sagte der Calbenser Trainer. Fehlten ihm vor der Partie mit Alexander Menz, Sven Noack und Stephan Schulze sowie dem berufl ich verhinderten Tobias Plantikow bereits vier Stammkräfte, war es nach dem Spiel ein Akteur mehr. Philipp Müller zog sich eine schwere Bänderverletzung zu.

Was blieb, war eine Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren, die sich aber gegen den Tabellenführer recht gut ver- kaufte. ” Ich muss meinen Hut vor der Truppe ziehen “, sagte Drachenberg. Tatsächlich besaßen de Saalestädter über weite Strecken mehr Spielanteile, ließen aber wie schon in den letzten Partien die Durchschlagskraft im Angriff vermissen. Vor allem in der ersten Halbzeit agierte Calbe taktisch diszipliniert und versteckte sich keineswegs. Nach einer ausgeglichenen ersten halben Stunde hätte Johannes Schliemann seine Farben in Führung bringen können, schoss aber aus 16 Metern in die Wolken. Im Gegenzug leistete sich die TSG-Abwehr eine Unaufmerksamkeit und Tassilo Werner brachte Einheit Wernigerode in Führung ( 33. ).

In der zweiten Halbzeit besaßen die Gastgeber weiter mehr Spielanteile, blieben aber meist in der gut sortierten Harzer Abwehr hängen. Einzig Thomas Wolff hatte freistehend den Ausgleich auf dem Fuß, vergab aber diese hunterprozentige Chance kläglich ( 55. ). So spielte Wernigerode die Partie clever herunter und sorgte in der Schlussphase, als Calbe alles nach vorne warf, für die Entscheidung zum 2 : 0 ( Jens Horst, 82. ). ” Im nächsten Spiel in Quedlinburg laufen vier Spieler Gefahr, gelbgesperrt zu werden. Mal sehen, wen ich dann in den letzten beiden Begegnungen aufstelle “, übte sich Detlef Drachenberg in Galgenhumor.

TSG Calbe: Harant – Müller ( 77. Kober ), Harms, Zapke, Blöhm, Neumeister, Houpline, Bergholz, Schliemann ( 70. Lehnhardt ), Knabe, Wolff

 

Volksstimme-Bericht zum 22. Spieltag.

Volksstimme-Bericht zum 22. Spieltag.

Volksstimme-Schlagzeile zum 23. Spieltag.

Volksstimme-Schlagzeile zum 23. Spieltag.

TSG Calbe – Schackstedter SV 3 : 3 ( 0 : 2 )

Am vorletzten Spieltag in der Fußball-Landesliga, Staffel Mitte, trafen am Sonnabend-Nachmittag die Teams aus Calbe und Schackstedt aufeinander. Dominierten in der ersten Halbzeit die Gäste das Geschehen, drehten die Platzherren in der zweiten Hälfte richtig auf und erkämpften sich einen Punkt beim 3 : 3 ( 0 : 2 ) -Unentschieden.

TSG-Trainer Detlef Drachenberg stand seiner Mannschaft urlaubsbedingt nicht zur Verfügung. Stattdessen übernahmen Co-Trainer Kai Resch und Betreuer Peter Körner sein Amt. Das Duo gab die Marschroute vor. Das Ziel hieß, den fünften Tabellenplatz zu verteidigen. Aber in der ersten Hälfte sahen sie keine gute Mannschaftsleistung. ” Die Einstellung stimmte einfach nicht. Die Spieler standen viel zu weit weg vom Gegner und ließen die Gäste immer mehr ins Spiel kommen “, brachte es Körner auf den Punkt. Die Folge waren zwei Gegentreffer. Erst überwand Roman Hendrych TSG-Keeper Christian Harant ( 19. ), und mit einem Fernschuss setzte Mathias Gebhardt den Ball in die Maschen ( 38. ). Zwei Minuten zuvor prüfte Uwe Reitmann die Fähigkeiten des Heimtorhüters. Auf der anderen Seiten bissen sich die Hausherren an der gut stehenden Gästeabwehr immer wieder die Zähne aus. Mit einem 0 : 2-Rückstand ging es für die TSG in die Pause.

