TSG-Fußballer sagen ganz groß “Danke”

Vor dem Anpfiff zum Start in die aktuelle Landesklassesaison hatten sich im Calbenser Hegerstadion viele ehemalige und aktuelle Weggefährten eingefunden, um den über Jahrzehnte prägenden Figuren der Fußballabteilung “Danke” zu sagen.

Der scheidende langjährige Schatzmeister Thomas Dummer, der das Amt seit 2005 inne hatte und zuvor bereits seit der Wende sehr erfolgreich im TSG-Trikot kickte, und Rainer Schulze, der als Abteilungsleiter seit über drei Jahrzehnten an vielen Höhepunkten und Erfolgen maßgeblich beteiligt war, waren zur letzten Vorstandswahl nicht wieder angetreten, um die verschiedenen Aufgaben “jüngeren Leuten zu überlassen”.

Die große Dankbarkeit der Calbenser Kicker spiegelte sich dabei nicht nur im äußerlichen Rahmen wieder, sondern auch in den vorbereiteten Geschenken. Und auch der Fußballverband  des Salzlandkreises ließ es sich nicht nehmen in Person von Klaus Beier die Ehrennadel in Gold und die Ehrenplakette des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt feierlich zu übergeben.

Nachdem Thomas und Rainer mit freudigen Gesichtern, vielen Geschenken und reich das Spielfeld verließen, konnten sie anschließend noch das fußballerische Dankeschön ihrer ersten Mannschaft mit einem starken 10:0-Kantersieg bejubeln.


Thomas Kindermann – Viel Zeit im Hegerstadion

In einem kleinen Interview blickt TSG-Kicker Thomas Kindermann auf seine lange Fußballerkarriere im Calbenser Hegerstadion zurück und gibt auch Einblicke in seine Trainertätigkeit im Nachwuchs der TSG.

Hallo Thomas, in der Rückschau auf die Historie des Calbenser Fußballs bist Du mit Sicherheit ein Spieler, den im Calbenser Hegerstadion alle kennen. Gefühlt bist Du schon ewig Spieler der TSG Calbe.

In welchem Alter hast Du mit dem Kicken begonnen?

Thomas Kindermann: Ich hab ziemlich spät mit dem Fußball angefangen, ich glaube mit 11 Jahren im Jahr 1985. Natürlich bei der TSG Calbe. Mein erster Trainer war damals Heino Mertens. Weiterhin trainierte ich unter den Trainern Herr Meier, Jens Bardehle und bis zum Ende meiner Jugendzeit Peter Huhla. Letzterer  war dann auch mein erster Trainer im Männerbereich bei der III. Mannschaft.

An welche Mitspieler und vielleicht auch Trainer aus der damaligen Zeit kannst Du dich noch gut zurückerinnern?

Thomas Kindermann: 1993 bin ich in die erste Männer geholt worden. Dort traf ich auf gleich zwei alte Mannschaftkameraden, Rene Kausmann und Tino Reiprich, mit denen ich zuvor in allen Altersklassen gespielt hatte. Weiterhin gab es im Männerbereich einige an die ich mich gern erinnere, wie Jens Hammermann, Jürgen Breitkreuz, Frank Zimmermann, Kai Uwe Saalbach und Sven Lehmann. Bei der ersten Männermannschaft war damals Martin Wendtland Trainer, dort spielte ich mit Thomas Dummer, Ralf und Andreas Brinkmann, Torsten Göhr, Frank Zapke und dem Kapitän Andreas Zemter zusammen.

An werlche Spiele kannst Du dich noch heute gut zurückerinnern?

Thomas Kindermann: Das beste Spiel war zweifelsfrei damals für mich das Duell gegen Borussia Dortmund im Calbenser Hegerstadion.

Thomas Kindermann und Andreas Zemter beim Spiel gegen Borussia Dortmund.

Thomas Kindermann und Andreas Zemter beim Spiel gegen Borussia Dortmund.

Großes Mannschaftsfoto der TSG Calbe vor dem Spiel des Jahres 1994 gegen den Bundesligisten Borussia Dortmund.

Großes Mannschaftsfoto der TSG Calbe vor dem Spiel des Jahres 1994 gegen den Bundesligisten Borussia Dortmund. In der unteren Reihe zwischen Peter Rother und Kai Resch hockt Thomas Kindermann.

Wie ging es im Anschluss mit deiner Fußballkarriere weiter?

