„Da steckt ordentlich Potential drin“

„Aus der Not eine Tugend machen“ dachte sich Rüdiger Derp, der Trainer der C-Junioren der TSG Calbe. Seit dem Restart des Trainingsbetriebes freuen sich die Jungs auf jedes Training, die Beteiligung hier ist extrem hoch.

Doch was macht man, wenn der Trainer verhindert ist? Ausfall ist keine Option. Also wird eine Vertretung organisiert. Auf seine Anfrage hin sagte Marcel Würlich, Trainer der Landesklassemannschaft der TSG, spontan zu und übernahm am 12. April 2021 das Training der C-Junioren.

Trainingsstart der C-Jugend mit dem Trainer der Ersten, Marcel Würlich.

Trainingsstart der C-Jugend mit dem Trainer der Ersten, Marcel Würlich.

Auf geht es mit dem runden Leder und vielen verschiedenen Übungen.

Auf geht es mit dem runden Leder und vielen verschiedenen Übungen.

Die Jungs zeigten sich begeistert vom prominenten Trainergast und seinem intensiven Coaching. Bei seinen Übungen, in denen Ballbehandlung, Beidfüßigkeit und Torabschluss im Fokus standen, wurde eine Extraportion Einsatz draufgelgt. Das Fazit des Trainers fiel am Ende dementsprechend positiv aus: „Da steckt ordentlich Potential drin.“

Auch Marcel Würlich trat selbst mit an den Ball, um die Übungen auch vorzustellen.

Auch Marcel Würlich trat selbst mit an den Ball, um die Übungen auch vorzustellen.

"Schlange stehen" für die Durchführung der nächsten Übung.

“Schlange stehen” für die Durchführung der nächsten Übung.


TSG-Trainer Marcel Würlich gibt Rück- und Ausblick

Nach dem Saisonabbruch der Saison 2019/20 starten die Calbenser Landsklasse-Fußballer mit viel Schwung in die Vorbereitung auf die Saison 2020/21. TSG-Trainer Marcel Würlich gibt einen kleinen Rück- und Ausblick auf sein Team.

Nach dem starken Durchmarsch des TSV Kleinmühlingen/Zens in der vergangenen Saison ist die Landesklasse IV wohl trotzdem nicht schwächer geworden. Welche Teams werden deiner Meinung nach um die Spitzenplätze kämpfen?

Marcel Würlich: Ich habe auf jeden Fall die Mannschaften 1. FSV Nienburg und Schwarz-Gelb Bernburg auf dem Zettel. Sicherlich ist weiterhin mit einem Überraschungsteam zu rechnen und natürlich wollen auch wir erneut oben mitspielen.

Dein Team hat in der Vorbereitung mit vielen spielerisch starken Leistungen aufhorchen lassen. Welche Zielstellung habt ihr euch als Mannschaft für die Saison 2020/21 gesetzt?

Marcel Würlich: Für uns gilt es erstmal gut in die Saison zu starten und als Mannschaft noch enger zusammenzuwachsen. Die Ergebnisse in der Vorbereitung waren natürlich recht ordentlich, das Team konnte bereits zeigen, dass es gut harmoniert. Das müssen wir natürlich kontinuierlich ausbauen, um dann am Ende auch ein Wörtchen bei der Besetzung der Spitzenpositionen mit sprechen zu können.

Wie schätzt Du insgesamt den Verlauf der diesjährigen Saisonvorbereitung ein? Gibt es einen oder mehrere “Gewinner” der Vorbereitung?

Marcel Würlich: Die Gewinner der Vorbereitung sind ganz klar das gesamte Team. Die Neuzugänge wurden super aufgenommen und insgesamt haben wir in der Qualität und Quantität enorm dazugewonnen.

Im Spielerkader der TSG haben sich erneut einige Veränderungen ergeben. Von welchen Neuzugängen erwartest Du Dir den stärksten Schwung für die anstehende Saison?

Marcel Würlich: Bei mir steht immer das Team im Vordergrund und deshalb möchte ich auch keine einzelnen Spieler hervorheben. Letztlich müssen wir als Team funktionieren, denn nur so können wir unsere Ziele erreichen. Dabei sind natürlich auch die Neuzugänge gefragt, die sich aber wirklich super mit einbringen und das in sie gesetzte Vertrauen auch mit Leistung zurückzahlen.