Die Halbzeitansprache von Co-Trainer Resch und Betreuer Körner schien in der zweiten Hälfte Wirkung zu zeigen. ” Wir haben den Jungs gesagt, dass die Lage fast aussichtslos, aber alles noch möglich ist “, so Körner. Beherzt gingen sie zu Werke, und es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor – auf das der Gäste. Doch durch eine Kette von Fehlern in der Abwehr bauten die Gäste die Führung weiter aus ( 62. ). Die Wende brachte ein Hammer-Freistoßtor von Keven Harms, der auf 1 : 3 verkürzte ( 77. ) Ein Ruck schien jetzt durch die Mannschaft zu gehen. Die Platzherren wollten mehr und forcierten ihre Angriffsbemühungen. Nach einem Zuspiel von Stefan Lehnhardt auf Denis Neumeister zappelte der Ball erneut im Netz des Gastes ( 85. ). Zwei Minuten später packte Harms erneut den Hammer aus und traf zum verdienten Ausgleich für sein Team ( 87. ). Fast wäre das Spiel noch gekippt. Der Torschrei lag dem TSG-Trainergespann schon auf den Lippen. Doch Harms scheiterte in der Nachspielzeit an der Nummer Eins im Tor des Gastes – Falko Karls. Die TSG Calbe erkämpfte somit einen Punkt und behauptete weiter den fünften Platz. ” In der zweiten Halbzeit ging die Mannschaft konzentrierter zu Werke und drehte das Spiel noch in der Schlussphase “, so Körner. Der Abstieg des Schackstedter SV aus der Landesliga stand bereits vor der Partie fest.

TSG Calbe: Harant – Knabe, Harms, Zapke, Blöhm, Neumeister, Wolff ( 64. Voigt ), Houpline, Lehnhardt, Plantikow, Schliemann

Schackstedter SV: Karls – Gabrowitsch, Martin, Rebel, Pustal, Hendrych, Reitmann, Karnstedt, Gebhardt, Moskow, Derkach

 

Volksstimme-Schlagzeile zum 24. Spieltag.

Volksstimme-Schlagzeile zum 24. Spieltag.

TSG Calbe – Germania Roßlau 2 : 3 ( 0 : 1 ) / Schliemann und Graichen wechseln

Viel konnte ja nicht mehr passieren für die TSG Calbe in der Fußball-Landesliga. ” Die Teilnahme am Landespokal im nächsten Jahr hatten wir sicher “, erklärte Trainer Peter Körner, der Detlef Drachenberg ( privat verhindert ) an der Seitenlinie vertrat.

Ch. Harant stürmte diesmal für seine Farben

Ch. Harant stürmte diesmal für seine Farben

Nach der 2 : 3 ( 0 : 1 ) -Niederlage am Sonnabend gegen Germania Roßlau beendet die TSG die Saison also auf dem vierten Platz. Ein Lob dafür bekam das Team bei der Abschlussfeier am Abend von der Vereinsführung. Womöglich wäre für Calbe auch noch mehr drin gewesen in dieser Saison, doch das Verletzungspech klebte irgendwie an den Sohlen. So fehlten erneut mit Alexander Menz, Stephan Schulze, Sven Noack und Philipp Müller wichtige Stützen im Aufbau- und Abwehrbereich. ” Die Mannschaft hat diese Ausfälle sehr gut kompensiert “, betonte Körner, und sie hat sich mit Rang vier belohnt. Aufgrund von Verletzungspech durfte Nils Graichen, der zum Anschlusskader der Ersten gehört, in dieser Saison mehrfach nur zuschauen. Er wird das Team verlassen und sich der ZLG Atzendorf in der Landesklasse anschließen. Stürmer Johannes Schliemann wechselt zum Schönebecker SC, Landesligist in der Staffel Nord. ” Weitere Abgänge haben wir nicht zu verzeichnen “, freute sich Körner, dass die junge Truppe zum größten Teil zusammenbleibt.