Thomas Kindermann: Leider verließ ich die TSG Calbe 1995 in Richtung Schönebecker SC, dort war zur damaligen Zeit Peter Wippich Trainer. Erst im Jahr 2001 bin ich wieder nach Calbe zur zweiten Männer zurückgekehrt, wo Torsten Göhr Trainer war. Mit ihm konnten wir unter anderem Hallenkreismeister werden. Anschließend habe ich wieder einmal in der ersten Mannschaft ausgeholfen. Unter Trainer Andrzej Wojcik konnte ich noch viel dazu lernen, obwohl ich schon über 30 Jahre alt war.

Als Allrounder hast Du sowohl für die erste als auch die zweite Mannschaft der TSG gekickt und dabei unzählige Spiele absolviert. Im Nachgang bist Du direkt in das Team der Alten Herren der TSG gewechselt und bist dort seitdem auch ein sehr wichtiger Leistungsträger. Allerdings warst Du weiterhin hin und wieder bei der Ersten und Zweiten als “Aushilfe” aktiv.

Thomas Kindermann: Zu den alten Herren bin ich erst zu Jahresbeginn 2010 gekommen, zuvor hatte ein komplettes Jahr nicht gespielt. Insbesondere beim Aushelfen habe ich zuletzt den Altersunterschied festgestellt, für einiges ist man einfach zu alt ;-)

Thomas Kindermann in einem Spiel der Alten Herren bei der TSG Calbe im Jahr 2020.

Thomas Kindermann in einem Spiel der Alten Herren bei der TSG Calbe im Jahr 2020.

Ergänzend bist Du ja ebenfalls als Calbenser Nachwuchstrainer aktiv. Lohnt sich der nicht unwesentliche zeitliche Zusatzaufwand für dich persönlich?

Thomas Kindermann: Als Jugendtrainer macht es verdammt viel Spaß mit den Jungs zu arbeiten. Manchmal fehlt mir leider die Zeit, um das Training mitzugestalten, aber mit “Kautzi” (Marcel Kautz) habe ich den perfekten Partner gefunden.


Meine Elf meiner Fußballzeit – Stefan Lenhart

Sprichwörtlich wird eine Fußballmannschaft auch als “11 Freunde” bezeichnet, womit insbesondere ausgesagt werden soll, dass Fußball eine Mannschaftssportart ist und man im Alleingang wenig Möglichkeiten für einen Erfolg hat. Außerdem ist Fußball so viel mehr als nur das Spiel über 90 Minuten, viele Freundschaften entstehen und bestehen auch nach der gemeinsamen aktiven Zeit. Eines ist jedoch auch klar, in einer langen Fußballkarriere verändern sich die Mannschaften fortwährend und manchmal tauscht man sogar die Vereinsfarben mit einem Vereinwechsel.

Nun blickt Stefan Lenhart auf seine Fußballkarriere bei der TSG Calbe zurück und benennt seine beste Elf seiner Fußballzeit:

“Im Rückblick auf meine nun mittlerweile 30 Jahre bei den Fußballern der TSG Calbe wird schnell deutlich, dass ich nicht allzu erfolgreich beziehungsweise lange hochklassig gespielt habe. Deshalb besteht meine Top-Elf auch aus Spielern, die ich nur als Nachwuchskicker vom Spielfeldrand aus lange bewundert habe. Insbesondere ist der Fußball für mich mehr als nur um die nächsten drei Punkte zu kämpfen, der Spaß am Spiel, im Training und allgemein mit meinen Mannschaftskameraden war und ist mir da deutlich wichtiger.”

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Stefan Lenhart hier im Spiel der Zweiten in Felgeleben. | Foto: Verein

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Stefan Lenhart vor dem Sportlerheim am Heger.

Torhüter

  • Christian Harant
  • An “Ice” führt absolut kein Weg vorbei. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich mich in den gemeinsamen Trainingseinheiten wie ein Kindergartenkind gefreut habe, wenn ich ihn dann mal überwinden konnte und das kam sehr selten vor. Auch als damaliger Balljunge zu den Spielen der Ersten habe ich ihn dafür bewundert, dass er grandiose Paraden gezeigt hat.