Aufgrund der Spielgemeinschaft der zweiten Mannschaft mit Neugattersleben in der Salzlandliga wird es sicherlich deutlich schwieriger allen Spielern des derzeit zahlenmäßig großen Kaders Spielpraxis zu geben. Könnten daraus Probleme innerhalb des Teams entstehen?

Marcel Würlich: An Probleme glaube ich nicht. Bereits in den Vorbereitungsspielen haben wir gesehen, dass wir zwar personell gut besetzt waren, aber niemals übermäßig. Einerseits darf in dieser Saison sogar fünf Mal ausgewechselt werden, zum anderen werden der Erfahrung nach immer wieder Spieler aufgrund von Verletzungen oder anderen Verpflichtungen fehlen.

Die aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochene Saison 2019/20 war deine erste Saison als verantwortlicher Trainer an der Seitenlinie. Welche positiven, aber auch negativen Erinnerungen hast Du aus dieser neuen Aufgabe mitgenommen?

Marcel Würlich: Wir hatten sicherlich gute Phasen innerhalb der Saison, haben andererseits allerdings auch Spiele leichtfertig aus der Hand gegeben. Da waren wir letztlich noch nicht so weit wie wir es gerade sind oder wie wir auch in der Vorbereitung auf die Rückrunde der vergangenen Saison waren. Wer weiß, was wir nach dem emotionalen 3:2-Heimsieg gegen Nienburg noch alles hätten erreichen können. Das haben die Jungs alles positiv aus der vergangenen Saison mitgenommen und nach dem Neustart waren alle wieder richtig heiß auf Fußball, die Trainingsbeteiligung in den zurückliegenden Wochen war unfassbar gut. Erste Erfolge zeigten sich dann eben auch schon in den verschiedenen Testspielen.


Landesklassekader beginnt mit Schwung in die Saisonvorbereitung

Anfang Juli sind die Landesklassekicker der TSG Calbe in die Saisonvorbereitung zur Saison 2020/21 gestartet. Nach einigen Abgängen konnte Trainer Marcel Würlich viele neue Gesichter im Hegerstadion begrüßen.

Zugänge:

  • Alexander Voigt (VfB Ottersleben)
  • Kevin Warthmann (SV Chemie Rodleben)
  • Lars Eckert (Osterweddinger SV)
  • Daniel Schmutzler (SSV Blau-Weiß Barby)
  • Noel Stegemann (TSV Kleinmühlingen Zens)
  • Nico Kietzmann (Wacker Felgeleben)
  • Benjamin Richter als Co-Trainer und Torwarttrainer  (VfB Ottersleben)

Abgänge:

  • Keven Harms (Co-Trainer Union Schönebeck)
  • Torwarttrainer Christian Harant (Fußballpause)
  • Christian Baartz (unbekannt)
  • Lukas Schulz (unbekannt)
  • Alexander Schellbach (Eintracht Gommern)
  • Chris Rose (Union Schönebeck)
TSG-Trainer Marcel Würlich begrüßt die neuen Kicker seiner Mannschaft im Calbenser Hegerstadion.

TSG-Trainer Marcel Würlich (1. oben links) begrüßt die neuen Kicker seiner Mannschaft im Calbenser Hegerstadion (obere Reihe v.l.n.r.) Alexander Voigt, Henry Forster, Alexander Schmutzler, Lars Eckert, Benjamin Richter und (untere Reihe v.l.n.r.) Noel Stegemann, Nico Kietzmann, Daniel Schmutzler und Kevin Warthmann.

Mit Benjamin Richter als Torwart- und Co-Trainer und Verteidiger Alexander Voigt kehren zwei sehr bekannte Gesichter in der Calbenser Hegerstadion zurück. Nach ihrem gemeinsamen “Ausflug” zum Landesligisten VfB Ottersleben beschreibt Ersterer die Rückkehr mit den Worten “Wie nach Hause kommen”. Und Alexander Voigt ergänzt seine Geschichte mit dem ersten Kontakt zum runden Leder mit dem damaligen Trainer Günter Lenhart vor ziemlich genau 27 Jahren. Beide wollen dem TSG-Team mit ihrer Erfahrung zum Erreichen der gesteckten Ziele beitragen.