Torhüter Christian Harant sollte am Sonnabend nicht wie immer Tore verhindern, sondern sie als Feldspieler erzielen. ” Wir hatten uns das schon seit längerer Zeit so abgesprochen “, erklärte der Coach. Ein Treffer gelang ihm aber nicht. Für Harant rückte Benjamin Richter zwischen die Pfosten. Dessen Abwurf landete in der 25. Minute vor den Füßen des Gegners, der über die linke Seite stürmte. Otto Möbius erzielte nach einer Flanke die Führung der Gäste. Zu diesem Zeitpunkt war Calbe ” eigentlich gut im Spiel “, hatte Körner beobachtet. Sascha Bergholz brachte den Ball mit einem Heber nach Pass von Christian Knabe nicht im gegnerischen Gehäuse unter ( 6. ), Johannes Schliemann vergab einen Kopfball nach Pass von Thomas Wolff ( 16. ) und Schliemann scheiterte nach Pass von Tobias Plantikow am Keeper ( 17. ).

T. Plantikow erzielte zwei Tore, die aber nicht zum Punktgewinn reichten

T. Plantikow erzielte zwei Tore, die aber nicht zum Punktgewinn reichtenDie Volley-Direktabnahme von Wolff nach Freistoß von Keven Harms ging knapp über das Tor ( 26. ). Bis zur Pause passierte nicht mehr viel.

Nach dem Wechsel gelang Plantikow mit einem Abstauber der frühe Ausgleich ( 48. ). Doch die Gastgeber gerieten durch Dennis Meyer erneut in Rückstand ( 60. ). Tobias Plantikow egalisierte nur fünf Minuten später mit einem Distanzschuss aus 25 Metern zum 2 : 2. Bergholz hatte die Führung auf dem Fuß, sein Schuss aus 22 Metern klatschte jedoch nur an den Pfosten. Drei Minuten später machte er alles richtig und traf – der Schiedsrichter entschied jedoch auf Abseits. Als Timo Triepel aus abseitsverdächtiger Position traf, blieb der Pfiff aus – 2:3 (80.). In den letzten zehn Minuten hat Calbe ” noch einmal alles riskiert “, traf aber nicht mehr. Die gute Laune bei der Abschlussfeier am Abend trübte diese Niederlage aber nicht.

TSG Calbe: Richter – Knabe, Harms, Zapke, Houpline, Neumeister, Wolff, Bergholz ( 76. Hoffmann ), Harant ( 61. Lenhardt ), Plantikow, Schliemann (72. Voigt)

 


Rückblick in die Historie – 2009 – Kinderfest

Überschrift zum Volksstimme-Artikle zum Kinderfest der TSG Calbe.

Überschrift zum Volksstimme-Artikle zum Kinderfest der TSG Calbe.

Fotoimpressionen zum 3. Kinderfest im Hegerstadion.

Fotoimpressionen zum 3. Kinderfest im Hegerstadion.

Artikel von Andreas Pinkert.

Artikel von Andreas Pinkert.


Rückblick in die Historie – 2009 – Detlef Drachenberg

Christian Kehr ist mit sofortiger Wirkung Trainer des SSC, sein Nachfolger heißt Detlef Drachenberg

“Der Gegenwind hätte es nicht einfacher gemacht”

Christian Kehr kann es nicht kurz und schmerzlos. Der Rhetoriker muss es erklären, sich und der Gemeinde von Fußballern, die er trainiert und gefördert hat. Johannes Schliemann gehört zu jenen Nachwuchs-Kickern, die Kehr einst ins Boot namens “Erste Mannschaft” setzte, und an dem er auch in stürmischen Zeiten immer festhielt. Nähe ist in dieser Beziehung kein Zufall, weshalb gestern Abend bei Schliemann die Emotionen entsprechend höher schlugen. “Der Abschied tut weh”, erklärte Kehr einer gesamten Gemeinschaft, der er gestern, und nicht wie geplant erst im Sommer, Adé sagte, zumindest der Coach Kehr schloss das Kapitel TSG Calbe vor Trainingsbeginn in der Heger-Sporthalle. Markus Scheibel, der Abteilungschef, hatte die Entscheidung “im Einvernehmen” zwischen Trainer und Verein bekanntgegeben. Am Sonntag wurde es beschlossen – und noch viel mehr : Kehr ist nicht nur kein Trainer der TSG Calbe mehr, er ist mit sofortiger Wirkung auch Trainer des Schönebecker SC – zwei Landesligisten in zwei unterschiedlichen Staffeln mit zwei unterschiedlichen Zielen. Übrigens : Spieler werden laut Scheibel in der Winterpause nicht von Calbe nach Schönebeck wechseln.