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    Christian Harant

Abwehr:

  • Thomas Dummer
  • Auch heute habe ich die Situationen von Thomas vorm inneren Auge, in denen er in der Abwehr den Ball erobert und dann mit großen Schritten durch das Mittelfeld marschiert und vorn vorm gegnerischen Tor zumeist noch glänzend für das nächste TSG-Tor auflegt.
  • Steven Brehmer
  • “Totti” ist in der Balleroberung absolute Weltklasse. Er nutzt fortwährend jeden noch so kleinen Trick, um seine Mannschaft auf die Siegerstraße zu führen und war stets mit über 100 Prozent dabei. Aus und neben dem Platz war er fortwährend ein absoluter Leader im Team.

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    Steven Brehmer zeigt es an, wo es in der Rückrunde für die TSG Calbe II hingehen soll. Steffen Brandt (links) und der BSV Eickendorf suchen nach Konstanz, Teamkollege Daniel Ebeling (r.) ist inzwischen nach Atzendorf zurückgekehrt. | Foto: Ingo Müller

  • Gunnar Meißner
  • Gunnar ist ein nahezu perfekter Manndecker, egal in welcher Liga schafft er es seinen zumeist für die gegnerische Mannschaft wichtigen Gegenspieler über die komplette Spielzeit abzumelden. Die jeweiligen Kontrahenten sind dabei sicher nicht zu beneiden. Wichtig ist aber viel mehr, dass er egal zu welcher Zeit immer für einen Spaß zu haben ist, was unsere Trainer zumeist nicht allzu witzig fanden oder finden.

    Gunnar Meißner im Zweikampf. | Foto: Falko Haltenhof

    Gunnar Meißner im Zweikampf. | Foto: Falko Haltenhof

  • Alexander Voigt
  • Auch “Wurzel” war Teil unserer “Spaßgemeinschaft im Training und im Spiel. Er ist fußballerisch ein tolles Beispiel dafür, dass es sich lohnt immer wieder weiter an sich zu arbeiten. Heute ist er immer noch ein wichtiger Führungsspieler in der ersten Mannschaft.

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    Nicht zuletzt die Entschlossenheit, die Alexander Voigt (r.) in dieser Szene beweist, bescherte der TSG den ersten Heimsieg. | Foto: B. Richter

Mittelfeld:

  • Jan Arnoldi
  • Im Mittelfeld ist Jan aufgrund seiner tollen fußballerischen Fähigkeiten ein absoluter Anker. Mit seiner Übersicht und feinem Füßchen könnte er meiner Meinung nach auch derzeit noch gut und gerne in der Landesliga eine wichtige Rolle spielen. Aber zum Glück kickt er sehr erfolgreich bei den Alten Herren der TSG.

    Jan Arnoldi

    Jan Arnoldi

  • Christian Kober
  • Vorallem im Bezug auf die Einsatzbereitschaft ist “Kobi” absolut vorbildlich und das auch neben dem Platz. Früher hatte er immer die unbeliebte Aufgabe der Führung der Mannschaftskasse und pendelt bereits seit langer Zeit regelmäßig aus Halle zu den Trainingseinheiten und zu den Spielen. Auch menschlich ist er für jede Mannschaft ein absoluter Gewinn. Für mich steht “Kobi” sinnbildlich für einen Jahrgang der TSG, der einwenig “durchgeknallt”, aber mannschaftlich top ist.

    Christian Kober (r.) und die Calbenser haben nach einem guten Auftakt den Faden verloren. Atzendorf war in den entscheidenden Szenen konsequenter. | Foto: Kevin Sager

    Christian Kober (r.) und die Calbenser haben nach einem guten Auftakt den Faden verloren. Atzendorf war in den entscheidenden Szenen konsequenter. | Foto: Kevin Sager

  • Pascal Weber
  • Als bodenständig, besonnen und sehr klar im Kopf würde ich “Kalle” beschreiben. Das zeigt auch seine unaufgeregte und entspannte Spielweise auf dem Spielfeld. Mit seiner überaus freundlichen Art ist er auch ein Gewinn für die Außendarstellung des Vereins.

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    Pascal Weber hatte mit seinen zwei Treffern maßgeblichen Anteil am 3:3 in Hakeborn. | Foto: Thomas Rinke

  • Daniel Schwan
  • In der Saisonvorbereitung war “Schwani” überaus selten beim Training zu sehen, letztlich muss man aber zugeben, dass er das Training auch nicht nötig hatte, da er sowieso nicht der Schnellste war, aber das musste er auch nicht sein. Denn unendlich ballsicher spazierte er zumeist durch das Mittelfeld und fand anschließend auch immer noch die Lücke für einen schönen Pass in die Tiefe. Sollte es doch einmal zu einem Zweikampf gekommen sein, so reichte ein Schupserchen seines Gegenspielers um ihn zu Fall zu bringen, natürlich hat er dafür immer einen Freistoß bekommen.

