Erst die Arbeit, dann vielleicht Vergnügen

19. April 2013

Die einen haben Schwierigkeiten, weil sie kaum Fußballspiele absolvieren konnten, die anderen haben Probleme, weil sie gespielt haben. Somit ist die Ausgangslage vor dem kleinen Derby in der Landesliga zwischen dem Schönebecker SC und der TSG Calbe, das heute um 18 Uhr angepfiffen wird, praktisch unverändert.

Die schönen Zeiten sind für den SSC vorerst vorbei. Nach den vielen Spielausfällen und Wochen mit Testspielen ohne richtiges Wettkampfniveau, muss das Team lernen, Fußball wieder zu arbeiten. “Wir müssen über die Tugenden ins Spiel finden”, betont René Kausmann aus dem Trainergespann mit Heiko Böhler. Defensive Disziplin und einfache taktische Abläufe sollen zunächst Sicherheit bringen.

Es könnte ein Vorteil für die TSG sein, dass sie in den vergangenen Wochen schon ein paar Begegnungen absolviert hatte, wenngleich die Resultate nicht für das Team von Trainer Thomas Sauer sprechen. “Der SSC hat Probleme, weil er nicht gespielt hat, wir haben sie, weil wir gespielt haben”, sagt er überspitzt und relativiert die Ausgangssituation. “Schönebeck ist nach wie vor sehr spielstark.” Also wird Calbe aus einer sicheren Defensive heraus agieren und auf seine schnellen Offensivkräfte setzen.

Vor diesen warnt auch René Kausmann. Mit Tobias Plantikow und Sascha Bergholz “hat Calbe individuell starke Spieler, auf die wir aufpassen müssen”. Schließlich zählt für die Elbestädter im Kampf um den ersten Platz “nichts anderes als ein Sieg”, egal ob der Gegner Calbe oder beispielsweise Bismark heißt, zumal der Tabellenplatz nicht die wirklich Stärke der TSG widerspiegele. “Wir sind sehr gut drauf und körperlich fit. Über den Fleiß und viel Laufbereitschaft wollen wir uns in die Partie arbeiten”, betont Kausmann, der auf den wiedergenesenen Danny Rothe zurückgreifen kann.

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Auf Keven Harms (l.) Defensivqualitäten wird es im heuten Derby beim Schönebecker SC sicherlich wieder ankommen. | Foto: Volksstimme

Für Calbe gilt es, nach der bitteren 0:3-Niederlage gegen den VfB Ottersleben wieder ein positives Erlebnis zu bekommen. Da könnte es ganz gelegen kommen, dass die TSG auf Konter lauern kann. Schließlich würde sie sich schwer tun, in der momentanen personellen Lage das Spiel gestalten zu müssen. Dennoch sei es wichtig, “bei Offensivaktionen zum Abschluss zu kommen”, damit das Team genug Zeit hat, sich defensiv wieder zu ordnen – und das möglichst über 90 Minuten. Es gilt also für beide Mannschaften: Vor dem Vergnügen steht die Arbeit.

Es fehlen: Thomas Ritzmann, Philipp Bläsing (beide langzeitverletzt), Stephan Kacafirek (Muskelverhärtung), Patrick Bartsch (fraglich) – Sebastian Zapke, Tobias Schmidt (beide verletzt), Florian Schmidt, Keven Harms, Stephan Birnbaum (alle fraglich, angeschlagen), Philipp Müller (fraglich, erkrankt)

Schiedsrichter: Tim Kohnert, Christian Kliefoth und Thomas Wissel

Hinspiel: 5:1

Quelle: Volksstimme Schönebeck vom 19. April 2013


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