Ebenfalls eine persönliche Beziehung zur TSG hat Abwehrspieler Daniel Schmutzler, den ehemaligen Akteur des Schönebecker SV und des SSV Blau-Weiß Barby zieht es aufgrund der vielen Empfehlungen seines Bruders nach Calbe und zeigt sich bereits frühzeitig sehr überzeugt von seiner Entscheidung: “die Sportanlage ist top, das Training hervorragend und vorallem ist das Team super.”

Vom ehemaligen Landesklassekontrahenten TSV Kleinmühlingen/Zens wechselt der quirlige Stürmer Noel Stegemann an die Saale und konnte bereits in den ersten Einheiten seine Dynamik und Schnelligkeit unter Beweis stellen. TSG-Trainer Marcel Würlich stellte hier kurzfristig den erfolgreichen Kontakt dar. Über TSG-Spieler Thomas Hellige fand Kevin Warthmann den Weg zur TSG. Der 29-Jährige zentrale Mittelfeldspieler kommt von SV Chemie Rodleben und würde mit seinem neuen Team in der Saison 2020/21 gern unter die ersten drei in der Landesklasse vier kommen. Nach den Stationen MSV Börde Magdeburg und Osterweddinger SV tritt Mittelfeldspieler Lars Eckert zukünftig für die TSG an den Ball. Sein Freund Enrico Czommer hatte den Kontakt hergestellt und der Neuzugang fühlt sich im Hegerstadion bereits bestens angekommen beziehungsweise integriert. Ebenfalls vom Team schwärmt Nico Kietzmann, der flexibel einsetzbare Kicker freut sich bei seiner neuen Station auch auf seinen guten Kumpel Chris Müsing. Nach den bisherigen Vereinen 1. FC Magdeburg, Eintracht Nordgermersleben, MSC Preußen Magdeburg und Wacker Felgeleben möchte er erst einmal fit werden, dann zum Stammspieler reifen und bestenfalls auch eine Führungsspielerposition übernehmen.

TSG-Trainer Marcel Würlich zeigte sich insbesondere aufgrund der überragenden Trainingsbeteiligung in den letzten Wochen überaus zufrieden: “Alle haben richtig Bock und ziehen voll mit.” Nachdem das Training bisher unter den bekannten eingeschränkten Bedingungen stattfinden musste, konnte der Übungsleiter bei 21 Akteuren ein komplettes Testspiel ansetzen und freute sich dabei insbesondere über die bereits hohe Intensität trotz des frühen Standes zum Start der eigentlichen Saisonvorbereitung. Mit dieser Beteiligung kommt zweifelsfrei auch der Spaß nicht zu kurz und auch die Entwicklung des Teams gelingt so nahezu fast von allein. Trotzdessen sind auch teambildende Maßnahmen und ein Trainingslager geplant und dann bestmöglich für die neue Saison und das gemeinsame Ziel “oben mitspielen” vorbereitet zu sein.


Rückblick in die Historie – 2012 – Marcel Würlich

“Komme nicht, um nur Mitläufer zu sein”

Zurück zu den Wurzeln: Seit Anfang Juli steht Marcel Würlich wieder in Diensten der Calbenser Landesliga-Fußballer. Bei der TSG begann der heute 31-Jährige seine Karriere und durchlief sämtliche Jugendmannschaften.

Für Marcel Würlich hat sich im Sommer der Kreis geschlossen. Der 31-Jährige kehrte nach einigen Jahren zu seinem Ausbildungsverein, der TSG Calbe, zurück. Allerdings nicht, um die Karriere ausklingen zu lassen. Er hat mit den Landesliga-Fußballern vom “Heger” noch einiges vor.

Nur um eine Sache gleich klarzustellen: Der Student und der Fußballer Marcel Würlich sind zwei verschiedene Personen. An der Hochschule Magdeburg-Stendal stehen sieben Semester lang “Sicherheit und Gefahrenabwehr” auf dem Stundenplan. “Viele von uns kommen aus der Feuerwehr und gehen hinterher wieder dorthin”, erklärt Würlich. Das lädt zu Wortspielen ein, hat aber mit seiner Rolle auf dem Platz nicht viel zu tun. Dort soll Würlich vielmehr dafür sorgen, dass das Team in der Offensive unausrechenbarer, er quasi selbst zum Gefahrenherd wird.