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    Daniel Schwan, hier im Spiel gegen den SSC II, organisierte souverän die TSG-Abwehr. | Foto: Verein

Angriff:

  • Jaroslaw Wojtal
  • Als kleiner Fußballfan, damals sogar mit HSV-Fahne, stand ich 1996 hinter dem Tor des Hamburger SV und war damit ganz dich dran, als “Jarek” dem Bundesligisten gleich zwei Tore in den ersten 10 Minuten einschenkte. Im Nachhinein wurde sogar erzählt, dass die HSV-Verantwortlichen ihn gleich im Mannschaftsbus mit nach Hamburg nehmen wollten. Als er dann ein Jahr später zum Spandauer SV in die Regionalliga wechselte, sind wir als kleine Fangruppe mit Paucken und Trompeten nach Berlin gereist, eine echt tolle Aktion zur Verabschiedung.

    Jaroslaw Wojtal

    Jaroslaw Wojtal

  • Alexander Menz
  • Der “Menzer” hat einen unglaublich harten Schuss, ist körperlich sehr präsent und hat zudem noch einen scharfen Sprint, eben ein Stürmer wie er im Buche steht. Selbst im Training hat man sich dann schon hin und wieder mal weggedreht, um nicht von seinen “Granaten” getroffen zu werden.

    Torjäger Alexander Menz.

    Torjäger Alexander Menz.

Trainer:

  • Rainer Fabian
  • “Atze” war sowohl im Nachwuchsbereich, als auch bei der Zweiten mein langjähriger Trainer. Er hat ein unglaulich gutes Gefühl für seine jeweilige Mannschaft und fand allzu oft die richtigen Worte in den verschiedenen Situationen. Am Salzlandligaaufstieg der Zweiten hat er aus meiner Sicht einen verdammt großen Anteil.
  • Jörg Harms
  • Mit deutlichen und markigen Worten hat uns “Harmsi” immer wieder aus der Komfortzone geholt und dadurch bei Jedem noch das ein oder andere Prozentpünktchen rausgekitzelt. Mit klarem Blick auf seine Idee des Fußballs hat er sich dann doch immer zu einem kleinen Scherz hinreißen lassen.
  • Detlef Sobzcak
  • “Dete” hat meine gesamte Zeit im Männerbereich geprägt. Er war das unermüdliche “Mädchen für alles”, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit da und war sich niemals für irgendwelche Hilfen zu schade. Sein persönliches Engagement ist absolut beispielgebend für alle Personen im Verein. Auch persönlich bin ich froh, dass ihn kennenlernen durfte und hoffe noch auf ganz viele gemeinsame Jahre bei der TSG Calbe.

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    Rainer Fabian, Detlef Sobzcak und Jörg Harms bei ihrer Verabschiedung im Calbenser Hegerstadion. | Foto: Verein


Neuer Vorstand nimmt Arbeit auf

Turnusgemäß sind am Mittwochabend die Fußballer der TSG Calbe im heimischen Sportlerheim zusammen gekommen, um einen neuen Vereinsvorstand zu wählen und zugleich ehemalige Mitglieder zu verabschieden..

Zu Beginn der Veranstaltung nutzte der scheidende Abteilungsleiter Rainer Schulze die Gelegenheit um einerseits einen Überblick der aktuellen Lage bei den Kickern im Hegerstadion aufzuzeigen und andererseits den Blick in die Historie und in die Zukunft zu richten. Mit spürbarem Stolz in der Stimme berichtete er, dass alle Altersklassen im Nachwuchsbereich abgedeckt sind, was natürlich nur mit viel Engagement der Trainer und Eltern möglich ist. In den Reigen der Dankesworte bezieht er ergänzend aber auch ausdrücklich die vielen “anderen fleißigen Helfer, die das Vereinsleben fortwährend am Laufen halten” mit ein. Zu guter Letzt durften auch die zahlreichen Mitglieder des Fußballförderkreises und die vielen weiteren treuen Sponsoren in der überaus positiven Auflistung nicht fehlen. “Jetzt heißt es Abschied nehmen” führte Rainer Schulze fort. Nach über 30 Jahren in verantwortungsvoller Rolle konnte er sich schmunzelnd noch ganz genau an seine erste Wahl zum Abteilungsleiter der TSG-Fußballer am 19. Oktober 1989 erinnern: “damals standen die hervorragenden Leistungen der sozialistischen Sportorganisation zum 40. Jahrestag der DDR im Mittelpunkt des Geschehens. In den spannenden nachfolgenden Jahren gab es viele Höhepunkte, wir hatten einige Bundesligisten im Hegerstadion zu Gast, spielten mit der ersten Mannschaft mehrere Jahre in der Verbandsliga und konnten auch im Nachwuchs viele Erfolge feiern.” Anschließend versicherte er allen Anwesenden: “Die TSG Calbe war für eine lange Zeit ein sehr wichtiger Teil meines Lebens, ich verbinde mit der zurückliegenden Zeit viele tolle Erinnerungen, aber natürlich auch schlaflose Nächte. Ich hoffe, dass man mich in guter Erinnerung behält und bleibe dem Calbenser Fußball in jedem Fall weiter fest verbunden.”