“Es gibt Mechanismen des Marktes, denen man sich nicht verwehren kann.” Das ist ein Kehr-Satz, der alles sagt. Er hat zudem “den Gegenwind gemerkt, der die Sache nicht einfacher gemacht hätte”. Und Scheibel wusste um die Schwere der Aufgabe, Calbe vielleicht in die Verbandsliga zu führen und zugleich eine Perspektivmannschaft beim SSC aufzubauen. Letztlich ist es – bei allen Emotionen – auch eine Entscheidung der Vernunft.

Calbe hat zudem einen Nachfolger gefunden. Der heißt Detlef Drachenberg, ist DFB-Stützpunkttrainer im Salzlandkreis, coachte in der vergangenen Saison die A-Junioren des SV 09 Staßfurt in der Verbandsliga. Calbe ist nicht seine erste Station im Männerbereich. Er hatte einst den FSV Nienburg trainiert, und unter ihm spielte Kai Resch, der heutige Co-Trainer der TSG. So ist der Kontakt zustande gekommen, und er kam “für mich überraschend”, sagt Drachenberg. Er kennt die Ziele des Vereins Erstens : Mindestens Platz neun schaffen, um nach der Landesliga-Reform zur neuen Saison ( aus drei werden zwei Staffeln ) in der Klasse zu bleiben. Zweitens : Mindestens Fünfter werden, um sich für den Landespokal zu qualifizieren. Und drittens : ” Calbe steht ja auf dem ersten Platz, und den wollen wir verteidigen. ” Drachenberg ist 44 Jahre, er weiß, welch “gute Arbeit” Kehr geleistet hat. “Für uns alle ist die Situation nicht ganz einfach”, sagt der neue Coach. Aber um das Ziel zu erreichen, “müssen alle an einen Strang ziehen”. Zunächst bis Saisonende wird Drachenberg die Mannschaft führen. Vorkenntnisse zur TSG bringt er mit : Sascha Bergholz oder Christian Knabe haben bei ihm im Stützpunkt trainiert.

Morgen also treten Drachenberg und Kehr ihre neuen Ämter an. Detlev Wagner, der sich selbst immer als Übergangslösung auf dem Trainerstuhl beim SSC empfunden, bat den Verein schon vor Ablauf der Hinrunde, sich nach einem baldigen Nachfolger umzuschauen, berichtete gestern Abteilungsleiter Karl Wrede. So war der Weg frei für Christian Kehr. Und sein neues Ziel heißt noch vor dem Aufbau einer Perspektivmannschaft : der Klassenerhalt.

Quelle: Volksstimme von Daniel Hübner


Rückblick in die Historie – 2009 – Sponsoring

Sportfreund Wilfried Filax, Geschäftsführer der Filax Dienstleistung GmbH Köthen, übergibt der Abteilung Fußball anlässlich des Pokalspieles gegen den 1.FCM einen Kleinbus zur kostenlosen Nutzung für den Transport der Mannschaften.

Die Fußballer bedanken sich beim Sportfreund Filax, der bereits seit vielen Jahren zu den engagierten Sponsoren der Abteilung zählt. Herzlichen Dank für die geleistete Unterstützung!

W.

W. Filax (l.), Abteilungsleiter R. Schulze (2.v.l.) und M. Hoffmann vor dem neuen TSG-Kleinbus


Rückblick in die Historie – 2009 – Sponsoring B-Jugend

Volksstimme-Bericht vom 06. September 2009.

Volksstimme-Bericht vom 06. September 2009.