Doch stellt sich vermutlich bei einem 31-Jährigen, der zuvor beim Haldensleber SC in der Verbandsliga kickte, die Frage, ob er selbst überhaupt noch genug “Feuer” mitbringt. Jede Menge sogar, wie er sagt: “Ich sehe mich selbst zwar nicht unbedingt als Führungsspieler. Aber ich komme nicht hier her nach Calbe, um nur ein Mitläufer zu sein.”

Zurück zu den Wurzeln: Seit Anfang Juli steht Marcel Würlich wieder in Diensten der Calbenser Landesliga-Fußballer. Bei der TSG begann der heute 31-Jährige seine Karriere und durchlief sämtliche Jugendmannschaften. | Foto: Björn Richter

Genau genommen kommt Würlich auch nicht, er kehrt vielmehr dahin zurück, wo seine fußballerische Laufbahn begann. “Mit sechs Jahren habe ich angefangen, habe dann alle Altersklassen im Nachwuchs durchlaufen.” Ein kurzes Gastspiel in der A-Jugend des 1. FC Magdeburg verlief überschaubar positiv, so dass Würlich wieder auf den Heger zurückkehrte. “Hier hatte ich ein paar wunderbare Jahre, habe zwei Verbandsliga-Aufstiege gefeiert und mit Leuten wie Marko Bittersmann, Ralf Kassuhn und Christian Harant zusammengespielt.” Dann kam es allerdings zu einem Bruch mit dem Verein. Über den Schönebecker SV landete er schließlich bei den Haldenslebern, bei denen er in der Bilanz “fünf gute Jahre” hatte.

In dieser Zeit war der Mittelfeldspieler übrigens nach wie vor eng mit der Region verbunden, auch wenn sein Wohnsitz seit 2004 in Magdeburg liegt. So war Würlichs Vater lange Jahre Mitorganisator des Gordon-Göhr-Gedenkturniers, Marcel war stets unter den Aktiven.

Allerdings musste während des Kapitels Haldensleber SC “irgendwann eine Veränderung her”, wie Würlich sagt. Die Wahl zwischen dem SV Fortuna Magdeburg und der TSG fiel allerdings nicht schwer. Aus familiären Gründen zog es ihn zurück nach Calbe. Ein weiterer ausschlaggebender Punkt war auch der neue Trainer Thomas Sauer, seit Januar in Calbe tätig. “Schon das erste Treffen mit ihm verlief positiv. Er hat mir seine fußballerische Philosophie erläutert. Mit dieser konnte ich mich voll und ganz identifizieren.”

So wie Sauers Konzept ist nämlich auch das Engagement von Würlich nicht auf Kurzfristigkeit angelegt. “Ich sage ganz klipp und klar, dass ich nicht nur für ein Jahr gewechselt bin. In der Mannschaft steckt viel Potenzial. Hier wird kontinuierlich etwas aufgebaut. Ich denke, dass die Handschrift des Trainers auch schon klar erkennbar ist.”

Da der Neuzugang zuletzt ein knappes halbes Jahr nicht spielberechtigt war, wuchs die Vorfreude auf die neue Aufgabe stetig an. Denn obwohl durch Studium und Familie natürlich stark eingebunden, spielt das runde Leder nach wie vor eine wichtige Rolle im Leben von Würlich. Oder wie er selbst sagt: “Mich gibt es nur in Verbindung mit dem Fußball. Dafür betreibe ich diesen Sport lange genug und über die Jahre auch mehr oder weniger erfolgreich.”

Dass es irgendwann im Heger-Stadion wieder um Punkte in der höchsten Liga Sachsen-Anhalts gehen könnte, schließt der Junggeselle übrigens nicht aus. “Es steckt definitiv mehr in der TSG Calbe drin als Landesliga-Fußball. Wenn alle Faktoren mitspielen, ist die Verbandsliga in ein paar Jahren möglich.” Dann auch gerne mit Marcel Würlich. “Mit 31 Jahren soll noch längst nicht Schluss sein.”

Quelle: Volksstimme Schönebeck vom 11. August 2012


Durch zahlreiche Rückschläge entstand ein „Prachtstück“

Es war ein herber Rückschlag für alle Anhänger der TSG Calbe. Am frühen morgen des 25. Februar 1997 loderten die Flammen aus dem Vereinsheim der TSG Calbe und legte alles in Schutt in Asche.