Auch der ebenfalls aus der Position des Schatzmeisters ausscheidende Thomas Dummer nutze die Mitgliederversammlung für “warme Worte”. Zuerst allerdings musste er im Rahmen seiner Funktion noch das trockene Zahlenwerk des zurückliegenden Jahres vorstellen. “Zum Abschluss möchte ich auch einen Dank für die letzten vierzehneinhalb Jahre Vorstandsarbeit aussprechen, was natürlich auch in Verbindung zu den vielen TSG-Mitgliedern steht.”

v.r.n.l.(hintere Reihe):  Schatzmeister Marcel Hulha, der scheidende Abteilungsleiter Rainer Schulze, die Kultur- und Veranstaltungswartin Mandy Topfmeier, Pressewart Stefan Lenhart und Nachwuchsleiter Swen Imroth. v.l.n.r. (vordere Reihe):  Zeugwart Gunnar Meißner und der schiedende Schatzmeister Thomas Dummer. | Foto: Verein

v.r.n.l.(hintere Reihe): Schatzmeister Marcel Hulha, der scheidende Abteilungsleiter Rainer Schulze, die Kultur- und Veranstaltungswartin Mandy Topfmeier, Pressewart Stefan Lenhart und Nachwuchsleiter Swen Imroth.
v.l.n.r. (vordere Reihe): Zeugwart Gunnar Meißner und der schiedende Schatzmeister Thomas Dummer. | Foto: Verein

In der anschließenden und zugleich kurzweiligen Wahl zum neuen Vorstand wurden Marcel Huhla zum Schatzmeister, Swen Imroth zum Nachwuchsleiter, Gunnar Meißner zum Zeugwart, Stefan Sandau zum sportlichen Leiter, Mandy Topfmeier zum Kultur- und Veranstaltungswart und Stefan Lenhart zum Pressewart gewählt. Da sich leider weiterhin kein Kandidat für den Abteilungsleiterposten meldete, war es dem stellvertretenden Abteilungsleiter, Marcel Hulha, vorbehalten einige Schlussworte an die anwesenden Mitglieder zu richten: “Ich möchte mit viel Engagement insbesondere das Vereinsleben fördern und freue mich bereits sehr auf die gemeinsame Arbeit im Vorstand. Kreative Ideen von allen Mitgliedern sind jederzeit sehr gern gesehen, sie müssen eben nur umsetz- und bezahlbar sein. Letztlich hoffe ich, dass wir möglichst allen Mitgliedern auch gerecht werden.”


Marcel Hulha – Kandidatur für die Schatzmeisterposition

Im Jahr 2020 steht bei den Fußballern der TSG Calbe noch die Wahl eines neuen Vorstandes an. Unter anderem wird Marcel Hulha für die Position des Schatzmeisters kandidieren.

Marcel, was verbindet dich ganz persönlich mit dem Calbenser Fußball in den letzten Jahren?

Marcel Hulha: Nach einer mehrjährigen „Abstinenz“ vom aktiven Fußball und Vereinsleben, sprachen mich Anfang 2013 „Dete“ und Heinz Sobzack an, ob ich nicht wieder Ambitionen hätte, aktiv Fußball zu spielen. Es folgten daraufhin einige Spielbesichtigungen und was mich besonders gefreut hat, ein Wiedersehen mit ehemaligen Sport- und Spielkameraden aus dem Kinder-, Jugend und Männerbereich. Ich hatte sozusagen meine „Alte Liebe“ für den Fußball wiederentdeckt und mich entschlossen, es bei den „Alten Herren“ zu versuchen. Eine im Nachhinein betrachtet, goldrichtige Entscheidung, die ich bis heute nicht bereut habe. Ein tolles Team, aus dem sich großartige Freundschaften entwickelt haben, die weit über das Fußball- und Vereinsleben hinaus gehen.