Rückblick in die Historie – 2009 – FIDES-Cup

1.FCM II gewinnt Fides-Cup

Höhepunkt des Turniermarathons der Abteilung Fußball der TSG Calbe nach Silvester war auch in 2009 der Fides-Cup am 4. Januar in der Hegersport- halle. Neben dem Qualifikanten aus dem vorher ausgetragenen Cup des Schlüssedienstes Adam,dem Egelner SV Germania, waren der Schönebecker SV, der FSV Hettstedt, Askania Bernburg, TSV Grün-Weiß Kleinmühliungen/Zens, der 1.FCM II und der Titelverteidiger, die A-Junioren des 1.FCM in Calbe zu Gast.

Nachdem beide Magdeburger Vertretungen ihre Vorrundenspiele erwartungsgemäß gegen den SSV und Askania Bernburg gewonnen hatten, tat sich die TSG wie schon so oft mit Keinmühligen/Zens sehr schwer und erzielte kurz vor Spielschluss noch den 1:1 Ausgleich. Nach nur einem Spiel Pause zeigten sich die Calbenser besser aufgelegt und besiegten den vermeintlichen Favoriten, den 1.FCM II, durch einen Treffer von Alexander Menz mit 1:0. Mit einem souveränen 6:0 Erfolg gegen den alten Kontrahenten aus Schönebeck, bei dem Tobias Plantikow 4 Treffer erzielte, qualifizierten sich die Calbenser für das Halbfinale. Dort traf der Gastgeber auf den Verbandsligisten Askania Bernburg, der sich in der Vorrunde lediglich gegen die A-Junioren des 1.FCM mit 2:1 geschlagen geben mussten. Die Calbenser lagen hier nach zwei individuellen Fehlern schnell mit 0:2 zurück und konnten trotz einer Vielzahl von hochkarätigen Möglichkeiten nur noch den Anschlusstreffer durch

Trainer A. Wojcik verfolgt das Spielgeschehen

Trainer A. Wojcik verfolgt das Spielgeschehen

Christian Harant erzielen. Im zweiten Halbfinale standen sich die beiden Magdeburger Vertretungen gegenüber und hier siegte die Mannschaft von Trainer A. Wojcik überzeugend mit 3:1. Im Spiel um Platz 3 machten die Calbenser noch einmal deutlich, dass sie nur wenige gute Hallenspieler in ihren Reihen haben, was vordergründig auch nicht unbedingt wichtig ist, und unterlagen der A-Junioren des 1.FCM schließlich mit 4:2. Im sehr spannenden Finale standen sich Askania Bernburg und der 1.FCM II gegenüber und hier lagen die Kreistädter bis kurz vor Spielende mit 2:1 vorn. Mit einem Sonntagsschuss vor der Schlusssirene rettete sich der Oberligist ins Neunmeterschießen, dass er schließlich mit 3:2 gewinnen konnte und sich damit immerhin 800 Euro Siegprämie sicherte.

Die Veranstalter, Fides und die Abteilung Fußball, erhielten viel Lob für ein tolles Turnier mit immerhin 485 Zuschauern. Einen faden Beigeschmack erhielt die Veranstaltung durch das Auftreten einiger unvernünftiger Magdeburger “Fans”, die ihre Duftmarke in der Sporthalle hinterlassen haben, die zeigt, auf welchem geistig unterbelichteten Niveau sie sich bewegen. Hier wird Präsident Rehboldt wohl einen Teil der Siegprämie zurück überweisen müssen.
An dieser Stelle noch einmal ein besonderer Dank an die Firma Fides für ein tolles Turnier und die Unterstützung bei der Tombola, an alle Helfer bei der Tombola, an das Kampfgericht und an die Ordner, ohne die die Ausrichting eines solchen Turnieres nicht möglich wäre.


Rückblick in die Historie – 2009 – TSG gegen SSV

TSG trennt sich vom SSV mit 2 : 2

“Wir haben zwei Punkte verschenkt”

Die Zeit der Vorbereitung ist vorbei. Die Landesliga-Fußballer der TSG Calbe und des Schönebecker SV starteten am Sonnabendnachmittag in die neue Spielzeit. Das Derby vor 320 Zuschauern bestach über weite Strecken durch Rasse sowie Klasse, fand aber am Ende keinen Sieger. Calbe und Schönebeck trennten sich 2 : 2 ( 2 : 2 ) -unentschieden.