Auch wenn die Brandbekämpfer flott zur Stelle waren, blieb kaum etwas über. Das Holzhaus fiel dem Flammen zum Opfer und hinterließ eine Ruine. Wie genau es zu dem Feuer kam, ist bis heute ungeklärt. Zahlreiche Erinnerungen fielen den Flammen zum Opfer. Und als der größte Schock überwunden war, machten sich die Calbenser daran, alles wieder auf Vordermann zu bringen. Das Vereinsheim wurde wieder aufgebaut, blieb jedoch vom Pech verfolgt. Im Jahr 2013 setzte die Flut weite Teiler der Anlage am Heger unter Wasser und wieder waren zahlreiche helfende Hände nötig, um alles auf Vordermann zu bringen. Mit Erfolg, wie auch Marcel Würlich findet. Bereits als kleiner Junge verbrachte der heutige Übungsleiter der TSG Calbe viel Zeit im Hegerstadion.

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Das alte und langjährige Sportlerheim der Calbenser Fußballer vor der Brandstiftung.

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Das vom Hochwasser der Saale eingeschlosse Hegersportlerheim. | Foto: Tilman Treue

„In dem Flachbau aus Holz war auch eine Kneipe. Man ist einen langen Gang entlang geschlendert – links und rechts waren die Kabinen – und schon stand man in der Kneipe, wo sich jung und alt getroffen haben“, erinnert sich Würlich ganz genau zurück. Den Brand bezeichnet er selbst als „einschneidendes Erlebnis“. Auch nach dem Hochwasser „ging es wieder bei Null los“.

Doch die TSG hat aus der Not eine Tugend gemacht. Heute erinnert am Heger nichts mehr an die Brand- oder Flutschäden. Überall sind die Vereinsfarben Blau und Weiß vertreten, sei es die Tornetze oder der Zaun, welcher das Spielfeld vom Zuschauerbereich trennt. „Von außen ist das schon ein Prachtstück. Die Spieler schwärmen immer von unserer großen Kabine“, so Würlich.

Um auch im Inneren zu einem Prachtstück zu werden, taten sich die Schachspieler, welche ebenfalls die Räumlichkeiten nutzen, und die Fußballer zusammen. „In unserer Altherren-Mannschaft ist jemand dabei, der künstlerisch begabt ist“, so Würlich. Im Inneren wurde kurzerhand ein großes Graffiti an die Wand gebracht, welches Elemente des Schach- und Fußballsports miteinander verbindet. „Das ist super geworden“, sagt Würlich und steht mit dieser Meinung nicht allein da.

Stefan Storch und Mirko Fölsch vor einer der neu gestalteten Wände im Hegerstadion. | Foto: Verein

Stefan Storch und Mirko Fölsch vor einer der neu gestalteten Wände im Hegerstadion. | Foto: Verein

Allgemein finden sich immer wieder Graffiti an den Wänden. Selbst in unmittelbarer Nähe des Hauptplatzes. „Der alte Schotterplatz war früher mal viel größer. Und da stand eine Torwand. Damit diese erhalten bleibt, wurde sie angesprüht“, erzählt der Übungsleiter. Neben einem Fußballspieler ziert das Logo und der Spruch ‚Die Macht vom Heger‘ die alte Torwand. Ein echter Hingucker. Am Kassenhäuschen ist zudem der Schriftzug ‚TSG Calbe‘ zu lesen.

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Gemeinsam an der Arbeit: Mirko Fölsch bei der Gestaltung des Spielfeldes und Stefan Storch am Spruchtext. | Foto: Verein

Aber auch am Platz wurde nach dem Hochwasser reichlich gearbeitet. Eine neue Bewässerungsanlage wurde installiert, welche „sehr viel Arbeit abnimmt“, so Würlich. Allgemein befindet sich die Anlage, auch während der Corona-Pause, in einem tadellosen Zustand. Sowohl der Haupt- als auch der Nebenplatz zeigen sich von ihrer besten Seite. Ein Manko gibt es dennoch: „Ein richtige Flutlichtanlage fehlt noch, um im Winter noch besser trainieren zu können“, sagt Würlich. Doch Hoffnung ist in Sicht, eine Anlage bereits im Gespräch. „Alles hat Hand und Fuß“, adelt Würlich die Anlage der TSG Calbe am Seitenarm der Heger.

Quelle: Volksstimme Schönebeck vom 23. Mai 2020

Der Hauptplatz und das Sportlerheim.

Der Hauptplatz und das Sportlerheim.