Was ist dann passiert?

Marcel Hulha: Leider zwang mich eine Verletzung im letzten Jahr meine aktive Laufbahn zu beenden.

Wie soll es für dich weitergehen?

Marcel Hulha: Mir liegt viel am Wohl des Calbenser Fußballs. Dies möchte ich mit persönlichem Engagement weiter fördern. Daher werde ich mich der nächsten Vorstandswahl als Schatzmeister der Abteilung Fußball der TSG Calbe stellen und hoffe auf breite Zustimmung, der zur Wahl anwesenden Mitglieder.

Was hat dich dazu bewogen?

Marcel Hulha: Neben den schon genannten Gründen ist meine Überzeugung, dass ich als aktiver Spieler die vielen Möglichkeiten nutzen konnte, die mir das Vereinsleben der TSG geboten hat. Neben den sportlichen Aktivitäten wurden auch der Gemeinschaftssinn und das Gemeinschaftsdenken gestärkt. Dinge, die aus meiner Sicht heute oft zu kurz kommt. Das Sport- und Vereinsleben verbindet die Menschen, dazu möchte ich meinen persönlichen Beitrag leisten! Der bisherige Schatzmeister Thomas Dummer wird sein Amt zum Ende dieser Wahlperiode niederlegen und nach 15 Jahren Tätigkeit als Schatzmeister nicht wieder kandidieren. Von meiner Seite gebührt ihm natürlich mein Respekt und Anerkennung!

Was liegt dir noch am Herzen?

Marcel Hulha: An dieser Stelle möchte ich daran erinnern und auch dazu aufrufen, dass wir zur Neuwahl der Vorstandsmitglieder nicht nur die Position des Schatzmeisters neu bestimmen müssen, sondern auch die Stelle das Abteilungsleiters neu besetzen dürfen. Rainer Schulze wird bekannter Maßen nach 30 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Abteilungsleiter der TSG Calbe für eine Neuwahl nicht zur Verfügung steht. Daher mein Apell: Wem dieser Verein und der Fußball in Calbe am Herzen liegt, wer sich ernsthaft zutraut, die Zukunft und die Geschicke dieses Vereines zusammen mit den anderen Vorstandsmitgliedern erfolgreich zu gestalten, hat jetzt genau diese Möglichkeit dazu. Interessenbekundungen für eine Bewerbung um die Stelle des Abteilungsleiters nehmen gerne alle derzeitigen Vorstandsmitglieder und natürlich auch ich entgegen. Das Datum für die Wahl des neuen Vorstandes wird rechtzeitig auf der Internetseite bzw. über die Volksstimme bekannt gegeben. Ich würde mich in jedem Fall sehr über eine Tätigkeit für diesen großartigen Verein freuen und auf die Zusammenarbeit mit den anderen Mitgliedern des Vorstandes und selbstverständlich allen Vereinsmitgliedern.

Marcel Hulha im Hegerstadion Calbe. | Foto: Verein

Marcel Hulha im Hegerstadion Calbe. | Foto: Verein

Zur Person:

  • 44 Jahre, Lebensgemeinschaft mit Partnerin Diana und Tochter Larissa, wohnhaft in Brumby

Berufliche Tätigkeit:

  • viele Jahre im Versicherungs- und Finanzbereich tätig,
  • zur Zeit: in der Gesundheitsbranche

Verein:

  • Aktives Vereinsmitglied seit Anfang der 80´er Jahre mit Unterbrechungen bis heute. Vereinsfußballer beginnend vom Kinder- und Jugend- bis zum Männerbereich ausschließlich für die TSG. Zuletzt für unsere Alte Herren Mannschaft tätig

Rückblick in die Historie – 2000 – Sponsoring Erste

Artikel aus dem Februar 2000.


Vorstandswahlen im Jahr 2020

Trotz der vielen Einschränkungen im Zuge der Coronakrise laufen weiterhin die verschiedensten Vorbereitung auf die anstehende Saison und die allgemeine Zukunft des Vereins. Abteilungsleiter Rainer Schulze hat sich zu Fragen zu den anstehenden Vorstandswahlen geäußert.

