Nur kein Fass Bier als Belohnung

18. March 2016

Seine persönliche Bilanz würde Trainer Marko Fiedler gerne ausbauen. Mit dem 1:1 in Olvenstedt und dem 3:1-Sieg gegen Ilsenburg, zu dem er einen Treffer beigesteuert hat, holte er vier Punkte. Morgen ab 15 Uhr gegen den Aufsteiger Heide Letzlingen sollen diese auf sieben ausgebaut werden.

Es bringt weitere Vorteile, wenn man als Trainer auf dem Platz steht, findet Fiedler. „Man sieht auch Dinge, die man von außen vielleicht nicht bemerkt, und kann im Training noch an weiteren Stellschrauben drehen.“ Das betrifft zum Beispiel die Raumaufteilung und die Zweikampf-Führung. „Da kann man noch ein paar Tipps geben.“ Auch wenn die Beteiligung des 43-Jährigen „auf Dauer keine Lösung ist“, so ist es von der Mannschaft akzeptiert worden.

Mit den Letzlingern um Torjäger Christian Wernecke (10 Treffer) kommt eine körperlich robuste Mannschaft in den Heger, „sie werden uns nichts schenken“, weiß Fiedler. Vor allem nicht nach der 0:6-Pleite im Hinspiel. „Dieses Ergebnis hat aber keinen Wert mehr. Wir müssen uns neu einstellen und unsere Heimstärke untermauern.“ Nach einer kleinen Durststrecke, in der die TSG vom dritten auf den neunten Rang fiel, „haben wir uns vor allem in den vergangenen beiden Spielen wieder als Mannschaft gefunden. Auch morgen muss unsere Einstellung erneut passen.“ In diesem Element trumpfen nun auch die Spieler aus der zweiten Reihe auf. „Sie nutzen ihre Chance.“ Das gilt auch für die Akteure, die aus der Zweiten unterstützen. „Die Abteilung hilft sich gegenseitig. Das funktioniert super“, lobt der Coach.

Teamgeist ist also auch morgen wieder gefragt, wenn die TSG im günstigsten Fall auf den fünften Rang klettern kann. „Wir haben nach unten bereits einen guten Abstand. Der Weg nach oben ist nicht so weit.“ Allerdings ist die Partie gegen den FSV Heide nur der Auftakt in ein schweres Programm, das mit Bismark (A), Tangermünde (H) und Heyrothsberge (A) weitere große Hürden bereit hält. In diesen Begegnungen wird sich herauskristallisieren, ob sich die Calbenser nach oben orientieren dürfen und ins Rennen um die Medaillenränge eingreifen können oder ob sie im Mittelfeld der Tabelle stecken bleiben. Beim Gast hat man das Hinspiel in schlechter Erinnerung, sodass man zu besonderen Methoden greift. „Wir wurden von einer Mannschaft, die stark im Umschaltspiel und auf allen Positionen torgefährlich ist, vorgeführt“, erinnert sich Trainer Dieter Förster. „Meine Jungs können nun zeigen, was sie in der Zwischenzeit gelernt haben. Wenn wir einen Punkt mitnehmen würden, wäre das schon gut. Wir haben nichts zu verlieren.“ Als besondere Motivation lobt der Coach ein Fass Bier aus, wenn seine Schützlinge ohne Gegentor bleiben. Das wird Calbe mit Sicherheit verhindern wollen.

Es fehlen: Vit Fiser (5. Gelbe), Michel Veloso (angeschlagen, fraglich), Keven Harms (angeschlagen, fraglich) – Christopher Schürz, Florian Pawlowsky, Ingo Wiegmann, Tobias Benecke, Felix Belling (alle fraglich)

Schiedsrichter: Mike Weiß (Osterweddingen)

Hinrunde: 6:0

Quelle: Volksstimme Schönebeck vom 18. März 2016


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