Das Hegerstadion in Calbe von oben - Blick 2.

Das Hegerstadion in Calbe von oben – Blick 1.

Das Hegerstadion in Calbe von oben - Blick 1.

Das Hegerstadion in Calbe von oben – Blick 2.


Zum fehlenden Glück gesellt sich auch noch viel Pech

Die Spielzeit 2018/2019 lief bei der TSG Calbe gar nicht nach den Vorstellungen der Verantwortlichen. Die Saalestädter stiegen aus der Fußball-Landesliga ab. Dabei machte Trainer Christian Harant vor allem eine Sache aus, die zumindest eine Teilschuld an der Situation hatte.

Für Christian Harant war es keine einfache Saison. Nach dem Abgang von Marko Fiedler bot sich Harant, der eigentliche Torwart-Trainer des Fußball-Landesligisten TSG Calbe, als Übungsleiter an. Sein Engagement sollte nur bis zum Winter gehen, bis dahin wollte die sportliche Führung einen neuen Trainer vorstellen. Doch daraus wurde nichts. Harant blieb bis zum Saisonende und konnte den Abstieg aus der Fußball-Landesliga nicht verhindern. Doch dafür gab es einen Hauptgrund.

Es kam oft genug vor, dass Harant sich am Abend vor dem Spiel den Kopf zerbrach, wer denn in der Startaufstellung stehen wird. Meist war die Auswahl aber einfach. „Es gab keine zwei Wochen, in denen die gleiche Aufstellung auf dem Platz stand“, klagt Harant und spricht die dünne Personaldecke damit direkt an. So konnten keine Laufwege oder Abläufe einstudiert werden. „Dass es so schlimm wird, habe ich aber selbst nicht gedacht. Hinzu kamen ja auch noch die verletzten Spieler.“

An der spielerischen Qualität lag es dabei nicht. Direkt am ersten Spieltag bejubelte die TSG Calbe einen 3:1-Erfolg gegen den VfB Magdeburg-Ottersleben. Noch Tage später wurde über diesen Erfolg am Hegerstadion gesprochen. Doch die Freude währte nur kurz. Es folgten vier Niederlagen in Serie und die TSG fand sich fortan im unteren Mittelfeld der Tabelle wieder. Zu der misslichen Lage beim Personal verließ die TSG Calbe immer weiter das Glück. „In etlichen Spielen hatten wir große Chancen, doch der Ball flog an den Pfosten über drüber. So ist das, wenn man unten in der Tabelle steht. Und wenn du keine Tore schießt, dann kannst du auch nicht gewinnen. So einfach ist Fußball“, erklärt der Coach.

Weitere große Highlights gab es in den Augen von Harant nur wenige, „sonst hätten wir die Klasse gehalten“. Somit überwog an der Saale doch das Negative, denn der Abstieg konnte nicht verhindert werden. Neben diesem Aspekt schmeckten dem Übungsleiter die zum Teil hohen Niederlagen gar nicht. Dazu zählen die Spiele gegen den SV 09 Staßfurt (1:7), den MSC Preussen (1:5) und Union Heyrothsberge (1:8). Besonders die Niederlage gegen den FC Einheit Wernigerode, der am Saisonende den Aufstieg in die Verbandsliga realisierte, wurmte den Coach noch nach der Saison. „Wir waren während der Partie nicht schlechter, hatten sogar gute Möglichkeiten“, erinnert sich Harant zurück. Am Ende setzte es vor heimischen Publikum eine 0:5-Pleite.

„Wir waren in so vielen Spielen nicht schlechter“, sagt Harant, doch die Erfolge blieben aus. Vor allem die Unentschieden gegen die direkten Konkurrenten im Keller wie Niegripp (1:1) und Ottersleben (3:3) sorgten dafür, dass es am Ende nicht mehr reichte. „An der Einstellung der Mannschaft lag es auf keinen Fall“, bestätigt Harant, denn sein Team war bemüht, wollte an jedem Wochenende auf dem Platz stehen. Als Beispiel führt der Übungsleiter die Partie gegen den Blankenburger FV an. Auswärts holten die Calbenser einen Punkt, waren ab der 18. Minute allerdings nach einem Platzverweis in Unterzahl. „Nach der Saison aber etwas schön reden zu wollen, ist auch Quatsch“, schätzt der Übungsleiter realistisch ein. „Die Saison ist abgehakt.“

In der kommenden Spielzeit soll nun alles anders werden und die Köpfe wieder nach oben gehen. Harant wird dann nicht mehr an der Seitenlinie stehen, denn die TSG-Führung konnte im März einen Nachfolger finden. Marcel Würlich wird das Ruder übernehmen. Bereits seit frühester Kindheit kickt Würlich im Hegerstadion und war dabei ein wichtiger Bestandteil einer der wohl erfolgreichsten Nachwuchs-Jahrgänge im Calbenser Fußball. Ein Mann mit „Stallgeruch“, der die TSG Calbe wieder in höhere Klassen bringen soll.