Sportfreund Schulze, mit den weiteren Lockerungen im Zuge der Corona-Krise ab Juli, steht der Durchführung der Vorstandswahlen ja nichts mehr im Weg. Wie ist denn der aktuelle Stand der Vorbereitung?

Rainer Schulze: Grundsätzlich werden wir uns noch etwas Zeit nehmen. Die Zielstellung war und ist, dass die Wahlen spätestens im 3. Quartal diesen Jahres durchgeführt werden und das wird auch so sein. Neben Thomas Dummer und meiner Wenigkeit, wird nun auch unser Pressewart, Stefan Lenhart, aus beruflichen Gründen für den neuen Vorstand nicht mehr zur Verfügung stehen und das macht die Besetzung des neuen Vorstandes nicht leichter! Bewerbungen liegen bis jetzt lediglich von Sven Brösel für die Funktion des Nachwuchsleiters vor. Sehr erfreulich ist außerdem, dass sich Marcel Hulha aus unserer Altherrenmannschaft bereit erklärt hat, für die Funktion des Schatzmeister zu kandidieren. Wir hatten ein ausführliches Sechsaugengespräch und Thomas Dummer und ich sind überzeugt, dass das eine sehr gute Wahl wäre!

Dann fehlen immer noch mindestens vier weitere Kandidaten, um den neuen Vorstand arbeitsfähig zu machen. Da bleibt noch einiges zu tun bis zu den Wahlen im 3. Quartal!?

Rainer Schulze: Ich denke es ist lange genug bekannt, dass ich spätestens ab 01. Januar 2021 nicht mehr als Abteilungsleiter tätig sein werde und das wird auch so sein, wenn sich niemand bereit erklärt, den Vorsitz oder eine der anderen Funktionen zu übernehmen. Zielstellung für mich ist nach wie vor, in den Förderkreis zu wechseln und den Vorstand bei der Betreuung der Sponsoren zu unterstützen. Eine Abteilung ohne Leiter, das wäre natürlich ein bedenklicher Zustand und ich hoffe aber, dass sich Sportfreunde finden werden, denen der Fortbestand Abteilung Fußball der TSG Calbe am Herzen liegt. Das könnten aber durchaus auch Sportfreunde sein, die mit meiner Leitungstätigkeit nicht immer zufrieden waren. Das ist die Gelegenheit, Verantwortung zu übernehmen und es besser zu machen!

Ich hoffe natürlich, dass Gunnar Meißner und auch Sven Imroth noch eine Bewerbung abgeben werden. Beide verfügen über sehr viel Erfahrung und sind wichtige Säulen für den Fortbestand der Abteilung Fußball. Wer Interesse für eine der Funktionen hat, kann sich gern bei mit melden. Es gibt jede mögliche Unterstützung!


Feinschliff durch Spielkonsole

Hallo Thomas. Nach der zurückliegenden Saison in der Salzlandliga-Mannschaft der TSG Calbe bist Du zur Saisonvorbereitung in den Landesligakader von Trainer Marko Fiedler aufgerückt und gehörst inoffiziell zu den klaren Gewinnern der Vorbereitung.

Hast Du ein Erfolgsrezept für diese steile Entwicklung?

Thomas Dummer: Eigentlich versuche ich einfach nur, so oft es geht zu trainieren und bei jeder Einheit und jedem Spiel wirklich 100 Prozent zu geben. Ich schaue mir außerdem so ziemlich alles im Fernsehen und Internet an, was nur ansatzweise mit Fußball zu tun hat und versuche mir etwas von den Profis abzugucken, seien es Tricks beim Dribbling oder beim Verteidigen. (ergänzt mit einem Grinsen auf dem Gesicht) Den Feinschliff hole ich mir dann an der Spielkonsole, wenn ich mit meinen Freunden Fifa spiele und natürlich meistens gewinne.

Nachdem du bereits im Calbenser Nachwuchs lange Zeit Fußball gespielt hattest, bist du fast vier Jahre lang zum Tennis gewechselt. Hast du diesen Schritt nach dem erneuten Wechsel zum Fußball bereut, oder kannst Du der Zeit für deine aktuelle Entwicklung auch etwas Positives abgewinnen?