Von einem gerechten Unentschieden wollten Peter Sauerbier, Trainer des Schönebecker SV, und sein Gegenüber Detlef Drachenberg nach der Partie nichts wissen. Beide waren unzufrieden und der Meinung : ” Wir haben zwei Punkte verschenkt ” – vorrangig die Saalestädter in der ersten und die Elbestädter in der zweiten Hälfte.

Bei hochsommerlichen Temperaturen begann die Partie mehr als vielversprechend. ” Wir haben sehr gut angefangen und dann zwei dumme Gegentore kassiert “, so Sauerbier. Die Anfangsminuten gehörten den Platzherren. Keven Harms bediente Benny Blöhm, dessen Schuss wehrte SSV-Keeper Thomas Schulze ab. Dann waren die Gäste am Drücker. Shimon Wolff passte mustergültig auf Thomas Hellige, der zur 1 : 0-F ührung traf ( 5. ). Keine Minute später zappelte der Ball erneut im Netz von TSG-Keeper Christian Harant. Fast alle sahen Shimon Wolff als Schützen, doch Blöhm versenkte das runde Leder mit dem Kopf im eigenen Kasten und ließ die Gäste jubeln ( 6. ). Da war selbst Harant überrascht, der den Ball nicht mehr zu fassen bekam. ” Die zwei schnellen Gegentore haben uns aus dem Ruder gebracht “, so Drachenberg. Doch seine Mannschaft gab sich nicht auf und kämpfte sich zurück in Spiel. Fast im Gegenzug wurde Sascha Bergholz

S. Bergholz auf dem Weg zum 1 : 2 Anschlusstreffer

S. Bergholz auf dem Weg zum 1 : 2 Anschlusstreffer für die TSG

auf der rechten Seite freigespielt und ließ sich diese gute Chance nicht entgehen ( 9. ). Mit dem Anschluss keimte bei der Elf von Drachenberg wieder Hoffnung auf. Anschließend rollte die Angriffswelle nur noch auf ein Tor, auf das des Gastes. Nicht aus dem Spiel heraus, sondern vom Elfmeter-Punkt traf Mannschaftskapitän Alexander Menz sicher zum 2 : 2 ( 26. ), den zuvor Keeper Schulze im Strafraum von den Beinen geholt hatte. Danach dominierten die Platzherren weiter das Geschehen. Bis zur Halbzeit passierte aber nichts mehr.

Die Zweite begann so, wie die erste Hälfte geendet hatte. Eine Riesenmöglichkeit zur 3 : 2-F ührung für den Gastgeber besaß Thomas Wolff. Allerdings scheiterte er nicht an Schulze, sondern an der Querlatte ( 53. ). ” Dieser Kopfball hätte das Spiel mit entscheiden können “, war sich Drachenberg sicher. Auch der SSV bekam die Möglichkeit zur Führung mittels eines Strafstoßes. Ein TSGFoulspiel nah an der Strafraumgrenze sorgte für erhitzte Gemüter bei den Hausherren, als Referee Peter Deliargyris auf den Elfmeter-Punkt zeigte. Andreas Günther übernahm die Verantwortung und scheiterte an Harant, der den richtigen Riecher bewies und sein Team weiter auf Punktekurs hielt ( 69. ). Die leichte optische Überlegenheit der Hausherren wurde mit einem großen kämpferischen Aufwand durch das Sauerbier-Team kompensiert. Chancen wurden auf beiden Seiten erarbeitet. Schulze zeigte sich hier aber ebenso auf der Höhe wie sein Gegenüber Harant. Letztlich blieb es bei einer Punkteteilung. ” Klare Feldvorteile “, hatte Drachenberg gesehen, aber ” die letzte Kraft fehlte, um sie konsequent auszuspielen ”

TSG Calbe: Harant – Müller, Harms, Blöhm, Houpeline, Neumeister, Bergholz ( 77. Strobach ), Schmidt, Menz, Plantikow, Wolff

SSV: Schulze – Günther, Bernau, Wagner, Dudzaik, Jörß, Rhode, Schubert ( 70. Fiedler ), Bruchmüller ( 86. Herrmann ), Hellige ( 77. Marschke ), Wolff

Quelle: Volksstimme Schönebeck von Sandra Arm

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