Quelle: Volksstimme Schönebeck vom 04. Juli 2019


Zu- und Abgänge der Ersten

In der anstehenden Saison 2019/2020 begrüßt Neu-TSG-Trainer Marcel Würlich seinen neuen Co-Trainer Carsten Moritz, sowie die Spieler Martin Henschel (1.FC Magdeburg II), Sascha Bergholz (SV Rot-Weiß Groß Rosenburg), Chris Müsing (SV Wacker 90 Felgeleben), Alexander Schellbach (Union 1861 Schönebeck), Yunus Aydin (Hamburg), Rico Willner (MSC Preussen Magdeburg), Enrico Czommer (VfB Magdeburg-Ottersleben), Chris Rose (TSG Calbe II), Stefan Sandau (TSG Calbe II) und Martin Kruse (eigene Jugend) im Hegerstadion.

Aktuell nicht mehr im TSG-Trikot auflaufen werden dementgegen Robert Soethe, Philip Küster, Thomas Dummer, Thomas Gernat, Philipp Schönian, Evgeni Denisenko, Fabian Schmidt, Sebastian Zapke und Maik Hoffmann. An dieser Stelle gilt allen Dank für die erbrachte Einsatzbereitschaft für die TSG, sowie die Wünsche für den weiteren Lebensweg im beruflichen, privaten sowie fussballerischen alles Gute und maximale Erfolge.


Vorbereitungsplan der Ersten steht

Es ist mit Sicherheit eine Art Neuanfang, den die Fußballer der TSG Calbe in der Saison 2019/2020 starten, wenngleich auch viele altbewährte Aspekte beibehalten werden.

Beim Blick auf den Vorbereitungsplan von Neu-TSG-Trainer Marcel Würlich fällt sofort der Sparkassencup ins Auge. Nach dem Auftakt am Freitagabend, 12. Juli 2019, um 18:30 Uhr bei Lok Aschersleben, finden sich auch alle weiteren Spielrunden wieder. Da jedoch bereits im möglicherweise nachfolgenden Spiel im Achtelfinale der wohl schwerste Brocken des Sommerturniers Askania Bernburg droht, wurden vorsichtshalber bereits ersetzende Testspiele vereinbart.

Nach dem Trainingsauftakt am 09. Juli um 18:30 Uhr im Hegerstadion bittet das TSG-Trainerteam, dem neben Marcel Würlich noch Carsten Moritz, Christian Harant, Detlef Sobczak und Anne Greiser angehören, zwei Mal wöchentlich zum Training und zu zahlreichen Testspielen. Auch ein dreitägiges Trainingslager im heimischen Hegerstadion steht auf dem Programm. In der darauffolgenden Woche steht dann bereits die erste Runde des Salzlandpokals auf dem Plan und nur eine Woche später ist der Saisonauftakt in der Landesklasse 4 terminiert.

Verschiedene Termine des Vorbereitungsplans:

  • 09.07.2019 – 18.30 Uhr: Trainingsauftakt (Hegerstadion Calbe)
  • 12.07.2019 – 18.30 Uhr: 1. Runde Sparkassencup gegen Lok Aschersleben (Aschersleben)
  • 14.07.2019 – 14.00 Uhr: Testspiel CFC Köthen (Hegerstadion Calbe)
  • 31.07.2019 – 19.00 Uhr: Testspiel Germania Olvenstedt (Hegerstadion Calbe)
  • 02.08.2019 – 04.08.2019: Trainingslager (Hegerstadion Calbe)
  • 03.08.2019 – 15.00 Uhr: Testspiel 1. FC Magdeburg II (Hegerstadion Calbe)
  • 04.08.2019 – 14.00 Uhr: Testspiel Wacker Felgeleben (Hegerstadion Calbe)