Thomas Dummer: Es war damals eine sehr schwere Entscheidung, die ich aber aufgrund anhaltender Leistenprobleme so treffen musste. Der Reiz beim Tennis ist, für Siege oder Niederlagen ganz allein verantwortlich zu sein. Irgendwann hat es dann aber wieder in den Beinen gekribbelt. Für mich persönlich würde ich behaupten, dass ich nach vier Jahren Tennis, umso geiler darauf war, wieder Fußball zu spielen.

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Thomas Dummer spricht über Tennis, seine erste Vorbereitung auf die Landesliga und die zukünftigen Zielstellungen. | Foto: Verein

In seiner aktiven Zeit war dein Vater ein überragender Libero im TSG-Trikot mit ausgewiesenen Offensivqualitäten. Nun spielst du seit geraumer Zeit auch in der Verteidigung, hast du dir da von ihm früher einiges abgucken können?

Thomas Dummer (lacht): Dass mein Vater ein überragender Fußballer war, darf ich mir oft genug von ihm selbst anhören. Leider bin ich nie in den Genuss gekommen, Ihm beim Fußballspielen zuzusehen beziehungsweise war ich noch zu klein und kann mich nicht daran erinnern. Allerdings erzählen mir so viele Leute, was für ein überragender Fußballer er gewesen ist, dass ich es einfach glauben muss. Er jedoch war bei nahezu jedem Spiel von mit dabei und hat mir den ein oder anderen Tipp gegeben. Heute gibt es viele Momente, wenn wir gemeinsam Fußball gucken, bei denen wir die gleichen Fehler erkennen und die gleichen Alternativen nennen, um eine Situation besser zu lösen. Da merkt man schon, dass wir ziemlich gleich ticken.

Hast Du eine Lieblingsposition?

Thomas Dummer: Nein, eine wirkliche Lieblingsposition habe ich nicht. Da ich in der Jugend nahezu alle Positionen gespielt habe, soll mein Trainer entscheiden, wo ich der Mannschaft am meisten helfen kann. In der Rückrunde der zurückliegenden Salzlandligasaison und auch in der Vorbereitung bei der ersten Mannschaft wurde ich als Verteidiger eingesetzt, wenngleich die Position des Verteidigers meiner Meinung nach ein wenig undankbar ist. Einerseits tritt man kaum als Torschütze oder Vorbereiter in Erscheinung und steht weiterhin schlecht da, wenn ein Gegentor fällt. Nichtsdestotrotz spiele ich schon gerne dort.

Nach deinem Abitur hast Du in Halle ein Studium begonnen, wie schaffst Du es den zeitlichen Mehraufwand als Landesligafußballer mit der Uni zu verbinden?

Thomas Dummer: In den ersten beiden Semestern hat es mein Stundenplan nicht zugelassen, in der Woche zu trainieren, sodass ich nur am Wochenende zum Spiel anwesend war. Ich weiß natürlich, dass ich auf Dauer ohne Training nicht in der Landesliga spielen kann. Deshalb werde ich versuchen, mindestens einmal die Woche zum Training zu kommen.

Welche Ziele hast du ganz persönlich für die anstehende Saison?

Thomas Dummer: Zuallererst freue ich mich auf meine erste Saison in der Landesliga und auf die damit verbundenen neuen Erfahrungen. Als Fußballer will man ja vor allem spielen und dabei möglichst erfolgreich sein. Fußballerisch möchte ich mich insbesondere hinsichtlich Spielverständnis, Aggressivität und Technik weiterentwickeln.

Was glaubst Du, lässt sich in dieser Saison in der Landesliga erreichen?

Thomas Dummer: Ich persönlich finde, dass wir eine super Truppe beisammen haben. Die Neuzugänge, zu denen ich ja auch gehöre, wurden super aufgenommen und haben sich auch gut eingefügt. Menschlich gesehen, macht es einfach nur Spaß mit den Jungs zusammen zu kicken, weil wir auch eine gute Mischung aus jungen, etwas älteren und “alten Hasen” haben. Die Spiele in der Vorbereitung haben gezeigt, dass wir durchaus in der Lage sind, guten und auch attraktiven Fußball zu spielen. Ich denke, wenn wir immer alle Vollgas geben, können wir auch im oberen Tabellendrittel eine gute Rolle spielen. Die Grundlage für eine erfolgreiche Saison haben wir uns, glaube ich, alle zusammen hart in der Vorbereitung erarbeitet. Wenn wir darauf aufbauen und auf dem Spielfeld Spaß haben und die Geilheit zeigen zu gewinnen, steht einer erfolgreichen Saison nichts im Wege.

Vielen Dank für das Gespräch.